Beweise gegen Heimkinder-Zwangsarbeit-Firmen festmachen.

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

      ich glaube, die zwangsarbeit während des 2. weltkrieges ist nicht vergleichbar mit der zwangsarbeit, die wir leisten mussten.
      sorry, wenn ich das so schreibe. aber ich bin der meinung, dass die zwangsarbeit im 2. weltkrieg die vernichtung der menschen zum ziel hatte. bei uns hat sie materielle existenzen zum teil verhindert.
      Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin zurecht finden.

      (Albert Einstein)

      Beweise gegen Heimkinder-Zwangsarbeit-Firmen festmachen.

      .

      Martini schrieb:

      .
      [ ... ] Feststellung vom Themenstarter und Threaderöffner, dem langjährigen Boardnutzer »martini«, a.k.a. Martin MITCHELL:

      Auch heute feststellbare damalige Sozialversicherungabgaben und diesbezüglich existierende Rentenversicherungsbelege sind keine Garantie und Beweis dafür, dass damalige Arbeit unter Verdingung oder Leibeigenschaft, und ohne Lohn, innnerhalb oder ausserhalb eines 'Heims' oder einer 'Anstalt' keine ZWANGSARBEIT war:Als Zwangsarbeit wird eine Arbeit bezeichnet, zu der ein Mensch unter Androhung einer Strafe oder eines sonstigen empfindlichen Übels gegen seinen Willen gezwungen wird. Sie ist – mit verschwimmenden Übergängen – die schärfste Form der Arbeitspflicht. Sklaverei und Leibeigenschaft beschreiben ein ähnliches Abhängigkeitsverhältnis, bei dem der Mensch als Eigentum und Objekt des Menschenhandels im Vordergrund steht.
      QUELLE: Einfach jetzt nur mal
      WIKIPEDIA @ http://de.wikipedia.org/wiki/Zwangsarbeit ( Das genügt jetzt erst einmal für diese Zwecke ).

      .

      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Beweise gegen Heimkinder-Zwangsarbeit-Firmen festmachen. ----- Bürgermeister legte einen Fürsorgezögling in Ketten.

      .
      Bundesrepublik Deutschland, Ende der 1960er / Anfang der 1970er Jahre:
      Ein vom Heim an einen Bauern verdingtes Heimkind von dem Bauern, der auch der Bürgermeister ist, gefoltert und in Ketten gelegt.


      .
      ZEIT ONLINE

      Folterkammer auf dem Bauernhof

      Bürgermeister legte einen Fürsorgezögling in Ketten

      VON KILIAN GASSNER

      Aktualisiert 17. Juli 1970 - 07:00 Uhr

      Traustein

      .

      Der Bürgermeister der 886 Einwohner zählenden Gemeinde Emertsham im oberbayerischen Chiemgau, Thomas Mayr (63), wurde angeklagt und vom Schöffengericht der »fortgesetzten Verletzung der Obhutspflicht, Körperverletzung und Freiheitsberaubung« (geschehen im Sommer 1968) für schuldig befunden; seine Frau und Tocher Anna Mayr (28) und sein Sohn Karl Mayr (31) wurden ebenso angeklagt und gleichsam für schuldig befunden. Die Presse sprach dabei von einem „Sklavenprozeß“; das Heimkind, Detlev Kozian, war der „Sklave“ von dem hier die Rede ist und den man gefoltert hatte.

      Das Heim war das kaltholische Glonner Pius-Heim ( „Piusheim“ ), das dem Landwirt und Bürgermeister von Emertsham, Thomas Mayr, den sich im Vollzug der freiwilligen Erziehungshilfe befindenden 17jährigen Zögling Detlev Kozian als landwirtschaftlichen Arbeiter auslieh.

      Die ganze horrende Geschichte im Original lesen (berichtet am 17. Juli 1970 - 07:00 Uhr ) (Seite 1) @
      http://www.zeit.de/1970/29/folterkammer-auf-dem-bauernhof und (Seite 2) @ http://www.zeit.de/1970/29/folterkammer-auf-dem-bauernhof/seite-2



      Zu diesem katholischen Erziehungsheim »Piusheim Glonn« / Glonn Piusheim« / »Piusheim 85625, Erziehungsheim bei Glonn Ebersberg« gibt es mindestens vier verschiedene Threads im HEIMKINDER-FORUM.DE

      http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/15260-Piusheim-Glonn/

      http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/14378-Jugenddorf-Piusheim/

      http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/16520-Suche-Ehemalige-vom-Piusheim-Glonn-war-von-1962-1966-und-Schloß-Birckeneck-Freis/

      http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/15179-Hat-Jemand-Informationen-zum-Erziehungsheim-in-Glonn-Bayern/

      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      ***martini«, a.k.a. Martin MITCHELL:

      Auch heute feststellbare damalige Sozialversicherungabgaben und diesbezüglich existierende Rentenversicherungsbelege sind keine Garantie und Beweis dafür, dass damalige Arbeit unter Verdingung oder Leibeigenschaft, und ohne Lohn, innnerhalb oder ausserhalb eines 'Heims' oder einer 'Anstalt' keine ZWANGSARBEIT war: <snip>

      WIKIPEDIA
      @ http://de.wikipedia.org/wiki/Zwangsarbeit ( Das genügt jetzt erst einmal für diese Zwecke ).


