»Fonds Heimerziehung-WEST« ist leer schon seit Ende Februar 2014! – und ist bisher noch immer nicht aufgestockt worden!

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      danke Burkhard 1, dass Du deine Aktivität und Rückmeldung hier einstellst. Ich will nur hoffen, dass den Ministern beim vielen Antworten das Osterfest vergeht, so wie es den Betroffenen vergeht, wenn sie dieses Theater mit erleben, was hier mit einem Versprechen gemacht und im Anschluss inszeniert wird.

      Gruß Ralf Weber
      Vom Berliner Senat habe ich heute auch eine Antwort bekommen, zwar nett geschrieben, aber keine Stellungnahme zu dem Fonds. Deswegen habe ich noch einmal zurückgeschrieben mit zwei deutliche Fragen:
      1. Wird gewährleistet, dass alle Ehemaligen, die bis Ende 2014 ihre Anträge gestellt haben, auch ihr Geld bekommen?
      2. Wenn das Geld nicht ausreicht, werden die Länder entsprechend den Fonds aufstocken? Bin gespannt, ob eine Antwort kommt, die anderen Länder haben noch nicht geantwortet, aber mit einer schnellen Antwort rechne ich auch nicht. Es macht aber Sinn, wenn viele Ehemaligen schreiben, damit den Ländern klar wird, dass wir mit unseren Leuten solidarisch sind und bestimmt nicht stille sein werden.
      Beste Grüße

      »Fonds Heimerziehung-WEST« ist leer schon seit Ende Februar 2014! – und ist bisher noch immer nicht aufgestockt worden!

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      Es geht als allererstes darum auf jede mögliche Weise einander zu helfen !!

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      SÜDWEST PRESSE @ http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/Mehr-Geld-fuer-Heimkinderfonds;art4319,3077453

      STUTTGART/BERLIN

      Mehr Geld für Heimkinderfonds


      [ Von dem Fonds Heimerziehung-WEST ist hier die Rede ! ]

      Zwangsarbeit, Demütigung, Schläge - für viele Heimkinder gehörte in den 50er und 60er Jahren Missbrauch zum Alltag. Der Entschädigungsfonds braucht mehr Geld - auch aus Baden-Württemberg.


      [ LSW News Service / LSW Presse Agentur ] LSW | 02.03.2015

      Der Fonds für Opfer der Heimerziehung im Westen braucht zusätzliches Geld. Wie hoch der Anteil von Baden-Württemberg ausfallen wird, sei noch nicht klar, sagte eine Sprecherin des Sozialministeriums in Stuttgart. "Die Gespräche zu dem Thema sind noch nicht abgeschlossen." Nach Informationen der "Neuen Osnabrücker Zeitung" zeichnet sich bundesweit aufgrund unerwartet hoher Antragszahlen ein Mehrbedarf von 183 Millionen Euro ab. "Dieser Betrag ist an die Errichter des Fonds herangetragen worden", sagte Sven Quittkat von der Diakonie Niedersachsen der Zeitung. Der Fonds wird vom Bund, den westdeutschen Ländern und den beiden großen Kirchen finanziert. Sie hatten bislang 120 Millionen Euro zugesagt, nun könnte sich diese Summe auf mehr als 300 Millionen Euro erhöhen.

      Das Bundesfamilienministerium versicherte gestern [ angeblich am So. 01.03.2015 ]: "Alle Betroffenen, die sich bis zum Ende der Anmeldefrist am 31. Dezember 2014 bei einer Anlauf- und Beratungsstelle gemeldet haben und die auch sonst die Zugangsvoraussetzungen zum Fonds erfüllen, können sicher sein, dass sie die benötigten Hilfen auch erhalten." Details "werden derzeit abgestimmt, und wir sind zuversichtlich, dass wir diesen Prozess bis zum Sommer abschließen können", sagte eine Ministeriumssprecherin [ angeblich, anscheinend, eine Bundesministeriumssprecherin --- deren Namen aber nicht genannt wird ]. Der Fonds West sei mit 120 Millionen Euro ausgestattet. "Davon waren bis zum 18. Februar 2015 circa knapp 93 Millionen Euro an Betroffene ausgezahlt worden und insgesamt Anträge im Gesamtwert von etwa 103 Millionen Euro bewilligt."

