Wieso fehlt es uns am Verständnis für andere?

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      Wieso fehlt es uns am Verständnis für andere?

      In einer Gesellschaft der Gewinner ist kaum Verständnis für Ehemalige,
      die sich von den traumatischen Erlebnissen ihrer Kindheit nie erholten,
      die sich voller Angst in ihr Innerstes zurückzogen,
      die sich selbst dann noch in Frage stellten wenn ihnen andere Sicherheit boten,
      die sich nicht in einer Gesellschaft des Ausblendens einfügen konnten,
      die sich dieser Gesellschaft nicht angehörig fühlen.

      Wie wenig der eigene Lebensweg als Maßstab an andere anzulegen ist,
      zeigen doch die unterschiedlichen Biografien vieler Ehemaliger,
      trotz vergleichbaren oder ähnlichen Lebenserfahrungen.
      Weshalb man ausgerechnet in einem Forum für Ehemalige mehr Gegenwind wie im realen Leben erfährt,
      gehört für mich zu den Erlebnissen die ich nicht für möglich gehalten hätte
      und mich und andere Überlebende dieser unmenschlichen Erziehung erneut verletzt.

      Was genau verletzt dich an der Forderung den individuellen Erlebnissen gerechter zu begegnen,
      was nimmt dir diese Forderung von dem was du trotz widriger Umstände selbst erreicht hasterreicht hast?
      Wenn ich das richtig verstehe,dann ist man ein Verlierer,nur weil man ein ehemaliges Heimkind ist?
      Nö..ich sehe mich nicht so,ich stehe genau so im Leben wie jeder andere,der kein Heimkind war.
      Man hat seine Erlebnisse hinter sich gebracht....seine Aufarbeitung dann später und dann war es das.
      Dazwischen gab es nur das Leben,was ich aus mir machen wollte
      und kein anderer,der mich daran erinnerte...Du warst ja im Heim.
      Das habe ich nie zugelassen und es gab keine Möglichkeit von Außen mich jemals damit zu verletzen.

      Den Gegenwind,der hier angesprochen wird,das sind einfach Eigenschaften und Befindlichkeiten,
      die bei jeden nun einmal anderst sind,unterschiedliche Charakteren treffen sich hier
      und das ist im realen Leben genau so und hat wohl nicht immer etwas mit Heimkind zutun.
      Auch die Nichtheimkinder zoffen sich und können unverschämt austeilen.

      Ich habe im Leben viel gewonnen und sehe mich durchaus als Gewinner
      der eigenen Fähigkeiten und den Willen zu einem sinnvollen Leben.

      Christa_MD schrieb:

      Wenn ich das richtig verstehe,dann ist man ein Verlierer,nur weil man ein ehemaliges Heimkind ist?
      Nö..ich sehe mich nicht so,ich stehe genau so im Leben wie jeder andere,der kein Heimkind war.
      Man hat seine Erlebnisse hinter sich gebracht....seine Aufarbeitung dann später und dann war es das.
      Dazwischen gab es nur das Leben,was ich aus mir machen wollte
      und kein anderer,der mich daran erinnerte...Du warst ja im Heim.
      Das habe ich nie zugelassen und es gab keine Möglichkeit von Außen mich jemals damit zu verletzen.
      So genau sehe ich das auch. Zumal bis vor einiger Zeit Niemand in meinem Umfeld wußte das ich im Heim war, warum auch? Man muss eh seinen Weg alleine gehen und den bin ich gegangen, oft steinig aber mit festem Willen stetig ein Stück vorwärts.

      Mein Mann war kein Heimkind aber seine Kindheit war dennoch nicht oder kaum besser als Meine. Und er ist alles andere als ein Verlierer.

      Klar trägt man seine diversen *Macken* aus dieser Zeit mit sich, dafür aber haben Nichtheimis andere Macken.
      Es liegt schon an Jedem selbst was er aus seinem Leben macht. Ob er nach vorne schaut oder stets nur alles in der Heimzeit begründet. Aber so einfach darf man es sich nicht machen.

