GERMANY ( West Germany 1949-1992 ) : INSTITUTIONELLE KINDESMISSHANDLUNG HATTE SYSTEM : "Und alle haben geschwiegen" ! : Und jetzt ?

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      GERMANY ( West Germany 1949-1992 ) : INSTITUTIONELLE KINDESMISSHANDLUNG HATTE SYSTEM : "Und alle haben geschwiegen" ! : Und jetzt ?

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      GERMANY ( West Germany 1949-1992 ) : INSTITUTIONELLE KINDESMISSHANDLUNG HATTE SYSTEM : "Und alle haben geschwiegen" ! : Und jetzt ?

      Ich überlasse es den Diskutanten was GENAU ZU DIESEM THEMA sie sagen möchten.

      Das Internet wird nicht vergessen was sie im Jahre 2013 dazu zu sagen hatten.

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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Die " Schweiger"

      Hallo ich bin Peterlinchen ,war in Wettringen von 1955-58.
      Der größte Schweiger war der damalige Direktor.Er hatte ja auch den größten nutzen.Sonst hätte er nicht zugelassen ,das KINDER ich sage bewußt KINDER, denn das waren wir ja.Auf Feldern ,Waschküche,Kartoffeln sammeln ,Kartoffenschälen ,in der Gärtnerei Arbeiten usw. zugeschaut hat und auf ganz heilig tat.Was hat der Runde Tisch für diese KINDER getan ????????? Es war doch KINDER ZWANGSARBEIT oder hat es einer von euch freiwillig getan ????? Ach ja,das war der Beitrag für ESSEN,SCHLAFEN und die tolle Schulausbildug. Hatten wir denn eine Chance gegen diese Leute ??????????
      grüße von Peterlinchen

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      Ich schreibe, und ich schrieb hier auch anderswo im Netz:

      "Und alle haben geschwiegen" --- Und jetzt ?

      Was haben eigentlich die KATHOLIKEN zu dem ZDF-FILM "UND ALLE HABEN GESCHWIEGEN" gesagt ? – Ich habe bisher nichts dazu gefunden bei Katholische Nachrichten, bei Domradio, bei Vatikan Radio oder bei Jesus.de und die Deutsche Bischofskonferenz hat sich auch nicht dazu geäussert. – Sogar individuelle katholische Kirchenmitglieder haben kaum etwas dazu zu sagen gehabt, in Verteidigung ihrer Kirche und in Verteidigung ihrer von ihren Nonnenorden geführten Kinderheimhöllen und immer und überall damit in Verbindung stehenden lukrativen Geschäftsunternehmen ( z.B. auch Großwäschereien ! ), und den überall dazugehörenden angeblich misshandelnden und sexuell missbrauchenden Priestern.

      …worauf jemand anders meinte:

      Die Frage ist zu eng gefasst, sie müsste heißen: "Was haben die Träger der Heime dazu gesagt?" Dann wüssten wir auch wie, neben den katholischen Trägern, die evangelischen und staatlichen Träger den Film werten. Wahrscheinlich wiegeln ALLE ab.

      Weil ich dem was ( „jemand anders“, d.h. ) die Boardnutzerin »xyz« hier sagt, bzw. auf meine Feststellung hin antwortet, völlig zustimme, habe ich dies jetzt noch einmal ( von anderer Stelle hier im Forum ) hervorgeholt.
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      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.
      Die körperliche Gewalt war weniger ein Problem für mich weil ich hart im Einstecken war und auch zu Hause viel geschlagen wurde, was wohl zur damaligen Zeit *normal* war.
      Für mich war die verbale Misshandlung, immer und immer wieder zu hören das man der letzte Dreck sei etc. oder eingesperrt zu sein ohne Essen oder sonstwas.
      Die Mißachtung meiner Würde war für mich Mißhandlung der übelsten Art und Weise. Mein gesamtes Leben wurde so geprägt und auch wenn man es zeitweise wegschieben und verdrängen kann, es bricht immer wieder aus, auch weil man ganz andere Verhaltensmechanismen hat als ein Mensch der diese Mißhandlung nicht erfahren mußte. :(

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      GERMANY - Bundesrepublik Deutschland.

      ZDF-SPIELFILM "Und alle haben geschwiegen" EINE EINTAGSFLIEGE !

