ÖFFENTLICHE DEBATTE zum ZDF-Film "Und alle haben geschwiegen" ausgestrahlt im TV europaweit am 04.03.2013. --- Öffentliche Zuschauer-Kommentare dazu: SAMMELSTELLE:

    ÖFFENTLICHE DEBATTE zum ZDF-Film "Und alle haben geschwiegen" ausgestrahlt im TV europaweit am 04.03.2013. --- Öffentliche Zuschauer-Kommentare dazu: SAMMELSTELLE:

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    Ein "geschützter" oder "nicht öffentlicher" Bereich im HEIMKINDER-FORUM.DE ist, u.a., die Rubrik »Stammtisch« ( nur zugänglich und lesbar für registrierte und angemeldete Forumsmitglieder ! ); und in dieser Rubrik »Stammtisch« ist der am 19.02.2013 von Boarduser »Ebbi« eröffnete Thread »04.03.2013 "Und alle haben geschwiegen"« zu finden. Die Öffentlichkeit kann also dort nicht lesen und das dort Geschriebene nicht zur Kenntnis nehmen.

    Darum habe ich jetzt diesen Thread eröffnet. – Dieser Thread soll helfen das gesamtgesellschaftliche Schweigen in Deutschland zu durchbrechen.


    Dierk Schaefers Blog @ http://dierkschaefer.wordpress.com/2013/03/05/es-war-viel-schlimmer/

    Es war viel schlimmer!

    Eine Reaktion auf den Film „Und alle haben geschwiegen“

    ZITAT ANFANG.

    Also – ich denke nicht, dass Filmemacher und Schauspieler, die das nicht durchlitten haben, das wirklich [nicht] filmen können. Mir waren die Nonnen in dem Film viel zu brav – nur die Stirn runzeln, mal an den Haaren ziehen, das waren nicht unsere "Aufseher/Innen".
    Als ich mal ne Falte in der Nonne ihre Bluse gebügelt habe, hat sie mich an den Haaren übers Bügelbrett gezogen und mir mit den Fäusten in die Brust geboxt, bis ich fast ohnmächtig wurde vor Schmerzen! Ich habe kein "Nettes" : „Ach das musst du aber noch besser machen….“ bekommen.

    Es fehlte ihnen [im Film] im Gesicht und auch in der Handlung der absolute Hass gegen diese Kinder, den, den wir zu spüren bekamen, ihre eigene Unzufriedenheit mit ihrem Nonnendasein, das vollkommene "ausrasten" wie ich (wir) es erlebt habe(n). Die Oberin [im Film] hat das zeitweise ganz gut hinbekommen!
    Die waren im Film zu "kontrolliert", der Regisseur hätte da Wutausbrüche und den Sadismus, den die Nonnen (und Pfaffen) hatten, noch viel viel mehr rausstellen müssen!

    Auch hatten wir keine "blonde Tuse", die uns vor sadistischen Nonnen beschützt hätte…. das hätte sich mal jemand trauen sollen, "meine" Nonne hätte mich dafür umgebracht, dass jemand mit mir Mitleid hat… was ja sowieso nicht vorkam!

    Hat man mal ein Lächeln von jemanden bekommen und die Nonne war der Meinung, das stünde uns nicht zu, gabs Dresche! Nur damit man nicht „eingebildet und borniert“ wird und auch noch glaubt, dass jemand was gut finden könnte, was man macht…. Asozialer Dreck wie wir konnten nichts „gut“ machen!!
    Das war die Realität!

    Es war so, dass das Mädchen erst zusammengeschlagen wurde, als es mit dem Jungen ausgerissen ist, also „einen Grund dafür geliefert hat“! Solche Szenen kenne ich aus meiner Heimzeit GRUNDLOS!!!! Wir haben nur mal blöd geschaut und schon sind wir wie Schlachtvieh im Badezimmer behandelt worden! Das blutverschmierte Badezimmer kenne ich auch und ich kenne es wenn das Blut mit Wasser den Ausguß hinunter läuft, mal war es mein Blut, mal war es Blut von anderen, das wir dann aufwischen mussten – je nachdem wer grad „blöd geschaut hat“ oder die „falsche Arbeit gemacht hat“.

    Es sind eigentlich nur "Taten" nachgespielt worden, aber das was nicht "greifbar" war, wurde nicht im Film umgesetzt. Die Schauspieler/Innen fand ich trotzdem wirklich gut, ich hatte das Gefühl, sie wollen um jeden Preis den Zuschauern zeigen, was es bedeutet hat, im Heim aufgewachsen zu sein und gaben wirklich alles! Dafür bin ich denen sehr dankbar!

    SEHR SCHADE, man hätte noch viel mehr Sadismus und Verachtung reinbringen müssen und wirklich noch viel mehr von den Misshandlungen!!! Das war schließlich "UNSER TÄGLICH BROT". Und man hätte zeigen müssen, dass die mit 2-Jährigen schon so umgegangen sind!!!!!!!!!!!! Die kannten keine Altersgrenze!!!


    ZITAT ENDE.
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    Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

    Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
    Ein Denkmal in Musik gesetzt

    Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

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    Dierk Schaefers Blog @ http://dierkschaefer.wordpress.com/2013/03/05/es-war-viel-schlimmer/#comment-3949

    koenig sagte, am 5. März 2013 um 16:01 Uhr:

    Ich muß sagen, ich stehe mal wieder völlig neben mir. Ich hätte mir den Film nicht ansehen sollen. Ich habe auch das Empfinden, wie es der Beitragseröffner hier darstellt: der Film war schlimm, von den Schauspielern sehr gut rüber gebracht, die gruselige Atmosphäre war schon stellenweise spürbar, aber irgegendwie weich gespült. Die wirkliche Härte, die täglichen Grausamkeiten, sie waren nicht ersichtlich. Es war auch nicht das Ausmaß an Zerstörung von Menschenleben ersichtlich…….kurz, die Realität kam nicht zu Wort.