      Christa_MD schrieb:

      Den Gegenwind,der hier angesprochen wird,das sind einfach Eigenschaften und Befindlichkeiten,
      die bei jeden nun einmal anderst sind,unterschiedliche Charakteren treffen sich hier
      und das ist im realen Leben genau so und hat wohl nicht immer etwas mit Heimkind zutun.
      Auch die Nichtheimkinder zoffen sich und können unverschämt austeilen.
      So ist es, meine eigenen Befindlichkeiten z.B. sind eher eine Summe der Erfahrungen die ich im Leben gemacht habe. Und damit meine ich nicht nur negative.
      Ich kenne Menschen die haben für alles eine Entschuldigung und immer sind es die Anderen aber sie selbst ändern NICHTS an ihrer Situation, sie jammern nur und kommen aus ihrem Negativ-Strudel nicht heraus anstatt zu sagen: STOPP bisher war Vieles Mist, jetztwerde ich alles daran setzen meinem Leben eine richtige Richtung zu geben und dafür ist es nie zu spät.
      Aber....wollen sie das überhaupt? Manche gefallen sich ja auch in ihrer Rolle :(

      Christa_MD schrieb:

      Ich habe im Leben viel gewonnen und sehe mich durchaus als Gewinner
      der eigenen Fähigkeiten und den Willen zu einem sinnvollen Leben.
      Das kann ich genau so auch bejahen auch wenn man im Leben immer wieder eins aufs Haupt bekommt. Aber genau das ist es, woran ich (wir) gelernt haben zu wachsen und zu reifen.
      Keine Ahnung Dreamer woher Dein abstruses Bild von uns eH. kommt.

      Da befürchte ich doch, das DU mit dieser Vergangenheit nicht klar kommst

      und in uns gerne Alibipartner finden möchtest, die mit Dir den Mond an-

      heulen.

      Komm doch mal aus Deiner veralbdreamten Ecke raus oder wechsele den

      Planeten. Hier gibt es kaum Menschen die immer noch Heimkinder sind,

      hier sind lebens-und leidenserfahrene Normalbürger, die irgendwann in einem

      Heim waren und darüber reflektieren-mal oberflächlicher, mal tiefer-und

      sich(zumeist)freuen, alles mit Beulen und Blessuren überstanden zu haben.

      Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, das Du zähneknirschend und

      unzufrieden auf die nächste Sintflut wartest.

      Wir sind fast alle recht zufrieden mit uns und unserem Leben-nicht unbedingt

      mit der Kindheit oder/und der Jugendjahre. Aber das betrifft auch Bürger die nicht einmal

      wissen was ein Heimkind ist.

      Wenn Du Dich dadurch verletzt fühlst, weil nicht jeder Deine verqueren Ansichten teit,

      dann versuche doch mal weniger rum zu jammern und rede nicht von "Forderung" Deinem

      Kindheitserlebnis gerechter zu begegnen. Was erwartest Du von einem Heimkinderforum?

      Handauflegen und Heilen? Dann lieber Dreamer, bitte und gerne: So nimm denn Dein Bett

      und geh nach Hause, werfe Deine Stöcke weg und schreite von dannen, reiße Dir die Binde von den

      Augen und sehe....mal endlich wie schön das Leben ist(ohne Dein Gezeter)
      Das Leben ist eine kurze Unterbrechung immerwährendem Fortseins
      Nach dem mir für meinen Beitrag euer Unverständnis um die Ohren fliegt,
      fällt mir auf wie wenig man davon verstanden hat.
      Auch sehe ich mich nicht als Verlierer,
      dafür geht es mir dank meiner persönlichen Möglichkeiten viel zu gut,
      doch darum geht es mir überhaupt nicht,
      sondern um das mangelnde Verständnis für die Ehemaligen,
      die genau nicht diese Möglichkeiten hatten.