      Kuckst Du hier deutsche-rentenversicherung-re…Raa/Raa.do?f=SGB4_7ABS1R0

      dann hier deutsche-rentenversicherung-re…Raa.do?f=SGB4_7ABS1R2.2.2

      und hier auch deutsche-rentenversicherung-re…a.do?f=SGB4_7ABS1R2.2.2.3

      oder hier tmb2.top-medien-berlin.de/kind…en-zur-heimerziehung.html
      ***fallen leave schreibt :Sonst würden die überfälligen Millionen schon längst bei uns auf den Konten Zinsen erwirtschaften
      ?

      der alte schreibt an fallen leave: Das waren deine Worte, die ich verwendet habe! Dazu habe ich auch Gesagt, das es nicht um die Millionen geht,
      sondern um eine Gerechte Entschädigung. Ich meine, Du solltest einen nicht die Worte im Mund Verdrehen ****

      Du antwortet hier auf etwas was was ich NIE geschrieben , offensichtlich hast Du nicht verstanden was gemeint ist. Was wiederum der von mir gewählten, mißverständlichen Formulierung geschuldet ist. Hier sind Fragen ggf. zielführender als eine unzutreffende Unterstellung.

      Noch einmal : Sobald Gelder für irgendeine Entschädigung vom Staat ( = durch das arbeitende Volk aka die Steuerzahler) bereitgestellt wird, sprechen wir von Millionen. Es waren zuerst 110 Millionen die dem Heimfond zur Verfügung gestellt wurden. Je später die einzelnen Beträge für jedes Heimkind ausgezahlt werden um so mehr Zinsen laufen auf.
      110 Millionen = viele Zinsen & schnelle Bearbeitung bis zum vollständigen Abschluss bzw. die immer kleiner werdende Summe bis zum leeren Topf = immer weniger Zinsen dafür immer größer werdende Zeiträume bis zur Terminierung und abschließender Bearbeitung / Auszahlung.

      Gleiches darf für bereit gestellte Gelder für die eventuellen Ansprüche ehemaliger Heimkinder auf nicht gezahlten Lohn vermutet werden.
      Anschließend würden die (insgesamt) an die Heimkinder ausgezahlten Millionen unter der Voraussetzung das diese das Geld auf ein (Tagesgeld)Konto legen zum zweiten Mal Zinsen erwirtschaften. Nicht in der gleichen Größenordnung, aber immerhin Zinsen. Falls es dann noch irgendwo Zinsen gibt.

      Alter, jetzt wieder alles gut ?

      Apropos leer, wenn 3 Leute in einen leeren Raum gehen und 5 wieder heraus kommen, dann müssen 2 wieder rein gehen, damit der Raum leer
      ist.

      Eigentlich können die Mitarbeiter Heimfond problemlos von den Zinsen bezahlt werden, das würde jedoch bedeuten das man die erwirtschafteten Zinsen wieder in den Fond mit einbringen müsste damit weitere Zinsen erwirtschaftet werden und zwar so oft bis sich der Fond von selbst finanziert. (Ironie aus)

      ____________________________________________________________________________

      Es ist sehr deutlich sichtbar das hier die viele denken der "Denkfehler" liegt immer bei den anderen. Und wie sich das für .... gut erzogene ..... Untertanen gehört, wartet ihr brav auf den Messias der euch zeigt wo es lang geht und was ihr zu tun habt um möglichst schnell einen erfolgreichen, einvernehmlichen und für alle Beteiligten akzeptablen VERGLEICH auszuhandeln. Es ist für Euch unvorstellbar selbst etwas konstruktives, durch Fakten belegtes zu schaffen & überprüfen zu lassen bzw. das es unter den ehemaligen Heimkindern Menschen gibt die in der Lage sind eure Interessen (mit Hilfe sozial eingestellter, engagierter eh ... Advokaten) nicht nur in die richtige Richtung zu lenken, sondern auch entsprechend durch zu setzen. Wer immer sich bemüht hilfreich und zielführend zu agieren, wird beschimpft, beleidigt oder vom Kassenzettel in
      die Schranken gewiesen.

      Nur mal so als Denkanstoß, der Thread hier heißt " Beweise GEGEN Heimkinder Zwangsarbeit ..." obwohl "FÜR" gemeint ist. Zumindest
      argumentiert ihr so. Solange ihr solche wichtigen Dinge nicht merkt seit ihr kein ernst zu nehmender Ansprechpartner, weder für die Politik noch für die Vertreter der beteiligten Firmen.

