Ludwig-Wolker-Heim LUWO

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      Ludwig-Wolker-Heim LUWO

      Ludwig-Wolker-Heim LUWO
      Ich selber war in diesem Durchgangsheim

      Anfang der 70er und 1978 dort.Erinnern kann ich mich noch an folgendes:
      erst kam man auf A1(geschlossene Gruppe)
      danach auf A2(mit täglichem Ausgang für ein paar Stunden)
      da gab es dann unten noch eine Gruppe, Lehrlings heim oder ähnliches.
      Erzieher auf A1 und A2:H.Karba.......Opa Lö... oder ähnlich
      M.Klei..(sehr lose Hand)Lehrlings-heim eine Mensch Namens Ber. Oder Bac.

      Leiter des Ludwig Wolker Heim:Gu.....sbacher oder Gu.....sheimer(hatte auch eine sehr lose Hand)
      A1 alles mit Panzerglas und Stahltüren versehen,Tischkicker kam ab und an von A2 rüber,arbeiten „durfte“
      man entweder in der Küche(Kartoffel schälen) oder unten im Hof hinter Gittern Plastik Autos zusammenbauen. Ein Teil des Geldes was man erarbeitete durfte man für den Einkauf verwenden. Leute von A2 kamen dann nahmen die Bestellungen auf und kauften alles für uns ein:
      Zigaretten, Tabak(egal wie jung man war) Pommes usw... usw....

      Zum Essen wurde man von A1 runter in den Speisesaal durch den vergitterten und verschlossenen Flur unter strengster Aufsicht geführt. keine Möglichkeit zur Flucht)

      Aber beim Auto-basteln ging es: ich muss zur Toilette! Die waren zu faul nach oben mit einem zu gehen also gingen wir auf die Toiletten der
      Lehrlings -abteilung, da die nicht vergittert waren. Fenster auf, Sprung nach draußen und rennen. Fertig!


      1. Möglichkeit einer Flucht: beimFußballspielen auf dem kleinen Aschenplatz hinter der Anlage.(ging aber
        nur beim Weg zum Platz da der wie ein Käfig und dann auch an der Tür
        bewacht war)


      2. Möglichkeit: zu Besuch auf A2(kein Panzerglas) Fenster auf
        und Sprung aus dem ersten Stock.(manch einer benutzte auch ein
        Bettlaken, dauert mir aber alles zu lange)


      3. Möglichkeit: Im Speisesaal, Stuhl durch die Scheibe der großen Balkontüren und rennen.


      4. Möglichkeit: Eisen-säge einschleusen( ich hatte eine im
        innen Futter meiner Jacke nachdem ich öfters dort war)Ging aber voll in
        die Hose: wir sägten abwechselnd und es war wohl zu laut, wie auch immer
        Gu.....sheimer erwischte uns und es gab ne nette Tracht Prügel) Auf A2
        „durfte“ man ab 16 auch Arbeiten: entweder bei einer Getränkehandlung
        schwere Kisten schleppen oder bei einer Altöl-Firma. 5 Mark gab es da
        meine ich pro Stunde.
      Die Ankunft auf A1 begann immer mit dem Duschen, alle anderen begutachteten dich durch ein kleines Fenster im Waschraum und stellten
      die üblichen Fragen: woher, wie alt, haste was zu tauschen.(halt wie im Knast als Neuzugang)

      Auf A1 gab es auch nette Fernsehabende. Eine uralte Kiste wurde aus dem Panzerschrank ähnlichen Magazin für ein paar Stunden aufgestellt, ein
      Sender eingestellt und fertig.

      Würde mich freuen wenn der ein oder andere sich melden würde, eventuell fällt uns ja noch mehr ein?



      Gruß DD
      Passt. Dort gab es einen alten Erzieher mit weißen Haaren, ein Netter ... hat mich immer aus A1 ins Büro geholt um mit mir Mühle & Dame zu spielen. Egal wie oft er verloren hat, er war immer freundlich.
      Keine Ahnung wie oft ich da war .... Unten im Keller gab es diese Zelle mit Stahl"bett" und Klo. Sechs Reihen Glasbausteine als Fenster.

      Aus A1 ist tatsächlich eine Flucht durch die Klappfenster in der Dusche geglückt .... der Hungerhaken hat sich da durchgequetscht und ist auf den LKW gesprungen der unten im Hof geparkt hatte.

      250 Meter neben der Hofeinfahrt gab es eine gelbe Telefonzelle ..... also nicht nur schnell den Abfall in die Tonne sondern auch mal kurz zu Hause (oder was ich fälschlicherweise immer noch dafür gehalten hatte) anrufen und wieder zurück ins Heim ...... das war der Plan. Auf dem Weg zur Telefonzelle zuckte es plötzlich im Rücken und über der rechten Niere.

      Zwei Arschlöcher aus der Abteilung Lehrlingsheim haben mich aus dem Fenster mit Luftpistolen beschossen um mich an der F L U C H T zu hindern.