      Aber anscheinend gerät eure Welt ganz schön aus den Fugen,
      wenn man hier um Verständnis für Ehemalige bittet, deren Lebensweg anders lief wie der eigene.
      Da wird die eigene Erfahrung zur Festung, man ist ja so stolz auf das erreichte
      und unterstellt dem anderen gerne ein Mangel an Willen und Einsatz.

      Bons schrieb:

      Was erwartest Du von einem Heimkinderforum?

      Das hier nicht das eigene Leben zum Maßstab erhoben wird,
      wir bei aller Unterschiedlichkeit jedem Ehemaligen mit Respekt und Anstand begegnen,
      aber vor allem mehr Verständnis für die, die sich nie davon erholten im Heim gewesen zu sein.

      Bons schrieb:

      Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, das Du zähneknirschend und
      unzufrieden auf die nächste Sintflut wartest.

      Keine Sorge, mein Leben ist voller Möglichkeiten, aber ich leide mit denen wo es nicht so ist.

      Bons schrieb:

      Handauflegen und Heilen?

      Glaubst Du an so was, ich nicht.
      Genau da liegen Deine Probleme dreamer: Du denkst immer, man wolle

      Dich angreifen, wenn man Deine Ansichten nicht teilt. Das ist aber Quatsch.

      Es gibt kein "mangelndes Verständnis" hier, sondern es gibt "Vergangenheiten",

      aufgearbeitete oder weggeschobene. Aber es gibt kein mitleidloses Verhalten.

      Unverständnis?

      Wenn es Dir monetär gut geht, dann herzlichen Glückwunsch.

      Aber das hat mit einer inneren Zufriedenheit nichts zu tun. Und an dieser

      Stelle bezweifele ich Dein vorgebliches "Gutgehen".

      Deine Beiträge zeugen vom Gegenteil. Aber es geht mich nichts an-nicht aus

      Gleichgültigkeit, sondern weil Du in einem Jammertal steckst und ich Dein Rufen

      nicht höre. Na gut, bei all dem kann ich mich irren, Da stelle ich mir aber

      die Frage, warum immer solche Negativismen in Deinen Beiträgen als Aufmacher

      erscheinen.

      Aber nochmal-zum hinterdieohrentätowieren: es geht mir nicht darum Dich

      zu ärgern, sondern um eine gegensätzliche Sichtweise der Dinge.
      Das Leben ist eine kurze Unterbrechung immerwährendem Fortseins
      ..."es liegt an jedem selbst, was er aus seinem leben macht"...

      solche und ähnlich formulierte sätze tauchen hier immer wieder auf. mir ist das zu pauschal. um nach jahrelanger traumatischer zeit etwas aus seinem (bis dato verkorksten) leben etwas machen zu können, bedarf es eines stabilen umfeldes nach der heimzeit und möglicherweise auch einer professionellen hilfe. beides war bei mir jedenfalls notwendig, das leben, welches ich heute führe, auch leben zu können.
      wir dürfen aber nicht außer acht lassen, dass viele von uns durch die heimzeit so sehr traumatisiert sind, dass sie ein leben führen - eben nicht mitten in dieser gesellschaft, möglicherweise auch gar nicht selbstständig leben können. für diese menschen sind sätze wie oben zitiert, blanker hohn.
      Wenn es ein Mensch nicht schafft, alleine und aus eigener Kraft aus

      seiner Angst auszubrechen, muß man ihm Stütze sein. Das ist eine der

      Aufgaben einer humanen Gesellschaft-abgesehen von der Moral.

      Aber man kann nur helfen, wenn der Mensch keine Mimikry veranstaltet

      und Ptotemkinsche Dörfer aufbaut. Das ist dann unmöglich. Außerdem

      geht es nicht ohne den Willen des Hilfesuchenden.

      Was aber auch falsch ist, pauschalierend über hilfsbereite Mitmenschen

      zu reden, als wären sie innerlich unbeteiligte Fremde die erstmal sich

      selbst im Fokus haben und dann den Rest der Welt.