      Der Marktschreier hat erwähnt das Sozialbgaben auf dem Versicherungsverlauf kein "Beweis" für Kinder/Zwangs - Arbeit sind, auf die konkret dazu gestellten Fragen geht HIER NIEMAND ein, deshalb hier der zweite Versuch (hin zum längst vergessenen Dreisatz aus dem Matheunterricht) : Wenn für Heimkinder Sozialabgaben geleistet wurden und diese Beträge zwischen 23.8 (1957) und 30.5 % (1975) ** von Brutto betragen hat, ist der Weg hin zu Gesamtbrutto nicht mehr weit.

      ** flegel-g.de/beitragssatz.html = Keine Ahnung ob diese Infos alle richtig sind, ist aber so schön übersichtlich und einfach zu lesen

      Dann kann man feststellen (erst mal ohne Beweise) wer wann für welche Firma gearbeitet hat und den Stundenlohn eruieren. Aus der sich so ergebenden Grundlage schaut man was der eh ..... branchenübliche Mindest/Tariflohn war und kann auf dieser Basis anfangen durch Fakten belegte Lohnforderungen - so sie denn berechtigt sind - zu manifestieren.

      Wenn Eltern und/oder Entscheidungsbefugte jedoch unterzeichnet haben das der erarbeitete Lohn auf die vom Träger erbrachten Leistungen (Erziehung, Vollpension inkl. Verpflegung, buntes Entertainment Programm mit Angeboten zu Sport & Schule zum Teil mit Schwerpunkt auf Sexualkunde in Theorie und Praxis oder Events wie "Bootcamp Light") angerechnet werden darf bzw. vollständig abgetreten wurde ist der Traum
      einer Lohnnachzahlung inklusive Verzugszinsen eher im symbolischen Bereich anzusiedeln. Das zu verhindern hängt davon ab wie viele Akten es noch gibt bzw. wie viele real existente Nachweise beschafft werden können. Denn jeder Vertreter wird euch auffordern zu beweisen das es dieses Dokument NICHT gab, das Gegenteil behaupten und auf Zeit spielen wie das in der Politik üblich ist. Und was das für viele ggf. bedeuten kann bedarf wohl keiner weiteren Erklärung. Hier kann der Rechtsanwalt eures Vertrauens ja mal überprüfen ob ggf. eine vorherige Abtretung von Ansprüchen an Dritte möglich ist.

      Wenn jedoch die erbrachte Leistung des Trägers höher ist ist der erwirtschaftete Lohn kann dieser im Umkehrschluss natürlich auch Nachzahlungen fordern. Warum sollten diese ggf. verjähren wenn ihr zu 101 % sicher seit Ansprüche auf Lohn aus (vermeintlich) unbezahlter Arbeit zu haben. Oder kann jeder hier sicher b e w e i s e n das zwischen Arbeitgeber (hier die Firma wo tatsächlich gearbeitet wurde, nicht der Träger) und dem Träger keine Lohnzahlungen geflossen sind ? Und kann sicher bewiesen ausgeschlossen werden das die hier dutzendfach benannten Firmen zu belangen sind anstelle der Träger wenn diesen den Lohn kassiert und einbehalten haben ?

      Fragen über Fragen, die sich alle mehr oder weniger aus den an relevanten Stellen unvollständigen Hinweisen des ehemaligen Heimkind ergeben.
      FAKTEN SAMT NACHWEISEN finden sich innerhalb dieser Informationen keine. Lediglich auf Wissen basierende Ausführungen und dafür gibt es keinen Umrechnungskurs in Geldwert. Dafür aber Hinweise zu Prügelorgien auf dem Bauernhof ... was das mit Beweisen .. gegen.. Zwangsarbeit zu tun hat erschließt sich mir nicht, das gehört eher in einen OEG Thread.

      Forschung ist der aktuelle Stand es Irrtums, Optimismus lediglich ein Mangel an Informationen. ( - an zusammenhängenden, beweisbaren Informationen - )

      Beweise gegen Heimkinder-Zwangsarbeit-Firmen festmachen.

      .
      Beweise“ „gegendieFirmen“, die sich „Heimkinder-Zwangsarbeit“ zum Nutzen gemacht haben, „festmachen“, ist absolut richtig ! --- Ich wiederhole und unterstreiche: Wir sammeln Beweise gegen die Firmen !

      Beweise, die dafür sprechen, dass sie sich diese *Zwangsarbeit* zum Nutzen gemacht haben !



      Weiterführend zum … Beitrag in diesem Thread – [ einem ] vorhergehenden Beitrag von mir betitelt »Kontra Feststellung« – Beitrag vom 01.01.2015, um 23:08 Uhr.

      Ich zitiere einen meinerseitigen diesbezüglichen zutreffenden Beitrag vom 21.08.2012, um 03:34 Uhr:


      Martini schrieb:

      .
      Heimkinder-Zwangsarbeit wurde systematisch angewandt und betrieben !!!

      Heimkinder-Zwangsarbeit in geschlossenen Kinder- und Jugendeinrichtungen betrieben von Kirche und Staat in Deutschland und Österreich über viele Jahrzehnte hinweg nach dem Kriege !!!
      Viele namhafte Firmen zum Zwecke der Gewinnmaximierung hatten SOLCHE ARRANGEMENTS MIT DEN 'HEIMEN' UND 'ANSTALTEN' und waren wissentlich voll und ganz an dieser Heimkinder-Zwangsarbeit beteiligt !!!