      Großes Interesse seitens der deutschen Gesamtgesellschaft an diesem Thema bestand noch nie; damals nicht und auch heute nicht; und das flüchtige Interesse einiger Weniger der deutschen Gesamtgesellschaft die sich kurz dafür interessiert haben ist verflogen. Somit war der Film und die Message des Films eindeutig eine EINTAGSFLIEGE.

      Ohne Zweifel - es wird in der Bundesrepublik Deutschland klar und deutlich auch weiter zu diesem Thema geschwiegen. Selbst viele der Opfer, die vielleicht noch dazu fähig gewesen wären und die sich durchaus für ihr eigenes Recht hätten einsetzen können schweigen und lassen die Verantwortlichen und Mitverantwortlichen somit jeglicher Sanktion für die ihrerseits begangenen Verbrechen ( im zivilrechtlichen und moralischen Sinne ! ) entkommen.

      Für die Aufrichtigkeit der Nation als Ganzes tut dies natürlich nichts.

      Die ganze Nation scheint sich jedoch überhaupt nicht daran zu stören.


      KURZBERICHT dazu in Deutsch und in Englisch :

      "Und alle haben geschwiegen" /
      "Keiner war bereit das Schweigen zu brechen."
      = "And all kept their silence." / "And all kept silent." / "And all kept quiet." / "And everyone kept quiet." / "And everybody turned a blind eye." / "Conspiracy of silence."
      "Und alle schweigen sie weiter"
      = "And all continue to maintain their silence." / "The cover-up continues." / "They are all still in denial." / "The denial continues." / "The silence continues."
      "Das Schweigen ist ohrenbetäubend."
      = "The silence is deafening."
      "Das ganze Land zeigt diesbezüglich völlige Gleichgültigkeit"
      = "The whole community does not speak up (against)..." / "The whole population is turning a blind eye and a deaf ear." / "The whole country couldn’t care less." / "The entire nation simply does not give a damn."

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      Autor »martini« / Martin MITCHELL

      geschrieben von Ehemaliges Heimkind,
      am
      08-08-2006, 04:46:41 aus Berlin

      Zur Aufnahme im Lehrprogramm - landesweit ...

      As part of the curriculum all over Germany ...


      Bundesbürger - Etwas für die damalig misshandelte Jugend tun !

      Schüler und Studenten - Etwas für Eure Eltern und Grosseltern tun !

      Geschlossene Unterbringung, Prügel und Zwangsarbeit in der BRD: Ein Fallbeispiel

      Verfasser: Martin Mitchell (geb. 28.07.1946), Opfer von "Geschlossener Unterbringung" im Wirtschaftswunder Westdeutschland.

      Damalig in Westdeutschland begangenes UNRECHT aufarbeiten und die Opfer entschädigen !!!

      [ Damalig in Westdeutschland (sowohl wie auch in Österreich und der Schweiz!) begangenes UNRECHT aufarbeiten und die Opfer entschädigen !!! ]

      Ein sehr wichtiger und umfangreicher Artikel verfasst (am 12.04.2006) von Herrn Michael-Peter Schiltsky (in seiner [
      derzeitigen ] Kapazität als Vereinsberater, im schon am 14. Oktober 2004 in Deutschland gegründeten "Verein ehemaliger Heimkinder e. V.") zum Thema "Kindheit und Jugend ohne Menschenrechte - Gedanken zu einem unrühmlichen Kapitel deutscher Nachkriegs-Geschichte", der als ein Artikel von sehr hoher gesellschaftlicher Bedeutung angesehen werden muss, ist, momentan, einzig und allein, hier auffindbar @ http://www.vehev.org/images/Kindheit-Menschenrechte.pdf . Hoch zu empfehlen !