      Ich kann es nur nochmals wiederholen; es fehlt nicht an Verständnis und

      Mitgefühl, sondern an einem klaren unmißverständlichem Wunsch nach Hilfe.

      Ich lese hier ganz selten, daß jemand offen und direkt darum bittet.

      Also kann man nichts anderes tun , als anhand des eigenen Lebenslaufes

      vorsichtig und unaufdringlich Richtungen und Möglichkeiten aufzuzeigen.

      Das hat der Eröffner dieser Diskussion nicht verstanden.
      Das Leben ist eine kurze Unterbrechung immerwährendem Fortseins
      Es reicht schon weniger Bons!

      Nun ich habe es auch von Dreamer nicht so verstanden, dass es hier um irgend eine Selbstdarstellung eines gewinnererfülltem Leben geht, sondern um ein Verstehen und Solidarität jener Ehemaligen, die es nicht geschafft haben. Dabei geht es doch nicht darum, wer auch einmal schreibt dass es ihm nicht gut geht....es als ein "Gejammere" zu betrachten..... das empfinde ich als abwertend. Solidarität kann man auch diesen Ehemaligen zeigen, in dem man doch zumindest versucht ihre Lage, ihre Befindlichkeiten zu respektieren.

      Es gibt nun auch einmal jene Menschen, die es nicht geschafft haben sich nach der Heimzeit eine für sie gute Zukunft aufzubauen und man kann da auch nicht immer dahingehend argumentieren, hätte solch eine Person sich Mühe gegeben, eine Therapie gemacht etc. hätte dieses schon geklappt. Leider ist es nicht immer möglich eine Kindheit aufzuarbeiten und dabei kommt es schon darauf an, wie und wann das Elend in der Kindheit angefangen hat und vieles mehr. Es gibt hier keine eindeutigen wissenschaftlichen Belege, die nun aussagen grundsätzlich kann Jeder nach einer traumatischen Kindheit alles schaffen, wäre nur eine Willenssache. Nein das alleine reicht nicht aus und auch nicht Jeder ist therapiefähig.

      Also es ist doch schön zu lesen, wie viele Ehemalige sich eine Zukunft aufgebaut haben, es sozusagen geschafft haben aus ihrer traumatisierten Vergangenheit herauszutreten, aber das bedeutet nicht dieses nun Allen abverlangen zu können und für Jene, die es nicht geschafft haben auch Verständnis aufzubringen. Dabei geht es nicht darum ihnen ständig Mitleid entgegen zu bringen, es reicht schon aus ihre Befindlichkeiten zu akzeptieren und hier und da auch einmal Trost zu geben ohne darauf zu verweisen, dass man ja selber alles geschafft hat. Freuen Wir uns doch, es geschafft zu haben und sind wir toleranter zu Jenen, die ihre Traumatas aus welchen Gründen auch immer nicht überwinden können.

      xyz schrieb:

      ..."es liegt an jedem selbst, was er aus seinem leben macht"...

      solche und ähnlich formulierte sätze tauchen hier immer wieder auf. mir ist das zu pauschal.



      xyz schrieb:

      wir dürfen aber nicht außer acht lassen, dass viele von uns durch die heimzeit so sehr traumatisiert sind, dass sie ein leben führen - eben nicht mitten in dieser gesellschaft, möglicherweise auch gar nicht selbstständig leben können. für diese menschen sind sätze wie oben zitiert, blanker hohn.


      Eigentlich habe ich im Moment keine Zeit, um ausführlicher darauf zu antworten.

      Deine Ansicht dazu ist MIR HIER (in diesem Thema) zu pauschal, denn man kann keine einzelnen Sätze aus anderen Themen hier mir hineinbringen. (Oder habe ich diesen Satz hier überlesen?)

