Enslavement = VERSKLAVUNG | Forced Labour = ZWANGSARBEIT | Abuse = ABUSUS | Rape = VERGEWALTIGUNG | Use and Abuse of Psychopharmaceuticals = ANWENDUNG UND MISSBRAUCH VON PSYCHOPHARMAKA

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      Enslavement = VERSKLAVUNG | Forced Labour = ZWANGSARBEIT | Abuse = ABUSUS | Rape = VERGEWALTIGUNG | Use and Abuse of Psychopharmaceuticals = ANWENDUNG UND MISSBRAUCH VON PSYCHOPHARMAKA

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      Enslavement = VERSKLAVUNG | Forced Labour = ZWANGSARBEIT | Abuse = ABUSUS | Rape = VERGEWALTIGUNG

      »Police charge man in case of enslaved women« [ in the UK (London),
      pertaining to enslavement of three women for a period of 33 years between 1980 and 2013 ]

      AP December 12, 2014, 12:15 pm

      [ Australian News originating in the UK ]

      7 News @ https://au.news.yahoo.com/world/a/25757303/police-charge-man-in-case-of-enslaved-women/

      See, too, »Brixton slavery case: suspected cult leader Aravindan Balakrishnan is charged« @ http://www.telegraph.co.uk/news/uknews/crime/11287348/Brixton-slavery-case-suspected-cult-leader-Aravindan-Balakrishnan-is-charged.html

      See, too, »London ‘slavery’ case: CPS charges Aravindan Balakrishnan« - "Man who allegedly held three women at a house in Brixton for more than 30 years is facing 25 charges, including rape" @ http://www.theguardian.com/uk-news/2014/dec/11/london-slavery-case-cps-charges-ravindan-alakrishnan


      NOTE:

      [ in the Federal Republik of Germany ! ]
      [ in der Bundesrepublik Deutschland ! ]

      Church and State and Big Business and small in West-Germany conspired to enslave and did in fact enslave hundreds of thousands of boys and girls ( children and youth ! ) over many decades ( between 1945 and 1985 ) and nobody asked any questions ( everybody turned a blind eye ! ); and nobody was ever criminally prosecuted for these horrendous crimes perpetrated on these defenceless souls; and nodody faced any civil prosecutions as a consequence since either. No penalty of any kind was ever imposed upon the perpetrators. So there exists absolutely no deterance to do it all over again --- for Church and State, and to those unquestioningly serving them, to commit the selfsame crimes with impunity again in the future ( a finanically very lukrative enterprise on a massive scale ).


      Beschlagwortet mit TAGS/LABELS: Enslavement, Versklavung, forced labour, Zwangsarbeit, Kirche, Staat, Industrie, Industriebetriebe, Landwirtschaft, Landwirtschaftsbetriebe, Geschäftsunternehmen, Betriebe, große Geschäftsbetriebe, kleine Geschäftsbetriebe, Betriebe, Geschäftsleute, Bauern, Landwirte, Knechtschaft, Bauernhöfe, Bauernhöfen, Bauernverband, Leibeigenschaft, slave, slaves, Sklave, Sklaven, forced labor, abuse, Abusus, rape, Vergewaltigung, Misshandlung, Gewalt, Missbrauch, Arbeitsausbeutung, Sklaverei, Sklavenhalterei, Sklavenhaltung, Sklavenhalter, 30 years, 33 years, 30 Jahre, 30 Jahre lang, 40 Jahre lang, 10 Jahre lang, 18 Jahre lang, UK, West-Germany, Bundesrepublik, Deutschland, Religionsgemeinschaft, Innere Mission, Diakonie, Caritas, slavery case, London, Brixton, cult leader, Colonia Dignidad, Klaus Schäfer, Kolonie der Würde, Aravindan Balakrishnan, Police, Police charge, Anzeige erstattet, verhaftet, more than 30 years, facing 25 charges, including rape, the Guardian, london-slavery-case, charges, Federal Republik of Germany, Bundesrepublik Deutschland, Church, State, Church and State, Big Business, business enterprises, agricultural concerns, farmers, farms, businesses, profiteers, profit, ill-gotten gains, conspired to enslave, conspiracy, did in fact enslave, enslave, hundreds of thousands, boys and girls, institutional care, children’s homes, reform schools, institutions, homes, orphanages, children, youth, minors, Mündel, Kinder, Jugendliche, Schutzbefohlene, children and youth, given into care, careleavers survivors, care leavers survivors, Heimkinder-Überlebende, Heimkinder-Ueberlebende, Überlebende, Heimkinderopfer, Heimopfer, Heimhöllen, Kinderheimhöllen, over many decades, between 1945 and 1985, nobody asked, everybody turned a blind eye, turned a blind eye, criminally prosecuted, prosecuted, horrendous crimes, perpetrated, defenceless, defenceless souls, civil prosecutions, consequence, consequences, penalty, no penalty of any kind, imposed, perpetrators, Täter, Täterorganisation, no deterance, to do it all over again, unquestioningly serving, commit the selfsame crimes, crimes, with impunity, in the future, finanically very lucrative, lucrative, enterprise, illegal enterprise, lukrative enterprise, on a massive scale, Freistatt, Glückstatt, Dortmunder Vincenzheim, Großwäschereien, Magdalene Sisters, Magdalene Laundries, Magdalenen Heime, Magdalenen Wäschereien, Barmherzigen Schwestern, Unbarmherzigen Schwestern, Katholische Kirche, Evangelische Kirche, Bethel, Rummelsberger Anstalten, Bodelschwinghschen Anstalten, Birkenhof, Birkenhof Hannover, Diakonie Freistatt, Bethel im Norden, Stephansstift, Stephansstift Hannover, followed orders, Befehl ausgeführt, Jugendwohlfahrt, Fürsorge, Fürsorgeerziehung, Heimerziehung, Freiwillige Erziehungshilfe, Erziehungshilfe, child welfare,
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