      Den Ausgang habe ich gerne gernutzt um mich auf die große Treppe (Richtung HBF ?) zu setzen um einfach nur ruhig den hektischen Menschen zu zu sehen, also quasi allein unter Vielen.
      Ich war 3 Monate auf der A1.. ( 1980 )

      Auf Trebe gewesen, in München von den Streifenhörnchien gepackt und dann erstmal auf die
      Jugendschutzstelle München - Pasing verfrachtet worden.
      Anbei immer auf der Lauer, wie kann ich wieder verduften.

      3 Tage später von Streifenhörnchien abgeholt worden und zum Flughafen ins Flugzeug Richtung Düsseldorf bis zum Sessel eskortiert worden :(

      Der Flug selbst war herrlich.. Über den Wolken... Anbei Udo Lindenberg kennengelernt, der sich wunderte, wie ich ins Flugzeug verfrachtet wurde. Ich erzählte ihm mit der Hoffnung, das er eventuell einen Song über Ausreißer oder so machen würde..

      In Düsseldorf nach einer Stunde wieder raus, nahmen mich gleich Flughafenpolizisten im Empfang und übergaben mich meinen "Freiwilligen Erziehungshelfer", der mich gleich ins Taxi einsperren ließ. Ich hatte leider keinerlei Chance mich zu verduften..

      Ich muss sagen, habe ja viele Heime in NRW erlebt, aber die A1 und die B-Zelle im LUVO war das schlimmste was ich erlebte.

      Ja, an den Opa kann ich mich auch noch sehr gut erinnern. Er war der einzige, der gut zu uns war. Wenn er mit der Holzschachtel Fluppen in den Aufendhaltsraum kam, ließ er uns auch mal 2 statt 1 Fluppe schmecken.. Alle 2 Stunden diese kleine angenehme Abwechslung. Ansonsten durften wir uns mit bis zu 8 Leidensgenossen auf gut 50 Quadratmetern langweilen oder durch den Seitenfensterspalt spüren, wie Freiheit riecht.

      Blos raus hier.. Ich habe es geschafft, mich mit einer Pucksäge zu befreien :)
      Die Flucht war übel, hatte aber Glück, weil ich die einzige Toreinfahrt im Häuserblock gefunden habe. Neben dem Heim selbst lauerten die Lehrlinge, die gern A1ser in die
      Mangel nahmen.

      Ich bekam nach meiner Flucht Unterstützung vom SSK in Köln und von dort aus ging ich
      freiwillig wieder ins LUVO. Mir wurden erstmal 50 DM vom Taschengeld angerechnet, wie bei den anderen 6 Jungs auch, die durch das freigesägte Seitenfenster im hinteren Schlafraum sprangen.
      Freiwillig zurück ?.. Ja, es wurde für mich Objekt des Ausspionieren und die Zustände auf der A1 wurden später wegen des Verstoß gegen das Jugendwohlfarhtsgesetz § 168 zur Anzeige gebracht.

      Das ich da den Maulwurf machte kam raus, wie Schminke den Jornalisten im Hinterhof beim Fotografieren entdekte..
      Der Braten war schnell gerochen und er drohte mir " Wenn ich meinen Namen in der Presse finde, mache ich Dich kalt." Es war der, der erst mit seiner Armbanduhr spielte, bevor er ein Zögling in den Spint boxte.

      1985 wurde die A1 sowie weitere Einrichtungen dieser Art endlich dicht gemacht. ;)

      Erzieher ?

      Krüger, Schminke, Elspass und ne Schwester und der beste war "Opa" mit seinem Stumpen.
      Im Heimen erlernte ich den Kampf um mich selbst und mit Freunden zusammen zu halten. Sonst nichts..

      Säuglingsheim Gummersbach, Kinderheim Odenthal, Kinderheim Kannenhof Solingen, Kinderheim St.Heribert Leichlingen, Jugendheim Solingen-Wald, Jugendheim Haan-Hochdahl, Erlenhof Euskirchen, Walther Dörken Jugendhof
      (Zuhause ohne staatlicher Heimerziehungsfürung - Alternative) Ludwig - Wolker Heim Essen und viele Jugendschutzstellen..

      Aber ich lebe noch ;)
      Sorry, ich war 1982 Im LUVO..
      Nach der Maulwurfaktion wurde ich mit 17 aus der Heimerziehung rausgeschmissen.

      Der Landschaftsverband Rheinland hatte dann die Schnautze voll von mir :-))
      Im Heimen erlernte ich den Kampf um mich selbst und mit Freunden zusammen zu halten. Sonst nichts..

      Säuglingsheim Gummersbach, Kinderheim Odenthal, Kinderheim Kannenhof Solingen, Kinderheim St.Heribert Leichlingen, Jugendheim Solingen-Wald, Jugendheim Haan-Hochdahl, Erlenhof Euskirchen, Walther Dörken Jugendhof
      (Zuhause ohne staatlicher Heimerziehungsfürung - Alternative) Ludwig - Wolker Heim Essen und viele Jugendschutzstellen..

      Aber ich lebe noch ;)