      Dass Menschen oder ehem. Heimis mit schweren körperlichen, wie seelischen Handycaps anders zu beurteilen sind, das dürfte hier jedem klar sein.
      Nur, der große Teil, der sich hier frei im "www" bewegt/bewegen kann und dabei meine ich weder die Ausdrucksweise noch Rechtschreibung oder Grammaktik, die ist mir völlig Wurst solange ich halbwegs erkennen kann, ob und wie sich der jedenige Gedanken zu einem Thema gemacht hat und keinen damit persönlich denunziert.
      Ich denke da ganz speziell an Kielersprotte67 und früher auch an Maulwurf.
      Sehr viele machten/machen es sich einfach, indem sie betreffende Personen ignorieren oder ständig meinen, ihnen eine vor den Bug knallen zu müssen. Weil es ihnen vermeintlich so gut geht.
      Manchmal ist es hier tatsächlich noch "wie im Heim". Man versucht sich nach vorn zu bringen, hervorzutreten, besser zu sein - der Macher. Einige wenige schießen dabei über das eigentliche Ziel des Forums hinaus.
      Ich sehe das anders, ich versuche diese ehem. Heimkinder genauso anzusehen, wie jeden anderen hier, der sich supergut verständigen kann.
      Dennoch lese ich die hier geschriebenen Texte sehr aufmerksam, von dem was ich lese wohlgemerkt!
      Daraus kann echt viel zwischen den Zeilen herauslesen und genau das ist es, was mich dabei interessiert.
      Das Resultat, die Art und Weise, wie man etwas aus seinem Leben machte, die sind so unterschiedlich und doch irgendwo recht ähnlich, wie unsere Heimerfahrungen.
      Von daher möchte ich mich von solchen Pauschalverurteilungen klar distanzieren, denn ich bin auch jemand, der das eindeutig sagt, dass es an jedem selbst liegt, WAS er aus seinem Leben macht. Aber ganz sicher meine ich damit nicht die Menschen, die selber darauf keinen Einfluss mehr haben. Es geht hier ganz klar um diese ehem. Heimis, die dazu in der Lage sind.
      Ich habe mir vor einigen Jahren auch psychische Unterstützung gesucht, weil ich dachte, an meinem Leben ersticken zu müssen. Nichts war mehr, wie es mal war.
      Glaub mir, ich bin alles andere, als ein sehr starker Mensch. Ich schleppe "meine Probleme ewig mit mir herum".
      Aber ich strebe es an, stark zu werden/zu sein und, wenn es erforderlich ist für mich und meine Lieben zu kämpfen. Weil ich es als Kind nie sein konnte/durfte.
      Okay, seit meiner letzten Erkrankung ist es für mich noch schwerer geworden, denn meine Konzentration macht das leider nicht mehr so mit, wie ich es gerne hätte, aber auch da bleibe ich dran. Ich versuche mich nicht unterkriegen zu lassen.
      So, wie ich, hat jeder hier seinen Kampf durchzustehen und bei Leuten, die dazu in der Lage sind sehe ich es so, dass sie sich bewegen müssen/sollten!

      Ich sehe hier sehr viele, die können verbal sehr gut aus- und Ratschläge erteilen, welche hier "gerne" ordentlich Stunk machen, scheitern aber am/im eigenen/realen Leben. (Du bist damit NICHT gemeint!)

      Wie meinst Du liebe xyz sollte da der Gedanke nicht aufkommen, dass "betreffende" diese Energie genauso gut auch für sich selber einsetzen könnten, um mehr in ihrem Leben zu erreichen?

