Hummelshain, verraten und verkauft

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

      Hummelshain, verraten und verkauft

      wie so viele all der unzähligen Objekte hat auch hier sich die LEG bereichert und ein Schloss verschenkt, da man ja bekanntlich in die Rückenhand immer etwas bekommt was man im dunklen zählen darf/kann. Ich war auf einer kleineren Rundreise und habe mir auch dieses Schloss etwas näher angesehen, habe mich mit Einheimischen unterhalten um mehr zu erfahren. Der jetzige Besitzer ist ein Schweizer. Seine Zeit verlebt dieser aber nicht im Schloss sondern im Gefängnis. Wie es dazu kam. Wie so oft, die LEG hat das Schloss diesen Herren verkauft, dieser hat natürlich nie bezahlt...was dem Verkäufer egal ist und ruiniert nun all das was noch da ist. Ins Gefängnis musste der Eigentümer allerdings nicht wegen dem Schloss, nein...der Besitzer, dieser Schweizer hat in Leipzig Scheinfirmen eröffnet und das Arbeitsamt abgezogt. Schloss Hummelshain verfällt nun so nach und nach da man dieser Person nichts wegnehmen kann...trotz das dieser nie bezahlt hat. Was sind wir nur für Menschen? Wie ist meine Verbindung zu Hummelshain? Ich selbst habe eine Zeit im Jugendwerkhof Wolfersdorf verbringen müssen und dieser liegt nur wenige Kilometer daneben. In Hummelshain habe ich so einige male Arbeiten müssen...natürlich wie immer umsonst, und so kam ich natürlich das eine oder andere mal nach Hummelshain in den Jugendwerkhof und lernte dabei auch den einen oder anderen persönlich kennen.

      einst ein Jagdschloss und heute...Ruinen
      Dateien
      • DSC_0068.JPG

        (5,55 MB, 316 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • DSC_0075.JPG

        (5,77 MB, 266 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • DSC_0084.JPG

        (6,99 MB, 207 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • DSC_0061.JPG

        (5,24 MB, 158 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • DSC_0063.JPG

        (4,1 MB, 142 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      Lieber Zeiler, das war sicherlich eine schöne Zeitreise. Mich deucht ferner, in dir steckt auch ein kleiner Romantiker. Ich kann das vollkommen nachvollziehen, weil auch ich gern einml Blicke zurück wage, aber nur aus rein informativen Gründen, d. h., um zu erfahren, was war wirklich und was wurde daraus. Quasi aus Blicken wie sie auch ein Historker wagt. Ich schätze, aus ebenso diesen warst du dort und meinen Respekt, so ich das sagen darf denen gegenüber, die einst in Hummelshain waren. Ohne Zweifel eine zauberhafte, fast märchenschloßhafte Art scheint diesem Anwesen anzuhaften. Ich kenne weder H.-h`n noch W.-dorf, aber ich las viel ü. H.-h`n und angeblich soll es ein JWH gewesen sein, in welchem es vermeintlich weniger schlimm als in anderen zuging.

      So ich mich jetzt nicht in die Nesseln setze, war er einmal gegenstand eines längeren zeitschriftenartikels der NBI in der früheren ddr. in dem versuchte man darzustellen, wieso jugendliche in werkhöfen waren, aus welchem milieu sie kamen, weshalb und warum es sie dort hineinbrachte. wie auch immer, ich möchte hier nicht weiter dazu noch etwas schreiben, denn ich war in einer anderen einrichtung, nur, dass es in dieser mindestens rein optisch betrachtet, weniger romantisch war, als in diesem verwunschenen alten Märchenschloß Hummelshain. Es hat irgend etwas Elitäres. Ich kann das hier nicht anders formulieren, ohne jene verletzen zu wollen, die dort waren und ihre ganz eigenen geschichten zu berichten haben.