      Der Fonds Heimerziehung West, der die Opfer entschädigen soll, war in Baden-Württemberg auf unerwartet hohe Resonanz gestoßen. Von Anfang 2012 bis Ende 2014 hatten sich 1690 Opfer registriert, das entspricht etwa 10 Prozent der bundesweiten Zahl von 16 582 in diesem Zeitraum. Im Schnitt betrug die Unterstützung 14 180 Euro.

      Die bisherige Hilfe im Südwesten von 6,2 Millionen Euro entfiel nach früheren Ministeriumsangaben zu zwei Dritteln auf das Land, zu einem Drittel auf die Kommunen. Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) hatte im Januar gesagt, sie rechne damit, dass der Fonds in einem ersten Schritt um 60 Millionen Euro und danach je nach Bedarf um weitere Summen erhöht wird.

      Details der Aufstockung werden zurzeit geklärt. Laut Quittkat hat die evangelische Kirche signalisiert, ihren Anteil am Mehrbedarf leisten zu wollen. Er ist Vorsitzender des Beirats der niedersächsischen Anlaufstellen. Das Bundesfamilienministerium stellte eine Regelung bis zum Sommer in Aussicht.

      Am Mittwoch [ 25.02.2015 ] hatte die Bundesregierung die staatlichen Hilfen für ehemalige DDR-Heimkinder ausgebaut und verlängert. Das Kabinett beschloss eine Aufstockung der Mittel auf bis zu 364 Millionen Euro, nachdem zunächst lediglich 40 Millionen Euro veranschlagt waren. Mit dem Geld soll Betroffenen bei der Bewältigung der Folgeschäden geholfen werden.

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      QUELLE: SÜDWEST PRESSE @ http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/Mehr-Geld-fuer-Heimkinderfonds;art4319,3077453
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Von Hamburg kam heute auf dem postalischem Wege ein Schreiben. Ich habe jetzt keine Zeit den Brief zu scannen, deshalb die wichtigsten Aussagen abgeschrieben:

      Sie schreiben, dass mein Anliegen an Senator Scheele, den Präses der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration weiter geleitet wurde.

      Dann steht folgendes und ich schreibe es im Wortlaut wieder:

      " Dazu kann ich mitteilen, dass sich auch die Freie und Hansestadt Hamburg an dem Heimkinderfonds West weiterhin finanziell in dem gebotenen Umfang beteiligen wird und entsprechend den Anforderungen des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFZA) die Überweisung des Hamburger Anteils bereits veranlasst hat.
      Daher gehe ich davon aus, dass alle ehemaligen Heimkinder, die sich bis zum Ablauf der Anmeldefrist am 31. Dezember 2014 gemeldet haben, materielle Hilfen aus dem Heimkinderfonds erhalten werden".

      Dieses ist unterschrieben worden von einer Frau Aida Ardabill, persönliche Referentin des Senators.

      Bin doch erstaunt, dass einige Ministerien so schnell geantwortet haben und Hamburg sogar per Post.
      Mit dem Schreiben dass Martini hier hinein gestellt hat, kann man doch durchaus davon ausgehen, dass Jene die bis Ende Dezember einen Antrag gestellt haben auch ihre materielle Hilfe bekommen, da bin ich doch sehr zuversichtlich. :thumbsup:

      »Fonds Heimerziehung-WEST« ist leer schon seit Ende Februar 2014! – und ist bisher noch immer nicht aufgestockt worden!

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      Es geht als allererstes darum auf jede mögliche Weise einander zu helfen !!