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      Ein Londoner Kultleader indischer Abstammung, ist angeklagt über mehr als 30 Jahre hinweg (1980-2013) mehrere Frauen versklavt zu haben, d.h. in IN VERSKLAVUNG GEHALTEN zu haben und Gehirnwäsche unterzogen zu haben um sie gefügig zu machen und u.a. auch als Sexualobjekte zu dienen.

      Hier kann man sich
      ÜBER DIESEN FALL DER VERSKLAVUNG in deutscher Sprache informieren:

      http://www.welt.de/vermischtes/article122327397/So-kamen-die-drei-Frauen-zu-dem-Mao-Kult-Fuehrer.html

      http://www.bild.de/news/ausland/sklavenhaltergesellschaft/london-sklavinnen-frau-stuerzt-aus-fenster-33552346.bild.html

      http://www.bild.de/news/ausland/geiselnahme/das-ist-der-sklavenhalter-von-london-33565538.bild.html

      http://newstwenty4seven.com/de/news/britanskogo-maoista-obvinili-v-rabovladenii

      Mein Entdecken DIESES FALLS DER VERSKLAVUNG in englischer Sprache, veranlasste mich dann am Samstag, 13. Dezember 2014, diesen zutreffenden Thread zu eröffnen …

      … weil ich darin sofort definitive Parallelen sah zu der in West-Deutschland mindestens
      VIER JAHRZEHNTE LANG ANDAUERNDEN VERSKLAVUNG hundertausender Jungen und Mädchen ( minderjährige Schutzbefohlene ! ) in deutschen Anstalten und Umerziehungslagern im Nachkriegsdeutschland (1945-1985, wenn nicht noch länger).

      Und dann hebe ich in meinem Kommentar, im Threaderöffnungsbeitrag, in englischer Sprache, auch ganz besonders hervor, dass in Deutschland bisher niemand wirklich
      DAFÜR zur Verantwortung gezogen worden ist !!

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      Martini

      Ich grübel und grübel und konnte erst nichts mit dem Thema anfangen, da mir der text etwas unklar war vom Inhalt/Formulierung.
      Zudem beherrsche ich kein "ausländisch" :(
      Nun überlege ich aber, dass es lohnt, da mal nachzuhaken.
      Hast du zufällig eine Ahnung, ob man so etwas auch in Deutschland zur anklage bringen könnte und wenn ja, wie lange da die Verjährungsfristen sind?

      Was bedeutet das Thema eigentlich für uns ehemaligen Heimkinder?
      Ich bin ja nicht dumm, nur unsicher - könnte mir auch jemand definieren, was man heutzutage unter Versklavung versteht?
      Im Grunde genommen sind wir alle doch auch heute im hier und jetzt der Sklaverei ausgesetzt in unserem Leben - Dank der Wirtschaft/Arbeitsmarktpolitik.

      Im Grundgesetz steht: Die Würde des Menschen ist unantastbar.
      Ist unsere Würde nicht angetastet worden, seitdem man Lohndumping betreibt und uns somit vom Staat abhängig macht?

      Wo sind hier die Unterschiede zu der Sklaverei, die Du meinst, Martini?
      :gkr:

      Sei du selbst! Alle anderen Rollen sind schon besetzt.

      mein Beitrag fürs Forum

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      Erst einmal ganz kurz diese meinerseitige Antwort zu Deiner Frage »uschi1071« :

      Da kann kein einziger Mensch alleine etwas erreichen. – Da kann man nur mit öffentlichem Druck – und öffentlichem Druck auch aus dem Auslande – etwas erreichen und Deutschland bloßstellen und schämen. Und das mache ich ja schon mit meinem Beitrag in Englisch.

      Vielleicht auch vor internationalen Tribunalen etwas erreichen.

      Ich habe das Ganze im gleichlautenden Wortlaut beider bisherigen hiesigen Beiträge natürlich auch als E-mail ( eine Art Rundmail ! ) an so einige Stellen versandt.

      Es genügt erst einmal schon, dass ich es verbreite – so weit wie möglich verbreite.

      Es wird überhaupt keinen Zweck haben von „Versklavung“ im »gewöhnlichen täglichen bürgerlichen Leben« (DAMALS oder HEUTE) zu reden, das bringt überhaupt nichts und ist auch nicht mit den von mir angesprochen damaligen Verbrechen gegen als Arbeitssklaven gehaltene eingesperrte Kinder und Jugendliche zu verwechseln.