      Weiteres zum Thema auch @ "Heimkinder-Ueberlebende.org" @
      http://www.heimkinder-ueberlebende.org (die umfangreichste und informativste Webseite zu diesem Thema im Internet, betrieben von einem Betroffenen, der heute in Australien lebt), @ "Schläge im Namen des Herrn" @ http://www.schlaege.com (SPIEGEL-Buch Autor Peter Wensierskis Home-Page), @ "Erwachsene misshandelt als Kinder" @ http://www.emak.org (die Webseite einer heute in der USA lebenden, damalig in Westdeutschland Betroffenen), @ "Die zerstörte Kindheit" @ http://www.exheim.de (ein Betroffener klagt an), @ "Peppin der Kleine" @ http://www.runwalt.de/pippin.html (eine Betroffene klagt an den ORDEN DER RECHTHABENDEN), @ "Gestohlene Kindheit" (ein Buch von Alexander Markus Homes) @ http://www.heimkinder-ueberlebende.org/GESTOHLENE_KINDHEIT_bei_Alexander_Markus_Homes.html , @ "Heimerziehung: Lebenshilfe oder Beugehaft? Gewalt und Lust im Namen Gottes" (ein Buch von Alexander Markus Homes) @ http://www.heimkinder-ueberlebende.org/HEIMERZIEHUNG_-_LEBENSHILFE_ODER_BEUGEHAFT_bei_Alexander_Markus_Homes.html , @ "Misshandelte Zukunft" (ein Buch von Harry Gräber) @ http://www.misshandelte-zukunft.de , @ "Mundtot" (ISBN 342105892X) (ein Buch von Jürgen Schubert) @ http://www.heimkinder-ueberlebende.org/Nachkriegsbiographie_MUNDTOT_bei_Aachener_Juergen_Schubert.html und auf der Webseite eines sehr engagierten deutschen Politikers @ http://www.andreas-kuhnert.de/article.php?nr=750 (Webseite von SPD Landtagsmitglied Brandenburg und Theologe Andreas Kuhnert).

      Meine eigene Leidensgeschichte in deutschen Fürsorgehöllen ist (seit dem 30.05.2006) hier zu lesen @
      http://www.heimkinder-ueberlebende.org/Die_Leidensgeschichte_des_damalig_staatenlosen_Jugendlichen_Martin_Mitchell_in_westdeutscher_Fuersorgeerziehung_No01.html ( ein Fallbeispiel ! ).

      Unterzeichnet: Martin Mitchell
      Betreiber (seit 17.06.2003) von “
      Heimkinder-Ueberlebende.org” @
      http://www.heimkinder-ueberlebende.org
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      GERMANY ( West Germany 1949-1992 ) : INSTITUTIONELLE KINDESMISSHANDLUNG HATTE SYSTEM : "Und alle haben geschwiegen" ! : Und jetzt ?

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      Name:Martin Mitchell aus Australien
      Email:
      martinidegrossi@yahoo.com.au

      13.11.2004, 04:49:00

      Deutsche Heimkinder Ueberlebende haben eine neue Webseite:

      S.Ü.H.N.E. verlangt Sühne!

      Sachkundige überlebende Heimkinder nehmen Eigeninitiative
      -- verlangen Sühne von allen Vorantwortlichen.

      ÜBERLEBENDE HEIMKINDER – HEIMKINDER ÜBERLEBENDE
      @
      www.Heimkinder-Ueberlebende.org befasst sich mit . . .
      Institutionelle Kindesmisshandlung – Institutioneller Kindesmissbrauch – Institutionelle Kinderzwangsarbeit – Deutsche Zeitgeschichte – Deutsche Kirchengeschichte – Hintergründe – Langzeit-Folgen für die Vielzahl der Opfer – Kosequenzen für die ganze Gesellschaft – Rechenschaftsablegung der Täter und aller Mitverantwortlichen – Schluss mit der Tabuisierung des Themas!!!,

      http://www.heimkinder-ueberlebende.org
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

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      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Martini schrieb:

      .
      Name:Martin Mitchell aus Australien
      Email:
      martinidegrossi@yahoo.com.au

      13.11.2004, 04:49:00

      Deutsche Heimkinder Ueberlebende haben eine neue Webseite:

      S.Ü.H.N.E. verlangt Sühne!

      Sachkundige überlebende Heimkinder nehmen Eigeninitiative
      -- verlangen Sühne von allen Vorantwortlichen.