      Ines schrieb:

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      So voll kann der Heimfond West aber auch nicht mehr gewesen sein, wenn es in den Medien vom 02.03.2015 heisst:

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      Der Fonds für Opfer der Heimerziehung im Westen braucht zusätzliches Geld.
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      und weiter hieß es:

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      Der Fonds West sei mit 120 Millionen Euro ausgestattet. "Davon waren bis zum 18. Februar 2015 circa knapp 93 Millionen Euro an Betroffene ausgezahlt worden und insgesamt Anträge im Gesamtwert von etwa 103 Millionen Euro bewilligt."
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      http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/Mehr-Geld-fuer-Heimkinderfonds;art4319,3077453

      Dann habe ich noch gut in Erinnerung, wie im Jahr 2014 von Mitarbeitern mancher Anlauf- und Beratungsstellen Ehemaligen suggeriert wurde, dass das Geld bald käme .......
      einige sind da echt in Schwierigkeiten geraten (Beispiel [ Boardnutzer hier in unserem Forum ] »
      RTH Heimkinder« und einige [ weitere Boardnutzer hier in unserem Forum ] mehr) ......
      Dennoch hieß es jedesmal es läge nicht an einer Finanznot des FONDS[-OST] .........
      um dann irgendwann im Jahr 2014 dann doch kleinlaut bekanntgeben zu müssen: "Der Fonds ist leer. Es muss unbedingt aufgestockt warden ....."

      So viel zu den Aussagen mancher Beratungsstellen.

      Dass es in Beratungsstellen sehr schleppend zugeht, ist glaub ich hier doch wohl unbestritten.

      Neulich hat ein Ehemaliger aus Sachsen Anhalt sein Geld aus dem FONDS[-OST] bekommen.
      Antragsabgabe erfolgte im Jahr 2012, seine Nummer lag in ca. 890 ...... von ca. 3900 der betreffenden Anlauf- und Beratungsstelle.
      Da kann man sich in etwa ein Bild machen, wie lange die Leute da noch auf einen Beratungstermin, geschweige denn auf ihr Geld warten können.

      Wenn der WESTFONDS von 120 Mill. bisher 103 Mill. ausgegeben hat, dann sind 17 Mill. nicht mehr die Masse.
      Es ist schön, wenn sie dort ihre Bereitschaft zum Aufstocken beteuern ...... nur ist davon noch nichts aufgestockt und selbst das wird dann seine Zeit brauchen.
      Also Verzögerungen würde ich da nicht ausschließen.

      Wie das nun mal in Ämtern und Behörden ist, werden auch nicht alle Informationen raus gegeben, sondern werden diskret behandelt und im Vorfeld abgewägt, was überhaupt bekannt gemacht werden kann, darf, soll.
      [ Was den FONDS-WEST betrifft ] Wieso sollte das hier ausgeschlossen sein?
      Denkt Ihr wirklich, dass uns Ehemaligen wirklich alles und sofort zeitnah berichtet wird?
      Ich bin da misstrauisch.

      LG Ines

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      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.
      Von Niedersachsen und NRW heute Antwort gekommen:
      Sehr ...................

      in Ihrer E-Mail vom 21.03.2015 an Herrn Ministerpräsidenten Weil teilen Sie Ihre Befürchtung mit, dass die Mittel des Heimkinderfonds West nicht ausreichen könnten, um allen betroffenen Heimkindern, die sich bis zum 31.12.2014 gemeldet haben, diese Leistungen auch zu gewähren.

      Hierzu kann ich Ihnen mitteilen, dass sich Insgesamt 19.567 ehemalige Heimkinder fristgerecht mit ihrem Hilfebedarf an den Fonds „Heimerziehung West“ gewandt haben. Es wird keine Ungleichbehandlung geben zwischen Betroffenen in Ost- und Westdeutschland oder zwischen denen die sich früher, und denen die sich später gemeldet haben. Die Errichter des Fonds – Bund, westdeutsche Länder und Kirchen – sind sich einig, dass der Fonds aufgestockt wird. Die Details dazu werden derzeit abgestimmt. Klar ist, dass dabei die gemeinsame Verantwortung von Bund, Ländern und Kirchen, für die Überwindung der Folgen der damaligen Heimerziehung einzustehen, wie bisher auch weiterhin in einer Dreiteilung der finanziellen Lasten für die Aufstockung zum Ausdruck kommen muss.