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      DER SPIEGEL vom Mo. 15.02.2016:

      »Opfer der Colonia Dignidad«
      [das chilenischeBethel ( = Haus Gottes ) ] ( perverse und pervertierte fundamentalistische evangelisch-lutherische Christenlehre! )
      [ die deutsche »Kolonie der Würde« in Chile, jahrzehntelang betrieben von ex-Bethel-Diakon - Verbrecher!Paul Schäfer ]

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      [ @ http://www.spiegel.de/einestages/colonia-dignidad-in-chile-das-grauenvolle-regime-der-sekte-a-1076894.html ]

      Die Sekte Colonia Dignidad galt lange als deutsches Idyll in Chile. Tatsächlich war die Siedlung unter ihrem Anführer Paul Schäfer ein Schauplatz von Folter, Mord und Missbrauch. Viele der Verbrecher kamen ohne Strafe davon.

      Von
      Christoph Gunkel
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      SELBST WEITERLESEN IM ORIGINAL @ http://www.spiegel.de/einestages/colonia-dignidad-in-chile-das-grauenvolle-regime-der-sekte-a-1076894.html

      In diesem Artikel ist auch über einen diesbezüglichen aktuell in Deutschland im Kino laufenden Film zu diesem Thema die Rede, ein Film der sich auch tatsächlich »Kolonie der Würde« / »Colonia Dignidad - Es gibt kein Zurück« nennt.

      Und am Ende dieses aktuellen
      SPIEGEL-Artikles wird auch noch auf einige weitere vorherige SPIEGEL-Artikles zu diesem Thema verwiesen.

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      Seit dem Spiegelartikel habe ich mich über 2 Tage hinweg in einer Tour damit beschäftigt. Im Moment fühle ich mich angeekelt und auch etwas überfordert von der Fülle und Art der Informationen. Vor Jahren hatte ich schon einmal das Thema auf dem Zettel und war dann doch mit anderen Dingen beschäftigt. Wenn man nun tief in die Geschichte eintaucht, verliert man schnell mal die Fassung.
      Das Leben ist eine kurze Unterbrechung immerwährendem Fortseins

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      Mehr spezifisch, bezüglich: Enslavement = Versklavung | Forced Labour = Zwangsarbeit | Abuse = Abusus | Rape = Vergewaltigung | Use and Abuse of Psychopharmaceuticals = Anwendung und Missbrauch von Psychopharmaka


      QUELLE: CORRECTIV.ORG / CORRECTIV.RUHR - »Im Schatten der Colonia Dignidad« (24.05.2018) @ https://correctiv.org/blog/ruhr/artikel/2018/05/24/tater-und-opfer/

      CORRECTIV.ORG / CORRECTIV.RUHR ausdrücklich erlaubt die uneingeschränkte Nutzung und Weiterverbreitung dieses Artikels und auch allen anderen von CORRECTIV veröffentlichten Artikel :

      Vielfach, so wie hier von CORRECTIV.ORG / CORRECTIV.RUHR beschrieben, ging es zu in vielen Erziehungseinrichtungen in Westdeutschland – insbesondere in kirchlichen Kinderheimen und Erziehungsanstalten in Westdeutschland (ob evangelischen oder katholischen oder freikirchlichen --- „Fürsorgehöllen“ !) – in den späten 1940er Jahren, den 1950er Jahren, den 1960er Jahren, den 1970er Jahren und sogar noch in den 1980er Jahren !! :


      Ich selbst schrieb schon, kurz zusammenfassend, diesbezüglich an vielen verschiedenen Stellen im Internet um Weihnachten 2016 wie folgt:

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      Insbesondere in den späten 1940er, den 1950er, den 1960er, den 1970er und 1980er Jahren gehörte „Zwangsarbeit“ in der Bundesrepublik Deutschland (d.h. in „Westdeutschland“) mit zum Wirtschaftsplan. Die Schwächsten in unserer Gesellschaft – insbesondere Kinder und Jugendliche „in den Heimen“ / „in der Heimerziehung“ – wurden gnadenlos ausgebeutet. Kirche und Staat selbst waren weitgehend die Vermittler sowie Nutznießer dieser „Zwangsarbeit“ / „Arbeitsausbeutung“. Und alle haben geschwiegen und daran Kohle verdient. Und auch die DDR wurde von westlichen Geschäftsunternehmen und Industriebetrieben GROß und KLEIN in diese kapitalistische „Zwangsarbeit“ / „Arbeitsausbeutung“ eingebunden; und die DDR hatte zusätzlich auch noch ihr eigenes gleichlaufendes System der Ausbeutung und Unterdrückung. Alles lief wie geschmiert beiderseitig der innerdeutschen Grenze.

      Erst seit der Einführung für Gesamtdeutschland – für das jetzt wiedervereinigte Deutschland – im Jahre 2005, des Gesetzes gegen „Menschenhandel“ (Strafgesetzbuch §232) / gegen „Ausbeutung der Arbeitskraft“ (Strafgesetzbuch §233) geht man jetzt allmälig halbherzig in Deutschland gegen „Nutznießer von Zwangsarbeit“ vor. Aber natürlich nicht gegen damalige nachkriegsdeutsche „Nutznießer von Zwangsarbeit“.