      ÜBERLEBENDE HEIMKINDER – HEIMKINDER ÜBERLEBENDE
      @
      www.Heimkinder-Ueberlebende.org befasst sich mit . . .
      Institutionelle Kindesmisshandlung – Institutioneller Kindesmissbrauch – Institutionelle Kinderzwangsarbeit – Deutsche Zeitgeschichte – Deutsche Kirchengeschichte – Hintergründe – Langzeit-Folgen für die Vielzahl der Opfer – Kosequenzen für die ganze Gesellschaft – Rechenschaftsablegung der Täter und aller Mitverantwortlichen – Schluss mit der Tabuisierung des Themas!!!,

      http://www.heimkinder-ueberlebende.org
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      Dieses Thema ist seit Jahrzehnten kein Tabu mehr. Das Interesse aber ist bei Nicht-Betroffenen eher gering, und es ist auch nicht deren Aufgabe, sich mit Sachen zu beschäftigen, zu denen sie ohnehin keinen Bezug haben. Wieso schließt du eigentlich ständig von dir auf andere, bzw., was erwartest du eigentlich?

      Ich erwarte jedoch jetzt keine wirkliche Antwort darauf von dir; denn um deine Ansichten zu verstehen, muss man sich wahrscheinlich erstmal 50 Jahre lang über diesen Unfug geärgert haben. Und zwar ohne zu einem Ergebnis zu kommen.

      Beweis gefällig? Dann sieh dir mal deine Beiträge - oder besser: Verlinkungen und Kopien der letzten fünf Jahre an, es ist fast gebetsmühlenartig immer das gleiche. Ein Haufen Müll hingekippt, und irgendwas könnte schon für irgendjemanden dabeisein, so ungefähr kommt das nämlich an.

      markus_889 schrieb:

      Beweis gefällig? Dann sieh dir mal deine Beiträge - oder besser: Verlinkungen und Kopien der letzten fünf Jahre an, es ist fast gebetsmühlenartig immer das gleiche. Ein Haufen Müll hingekippt, und irgendwas könnte schon für irgendjemanden dabeisein, so ungefähr kommt das nämlich an.

      Das stimmt leider, habe ja früher schon einmal geschrieben: Weniger ist mehr, denn bei dem Wirrwarr scrollt man weiter, ich zumindest. :rolley:

      Martini schrieb:

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      Das Internet wird nicht vergessen was sie im Jahre 2013 dazu zu sagen hatten.
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      Wenn sie erst einmal erfahren haben, wie sehr es ihnen zum nachteil gereichen kann, was sie schrieben und was dann geschehen kann, mit wem sie es zu tun bekommen könnten, werden sie es sich möglicherweise erst dreimal überlegen, bevor sie etwas posten, was gegen sie verwendet werden könnte. manche scheinen nur darauf zu warten, dass ihnen jemand ins netz geht. ich werde mir zukünftig auch dreimal überlegen müssen, was ich schreibe um bei leuten nicht gefahr zu laufen, in gefahr zu geraten. in jüngster zeit las man sehr vieles über unangenehme dinge, die user betroffen machten, sie verletzt haben. selbst unbedarfte wurden mit hineingezogen und weil das internet nichts vergißt, weiß man nie, was wann, wer gegen einen verwenden könnte. es ist daher nachvollziehbar, wenn geschwiegen wird, weil, man weiß wirklich nie, mit wem man es zu tun bekommen könnte.

      GERMANY ( West Germany 1949-1992 ) : INSTITUTIONELLE KINDESMISSHANDLUNG HATTE SYSTEM : "Und alle haben geschwiegen" ! : Und jetzt ?

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      Deutschlandfunk

      @ http://www.dradio.de/dlf/sendungen/deutschlandheute/2119168/

      DEUTSCHLAND HEUTE

      23.05.2013 - 14:10 Uhr

      Isolationshaft und Zwangsernährung für Heimkinder

      Verband präsentiert Forschungsergebnisse zu Gewalt in Heimen


      Von Anke Petermann

      Härte, Strafe, Disziplinierung - das waren lange die deutschen Synonyme für Erziehung. Besonders gewaltsam fiel dieses Regiment in Kinderheimen aus, auch in denen des Landeswohlfahrtsverbands Hessen. Wissenschaftler haben die Akten nun im Auftrag des Verbands aufgearbeitet.

      Schon die Einweisung ins Heim war Entrechtung und Strafe - für all das, was in den 50er-Jahren als aufsässig und widerspenstig galt. Elke Bockhorst, Sprecherin des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen.