      Mit freundlichen Grüßen
      Im Auftrage
      Birgit Dannenberg
      Niedersächsisches Ministerium für Soziales,
      Gesundheit und Gleichstellung
      Referat 305
      Postfach 1 41
      30001 Hannover

      ähnlich NRW auch.

      Interessant, dass man nun auch einmal erfährt, wie viele Ehemalige sich beim Fonds West gemeldet haben.
      Burkhard: Wenn man sich die Endgültige Zahl der Angemeldeten "Ehemaligen Heimkinder" einmal Anschaut, stellt sich die Frage, ob diese Zahl für die noch wartenden "Ehemaligen" ist, oder ob diese Zahl alle Heimkinder umfasst, die sich seit Gründung des Fondes Gemeldet haben. Auch wenn man nun einmal annimmt, das viele der "Ehemaligen" durch "Natürlichen Abgang", den Fond nicht in Anspruch nehmen können, erscheint mir die Zahl Trotzdem wie ein Bruchteil von denen, die den Fond eigentlich in Anspruch nehmen könnten.

      Geht man einmal davon aus, das sehr viele keinen PC haben, Bzw. nicht damit Umgehen können, so das sie die Information, das es einen solchen Fond gibt, gar nicht haben Wahrnehmen können, ist dies eigentlich ein Trauriges Ergebniss, was die Anmeldezahl Angeht. Es zeigt aber auch, das sehr viele keine Ahnung davon haben, das es bei Euch im Land ja viele "Kinderheim-Foren" gibt, bei denen ja gerade dieses Thema sehr viel Umhandelt wird. Ich Frage mich, ob die Zeitungen und andere Medien hier vielleicht zu wenig von diesen Fond Berichtet haben, so das es vielen einfach entgangen ist, das so ein Fond Existiert. Finde ich eigentlich Schade.
      Ich lese den Text so, dass das alle Ehemaligen sind, die sich bis Ende 2014 gemeldet haben,