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      NRW[RUHR]

      CORRECTIV.ORG / CORRECTIV.RUHR
      Im Schatten der Colonia Dignidad
      Dietmar Seher - 24. Mai 2018


      Im Schatten der Colonia Dignidad

      In Krefeld leben Opfer und Täter des Folterlagers Colonia Dignidad [in Südamerika] nah beieinander. Die einen kämpfen um ihre Rente, die anderen beziehen Unterstützung vom Staat. Das soll sich nun ändern.

      Über Jahrzehnte hinweg hat der sadistische Sektenführer Paul Schäfer in der Colonia Dignidad in Südchile deutsche Kinder und einheimische Regimegegner gefoltert und zur Arbeit gezwungen. Der Bundestag drängt nun die Behörden, noch lebende Opfer zu entschädigen. Franz Heinrich und Irmgard Wagner sind zwei von ihnen. Ein Besuch.

      „Von 1957 bis 2005 Folter, Zwangsarbeit, Psychopharmaka bis zu dem Punkt, dass man versucht hat, mir das Leben zu nehmen“. In nur einem Satz fasst Franz Heinrich Wagner seine prägenden Lebenserfahrungen zusammen. Kurz und knapp. Wie fast alles, was er über seine schreckliche Vergangenheit zu sagen hat.

      Franz Heinrich Wagner und seine Frau Irmgard sind heute 72 und 73 Jahre alt. Er stammt aus dem westfälischen Gronau, sie aus Graz in Österreich. Sie waren fast ein halbes Jahrhundert Gefangene des brutalen Sektenführers und Kinderschänders Paul Schäfer aus Troisdorf bei Bonn. Schäfer hatte mit seiner Sekte bis 2005 die Colonia Dignidad im Süden Chiles geführt, dort hunderte aus Deutschland verschleppte Kinder und Jugendliche gefoltert und missbraucht.

      Man möchte sich nicht vorstellen, was in Menschen vor sich geht, die Gewalt, gezielte Erniedrigungen und Todesdrohungen erdulden mussten. Doch was muss erst in Frauen und Männern arbeiten, die das alles fast ein Leben lang und weit abseits der Zivilisation ertragen haben?


      Aufarbeitung nach über 50 Jahren

      Erst in diesen Tagen haben deutsche Ministerialbeamte und Staatsanwälte konkreter begonnen, die Straftaten Paul Schäfers und seiner Komplizen aufzuarbeiten und am zentralen Tatort in Chile, in der lange Zeit berüchtigten Colonia Dignidad, zu ermitteln. Von einer Vor-Ort-Inspektion brachten sie Akten mit neuen Informationen mit. Die Staatsanwaltschaft in Krefeld bearbeitet sie.

      400 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago hat Paul Schäfer über fast fünf Jahrzehnte ein Folter- und Todeslager betrieben. Nach außen hin war das eine streng religiöse Erziehungsanstalt. Doch Deutsche wie Chilenen mussten täglich Sklavenarbeit leisten. Ungehorsam wurde mit Elektroschocks, Schlägen und mit Psychopharmaka-Spritzen bestraft. Der Sektenführer, ein pädophiler Sadist, vergewaltigte männliche Jugendliche. Gegner des chilenischen Pinochet-Regimes wurden gequält. Wahrscheinlich wurden auch Dutzende ermordet. Stacheldraht und Gräben schirmten „el fundo“ – die Farm, wie seine Ex-Bewohner das Lager noch nennen – von der Außenwelt ab. Fluchtversuch war ein Delikt, dem Körperstrafe folgte. Fast ein halbes Jahrhundert war die Colonia Dignidad ein Ort fernab von Rechten und Gesetz am Fuße der chilenischen Anden.

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      Paul Schäfer und die Colonia Dignidad

      Gegründed wurde die „Kolonie [der] Würde“ Anfang der 1960er Jahre von dem nach dem Zweiten Weltkrieg aus Deutschland geflohenen ehemaligen Wehrmachtsgefreiten Paul Schäfer mit 300 Getreuen. Schäfer wurde [in Chile] wegen des Mordes, sexuellen Missbrauchs und Folter zu einer 20-jährigen Haftstrafe verurteuilt. Er starb 2010 im Alter von 88 Jahren im Gefängnis [in Santiago de Chile]. ---
      AFP


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      Sturz vom Himmel in die Hölle

      Im Westen von Krefeld, mitten im Grünen, liegt Hüls. Einfamilienhäuser wechseln sich mit kleinen Wohnblocks ab. Hier wohnen, in einer 2. Etage, Franz Heinrich und Irmgard Wagner, zwei der Opfer Schäfers. Die 60-Quadratmeter-Wohnung hat etwas von einem Idyll. Auf dem Tisch steht Salzgebäck. Große Stoffbären bewachen das Sofa mit den vielen Kissen. Auf dem kleinen Balkon landen Tauben und manchmal kommen die Eichhörnchen. Nur der große Flachbildschirm passt nicht zur Ausstattung, die an die Bundesrepublik der 50er Jahre erinnert.

      Vielleicht wollen es Franz Heinrich und Irmgard Wagner auch nur so haben wie in ihrer Kindheit, als es den Albtraum Colonia noch nicht in ihrem Leben gab. Denn mit dem Eintritt in die Sekte „sind wir vom Himmel in die Hölle gekommen“, sagt Irmgard Wagner.
      Eine Unterhaltung mit den Wagners über das gemeinsam Erlebte fällt nicht leicht. Die Colonia Dignidad hat sie spürbar traumatisiert.