      "Was ich ganz besonders krass finde ist, dass es mehrere Beispiele gibt von Mädchen, die sexuell belästigt wurden und sich dann ans Jugendamt gewandt haben, und bestraft hat man nicht die Täter, sondern man hat sie dann ins Heim gesperrt, so nach dem Motto, die müssen ja schon irgendwie was provoziert haben, wenn so etwas passiert."

      Viele weggesperrte Kinder hätten besonders viel Zuwendung gebraucht, weil sie einen oder beide Elternteile verloren hatten oder aus sozial benachteiligten Familien stammten. In den Heimen des Landeswohlfahrtsverbandes gab es stattdessen besonders harte Strafen, Schläge und auch psychische Gewalt. Renate kam in das geschlossene Mädchenheim Fuldatal im nordhessischen Guxhagen, nachdem ihre Mutter gestorben war. Mit einem Schlag verlor die 14-jährige Freiheit und Selbstbestimmung, wurde wie eine Gefangene behandelt. Sie verletzte sich selbst, um entlassen zu werden, vergeblich:

      "In dieser Situation ist man total hilflos, man ist eingesperrt, man kann nichts machen. Und wenn man sich dagegen aufgebäumt hätte, wäre man nur wieder in diese Besinnungsstube eingesperrt worden."

      Besinnungsstube? Andreas Jürgens, Vize-Chef des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen, redet Klartext:

      "Das war im Grunde genommen nichts anderes als eine Isolationshaft, ein Karzer, ein Kerker, in dem zur Strafe über Tage, teilweise über Wochen, die Mädchen eingesperrt worden sind, wenn sie irgendwas gemacht hatten was man nicht durfte. Und man durfte fast gar nichts."

      Gewalt als durchgängiges Erziehungsmittel, präsent nicht nur in Ausnahmesituationen wie Kerkerhaft, sondern in jeder Alltagsroutine: Essen unter Zwang, auch bei Erbrechen. Waschen unter Aufsicht und ohne Intimsphäre. Einschlafen in Angst, denn bei Bettnässen drohte Prügel. Heimmitarbeiter gleich Täter? "Sie waren das Gesicht eines damals gesellschaftlich gewollten rigiden Systems", meint Andreas Jürgens. In Tondokumenten der Ausstellung kommt eine Anhängerin der Studentenbewegung zu Wort, die sich Ende der sechziger, Anfang der siebziger Jahre für die Heimkinder einsetzte:

      "Das Schlimme war damals ja auch, dass die ganze Bevölkerung die gleichen Haltungen hatte wie die Akteure, nämlich dass diese "schwer erziehbaren" Jungen oder Mädchen - was war "schwer erziehbar", ne - dass man die eben wegstecken muss und dass man die bestrafen muss, und dass man die disziplinieren muss und dass nur Härte greift und dass man "denen" keinen Freiraum geben darf."

      Die Rolle der Studentenbewegung, der außerparlamentarischen Opposition, kurz APO, thematisiert die Ausstellung auch deshalb, so Elke Bockhorst,

      "weil ohne die APO damals und ohne die Studentenbewegung die Reformen in den 70er-Jahren gar nicht umgesetzt worden wären. Das ist schon ganz deutlich auf den öffentlichen Druck dieser Bewegung hin passiert. Es gab auch Druck von Wissenschaftlern, es gab damals ja zum Beispiel eine wissenschaftliche Untersuchung im Mädchenheim Fuldatal, da kam ein Mitarbeiter von der Uni Marburg, der versucht hat, über Legasthenie- Forschung diese Mädchen zu befragen - das war ein reines Mädchenheim - und dabei hat er festgestellt, dass diese Mädchen dort keinerlei Bildung und berufliche Förderung erhielten, und das hielt er für einen ziemlichen Skandal und machte das damals öffentlich. Also, der Druck kam einerseits von Wissenschaftlern und sehr, sehr stark auch von der APO und der Studentenbewegung."