      Ich bin der Meinung, die damaligen Geschäftsführungen all dieser Firmen, die sich zum Zwecke der Gewinnmaximierung an Heimkinder-Zwangsarbeit beteiligt haben wußten es und wußten auch alle diesbezüglichen Details – und die heutigen Geschäftführungen all dieser Firmen, wenn sie sich informieren und logische Schlüsse ziehen, und auch wirklich bereit sind diese logischen Schlüsse zu ziehen und nicht einfach jetzt ihre Augen und Ohren verschließen, wissen es ebenso.


      .
      Ganz objektiv und den TATSACHEN entsprechend:

      ( 1. ) Zu Nazizeiten haben deutsche und österreichische Firmen – Hersteller, Großhandel und Kleinhandel: Geschäftsleute und Landwirte – für DAS 'RECHT' ZUR ARBEITSAUSBEUTUNG von männlichen und weiblichen Kindern und Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus fremden Ländern an die
      SS ( die 'HEIMLEITUNG' ) als BETREIBER DER KONZENTRATIONSLAGER UND AUSSENSTELLEN bezahlt, wohlwissend dass der Lohn nicht an die Insassen fließen würde. Das Wichtigste und Ausschlaggebenste war die Gewinnmaximierung.

      ( 2. ) In der Bundesrepublik Deutschland und in der Bundesrepublik Österreich haben deutsche und österreichische Firmen – Hersteller, Großhandel und Kleinhandel: Geschäftsleute und Landwirte – für DAS 'RECHT' ZUR ARBEITSAUSBEUTUNG von männlichen und weiblichen Kindern und Jugendlichen und jungen Erwachsenen des jeweilig eigenen Landes an die BETREIBER ( an die HEIMLEITUNG ) DIESER KINDERHEIME UND ANSTALTEN bezahlt, wohlwissend dass der Lohn nicht an die schutzbefohlenen meist minderjährigen Insassen fließen würde. Das Wichtigste und Ausschlaggebenste war die Gewinnmaximierung.

      ( 3. ) Kirche, Staat und Firmen – ALLE WAREN NUTZNIEßER und HABEN VON DIESER ARBEITSAUSBEUTUNG PROFITIERT.
      Darum müssen ALLE IRGENDWIE UND AUF IRGENDEINE WEISE AN DIESEN VERBRECHEN UND MENSCHENRECHTSVERLETZUNGEN BETEILIGTEN jetzt endlich in die Pflicht genommen werden und den Opfern – ob KZ-Opfern oder Heimopfern, d.h. den ARBEITSAUSGEBEUTETEN / MISSHANDELTEN / GESCHÄDIGTEN – eine „angemessene Entschädigung“ zahlen.

      .

      .
      ( 4. ) Diesbezügliche wichtige Bekanntgebung aus dem Jahre 2004

      11. Juni 2004

      Achtung "Ehemalige Heimkinder"!
      Gerichtsurteil betreffs unentlohnter "Kinderzwangsarbeit"

      Präzedenzfall: Jugendlicher Zwangsarbeiter klagt im Landgericht!

      Wie berichtet von mir, ungekürzt, auf meiner Webseite
      HEIMKINDER-UEBERLEBENDE.ORG @ http://www.heimkinder-ueberlebende.org/Jugendlicher_Zwangsarbeiter_Adolf_Diamant_1957_Urteil.html ( Erstveröffentlichung: 11. Juni 2004 )

      »Im April 1945 wurde Diamant [aus dem KZ] befreit. Geld hatten die KZ-Häftlinge natürlich nie erhalten, den Lohn zahlte die Firma [Büssing] direkt an die Verwaltung des KZ Neuengamme. Deshalb versuchte die Firma [Büssing], sich auch mit dem Hinweis, sie sei nicht für Geldforderungen zuständig, sondern «die Bundesregierung» als Rechtsnachfolger [sei], aus der Verantwortung zu entziehen. Ohne Erfolg.

      Das Gericht entschied, "NIEMAND SEI BERECHTIGT, DIE ARBEITSKRAFT EINER PERSON ZU KAUFEN, DIE RECHTSWIDRIG IHRER FREIHEIT BERAUBT IST". Der Vertrag sei unwirksam. Die Firma Büssing wurde zur Nachzahlung verurteilt."«

      .