      Irmgard Wagner hat Tränen in den Augen, wenn sie vom Alltag in Chile redet. Wenn sie von ihrer eigenen Ausbeutung erzählt: „Erntearbeit von morgens halb fünf bis nachts um zwölf, dann hatten wir drei Stunden für uns und dann ging es weiter. Da hat uns keiner gefragt, ob wir geschlafen haben oder nicht. Ich bin selbst beim Gehen eingeschlafen.“ Oder wenn sie berichtet, wie ein 15-Jähriger in der Colonia „mit holländischen Holzschuhen zusammengetreten wurde“. Sie war Zeuge. Ihre Stimme zittert.

      Franz Heinrich Wagner redet ohne Pause. Manchmal in genau gewählten Sätzen. Dann wieder, ohne dass er einen Satz zu Ende führen kann. Zu viele Details fallen ihm ein aus diesem halben Jahrhundert in der Gefangenschaft. Sein Körper? Ist ständig in Bewegung. Offene Gefühle? Zeigt er. Aber sparsam. Vieles liest er aus einem selbstverfassten Lebenslauf vor. Er hat ihn kürzlich aktualisiert. Dinge stehen darin wie „Sie haben mich geschlagen. Ich musste mir in einer Pfütze das Blut abwaschen“. Vorgelesen klingt der Satz, als sage Wagner das über das Leid eines Fremden.

      Die Geschichten aus dem Leben der Wagners sind immer Geschichten von Gewalt. Gewalt gab es schon für sie in den Anfangsjahren nahe Bonn, wo mit der „Privaten Socialen Mission Heide“ die erste Erziehungsanstalt des Paul Schäfer stand, die sich nach der strengen Lehre des religiösen Anführers ausrichtete. Gewalt bestimmte auch die Mitte der 60er Jahre, nach der Übersiedlung in die Colonia Dignidad nach Chile. Aus diesen Jahren gibt es eine Archiv-Filmszene, an die Amnesty International (AI) herangekommen ist: Irmgard Wagner liegt auf einem Tisch im Klinikbereich der Colonia und wird mit Elektroschocks gequält. Immer wieder. Die sepiabraunen Aufnahmen flimmern. Es ist die Zeit, die Franz Heinrich Wagner „die schlimmste“ nennt.


      Flucht durch die Vergangenheit

      Die Zwangsarbeit. „Mit zehn Jahren wurde ich zur Zwangsarbeit geprügelt“, sagt Wagner. „Ich musste fünf Meter tiefe Gräben graben und entwässern. Schulaufgaben musste ich nachts machen. Wenn ich nicht folgte, wurde ich mit Tabletten und Elektroschocks gefügig gemacht. Gearbeitet werden musste immer. Es wurde nicht darauf geachtet, ob jemand Fieber hatte oder krank war“.

      Die Verschleppung. „1960, im Sauerland bei einem so genannten Ferienurlaub der Sekte, wurden wir blutig geschlagen. Da kam ein kleiner Junge aus der Gruppe zu mir. Er klagte mir sein Leid. Ich habe gesagt, er soll versuchen, das seinen Eltern zu melden. Darauf kam es zu Ermittlungen”, erinnert sich Wagner. Es war das erste Mal, dass Schäfer ins Visier der Strafverfolger geriet. Ermittelnde Behörde war die Staatsanwaltschaft in Bonn. Sie hatte Hinweise auf zwei Fälle sexuellen Missbrauchs Minderjähriger auf dem Tisch. Wagner: „Schäfers Komplizen haben die Fahndung zwei Tage verzögert. In diesen zwei Tagen ist er mit einem falschen Pass nach Chile ausgewandert. In Siegburg saßen alte Nationalsozialisten in den Ämtern. Sie haben es ermöglicht, dass wir ihm ohne die Zustimmung der Eltern folgen mussten. Das war im Juli 1961. Wir haben das Flugzeug genommen“. Der Vorgang hört sich für heutige Verhältnisse unglaublich an. Rund 150 Kinder und Jugendliche konnte der Sektenführer mitnehmen. Ein Teil wurde ausgeflogen, ein anderer – wie Wagners heutige Frau – folgten per Schiff. Wagner war bei der Ausreise 15 Jahre alt.

      Die Gefangenschaft. „In Chile wurde ich zum Pfleger im Krankenhaus der Colonia Dignidad und machte auch die Buchhaltung. Ich habe versucht, zu fliehen. Als Jugendlicher. Die deutsche Botschaft schickte mich zurück. Zurück im Lager erhielt ich unter Schäfers Aufsicht Tritte in die Genitalien und Elektroschocks. Dann kam ich in eine Zelle. Sie war 1,50 mal 2,50 Meter groß. Von außen war Fliegendraht vorgespannt. Ich habe in diesem Zimmer ein Mikrofon gefunden. Jedes Wort wurde abgehört. Tagsüber Zwangsarbeit. Danach in die Zelle. Für die nächsten Jahrzehnte. Bis Schäfer verschwand“. Zu diesem Zeitpunkt, 1998, war Wagner schon 52.