      Die Opfer der Heimerziehung blieben oft ihr Leben lang beruflich und psychisch beeinträchtigt. Zwar empfänden viele die offizielle Entschuldigung des Landeswohlfahrtsverbandes und die wissenschaftliche Aufarbeitung als Genugtuung, meint Elke Bockhorst, sie forderten aber auch:

      "Ihr müsst doch mehr machen, und wir brauchen auch mehr als diese Art von Entschädigung, die da am Runden Tisch in Berlin beschlossen wurde."
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      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.
      Den Link hatte ich bereits in der Rubrik *Fondsumsetzung* eingestellt, aber besser zweimal als gar nicht, nur bitte nicht wieder *immer wieder* ;)

      aber genau das war mir auch passiert, haarsträubend und nicht zu begreifen. Ich habe es nie begriffen:

      "Was
      ich ganz besonders krass finde ist, dass es mehrere Beispiele gibt von
      Mädchen, die sexuell belästigt wurden und sich dann ans Jugendamt
      gewandt haben, und bestraft hat man nicht die Täter, sondern man hat sie
      dann ins Heim gesperrt, so nach dem Motto, die müssen ja schon
      irgendwie was provoziert haben, wenn so etwas passiert."




      LG Doris

      Larado schrieb:

      Den Link hatte ich bereits in der Rubrik *Fondsumsetzung* eingestellt, aber besser zweimal als gar nicht, nur bitte nicht wieder *immer wieder* ;)

      aber genau das war mir auch passiert, haarsträubend und nicht zu begreifen. Ich habe es nie begriffen:

      "Was
      ich ganz besonders krass finde ist, dass es mehrere Beispiele gibt von
      Mädchen, die sexuell belästigt wurden und sich dann ans Jugendamt
      gewandt haben, und bestraft hat man nicht die Täter, sondern man hat sie
      dann ins Heim gesperrt, so nach dem Motto, die müssen ja schon
      irgendwie was provoziert haben, wenn so etwas passiert."




      LG Doris



      Da ist durchaus etwas dran. Dazu sollte man auch in Betracht ziehen, wie manche Bürokraten ticken, insbesondere von Jugendbehörden. Da gibt es gewisse Maßstäbe und Denkschablonen, nach denen in bestimmten Fällen verfahren wird. Und die meisten von denen denken tatsächlich, dass Heimerziehung "nichts schlimmes" oder, abgedroschener ausgedrückt: "Das bestmögliche für betreffende" wäre. Die sind davon überzeugt, dass damit gewissermaßen schon alles seine Ordnung und Richtigkeit hätte, und schließlich gibt es eine ganze Bandbreite an Gesetzesparagraphen, die umzusetzen wären.Eine heile Welt sozusagen. Sollten gewisse Zustände in irgendwelchen Einrichtungen aufkommen, wird es allenfalls als "Ausnahmeerscheinung" abgetan, oder eben auch darüber hinweggesehen, schließlich will keiner an irgendwelchen Missständen mit schuldig sein.

      Dann gibt es noch den Typus des kaltschnäuzigen Bürokraten, der nach dem Motto verfährt, je härter, umso wirksamer. Und der würde einen Jugendlichen "schwer erziehbaren" ohnehin für einen Lügner halten, falls ihm solche Geschichten zu Ohren kämen.

      Für den Fall aber, dass irgendwelche Entgleisungen seitens irgendwelcher Erziehungseinrichtungen bekannt werden, hätte ein zuständiges Jugendamt auch die Pflicht, einzuschreiten und etwas dagegen zu tun. Ich erinnere mich da an einen Fall in meiner damaligen Einrichtung, an einen Streit zwischen einem Erzieher und einem Gruppenkameraden. Der Junge forderte den Erzieher heraus und provozierte ihn mit seinen Ansichten und Argumenten. Der Erzieher wiederum entgegnete, dass, falls er handgreiflich werden würde, der Bursche ihn beim Jugendamt hinhängen würde, was dieser in dem Fall auch getan hätte. Also das Damoklesschwert mit dem Namen "Jugendamt" hatte scheinbar auch eine gewisse Wirkung auf das Stammpersonal, nicht nur als Schreckgespenst auf uns Insassen. Das geschah Mitte der 1980er Jahre, von den Zuständen, wie sie als Filmhandlung neulich dargestellt wurden, war nicht mehr viel übrig. Vielleicht -in gewisser Hinsicht - Glück im Unglück, aber uns reichte es auch so mit den alltäglichen Kontrollen und Zwängen.