      früher habe ich auch über meine geschichten berichtet und weiß sehr gut, wie emotional es auch sein kann, wenn man sich auf zeitreisen begibt. sie spiegeln eben einen teil des vorherigen lebens und wir können es nicht verdrängen, müssen es auch gar nicht und wir müssen uns deshalb auch sicher nicht verstecken. ich weiß von anderen Hummelshainern aus früheren jahren, dass dieser werkhof einigen eine art heimat war, wie auch immer jeder einzelne so etwas wertet. jeder von uns hat seine eigene geschichte und sieht mit seiner sicht auf vergangenheit und gegenwart.

      es ist jedenfalls schade, wenn so ein schönes und wuchtiges Anwesen in der Geschichte versinken sollte und so viel Gras darüber wuchern würde, dass man es nicht mehr finden könnte. Was sagt eigentlich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dazu? :rolley:

      Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von „HermannG“ ()

      na dann fange ich doch an und gebe Dir auch eine Antwort auf die Deinen Gedanken/Fragen welche nicht unbeantwortet bleiben sollten. Ich kann Dir leider nur sehr wenig berichten über den Aufenthalt in Hummelshain zu Zeiten der DDR und dem Jugendwerkhof. Ich persönlich war in diesem nicht gewesen, habe all dies nur erlebt da wir wie ich geschrieben habe im Dorf so einiges beräumen mussten. Man gönnte uns eine Pause in eines der vielen Nebengebäude/Baracken wenn es zu kalt war. So lernte ich auch den einen oder anderen Insassen kennen. Damals dachte ich oft daran, wie gut es diese Insassen hätten gegen uns Wolfersdorfer. Es war weniger Zwang und mehr persönliche Freizeit. Aber im "HEUTE" ist dies natürlich auch egal, gefangen warst Du da und dort, es spielten nur andere die Musik.
      Ja und für mich war es eine Zeitreise, da ich eine starke Frau an meiner Seite habe die mit mir all dieses durchlebt da Sie dort bohrt wo andere Jahrzehnte bei mir versagt haben. Es ging mir nicht immer so wie heute. Damals habe ich mich nicht umgedreht...dies war so ein Spruch und heute, möchte ich wissen warum mir all dies widerfahren ist und wer die Menschen waren welche glaubten über mich bestimmen zu dürfen/Können. Auch besteht bei meiner Partnerin sehr großes Interesse weil Sie Schlossverwalterin für die Thüringer Schlösser und Burgen ist. Und was liegt da näher auf der Hand, wenn man dann die Möglichkeit hat vergangenes sehen zu können mit einem Menschen der Ortskundig ist. Also reisen wir durch den Teil der ehemaligen DDR, der mir einst als Einweisungsort diente. Und davon gab es bekanntlich sehr viele für mich. Nur Torgau weigert sich in mir, ich möchte mit vielen ehemaligen nicht auf einer Stufe stehen. Nichts das ich persönlich etwas gegen diese ehemaligen Insassen habe, nein es ist mehr die Art wie diese sich heute im Bezug mit ehemaligen Schliessern verstehen und an einem Tisch sitzen können. So erlebt ein jeder mehr oder weniger seine Vergangenheit. Ich tue dies sehr gerne für mich allein und muss nicht Lügen und Heucheln.

      Gebäude sind für mich ein Rückblick in all dessen was aber auch Zukunft. Ich weiss das alles im Leben fliessend ist und Bewegung ständige Veränderung hervorruft, nur so kann ich existieren und dem Stabilität geben was mir lieb im Leben. So ist unser aller Leben eine Brücke über welche wir mit erhobenen Haupt gehen können...und ich gehe mit erhobenen Haupt ohne zu vergessen wer oder was ich bin oder wo ich gar herkomme.
      Das Anwesen in Hummelshain lässt einen jeden das Herz bluten, auch wenn ich keine direkte Verbindung zu dieser Einrichtung habe...so das es ein Verbrechen an all den Menschen welche einst dort als Insassen erlebt und gelebt haben. Man verspürt mehrere Bauphasen, Renaissance und Gothic, gepaart mit Liebe zum Detail, all das wundervolle ohne dabei immer an vergangenes zu denken. Ich weiss nicht warum man dieses mutwillig zerstört, aufgegeben und abgeschrieben hat. Aber sicher ist dies auch gewollt, so erinnert nichts mehr an das was gewesen und ehemalige Insassen verlieren den Blick hinter heute private Gemäuer.
      Und wie Du schon in der Deinen Frage formulierst und wissen möchtest...die Stiftung Denkmalpflege hält sich wie schon in vergangener Zeit aus den Geschäften der LEG und deren Mitbetrüger. Ich arbeite in meiner Freizeit eng mit Herrn Manfred May(viele werden diesen kennen) zusammen. Gemeinsam haben wir Anfragen nach Wolfersorf und dem Ministerium gestellt. Es bestehen für Wolfersdorf gute Aussichten, dass wir in Eigeninitiative einen Raum im Schloss herstellen dürfen so wie es im Ursprung war. Aber für dieses Vorhaben gibt es noch keine 100 Prozentige Zusage, der Wille und die Hoffnung zählen.
      Leider schaffen wir tagtäglich wirkliche Werte ab, leider
      Dateien
      • DSC_0101.JPG