      Siehe auch selbst hier im HEIMKINDER-FORUM.DE im speziell von mir zu diesem Thema eingerichteten Thread ( im Mai 2010 eingerichteten Thread und fortgeführt bis Mai 2012 ! ) »Die Rechtslage betreffend „Heimkinder-Zwangsarbeit“ in der BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND !«, insbesondere Beitrag 27 [ Beitrag vom 31.12.2010, um 04:29 Uhr ] und Beitrag 28 [ Beitrag vom 31.12.2010, um 04:56 Uhr ] wo all dies schon einmal zuvor – und auch das "Adolf Diamant Gerichtsurteil", Braunschweiger Landgericht, aus dem Jahre 1957 – und in anderen weiteren Beiträgen in diesem Rechtslage-Thread auch zwei weitere relevante jüngere Gerichtsurteile bezüglich jüngeren Menschenrechtsverbrechen / Arbeitsausbeutung-Verbrechen / Lebenschancen-beeinträchtigende Verbrechen / Gesundheit-schädigende Verbrechen – genaustens erklärt wurde ( @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/10633-die-rechtslage-betreffend-„heimkinder-zwangsarbeit“-in-der-bundesrepublik-deutschland/#post218782 ).
      .


      im Dritten Reich“ … „der Landesversicherungsanstalt, wo die Zwangsarbeiter sozialversichert waren

      Zum Vergleich: Wie es die Kirchen im Dritten Reich mit den ausländischen Zwangsarbeitern, deren sie sich bedienten, handhabten.

      @ http://www.landeskirchenarchivberlin.de/wp-content/uploads/2009/12/zwangsarbeit-fuer-sankt-elisabeth.pdf

      .
      4. Lohn und Lebensunterhalt, Verdienst und Zuverdienst
      Es mag erstaunen, dass die Zwangsarbeiter sozialversichert waren, wie auch, dass sie überhaupt Lohn erhielten. Der Lohn für ihre Zwangsarbeit kann aber wohl mit Recht als Sklavenlohn bezeichnet werden, wie Rainer Götz es in seinem ausführlichen Aufsatz über die "Ostarbeiter" - Löhne in dem genannten Buch tat. Nach Abzug der Kosten für Unterkunft und Verpflegung erhielten die "Ostarbeiter" meist 20 - 50 RM im Monat von der Kirche ausbezahlt. Das war der Lohn für eine lange und schwere Arbeit: Sie bestand vor allem im Ausheben von Gräbern mit Spaten und Spitzhacke, 8-10 Stunden am Tag, auch samstags und manchmal sonntags.
      Es gab eine spezielle "Ostarbeiter" -Tabelle vom Staat, die den Löhnen zugrunde lag. Vor Auszahlung an den Zwangsarbeiter zogen die Gemeinden 15 ,-RM für die Unterkunft im Lager und 30,- später über 40,- RM für die Essensrationen dort ab. Rainer Götz kommt für St. Elisabeth zu dem Resultat, dass die minderjährigen Berkalo und Kulisch im April 1943 20, RM ausbezahlt bekamen und der erwachsene Platanow 35-40 RM. Der erwachsene deutsche Friedhofsarbeiter Quilitz bekam im selben Monat vergleichsweise 143,- RM, also das 3-4 fache wie Platanow.
      Die Lohnhöhe schwankte zudem aus nicht nachvollziehbaren Gründen und einige Zwangsarbeiter, wie z.B. Schepel bekamen überhaupt keinen Lohn ausbezahlt. Eine Möglichkeit, sich zu wehren hatten sie nicht.

      .

      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Beweise gegen Heimkinder-Zwangsarbeit-Firmen festmachen.

      .

      fallen leave schrieb:

      .
      Der Marktschreier hat erwähnt dass Sozialabgaben auf dem Versicherungsverlauf kein "Beweis" für Kinder/Zwangs - Arbeit sind, []
      .

      Zu meinem gerade erst von mir fertiggestellten diesbezüglichen und am Samstag, 17. Januar 2015, um 04:21 Uhr von mir getätigten Beitrag ( oben ), muß ich – aus gegebenen Anlaß – jetzt auch unbedingt – zum zweiten Mal – hinzufügen:

      Martini schrieb:

      .
      Kontra Feststellung vom Themenstarter und Threaderöffner, dem langjährigen Boardnutzer »martini«, a.k.a. Martin MITCHELL:

      Auch heute feststellbare damalige Sozialversicherungabgaben und diesbezüglich existierende Rentenversicherungsbelege sind keine Garantie und Beweis dafür, dass damalige Arbeit unter Verdingung oder Leibeigenschaft, und ohne Lohn, innnerhalb oder ausserhalb eines 'Heims' oder einer 'Anstalt' keine ZWANGSARBEIT war:Als Zwangsarbeit wird eine Arbeit bezeichnet, zu der ein Mensch unter Androhung einer Strafe oder eines sonstigen empfindlichen Übels gegen seinen Willen gezwungen wird. Sie ist – mit verschwimmenden Übergängen – die schärfste Form der Arbeitspflicht. Sklaverei und Leibeigenschaft beschreiben ein ähnliches Abhängigkeitsverhältnis, bei dem der Mensch als Eigentum und Objekt des Menschenhandels im Vordergrund steht.
      QUELLE: Einfach jetzt nur mal
      WIKIPEDIA @ http://de.wikipedia.org/wiki/Zwangsarbeit ( Das genügt jetzt erst einmal für diese Zwecke ).

      .