      Die Wohnung der Wagners ist ein einziges großes Archiv. Hier gibt es Filme, Fotos, Akten, Dokumente. Franz Heinrich Wagner steht im Raum, wühlt hier und sucht dort. Seine strahlend blauen Augen wandern hin und her, seine Hände sind meist in Bewegung. Er springt von einer Erinnerung an die dunkle Zeit zur anderen und dann wieder in die Gegenwart, in der er sich mit Behörden und ihren Verwaltungsabläufen herumschlagen muss.

      Die Psychopharmaka. „Ich bekam Tabletten, oft als Pulver. Sie sagten: Es sind Tabletten gegen deine Unterernährung. Du bist ja so dünn. Das sagte Maria, Schäfers leibliche Schwester, die ihn immer bedient hat. Dabei war ich nicht dünn. Dreimal die Woche bekam ich die Spritze. Einmal haben sie mir eine Art Gips eingeflößt gegen nervöses Magenleiden. Ich weiß nicht, was das genau war“.

      Der Geldraub. Sektenführer Schäfer hat den Opfern Geld weggenommen. Gleich am Anfang hat Franz Heinrich Wagner die Erfahrung gemacht. Die 400 D-Mark, die ihm die Familie in Deutschland mitgegeben hatte, nahm Schäfer an sich, versteckte sie in einer Bibel. Wagner holte sich dort das Geld zurück - und wurde dafür blutig geprügelt. Die Diebstahl wurde zur Regel: „Meine Mutter hat mir sechs Jahre lang jeden Monat dreihundert D-Mark geschickt. Damit ich etwas für später habe. Ich habe das Geld nie bekommen. Es wurde abgefangen. Mutter hat sich gewundert, weil sie ja nie ein Dankeschön bekommen hat“.

      Der Missbrauch. Wagner berichtet, wie Schäfer ihn zum Oralverkehr zwingen wollte. „Es war noch in Heide. Schäfer wollte mich auf seinem Zimmer missbrauchen. Ich sah eine Pistole auf dem Nachttisch, die Bibel und 'Mein Kampf'. Die Türe war verschlossen. Ich habe mich gewehrt und nichts angerührt. In Chile hat Schäfer die Kinder in einem Sessel in der Küche missbraucht“.

      Der Mordversuch. „Sie haben mir vergiftete Marmelade aufs Brot geschmiert, ich sollte dahinsiechen wie mein Adoptivvater. Ich bin gewarnt worden. Mit dem Trinken von acht Litern Wasser habe ich mein Leben gerettet“.


      Peiniger in der Nachbarschaft

      In seine Berichte über die Greuel aus der Erziehungsanstalt von Heide und in der Colonia Dignidad mischt Franz Heinrich Wagner überraschend viel Stolz. Darüber, wie er sich nicht hat unterkriegen lassen. Darüber, wie er die Entfernung der Abhöranlage verlangte. Darüber, wie er frech fragte: „Sind wir hier in einem KZ?“. Stolz auch darüber, dass er unten in Chile selbst ein Haus geplant und gebaut hat „wie ein Architekt“. Auch die passende Wendeltreppe hat er geschmiedet.

      Aber irgendwann in dieser Zeit hat Franz Heinrich Wagner nicht mehr gekonnt. „Ich wollte mich umbringen“, sagt er. „Ich wollte auf dem Dach an die Starkstromleitung ran. Da kam die Stimme von Rudi, dem Schreinermeister: 'Komm runter!'“. Rudi hat Wagner gerettet. Rudi hat er gemocht. Der war gut zu ihm. Das war selten in der Colonia Dignidad.

      Franz Heinrich und Irmgard Wagner waren lange Jahre mit in dieser Gemeinschaft. Sie haben sich von der „Freien Volksmission“ losgesagt. Sie gehen nicht mehr hin. Auch, weil sie Hartmut Hopp und dessen Frau nicht mehr sehen wollten.

      Der Name von Hartmut Hopp kann genannt werden. Hopp, der wohl als eine der Führungsfiguren Paul Schäfers fungierte, steht auf der Liste des Krefelder Oberstaatsanwalts Axel Stahl. Das Oberlandesgericht Düsseldorf muss darüber befinden, ob er in Deutschland die fünfjährige Haftstrafe absitzen wird, zu der er in Chile wegen Beihilfe zum sexuellen Kindesmissbrauch in 27 Fällen verurteilt wurde. Stahl sucht zudem nach Beweisen, dass Hopp an der Tötung von drei chilenischen Gewerkschaftern beteiligt war. Mord verjährt nicht. Der Anwalt von Hopp wollte sich zu Fragen von CORRECTIV nicht äußern.