        (5,58 MB, 144 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • DSC_0097.JPG

        (3,96 MB, 119 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • DSC_0095.JPG

        (3,78 MB, 140 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • DSC_0098.JPG

        (3,74 MB, 140 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      Ahu, wie Du sicher gelesen hast ist die Partnerin von Zeiler auf Grund ihrer Arbeitstelle bestens informiert und auch in den Sachverhalt involviert.
      Auch besteht bei meiner Partnerin sehr großes Interesse weil Sie
      Schlossverwalterin für die Thüringer Schlösser und Burgen ist. Und was
      liegt da näher auf der Hand, wenn man dann die Möglichkeit hat
      vergangenes sehen zu können mit einem Menschen der Ortskundig ist.
      Du weißt doch wie schnell in diesem Land die Rechtsauslegung "gesteuert" werden kann...



      Bräunsdorf -Treffen 2019
      24. - 26. Mai 2019









      Hallo Ahu, hier wird nicht für Millionen verkauft, die LEG gibt es auf gut Deutsch ab- für ein Kleingeld welches natürlich auch nicht bezahlt wurde. An dieses Kleingeld sind Auflagen gebunden, Ausbau und Wiederaufbau. Dem tut natürlich auch keiner entsprechen. Und da es keine Rechtsnachfolge gibt, ist es unserem Land soweit egal wie in diesem Fall (thueringer-allgemeine.de/web/z…Reinhardsbrunn-1638421031)

      dieses hat vor Jahren ein Russe gekauft und dieser ist nicht mehr auffindbar. Nun hat dieser besagte Russe das Schloss weiter verkauft und wieder verkauft so das am Ende kein Mensch mehr weiss wem das Schloss überhaupt gehört. Ich habe mir auch dieses angesehen und den Glauben an alles verloren was unsere Gesetze eigentlich beinhalten. Der Zutritt zum Schloss, zu diesem ist unter Strafe verboten und ich dachte mir dann, ich verschaffe mir doch Zutritt. Ich bin ein Objektsucher...immer auf der Suche nach dem was allen gehören sollte. Also auch hier ein paar Bilder. Und so wie Du es nicht verstehen kannst, so ergeht es sehr vielen Menschen. Es verbleibt U

      ich zitiere...
      Die jüngste Geschichte des Schlosses Reinhardsbrunn
      ist auch ohne dieses Geschäft schon bemerkenswert. Von der Treuhand
      nach der Wende verkauft, landete die Immobilie 2005 für einen Euro bei
      einem englischen Immobilienmakler, der sofort versuchte, das
      Schmuckstück für zwei Millionen Euro weiter zu veräußern. Das Geschäft
      wurde rückabgewickelt und ein Investor aus Weimar bekam das Gebäude.