      Im Übrigen habe ich Dreamer's Eingangsposting nicht unbedingt als seine eigene Verbitterung angesehen. Ich sehe das als seine Beobachtungen hier an. Vielleicht schaue ich deshalb anders drauf, obwohl ich zugegeben das auch anders lesen kann.
      So...und nun muss ich los... ich hoffe, dass ich jetzt hiermit keine weiteren Missverständnisse erzeugt habe.
      =)


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      liebe mandy in manchen Punkten stimme ich dir zu aber nicht mit dem Vergleich
      sprotte und maulwurf....denn maulwurf war ehrlich mit seinen postings und naja die Sprotte vera.....
      grösstenteils die User hier.....so einfach ist das und ich
      profiliere mich nicht mit meinen jetzt geschriebenen Posting.
      Wie schön wenn diejenige, die davon überzeugt ist, dass jede(r) selbst verantwortlich ist, wie sie/er die letzten 30, 40 50 Jahre zustande gebracht hat, als "Pauchalierungstante" abgetan wird.
      Andererseits maßen wir uns moralische Urteile an, die auch aus der Pauschalecke kommen.
      Natürlich wird es Menschen geben, die im Heim oder in einer Familie so zerstört wurden, dass sie von diesem Zeitpunkt an ein seelischer Krüppel sind. Und wie schon an anderer Stelle geschrieben wurde, dies ist in allen Bevölkerungsschichten möglich und nicht nur bei Menschen mit dem Hintergrund der Heimerziehung. Aber ich habe in den Forenjahren sehr selten von einem Betroffenen gelesen, das den Mitgliedern Verständnis für seinen Schaden fehlt. Viel häufiger lese ich das Gegenteil. Besonders hier im Forum, wo Hilfe groß geschrieben wird, auch wenn man es nicht permanent an die große Glocke hängt.
      Ebenso gibt es Menschen, die trotz solcher Erfahrungen auf ein erfülltes Leben zurück sehen können. Vielleicht die meisten. Ich weiß es nicht. Das alles gibt es .
      Aber es ist genau so pauschal, imaginäre Menschen für einen Thread heranzuziehen und eine pauschale Schelte vom Stapel zu lassen, die nicht greifbar ist, greifbar sein kann. Eigentlich sogar polemisch ist. Denn damit sagt man alles und nichts und benutzt(missbraucht schreibe ich nun mal nicht) ehemalige Heiminsassen als Aufhänger für etwas, was man nicht fassen, beziffern oder verdeutlichen kann.
      Ein sinnloses Unterfangen einer Diskussion es sei denn, man führt einen konkreten Fall an Dann bekommt dieser Thread auch eine bestimmte Qualität und Berechtigung.

      Dreamer2013 schrieb:

      Weshalb man ausgerechnet in einem Forum für Ehemalige mehr Gegenwind wie im realen Leben erfährt,
      gehört für mich zu den Erlebnissen die ich nicht für möglich gehalten hätte
      und mich und andere Überlebende dieser unmenschlichen Erziehung erneut verletzt.

      Das sehe ich ganz und gar nicht so. Ich habe bisher gelesen, das bisher schon sehr viel Verständnis für die Einen oder anderen aufgebracht wird. Gegenwind sehe ich immer dann aufkommen, wenn die Meinungen aneinander prallen.
      Aber niemals konnte ich lesen, das Jemand aufgrund seiner viellt. schlechten Situation angegriffen wurde.

      Ich habe die unterschiedlichsten Menschen im Alltag um mich herum und in erster Linie zählt der Charakter. Leider gibt es aber auch sehr labile Menschen, ich habe selbst so Jemand in meiner engsten Familie.

      Mein Neffe, der mit 12 seine Mutter verlor, hier bei uns aber sehr gut aufgefangen wurde, hatte alle, sogar die besten Voraussetzungen aus seinem Leben was zu machen. Viele, viele Möglichkeiten, immer wieder in den Sand gesetzt. Sorry, dann irgendwann kann ich auch den Verlust der Mutter nicht mehr als Grund gelten lassen, das er immer alles hinschmeisst. Das ist dann in dem Fall eher eine Mentalitätssache, denn er ist auch in anderen Bereichen so.