      und es ist nur ein Bruchteil der Ehemaligen und es gibt einige Gründe, wieso es nicht mehr sind. Sicherlich ist der wesentliche Grund, dass Viele nicht wissen, dass es einen Fonds gibt, aber ich kenne auch Ehemalige die sehr wohl über Internet verfügen. Beispielsweise kenne ich einen Mann, deren Tochter in einem Forum war, er aber hat sich nicht dafür interessiert, sich in einem Forum anzumelden und erfuhr es erst durch mich, dass es einen Fonds gibt. Er gehört wohl zu jenen Personen, die sich mit ihrer Heimzeit nicht mehr beschäftigen wollen und sein Bruder, der auch in einem Heim war, wurde von einem Mitarbeiter der Anlaufstelle angeschrieben und hat es abgelehnt, den Fonds in Anspruch zu nehmen. Eine andere Person die ich kenne hat sogar von dem Fonds gewusst, aber gemeint hier keine Ansprüche zu haben. Wiederum bei einer Anderen habe ich ein Jahr gebraucht bis sie endlich in die Hufe kam und ich könnte noch einige Varianten aufzählen, wieso sich Leute nicht melden. Sicherlich sind das alles Einzelfälle, die es aber wahrscheinlich überall gibt und was ich eigentlich damit ausdrücken will ist die Tatsache, dass der Mangel an Info nicht alles ist, dass die Ehemaligen es nicht wissen. Es gibt auch Ehemalige die mit ihrer Vergangenheit abgeschlossen haben oder nichts mehr von ihrer Vergangenheit wissen wollen, auch das muss in Betracht gezogen werden.
      Ich frage mich nur, was denn passiert wäre, wenn sich wesentlich mehr Ehemalige gemeldet hätte. Man rechnete früher dass in etwa 800000 in Heimen war und was wäre wohl passiert, wenn sich allein die Hälfte gemeldet hätte? Wie kam man bei dem Fonds auf die Summe von 120 Millionen, ohne wirklich zu wissen wie viele sich melden werden? Da kann man dann schon gut nachvollziehen, dass es nicht im Interesse der Fondserrichter war nun eine große Aufklärungs-und Informationskampagne zu starten, damit sich nicht mehr Ehemalige melden. So unter dem Motto: "so viel wie nötig, so wenig wie möglich", ein wenig Imagepflege, damit man ihnen nicht nachsagen kann, dass sie keine Verantwortung für die Vergangenheit übernehmen. Letztlich auch nur so eine Alibiaktion, die jene Menschen die keine Ahnung haben das Gefühl vermitteln soll: "Wir tun doch was" , aber letztlich tun sie es mit angezogener Handbremse, aber das durchschaut die Gesellschaft nicht und die interessiert sich auch nicht für die Vergangenheit von uns Ehemaligen.
      Burkhard: Da sollte man schon einerseits Verständniss für Aufbringen, wenn sich ein Teil der Heimkinder nicht so gerne an ihre Vergangenheit Erinnern mögen. Doch habe ich die gleiche Vermutung wie Du, das man mit der Gründung des "Heimkinderfondes" sehr still mit der Tür gegangen ist. Des weiteren geht meine Vermutung auch in die Richtung, das man mit voller Überlegung die 10 000Euro Sachleistungen Eingerichtet hat, um einige Leute von dieser leistung Abzuschrecken. Meine meinung geht in die Richtung, das es letztendlich der Staat war, der die Kinder in die Heime Gesteckt hat, wo sie Teilweise wie die Sklaven arbeiten mussten und dem Staat dies eigentlich völlig "Schnuppe" war. Warum kann man diesen Ehemaligen nicht einfach das Geld in vollen Betrag auf ihr Konto Überführen und sich nicht weiter dafür Interessieren, was die Empfänger damit machen? Für mich sieht das ganze so aus, als meine der Staat, er müsse immer noch die "Ehemaligen" Überwachen und Kontrollieren. Ist alles ein wenig Doppelmoralisch das ganze.

      Gruss dansker

      »Fonds Heimerziehung-WEST« ist leer schon seit Ende Februar 2014! – und ist bisher noch immer nicht aufgestockt worden! ( jetzt aber doch endlich aufgestockt! )

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      Bezüglich dem »Fonds Heimerziehung-WEST« !

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      Heimkinder-Fonds wird aufgestockt - Laufzeit bis 2018

      Deutschland – [ Donnerstag ] 28.05.2015

      Von unserem dpa-Korrespondenten und
      Europe Online

      Berlin (dpa) - Bund, Länder und die Kirchen haben sich auf eine Weiterführung und Aufstockung des Hilfsfonds für Opfer der Heimerziehung in Westdeutschland geeinigt. Das teilte das Bundesfamilienministerium am Donnerstag in Berlin mit. Die Laufzeit des Fonds wird um zwei Jahre bis Ende 2018 verlängert. Die Mittel werden um rund 182 Millionen Euro aufgestockt. Bisher standen 120 Millionen Euro zur Verfügung.

      Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) sagte dazu: «Mit der Aufstockung des Fonds wird gewährleistet, dass den Menschen, die als Kinder und Jugendliche zwischen 1949 und 1975 in Heimen der Bundesrepublik Deutschland großes Leid erfahren haben, geholfen werden kann.»