      ....und der Investor aus Weimar ist auch ein Russe der mehrere Strassenzüge gekauft hat. Und ich weiss wovon ich spreche, denn Weimar ist meine Heimatstadt in welcher ich bis vor wenige Monate gelebt habe.
      Dateien
      • DSC_0037.JPG

        (5,4 MB, 127 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • DSC_0038.JPG

        (5,93 MB, 130 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • DSC_0048.JPG

        (5,76 MB, 167 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • DSC_0090.JPG

        (4,97 MB, 164 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      Ja, es ist schade um solche Schlösser...in Frankreich und England verfallen auch viele, weil es sich keiner leisten kann, sie zu erhalten. England hat halt seinen National Trust, der sich mitkümmert. Und immer noch genügend Adlige mit Geld.

      Aber es gibt auch eine Menge anderer Dinge, die für einen Euro über den Tisch gehen, weil der Erhalt deutlich teuerer wäre. Ganze Krankenhäuser und Konzerne.

      Man muß ja erstmal einiges reinstecken, bevor das wieder zu irgendwas taugt, und es bringt das nie wieder ein. Ich glaube jedenfalls nicht, dass irgendwelche von diesen Objekten durch z.B. Eintritte oder ähnliches finanziert werden können. Entweder gibts eine Stiftung oder was auch immer. Die öffentliche Hand hat ja auch kein Geld mehr.

      Und ein Russe, der einen Euro ausgibt, der hat den Euro sicher, aber ob er auch die Knete hat, das zu finanzieren, was es kosten würde, das Ding wieder instand zu setzen, ist die Frage. Und wenn er es hat, was dann? Wer kauft das, nur um drinne zu wohnen? Die Superreichen leben lieber in Monaco oder auf Mallorca oder in der Karibik. Is ja auch steuerlich sinnvoller...

      Ich möchte so ein Ding nichmal für einen Euro haben....



      de.wikipedia.org/wiki/National_Trust
      diese Deine Ansicht steht Dir auch FREI. Nur hat man hier bewusst keine Stiftung befragt. Eine Stiftung muss über die ihren Gelder Rede und Antwort stehen. Stell Dir vor eine Stiftung kauft das Anwesen für einen Euro und muss aber um an dieses Objekt zu gelangen 500 000 Euro hinter der Hand bezahlen. Was glaubst Du sollten diese in ihre Buchführung schreiben. Schwarzgeld? Nein so macht die Treuhand bzw. LEG keine Geschäfte. Das verläuft in ganz anderen Kanälen.
      Oder glaubst Du das sich die Erhaltung und Renovierung der Stiftungseigenen Schlösser durch die darin befindlichen Musealen Einrichtungen finanziert? Nein..mit Sicherheit nicht. Aber eine Stiftung erhält die ihnen überlassenen Schlösser/Burgen und Häuser für das Volk. Und als nächstes sollte man sich Gedanken machen ob es wichtig ist für die Nachwelt als Kulturgut zu erhalten oder ob man aus wirtschaftlichen Gründen alles verkommen lassen sollte. Die Stiftung zum Beispiel erhält Gelder aus dem Europatopf und finanzmittel vom Land und dann dem Bund. Alles im allen sind dies Gelder aus Steuern, vom Volk fürs Volk, nachhaltig. Und Denkmalpflege gehört immer in die öffentliche Hand, weil dann die ursprüngliche Substanz auch erhalten bleibt. Kein privater Mensch finanziert ihm fremde Kulturgeschichte. Aber egal, es bleibt einem jeden FREI zu denken was damit passieren darf. Es verbleibt U
      Du meintest wohl, du könntest dich dann auch einmal so fühlen wie einst der entertainer Gottschalk auf seinem Anwesen am Rhein, das er längst schon vor Jahren veräußert hat. Ihm wuchsen wahrscheinlich die Kosten über den Kopf. Sein Argument damals vor dem Verkauf, die vielen Räumlichkeiten wären einfach zu viele und er wolle sich verkleinern. Aber so ein Schloß hat natürlich etwas romantisches, nur, dass Kulturerhalt nicht ganz billig ist.

      zeiler schrieb:


      Leider schaffen wir tagtäglich wirkliche Werte ab, leider


      Das stimmt und vieles fällt einfach nur noch Sparzwängen zum Opfer. Es ist ein Jammer, was da alles so den "Bach runtergeht" und wie es hiermit weitergeht, steht wohl auch in den Sternen. Schaue ich mir das eine Bild weiter oben mit dem efeuumrankten Turm an, habe ich fast den Eindruck, die ddr hätte dort sogar einmal einen historischen Film gedreht, wie so viele gute historische Filme, die sie drehte. Vielleicht irre ich mich, aber eines weiß ich auch: der Unterhalt solcher alten Gemäuer ist und sollte eine Aufgabe des Bundes und nicht nur der Länder sein sein, denn es gehört einfach zu den obligenheiten, zu seinem kulturhistorischen Erbe zu stehen und alles dafür in seiner Macht stehende tun, es zu erhalten. Das alles kann auch nicht mehr durch Spenden aufgebracht werden und wie immer die story mit dem verwunschenen Schlosse ausgehen wird, eines ist sicher. Solche Bauwerke gehören zu unserer reichhaltigen deutschen und europäischen Geschichte. Ohne sie wäre so manche Region und die Menschen ärmer.

      Uwe, ich freue mich, dass du da ein Auge drauf hast und übrigens sind das schon mal die besten Fotos, die ich je über H`hn. gesehen habe 8). Du hast ein gutes Auge und eine gute Kamera.

      Übrigens habe ich meine Ausbildung großenteils in Thüringen verbracht und kam damals viel herum. Ein schönes Fleckchen Erde, voller Geschichte und Leuten, die imstande sind, auch welche zu schreiben und dazu beitragen, die Nachwelt daran zu erinnern, was man vermeiden sollte - Geschichte in der Versenkung verschwinden zu lassen.
      Hallo Hermann, leider ist Geschichte in vieler Gedanken wahrhaftig nur noch Geschichte und all die vergessenen Objekte sind vergessen weil es Geld kostet und im Zuge der Wiedervereinigung die LEG zur Auflösung die Oberhand bekommen hat. Es interssiert nicht wirklich die Gerichte und Institutionen was passiert...es sei denn so wie in dem Fall Schloss Reinhartsbrunnen wo durch eine privatinitiative Anzeige erstattet worde. Und am Ende gewinnt der Verfall all der kulturellen Erbe die unwiederbringbar sind. Mein Interesse ist nicht nur geweckt weil meine Frau Schlossverwalterin ist, nein...ich habe viele Jahre in Schlössern verbringen müssen und so diese wieder aufgesucht, bemerkt das es mir sehr wehgetan hat die alten Gemäuer zu sehen...der sinnlose Verfall. Werte sind vom Menschen für den Menschen geschaffen und sollten auch so von einem jeden behandelt werden. Aber wie Du siehst, bals gehören auch diese Werte der Vergangenheit an und kein Mensch spricht mehr darüber. Traurig aber wahr. Nun ich freue mich, dass auch Du diese Gemäuer schätzt und den Wert erkennst. Und was können wir tun, leider nichts ausser dem Verfall zu sehen zu müssen. Leider. Wünsche Dir und allen anderen noch einen schönen Sonntag...eventuell ohne Regen

      und noch eine kleine Auswahl vom Schloss in Hummelshain
      Dateien
      • DSC_0090.JPG

        (6,72 MB, 137 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • DSC_0101.JPG

        (5,58 MB, 143 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • DSC_0102.JPG

        (3,66 MB, 131 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • DSC_0103.JPG

        (3,94 MB, 135 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      Ich sage es doch, wir ticken nicht viel anders und da ich bis vor wenigen jahren regelmäßigen Zugang zu Informationen aufgrund meiner damaligen Fördermitgliedschaft zur "Dt. Stiftung Denkmalschutz" hatte, hatte ich auch mehr oder weniger gezielt/er für Objekte in Mitteldeuschland gespendet, denn das ist die Region, in der ich mich ein wenig auskenne und leibhaftig in vielen jahren diese und jene Objekte selbst betrachten konnte bei manchen Durchreisen und Aufenthalten dortzulande. Da mich - wie ich schon schrieb - seit meiner Jugend Vergangenheit stark interessiert und auch ich den Wert solcher Bauten sehr hoch schätze, habe ich mich dort immer mal wieder ein wenig finanziell engagiert. Mir war das wichtig, aber man kann eben auch nur sporadisch mal was springen lassen. Mittlerweile bin ich dort kein Mitglied mehr und dennoch geht mal der eine und andere Taler in solche Bauten, auch wenn das im Vergleich zu dem, was benötigt wird, nichts ist. Es ist schon traurig, wie wenig wir tun können und immer mehr eigentlich nur noch am heutigen leben so gut es halt geht, teilhaben aber nicht mehr am Leben früher, dem wir nicht selten vieles verdanken. Wir vergessen das gern und oft und denken meist nur an unsere eigene erlebte Geschichte.