      In einem seiner wenigen Interviews hat Hopp gegenüber der „Westdeutschen Zeitung“ auf die Frage nach seiner persönlichen Verantwortung gesagt: „Ich werde zu allen Vorwürfen detailliert Stellung beziehen. Aber soviel möchte ich schon sagen: Ja, rückblickend muss ich sagen, dass ich mich mitschuldig gemacht habe, nicht jedoch in tatsächlicher und somit juristischer Hinsicht…“


      Hoffnung auf späte Entschädigung

      Der Menschenrechts-Experte der Union im Bundestag, Michael Brandt, kennt Fälle wie die der Wagners in Krefeld. Er macht sich dafür stark, dass es nach rund 60 Jahren doch noch Hoffnung auf Hilfe und Entschädigung für die überlebenden Opfer gibt. Brandt sagte CORRECTIV: „Das Thema darf nicht weiter auf die lange Bank geschoben werden. Deutschland trägt eine moralische Mitverantwortung.“ Bis zum 30. Juni müsse die Bundesregierung ein Konzept für Hilfeleistungen vorlegen und auch dessen Finanzierung durch Bundesmittel prüfen. „Wer jetzt nicht schnell und unbürokratisch hilft, der macht sich ein zweites Mal schuldig und wird auf Widerstand im Parlament stoßen, über Parteigrenzen hinweg.“

      Brandt verlangt den Zugriff auf die Vermögen, die bei Leuten wie Hartmut Hopp vermutet werden. „Es ist eine schreiende Ungerechtigkeit“, sagt Brandt, „dass eine 70-jährige Frau, die in der Colonia Dignidad als Opfer war, ihr Leben lang Zwangsarbeit leisten musste, heute eine Rente von 112 Euro bekommt, während Täter wie der frühere Arzt Hopp in Deutschland leben und vermutlich Finanzquellen aus dem damaligen Unrecht haben.“

      Hopp war von Anfang an dabei. Schon in Heide. Franz Heinrich Wagners Erzählung kommen immer wieder auf diese Anfänge zurück. Als er in die Fänge Schäfers geriet. Als er seine Kindheit verlor.

      Was ist damals passiert?


      Schweinereien im Kalten Krieg

      Der Kalte Krieg trieb Ende der 1950er Jahre einem ersten Höhepunkt zu. Es gab das sowjetische Berlin-Ultimatum. Ost und West rüsteten atomar auf. In Deutschland entstanden Bundeswehr und Nationale Volksarmee. Wagners Mutter war alleinerziehend und arbeitete in den Niederlanden. „Großmutter sowie Tanten und Onkel in Gronau kümmerten sich um mich. Sie kamen aus Schlesien. Sie suchten nach 1945 eine Glaubensgemeinschaft, und ich sollte anständig lernen. Schäfer, dieser Laienprediger, kam mit Gottesdiensten und Singen. Seine Predigten bereiteten auf den angeblich bevorstehenden neuen Krieg vor. Sie hatten gerade einen Krieg hinter sich, und er war ein großer Angstmacher. So sind sie auf einen Kinderschänder hereingefallen“.

      Die Verwandten gaben Wagner in die Obhut Schäfers. 1957 hat Paul Schäfer den kleinen Franz Heinrich, der ihm von den Verwandten anvertraut war, mitgenommen. „Schäfer hat mich in Gronau in seinen Mercedes gestopft. Drei Stunden sind wir nach Heide gefahren“. Der Verschleppung folgte die Isolation. „Einmal im Heim“, sagt er, „ist der Kontakt zu meiner Mutter abgebrochen. In Heide wurden wir ständig bewacht. Mir wurde verboten, mit meiner Oma und der Mutter zu reden. Ich bin auch ohne Einverständnis meiner Mutter als 12-Jähriger adoptiert worden. Paul Schäfer gab sich als Erzieher für Schwersterziehbare aus“.

      Paul Schäfer wollte Franz Heinrich Wagner persönlich adoptieren, „er wollte seine Schweinereien an mir vollbringen“, sagt Wagner. Der Adoptionsversuch in Deutschland scheiterte, weil Schäfer nicht verheiratet war. Dann sprang Schäfers Heimleiter Hermann Schmidt ein. „So wurde ich ohne Einverständnis der Eltern von Schmidt adoptiert. Wieder haben ehemalige Nationalsozialisten in den Behörden dabei geholfen“.

      Wie geht es Irmgard und Franz Heinrich Wagner heute in Deutschland?


      Unrecht, das nie vergeht

      Nach 13 Jahren im Deutschland des neuen Jahrtausends fühlen sie sich noch immer fremd und bedroht. Dabei war schon der Anfang 2005 schwer. Es war nicht nur eine andere Welt, in die sie kamen. Es war ja ein anderes Leben in der Freiheit. In der Colonia war alles reglementiert gewesen. Jede Sexualität tabu. Nur der Sektenführer hatte sich seine Vergewaltigungen herausgenommen. Die tägliche Nahrung wurde zugeteilt. Geld wurde ihnen weggenommen. „Ich musste in Deutschland wie ein Kind anfangen“, sagt Wagner.

      Bisher tun deutsche Behörden vielfach so, als ginge sie die Vergangenheit der geschädigten Menschen nichts an. Der Staat zahlte ihnen keine Rente, weil ihre Peiniger nie in die Rentenkasse eingezahlt hatten. Nur Sozialhilfe, und auch die nicht immer, weil das Amt Formfehler gemacht hatte. Seit wenigen Jahren überweist der Landschaftsverband Franz Heinrich Wagner eine monatliche Entschädigung. Seine Frau, die eigene Ansprüche geltend macht, muss immer noch darum kämpfen. Beantragt im Jahr 2011, ist bisher kein Geld an sie geflossen. Irmgard Wagner wird „von Gutachter zu Gutachter geschickt“, erzählt ihr Mann. Dabei ist Irmgard Wagner schwer krank.