      In der Zeit von 1949 bis 1975 lebten etwa 700 000 bis 800 000 Kinder und Jugendliche in der damaligen Bundesrepublik in Säuglings-, Kinder- und Jugendheimen. Für viele war der Heimaufenthalt von Misshandlungen und traumatisierenden Erfahrungen geprägt. Deshalb wurde 2012 der Fonds «Heimerziehung West» geschaffen.

      Jeder Betroffene kann dort bis zu 10 000 Euro an Hilfen für Folgeschäden des Heimaufenthalts geltend machen. Auch Rentenersatzleistungen werden bezahlt. Der Fonds wird je zu einem Drittel vom Bund, den westlichen Bundesländern und der evangelischen und katholischen Kirche finanziert.

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      QUELLE: http://www.europeonline-magazine.eu/heimkinder-fonds-wird-aufgestockt---laufzeit-bis-2018_394021.html
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      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.
      Spannend finde ich nur; immer wird davon gesprochen, dass diese Zahlung ja dann doch die "Vergangenheit" (ich hasse dieses Wort) abschließt.

      Die Frage ist doch, wer schließt hier denn mit was ab? Glauben die wirklich, man schmeißt uns mal Geld hin und wir vergessen dann mal, was man uns angetan und zugemutet hat?
      Tapferkeit ist das Vermögen und der überlegte Vorsatz,
      einen starken aber ungerechten Gegner Widerstand zu leisten.
      (Immanuel Kant)

      Der Ziellose erleidet sein Schicksal, der Zielbewusste gestaltet es.
      (Immanuel Kant)

      Wenn dem so sein sollte, dann kann man eigentlich nur Behaupten, das die Politiker ziemlich Realitätsfremd sind. In meinen Augen ist dieser Betrag nur ein Eingeständniss von Staatlicher, so wie Kirchlicher Seite, das man vor vielen Jahren etwas falsch gemacht hat. Eine solche Geste würde ich Vertreten können, aber dies als Entschädigung oder Wiedergutmachung zu Betrachten, dazu müssten schon ganz "andere Kuchen" auf den Tisch.
      ich habe nicht nur einmal gelesen, dass betroffene sich aus diesem forum verabschiedet haben, weil sie "mit der sache abgeschlossen haben". sie haben, nachdem sie die fondsmittel-auszahlung erhalten haben, für sich entschieden, "den deckel zuzumachen". das ist völlig legitim.
      um überleben zu können, wird uns wohl kaum etwas anders übrig bleiben. "für sich abgeschlossen zu haben", kann wohl kaum bedeuten, das trauma vergessen zu können/zu haben (so habe ich es auch nicht verstanden). es kann bestenfalls bedeuten, einen weg gefunden zu haben, der dazu geführt hat, dass die wunden "vernarben".
      und doch können sie wieder aufbrechen...
      uns aufdiktieren, "mit der sache abzuschließen ", durch diese form der wiedergutmachung (wobei es eh nur als hilfeleistung gedacht sein kann),das kann niemand.
      Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin zurecht finden.

      (Albert Einstein)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „xyz1“ ()

      kliv schrieb:

      Die Frage ist doch, wer schließt hier denn mit was ab? Glauben die wirklich, man schmeißt uns mal Geld hin und wir vergessen dann mal, was man uns angetan und zugemutet hat?


      also mal langsam...
      es jedem recht zu machen ist schon eine wundertüte....

      wenn ich mal so zurück blättere hier im forum... zb.
      - wir wollen eine entschädigung für .... siehe martini u. andere
      - wir haben einen berechtigten anspruch ....
      - wir können ohne dem geld keine genugtuung finden
      - wir können ohne dem geld kein vergessen finden....

      jeder formuliert seine anforderunngen anders, da kann ich aber nicht beklagen
      "die da schmeissen uns nur geld hin und dann sollen wir vergessen"

      nach jedem handel sollte ruhe einziehen auch wenn wenn nicht immer alle die befriedigung ihrer und ihres befindens gefunden haben...

      xyz1 schrieb:

      ich habe nicht nur einmal gelesen, dass betroffene sich aus diesem forum verabschiedet haben, weil sie "mit der sache abgeschlossen haben". sie haben, nachdem sie die fondsmittel-auszahlung erhalten haben, für sich entschieden, "den deckel zuzumachen". das ist völlig legitim.