      Allerdings - und das wäre die Kehrseite dieser Medaille: Ich möchte nicht wissen, wie oft von Seiten der Betroffenen gelogen und geheuchelt wird, um einen begründeten Verdacht seitens der Jugendbehörden abzuwenden oder irrezuführen, denn die Zustände in manchen Familien stehen den Methoden in manchen Einrichtungen früherer Zeiten in keiner Weise nach! Ob aber da ein Heim die bessere Lösung ist, lasse ich einmal dahingestellt, ich bin schließlich kein Freund von dieser Behörden-Maschinerie und ebensowenig von Erziehungseinrichtungen.

      Aber ich nehme mir einfach mal die Freiheit, mehrere Seiten zu beleuchten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „markus_889“ ()

      Martini schrieb:

      "Ihr müsst doch mehr machen, und wir brauchen auch mehr als diese Art von Entschädigung, die da am Runden Tisch in Berlin beschlossen wurde."

      Wieviel Verzweiflung alein in diesem Satz steckt, Entäuschung die man greifen kann.
      Was der RTH am meisten vergaß, es gibt mehr oder weniger geschädigte Ehemalige,
      aber wahrscheinlich wußte man es und konnte so viel Geld sparen.

      Dreamer2013 schrieb:

      Martini schrieb:

      "Ihr müsst doch mehr machen, und wir brauchen auch mehr als diese Art von Entschädigung, die da am Runden Tisch in Berlin beschlossen wurde."

      Wieviel Verzweiflung alein in diesem Satz steckt, Entäuschung die man greifen kann.
      Was der RTH am meisten vergaß, es gibt mehr oder weniger geschädigte Ehemalige,
      aber wahrscheinlich wußte man es und konnte so viel Geld sparen.
      Donnerwetter. Na, dann will ich mal hier die Vorstellungen von unserem Australier aufgreifen, nur mal rein fiktiv natürlich:

      Also, der genannte Film löste einen gewaltigen Sturm der Entrüstung aus, ehemalige Betroffene erkannten sich darin wieder und Massen von Nicht-Betroffenen solidarisierten sich spontan mit den ehemaligen Heimkindern. Überall redete man von gar nichts anderem mehr, und die Massen wälzten sich als riesige Demonstrationszüge lärmend und brüllend durch die Straßenzüge unserer Städte. Auf den Marktplätzen der Innenstädte versammeln sich die Demonstranten zu Kundgebungen, um ihre Forderungen zu stellen. Aber halt: Vorher mussten natürlich noch Ordner-Truppen gebildet werden, damit die Leute auch schön brav bis zum Ende dableiben. Wir wissen ja, es gibt immer ein paar Kandidaten, die die umliegenden Kneipen interessanter finden könnten, und so etwas geht gar nicht!

      Nach ein paar Wochen ist es dann soweit, die hohe Politik gibt den Forderungen nach und gewährt alles mögliche und unmögliche. Gelder fließen in Strömen, nach einigen Monaten werden sogar Auszeichnungen für Opfer verteilt und Denkmäler enthüllt. Und unser Australier reist als Opfer Nr. 1 zu gut honorierten Vortragsreisen quer durch Europa. Vom Opfer endlich zum Helden aufgestiegen, sozusagen.



      Tja, @Martini, diese Geschichte war natürlich jetzt von mir frei erfunden, aber so ungefähr hätte sich das ganze nach deinem Geschmack doch abspielen müssen. Oder täusche ich mich da? :D :D :D :D :D

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „markus_889“ ()

      @ markus 889

      Mir erschließt sich nicht so ganz was Du hier verfolgst.
      Hast Du einen besonderen Auftrag oder geht es Dir persönlich so schlecht,
      dass Du uns schon so verfolgst mit Deiner Sinn befreiten Polemik,
      bald schlimmer wie der von Dir verfolgte User Martini?!

      Dreamer2013 schrieb:

      @ markus 889

      Mir erschließt sich nicht so ganz was Du hier verfolgst.
      Hast Du einen besonderen Auftrag oder geht es Dir persönlich so schlecht,
      dass Du uns schon so verfolgst mit Deiner Sinn befreiten Polemik,
      bald schlimmer wie der von Dir verfolgte User Martini?!
      Willst du jetzt eine ehrliche oder oder eine diplomatisch abgemilderte Antwort darauf?