      Sie haben auch Ärger mit Nachbarn – derzeit dreht der sich um Wagners Auto – und mit Ärzten und Kliniken. Sie beschweren sich über das fehlende Interesse der Behörden an ihren Sorgen und Nöten. Selbst die Polizei helfe nicht. Es bedrückt sie, dass die Täter aus Chile auch hier in ihrer Krefelder Umgebung wohnen, ohne dass diese strafrechtlich zur Verantwortung gezogen wurden.

      Vielleicht wird das Ehepaar noch einmal umziehen. „Hier kriegt man kein Recht”, sagt Franz Heinrich Wagner zum Abschied. „Wagner“ steht in Krefeld-Hüls an der Haustür-Klingel. Das ist wie ein letztes Aufbäumen gegen die Zwänge der Vergangenheit. In den Urkunden der Ämter des Landes Nordrhein-Westfalen ist Franz Heinrichs Hausname immer noch: „Schmidt“. Wie der Name seines Adoptivvaters aus dem Erziehungsheim in Heide, der für das Leid der vergangenen Jahrzehnte steht. Manches Unrecht vergeht nicht. Und so werden die Wagners wohl immer von den Dingen erzählen, die in Heide und später in Chile passiert sind. Wer solle das sonst machen, fragt Irmgard: „Sollen es die Steine tun?“

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      Steal our Stories
      Bitte bedienen Sie sich. Unsere Geschichten kann jeder auf seine Seite stellen.
      Wie das geht, steht hier [ Siehe @ https://correctiv.org/blog/ruhr/stories-verbreiten/ ]

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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 10 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Enslavement = VERSKLAVUNG | Forced Labour = ZWANGSARBEIT | Abuse = ABUSUS | Rape = VERGEWALTIGUNG | Use and Abuse of Psychopharmaceuticals = ANWENDUNG UND MISSBRAUCH VON PSYCHOPHARMAKA

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      Es gibt meines Erachtens kaum Unterschiede zwischen diesen hier aufgelisteten religiösen Institutionen des Christlichen Abendlandes und deren damaligenErziehungseinrichtungenund der deutschstämmigenErziehungseinrichtungColonia-Dignidad = „Kolonie der Würde“, in Südamerika, in Chile :

      Mehr spezifisch, bezüglich: Enslavement = VERSKLAVUNG | Forced Labour = ZWANGSARBEIT | Abuse = ABUSUS | Rape = VERGEWALTIGUNG | Use and Abuse of Psychopharmaceuticals = ANWENDUNG UND MISSBRAUCH VON PSYCHOPHARMAKA

      Katholische Heime und Anstalten für Kinder und Jugendliche in Westdeutschland.

      Evangelische Heime und Anstalten für Kinder und Jugendliche in Westdeutschland.

      Freikirchliche Heime und Anstalten für Kinder und Jugendliche in Westdeutschland.

      Identische kirchliche Heime und Anstalten für Kinder und Jugendliche in der 2. Republik Österreich (einfach hier nur mal solche nach dem Zweiten Weltkrieg in Betracht ziehend).

      Identische kirchliche Heime und Anstalten für Kinder und Jugendliche in der Schweiz (einfach hier nur mal solche nach dem Zweiten Weltkrieg in Betracht ziehend).

      Christliche Sekte und totalitäre religiöse Gemeinschaft Colonia Dignidad in Chile (die ihren Ursprung in den späten 1940er / frühen 1950er Jahren in Westdeutschland hatte). Siehe WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Sch%C3%A4fer_(Colonia_Dignidad)

      Siehe, ebenso, den unmittelbar vorhergehenden Beitrag vom Montag, 28. Mai 2018, um 03:47 Uhr, hier in diesem Thread, ein Beitrag, der sich spezifisch mit demchristlichen Arbeitslager“ / „Folterlager"Colonia Dignidad" / „Kolonie der Würdedes deutschen Auswanderers Paul Schäferin Chilebefasst @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/17723-Enslavement-Versklavung-Forced-Labour-Zwangsarbeit/?postID=574148#post57414
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      Ein Denkmal in Musik gesetzt

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      Enslavement = VERSKLAVUNG | Forced Labour = ZWANGSARBEIT | Abuse = ABUSUS | Rape = VERGEWALTIGUNG | Use and Abuse of Psychopharmaceuticals = ANWENDUNG UND MISSBRAUCH VON PSYCHOPHARMAKA

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      Hauptsächlich überaus zutreffend im deutschsprachigen Raum Europas --- und vor allem in Deutschland! :

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      Das soziale Engagement der Kirchen
      … ist vergleichbar mit einem Dieb,
      der dir hundert Euro klaut,
      davon zwei Euro zurück gibt,
      und sagt:
      „Die schenk ich dir.“

      Und du freust dich noch darüber!


      Rolf Heinrich [Karikaturist der MIZ und anderer säkularer Schriften; Malerei, bildende Kunst und Karikatur (Giordano Bruno Stiftung)]
      26. Mai 2018, um 14:21 Uhr
      .

      Geteilt auf der Facebookseite des Vereins ehemaliger Heimkinder e.V. (VEH e.V.) @ https://www.facebook.com/pg/VEHeV/posts/?ref=page_internal
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