      Was genau verdanken wir Vergangenheit zum Beispiel, könnte eine Frage sein. Eine Antwort unter Vielen: "Identitätsbildung" und ausgerechnet wir Deutsche faselten doch immer so viel davon. Wir waren stolz auf unsere Errungeschaften, auf unsere Nation und eben manchmal auch auf unsere Geschichte, können wir größtenteils tatsächlich stolz sein, was Baumeister im Mittelalter und der Renaissance in Mitteleuropa schufen, um uns heute daran zu erfreuen. Auf so viele andere Dinge können wir leider gar nicht stolz sein. Zum Beispiel auf zwölf düstere Jahre. In jenen hätten Bauwerke von einem Albrecht Speer geschaffen werden sollen, die alles bis dahin Dagewesene in den Schatten stellen sollte. Gut, dass Vieles NIE entstanden ist in Zeiten des Größenwahninns so Einiger!!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „HermannG“ ()

      Hallo Volker, Danke für diesen Hinweis. Bis zu meinen letzten Besuch war diese Person noch inhaftiert...was auch richtig war/ist oder wie auch immer. Diese Person hat ja nun genug Menschen abgezockt und lässt dieses Anwesen verkommen. Schade nur das es kein Einfluss seitens der Behörden gibt dies alles rückgängig machen zu können. Aber danke für die Information Volker

      habe gerade noch diesen Artikel gefunden;
      otz.de/web/zgt/leben/detail/-/…itzt-in-U-Haft-1803582068

      Kurze Antwort

      Hallo,ich habe obige Beiträge mit Interesse gelesen mußte aber feststellen das sehr vieles nur teilweise richtig oder total falsch ermittelt wurde. Also bei dem jetzigen Schloßeigentümer handelt es sich um keinen Schweizer sondern den deutschen Unternehmer Dr. R.aus Leipzig. Er hatte auch keine Firma gegründet um das Arbeitamt abzuzocken sondern betrieb ein gut laufendes Unternehmen was sich mit Richtfunktechnik befasst. Diese Alphasatcommunikation GMBH war am sogenannten Neuen Markt etabliert und stand auch bis zu dessen Zusammenbruch auf recht gesunden Füßen.Das änderte sich natürlich sehr schnell und Dr. R.fehlten die Mittel seinen Verpflichtungen nachzukommen. Was dann kam war ein einziges Trauerspiel welches das Land Thüringen zu verantworten hat,denn Dr.R. wurde obwohl er den Kaufpreis für das Neue Jagdschloß Hummelshain nicht entrichte hatte als Eigentümer ins Grundbuch eingetragen.Die Zeit um diese Eintragung anzufechten ließ das Land Thüringen ungenutzt verstreichen das alles rechtskräftig ist. Mittlerweile hat Dr. R. das Schloß an eine Schweizer Firma veräußert wo er selbst die Geschäfte führt.Die Haftstrafe zu der Dr.R. verurteilt wurde hat etwas mit Konkursverschleppung zu tun aber nicht mit Sozialbetrug. Obwohl das Neue Jagdschloß Hummelshain unter Denkmalschutz steht ist es wohl mit amtlicher Duldung durch das Land Thüringen dem Verfall preis gegeben .....man hat einfach nicht die Mittel um den mittlerweile ca 5 Millionen Euro teuren Reperaturstau zu bezahlen......wir erhalten lieber Schlösser und Banken in Griechenland.....