      Nun, ich habe dies nich so Verstanden, das der gewisse TE wegen der Fondauszahlung "Abgeschlossen" hat, denn darüber lies er ja nichts Verlauten. Ich bekam ja einen Schrecken, als er sich Verabschiedete und glaubte zunächst, er wäre Unheilbar Krank.

      sonichtso schrieb:

      kliv schrieb:

      Die Frage ist doch, wer schließt hier denn mit was ab? Glauben die wirklich, man schmeißt uns mal Geld hin und wir vergessen dann mal, was man uns angetan und zugemutet hat?


      also mal langsam...
      es jedem recht zu machen ist schon eine wundertüte....

      wenn ich mal so zurück blättere hier im forum... zb.
      - wir wollen eine entschädigung für .... siehe martini u. andere
      - wir haben einen berechtigten anspruch ....
      - wir können ohne dem geld keine genugtuung finden
      - wir können ohne dem geld kein vergessen finden....

      jeder formuliert seine anforderunngen anders, da kann ich aber nicht beklagen
      "die da schmeissen uns nur geld hin und dann sollen wir vergessen"

      nach jedem handel sollte ruhe einziehen auch wenn wenn nicht immer alle die befriedigung ihrer und ihres befindens gefunden haben...


      Sprich hier bitte für dich selbst, denn Genugtung zu empfinden, bedeutet durchaus nicht, mit irgend einer Sache abzuschließen, nur weil man eine Summe X bekommen hat. Die Modalitäten für den Heimkinderfonds sollte dir doch bekannt sein.

      Hier schließe ich mich xyz1 durchaus an, denn jeder muss letztlich für sich selbst entscheiden, ob und wie man den "Deckel zumacht".

      Die von dir aufgezählten Beispiele mögen durchaus aus diesem Forum stemmen, sie stammen jedoch nicht von mir. Jedoch vertrete ich die Meinung (und da kann ich natürlich nur für mich selbst sprechen), dass wir durchaus einen berechtigten Anspruch auf eine angemessene Entschädigung haben. Den Anspruch konnten wir jedoch nicht durchsetzen. Nein, es geht hier nicht um Schuldzuweisung, wir haben einfach keine Lobby.

      Das sieht man ja auch an den Schreiben, mit denen die Politik uns bedenkt. Zwischen den Zeilen steht nämlich, dass wir doch eine Entschädigung bekommen haben und jetzt einfach mal die Klappe halten sollten (zumindest steht das in der Antwort an mich). Von Seiten der Politik versucht man sich einfach nur billig freizukaufen.
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      (Immanuel Kant)

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      der alte schrieb:

      xyz1 schrieb:

      ich habe nicht nur einmal gelesen, dass betroffene sich aus diesem forum verabschiedet haben, weil sie "mit der sache abgeschlossen haben". sie haben, nachdem sie die fondsmittel-auszahlung erhalten haben, für sich entschieden, "den deckel zuzumachen". das ist völlig legitim.


      Nun, ich habe dies nich so Verstanden, das der gewisse TE wegen der Fondauszahlung "Abgeschlossen" hat, denn darüber lies er ja nichts Verlauten. Ich bekam ja einen Schrecken, als er sich Verabschiedete und glaubte zunächst, er wäre Unheilbar Krank.



      moin, alterchen, natürlich gibt es auch andere gründe, als diesen: den deckel zuzumachen, nachdem betroffene die hilfeleistung erhalten haben. ich hatte meine antwort allgemein gefasst, sie bezieht sich nicht auf eine einzelne person.
      klar ist, dass der deckel nie ganz geschlossen bleiben wird. dazu hatte ich ja schon geschrieben.
      Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin zurecht finden.

      (Albert Einstein)