      Ich schreibe dies hier nur, weil ich damit sagen möchte, das es nicht immer etwas mit der Vergangenheit zu tun hat. Für eine Aufarbeitung oder den Willen den Kampf Leben aufzunehmen braucht es Kraft von JEDEM nicht nur von ehemaligen Heimis. Und diese Kraft hat nicht Jeder.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Larado“ ()

      Phönix schrieb:

      naja die Sprotte vera.....

      So sehe ich das auch, seit langem.
      Und Mandy, nur darum bin ich manchmal so bissig zu ihm, nur darum.
      Es gelingt mir nicht immer ihn links liegen zu lassen, das ist für mich noch ärgerlicher als seine Geschichten, die er uns auftischt.
      Übersicht der Angebote

      Mit beiden Fonds kann Betroffenen Hilfe gewährt werden, soweit durch die Heimerziehung heute noch Traumatisierungen, andere Beeinträchtigungen und Folgeschäden bestehen und dieser besondere Hilfebedarf nicht über die bestehenden Hilfe- und Versicherungssysteme abgedeckt wird.


      fonds-heimerziehung.de/angebote-fuer-betroffene.html

      dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/061/1706143.pdf

      SCHADE:
      Wer gibt uns das Recht über diejenigen zu Urteilen, die heute noch unter den Spätfolgen der Heimerziehung zu leiden haben.
      Es weht der Wind ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines. Das eine Blatt, man merkt es kaum, denn eines ist ja keines. Doch dieses eine Blatt allein, war Teil von unserem Leben. Darum wird dieses Blatt allein uns immer wieder fehlen.
      Eric
      Mandy
      Im Übrigen habe ich Dreamer's Eingangsposting nicht unbedingt als seine eigene Verbitterung angesehen. Ich sehe das als seine Beobachtungen hier an.


      Ich sehe dies genauso.
      Es weht der Wind ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines. Das eine Blatt, man merkt es kaum, denn eines ist ja keines. Doch dieses eine Blatt allein, war Teil von unserem Leben. Darum wird dieses Blatt allein uns immer wieder fehlen.
      Eric
      Nun so haben wir dann auch unterschiedliche Vorstellungen, Eindrücke von Sprotte und da ich hier eine andere Auffassung haben, möchte ich die schon auch schreiben.
      Sprotte hat klare Vorstellungen von dem was er sich wünscht, also wieder dahin zu kommen wo er früher einmal gelebt hat. Dieses ist aber so nicht möglich und ich habe den Eindruck, dass er nicht in der Lage ist zu überblicken was dazu notwendig ist und dass man heutzutage für bestimmte Hilfen auch....so man Vermögen hat.... selber finanziell aufkommen muss. Sicherlich ist er auch ein wenig beratungsresistent, aber eines macht er sicherlich nicht: er verarscht hier nicht Leute! Er tritt nur auf der Stelle und seine Gesundheit wird dadurch auch nicht besser.

      Nun Verallgemeinern kann man im Leben und insbesondere bei Menschen grundsätzlich gar nichts und ich weiß auch nicht ob ehemalige Heimkinder sich in der Mehrheit anders verhalten, als andere Menschen die nicht in einem Heim waren. Klar dürfte trotzdem sein, dass je jünger man war und je länger man die Heimzeit ertragen musste , desto grösser waren die Auswirkungen auf die Psyche ja und sogar auf den Körper.

      Wenn dem nicht so ist, dann frage ich mich schon, wieso Tausende von Ehemalige zu den Anlaufstellen gingen und noch gehen, denn bezogen auf die Sachleistungen geht es ja um die noch bestehenden Folgeschäden. Haben Andere die ein beschissenes Elternhaus hatten auch, klar doch, streitet auch keiner ab, nur hier in dem Forum geht es um ehemalige Heimkinder und da liegt es nahe auch die Themen in dieser Erfahrung zu halten.

      Nun ich habe das posting von Dreamer auch nicht in seiner Verbitterung gesehen, würde ihn aber gerne einmal fragen, was er konkret hier im Forum vermißt.