      Dies geht auch, m.E., klar und deutlich aus dem im Jahr 2010 bei De Gruyter Oldenburg erschienenen Buch

      »Ghettorenten: Entschädigungspolitik, Rechtsprechung und historische Forschung«

      edited by Jürgen Zarusky

      aus einem Beitrag von Jan-Robert von Renesse, auf Seite 18 dieses Buches @
      *Zwangsarbeit*/*Beschäftigung*/*Arbeitsverhältnis*/*Sozialversicherung* hervor


      .
      Nach der Rechtsauffassung des Reichsversicherungsamts (RVA) als oberster Behörde und gleichzeitig oberstem Rechtspflegeorgan der damaligen deutschen Sozialversicherung konnten selbst Zwangsarbeiter auf Leistungen der Unfallversicherung klagen.18 Für sie wurden Beiträge an die Sozialversicherung abgeführt und – wenn auch geringere – Leistungen der medizinischen Versorgung aus der Sozialversicherung gewährt.19 Die deutschen RV-Träger, insbesondere die, deren Zuständigkeitsbereich sich auf das Ruhrgebiet und damit auf eine der zentralen Rüstungsindustrie- und Zwangsarbeitsregionen des Deutschen Reichs erstreckte, kassierten dementsprechend die Abzüge vom Lohn der Zwangsarbeiter und erbrachten hierfür bis heute nur in sehr eingeschränktem Umfang rentenrechtliche Gegenleistungen.20 Nach Berechnung von Götz Aly haben die deutschen RV-Träger während des Zweiten Weltkriegs rund eine Milliarde Reichsmark in Form von Beiträgen der Zwangsarbeiter erhalten, ohne reale Gegenleistungen erbringen zu müssen.21
      Als Fazit wird deutlich, dass der Begriff Zwangsarbeit keine eindeutige Kategorie ist und keine klar definierten Rechts- oder Beschäftigungsverhältnisse beschreibt. Vor diesem Hintergrund ist die von der Rentenversicherung zugrunde gelegte Annahme einer eindeutigen Unterscheidbarkeit von Zwangsarbeit und freier Beschäftigung für den NS-Staat nicht haltbar. Die Differenzierung hat vielmehr anhand eines Indizienbündels wertend-graduell und nicht im Sinne einer schematisch-simplifizierenden Ja-Nein-Zuordnung nach einem einzelnen Kriterium stattzufinden.22 Nichts anderes hat das BSG bislang unternommen.

      ––––––––––––––––––––––––––––––––––––


      18 Vgl. Wilfried Reininghaus, Archiv und Sammlungsgut zur Geschichte der Zwangsarbeit in Deutschland 1939-1945. Eine Annäherung an den Gesamtbestand der Quellen, in: ders./ Norbert Reimann (Hrsg.) Zwangsarbeit in Deutschland 1939-1945, Bielefeld 2001, S. 38-48, hier S. 38, S. 41 und S. 43.
      19 Bekräftigend dazu aus damaliger deutscher Sicht der spätere Senatspräsident beim BSG, Walter Bogs, der damals im RVA, tätig war, in: Die Ortskrankenkasse 27 (1940), S.165ff und 28 (1941), S. 2ff.
      20 Dies liegt daran, dass selbst ein dem Grund nach bestehender Rentenanspruch der „Ostarbeiter“ wegen der Zahlungssperre des § 113 SGB VI bis heute nicht in das osteuropäische Ausland zahlbar ist.
      21 Vgl. Götz Aly, Hitlers Volksstaat, Raub, Rassenkrieg und nationaler Sozialismus, Frankfurt a.M. 2005, S. 186ff.
      22 Vgl. Elisabeth Strassfeld, Anspruch auf Rente aufgrund „Ghettoarbeit“, in: Sozialgerichtsbarkeit 54 (2007), S. 598-606.

      .

      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Man kann das Ausrechnen, die Verzinsung, die Anmahnungen, den Schreibkram, die Grübeleien, den Ärger als Privatvergnügen betrachten-mehr ist nicht drin. Das habe ich schon mehrmals geschrieben.
      Alle mit unserer damaligen Arbeitsleistung verbundenen Zwänge wie Prügel, Karzer, Nötigung
      u.s.w. sind definitiv verjährt. Die vertraglichen Bedingungen unserer Tätigkeit durch den
      Vertragspartner-kirchliche oder öffentliche Einrichtungen- der beauftragenden Firmen-Hella, Schlafglück,
      Schlaraffia u.a.waren damals rechtsgültig und können auch im Nachhinein nicht als Grundlage
      für Forderungen, Klagen oder Mahnungen gegen die betrff. Firmen dienen. Ist leider so.
      Arbeitsentlohnungen an uns war die Sache der rechtlichen Vertreter der Insassen dieser Heime.
      Es ist möglicherweise von historischem Interesse, wenn es da noch Akten und Verträge zur
      Einsicht gäbe. Juristisch spielt das keine Rolle mehr.
      Das Leben ist eine kurze Unterbrechung immerwährendem Fortseins

      Beweise gegen Heimkinder-Zwangsarbeit-Firmen festmachen.

      .
      Der Boardnutzer »fallen leave« hat uns ( nicht direkt, aber indirect, d.h. also "auf großen Umwegen" ) auf das Bundessozialgerichtsurteil 2 RU 200/72 vom 30.01.1975 verwiesen, nach dem wir uns seiner Meinung nach, u.a., richten sollten. Ob er selbst eine Kopie dieses Bundessozialgerichtsurteils besitzt und es auch selbst eingehend studiert hat und auch vollständig verstanden hat, wissen wir nicht.

      Wir waren ja damals als derFürsorgeerziehungunterstehendeMinderjährigeoder als derFreiwilligen ErziehungshilfeunterstehendeMinderjährigedem geltenden Gesetz gemäß keine zurArbeitserziehungverdonnertenStrafgefangenenoder irgend jemandes Leibeigene ( obwohl man uns weitgehend überall und im ganzen Land als solche behandelte ! ).
      »Der Beschluß des Vormundschaftsgerichts hat keinen Strafcharakter und stellt auch keine Maßnahme der Sicherungsverwahrung dar. Er weist auch nicht den Jugendlichen in eine Fürsorgeanstalt ein,
      wie oft irrtümlich angenommen wird; würde er eine solche konkrete Regelung treffen, wäre er rechtswidrig (vgl. Bayer. Oberstes Landesgericht zu § 70 RJWG in Samml. von Entscheid des BayObLG in Zivilsachen Bd. 34 S. 426; Potrykus, JWG § 65 Anm. 8 )« - Bundessolzialgericht-Gerichtsurteil vom 30. Januar 1963 - BSG, 30.01.1963 - 3 RK 36/59@ http://www.lexsoft.de/cgi-bin/lexsoft/tk_sec.cgi?chosenIndex=69312nv&templateID=printpreview&printTyp=document&xid=456313&print_mode=true


      Der einzige Hinweis im Internet auf dieses, möglicherweise, auf irgendeine Weise auf unsere damalige Situation als zur Produktionsarbeit oder zu Dienstleistungenin der jungen Bundesrepublikgezwungenen Heimkinder (1949-1975) zutreffende, oder auch nicht zutreffende, Bundessozialgerichtsurteil 2 RU 200/72 vom 30.01.1975 – auf das der Boardnutzer »fallen leave« uns hinweist und verweist – ist bei beck-online DIE DATENBANK zu finden ( @ https://beck-online.beck.de/?TYP=searchlink&HITLISTHEAD=Rechtsprechung+zum+Sozialrecht&QUERY=spubtyp0%3aent+AND+preismodul%3aBOSOZP&RBSORT=date&HITLISTWORDS=2_RU_200/72)

      .
      BeckRS 1975, 00395

      BSG

      Urteil vom 30.01.1975 - 2 RU 200/72 | RVO § 539 | RVO § 540

      FHArbSozR 21 Nr.
      6234 (Ls.)

      BlStSozArbR1975 S. 270 (g) | BSGE39 S. 104 | DOK1975 S. 608 (L) | ErsK 1975 S. 162 (g) | SGb.1975 S. 370 und S. 174 (g) | SozSich.1975 S. 118 (g) u. S. 120 (g)

      .

      Wenn man dann diese Nummer 6234 dort anklickt, um das Urteil dort aufzurufen, wird man auf einer weiteren Seite ( @ https://beck-online.beck.de/?vpath=bibdata/zeits/fharbsozr/21/cont/fharbsozr.21.glu.gliv.gl3.6234.htm&pos=0&hlwords=2%c3%90RU%c3%90200%2f72#xhlhit ) wie folgt informiert:

      .
      Sie können das gewünschte Dokument FHArbSozR 21 Nr. 6234 , das als Werk Fundheft ArbSozR, ab 1954 u.a. den Modulen Arbeitsrecht PLUS, Sozialrecht PLUS, Arbeitsrecht (Ergänzungsmodul Anwalt PREMIUM), Arbeitsrecht PREMIUM, beck-personal-portal PREMIUM (alle Module) zugeordnet ist, nur aufrufen, wenn Sie eingeloggt sind. Bitte geben Sie hierzu Ihren Benutzernamen und das Passwort in die Login-Maske ein. Besitzen Sie kein persönliches Login für beck-online, dann können Sie eines der oben genannten Module abonnieren, welches dieses Dokument umfasst. Alternativ können Sie sich das Dokument auch einzeln freischalten, indem Sie sich bei beck-treffer anmelden.
      .


      ALL DIES nun zusätzlich zu meinen gestrigen beiden Beiträgen zu diesem Thema:
      Beitrag vom Sa. 17.01.2015, um 04:21 Uhr (MEZ) und
      Beitrag vom Sa. 17.01.2015, um 05:16 Uhr (MEZ).
      Warscheinlich wird man dazu jetzt zurückblättern müssen.

      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Vorsicht beim Registrieren. Nur die ersten Wochen sind kostenlos, danach wird es teuer.
      Tapferkeit ist das Vermögen und der überlegte Vorsatz,
      einen starken aber ungerechten Gegner Widerstand zu leisten.
      (Immanuel Kant)

      Der Ziellose erleidet sein Schicksal, der Zielbewusste gestaltet es.
      (Immanuel Kant)

      Versichert ist eine Tätigkeit während der Dauer einer aufgrund eines
      Gesetzes angeordneten Freiheitsentziehung (Art. 104 GG). Eine solche
      Freiheitsentziehung liegt vor, in den Fällen einer Freiheitsstrafe nach
      §§ 38 ff. StGB, einer Sicherungsverwahrung und von Untersuchungshaft
      (BSG, Urteil v. 30.1.1975, 2 RU 200/72, BSGE 39 S. 104 = SozR 2200 § 540
      Nr. 1). Die Unterbringung mit Freiheitsentzug kann auch nach anderen
      Grundlagen als dem StGB erfolgen, sie muss allerdings auf einer
      richterlichen Anordnung beruhen und sanktionsähnlichen Charakter haben.
      Die erzieherische Ausrichtung einer Freiheitsentziehung im Rahmen des
      § 45 JGG genügt nach historischer Auslegung der Vorschrift für die
      Versicherung. Deshalb sind auch Jugendliche, die Hilfe zur Erziehung
      nach § 34 erhalten, versichert. Personen, die auf ihre
      Wiedereingliederung in Arbeit vorbereitet oder in Arbeitstherapie
      beschäftigt werden, sind dagegen nicht erfasst.

      Rz. 195

      Auch Tätigkeiten infolge strafrichterlicher Anordnungen, das sind
      Arbeitsauflagen aller Art, z. B. bei Strafaussetzung zur Bewährung oder
      bei einer Jugendstrafe, sind versichert. Bei der Erfüllung von
      Arbeitsauflagen der Staatsanwaltschaft oder Jugendbehörde nach Maßgabe
      von § 153a Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 StPO oder § 45 Abs. 2 Nr. 1 JGG sind die
      betroffenen Personen ebenfalls versichert (Richter, in: LPK-SGB VII, § 2
      Rz. 221).
      haufe.de/personal/personal-off…sk_PI10413_HI2250760.html

      BSG, 30.01.1975 - 2 RU 200/72Amtlicher Leitsatz:1.
      Der in Ausführung einer Fürsorgeerziehung in einem Heim untergebrachte
      Minderjährige ist bei Tätigkeiten, die er aufgrund der ihn dazu
      verpflichtenden Hausordnung im landwirtschaftlichen Betrieb des Heimes
      ohne Entgelt verrichtet, nach RVO § 540 auch dann versichert, wenn es sich um ein offenes Heim handelt.

      2. Zuständiger Träger der Unfallversicherung ist nach RVO § 655 Abs 2 Nr 3 das Land, in dem sich das Heim befindet.
      jurion.de/Urteile/BSG/1975-01-30/2-RU-200_72

      Beweise gegen Heimkinder-Zwangsarbeit-Firmen festmachen.

      .
      Es gilt dies noch einmal ganz besonders hervorzuhebenFÜR UNSERE ZWECKE !wasFürsorgezöglingebetrifft, bzw. damals betraf !

      JURIS @ http://www.juris.de/jportal/prev/KSRE004630003


      .
      Datum: 30.01.1975
      Beschreibung: BSG 2. Senat | 2 RU 200/72
      Urteil | Unfallversicherungsschutz bei Unterbringung in einem Fürsorgeheim:
      1. Der in Ausführung einer Fürsorgeerziehung in einem Heim untergebrachte Minderjährige ist bei Tätigkeiten, die er aufgrund der ihn dazu verpflichtenden Hausordnung im landwirtschaftlichen Betrieb des Heimes ohne Entgelt verrichtet, nach RVO § 540 auch dann versichert, wenn es sich um ein offenes Heim handelt.
      2. Zuständiger Träger der Unfallversicherung ist nach RVO § 655 Abs 2 Nr 3 das Land, in dem sich das Heim befindet.
      | § 539 Abs 1 Nr 1 RVO vom 30. April 1963, § 539 Abs 2 RVO vom 30. April 1963, § 540 RVO vom 30. April 1963, § 653 Abs 1 Nr 6 RVO vom 30. April 1963, § 655 Abs 2 Nr 3 RVO vom 30. April 1963, ...
      Ansichten: Kurztext,
      Langtext: [ kann man kaufen ]
      Quelle: Inhaltliche Erschließung durch die Dokumentationsstelle des Bundessozialgerichts.

      .

      Siehe auch @ https://www.jurion.de/Urteile/BSG/1975-01-30/2-RU-200_72 ( aber auch hier steht leider nur der Leitsatz zur Verfügung ).

      Denn ich hätte auch gerne gewußt wer das Ganze, zu dieser Rechtsfrage, gerichtlich eingeleitet hat – warscheinlich wieder die kirchlichen Träger der Heime ! – und wann es eingeleitet wurde, und über wie viele Jahre es durch die verschiedenen Instanzen gelaufen ist, before das Bundessozialgericht in dieser Sache dieses Urteil gesprochen hat.

      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.