    Die zerstörerische Macht der Kindervernichtungsmaschinerie…….diese konnte nicht vermittelt werden.
    Der nicht zu verachtende Beitrag der zerstörten Kinderseelen zum deutschen Wirtschaftswunder…..auch der konnte nicht vermittelt werden.

    Dennoch: der Film hat so manchen wach gerüttelt. Das war der Sinn, und es war wichtig.
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    nics bloghaus @ http://nicsbloghaus.org/2013/03/05/und-alle-haben-geschwiegen/#comments

    Uwe Lehnert
    5. März 2013 um 18:32 Uhr

    Die biblischen Normen der Erziehung von Jungen und Mädchen sind in erschütternder Weise bis in die jüngste Vergangenheit wirksam gewesen. Ich selbst habe noch in meiner Schulzeit bis in die frühe Nachkriegszeit solche prügelnden Erzieher erlebt. Und nicht selten wurden diese Züchtigungsaktionen mit einer solchen sadistischen Lust ausgeführt, dass die Rohrstöcke zerbrachen.

    Man lese in der Bibel nach (Gottes Wort!), zum Beispiel Deuteronomium, Kap. 21, 18-21 – Buch der Sprichwörter, Kap. 13, 24; Kap. 19, 18; Kap. 20, 30; Kap. 22; 15; Kap. 23, 13-14 – Brief an die Hebräer, Kap. 12, 4-11. Diese Texte fügen sich nahtlos ein in den Geist, der die Bibel in weiten Teilen durchzieht, ein Geist von Gewalt, Über- und Unterordnung und gnadenloser Bestrafung bei Verletzung der angeblich göttlichen Normen.

    Wer meint, dass solche biblischen Ratschläge heute überhaupt keine Bedeutung mehr hätten, google im Internet unter wörtlicher Eingabe des folgenden Textes, einschließlich Gänsefüßchen, »Wie sollten Christen ihre Kinder erziehen?« und wird Erstaunliches und Unglaubliches von überzeugten Christen zu lesen bekommen.

    In welchem erschreckenden Ausmaß körperliche und seelische Gewalt noch im Nachkriegsdeutschland gegenüber Kindern und Jugendlichen ausgeübt wurde, kam ja bereits im Jahr 2010 durch die Veröffentlichung des Buches »Schläge im Namen des Herrn« ans Tageslicht. Der Film »Und alle haben geschwiegen« hat an authentischen Fällen solche Schicksale wieder lebendig werden lassen.

    Bezeichnend ist, dass etwa 80 Prozent der Heime unter kirchlicher Verantwortung standen. Letztlich war es das Ziel, den Willen junger Menschen zu brechen, um sie im Sinne der jeweils herrschenden, meist eben kirchlich-staatlichen Ideologie gefügig zu machen. Und sicherlich entluden sich hier zusätzlich unterdrückte Aggressionen aufgrund der sexuellen Not der meist weiblichen und zur Keuschheit verpflichteten Erzieher in Form besonders boshaften Verhaltens gegenüber ihren Schutzbefohlenen. Auch dieses eine Folge einer biblisch-kirchlichen Sexualmoral, die körperliche Lust verdammte und damit Körper und Seele deformierte. (
    www.uwelehnert.de)

    [ Uwe Lehnert – Univ.-Prof. Dr.-Ing Uwe Lehnert – em. Professor für Bildungsinformatik und Bildungsorganisation – Freie Universität Berlin – Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psycholog ]
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    Dierk Schaefers Blog @ http://dierkschaefer.wordpress.com/2013/03/05/es-war-viel-schlimmer/#comment-3950

    Heike Freiwald sagte, am 5. März 2013 um 16:29 Uhr:

    Ich glaube kaum dass Zuschauer den richtigen Eindruck durch diesen Film erhalten konnten. Die Liebesgeschichte war absolut unnötig und hat somit die wichtigsten Fakten des Erziehungsleben überspielt.
    Es fehlten die Einzelzellen mit der Waschschüssel, Gitter vor dem Fenstern; jede Einzelzelle ausgestattet mit einem Bett, einer Waschkonsole und einem Nachttopf; kein persönliches Eigentum und fehlender innerer Türklinke. Auch gab es keine Angaben über die tägliche persönliche Morgenreinigung mit kaltem Wasser, da Duschen nur selten vorkam. Das Anstellen zum Ausgiessen des Nachttopfes. Die Blechteller mit 2 Scheiben Brot und Rübenkraut zum täglichen Frühstück. Keine Schulausbildung; keine persönlichen Gegenstände; zensierte Post; gestrickte Monatsbinden zur wiederholten Benuzung; 2 Stück Zeitungspapier zum Toilettengang der nur 3x täglich stattfand. Es fehlten so viel wichtige Fakten, die das Heimleben zur Hölle machten. Die totale Agonie der Heimkinder war kaum nachzuvollziehen, da die Schauspieler absolut keine Ahnung hatten und demzufolge es auch nicht in der Lage waren darzustellen. …
    Mit einfachen Worten: wir waren Arbeitssklaven ohne Bezahlung, eingesperrt und behandelt schlimmer als Verbrecher, misshandelt an Körper und Seele, ausgestossen von der Gesellschaft und verdammt zu lebenslanger Demütigung als Ehemaliges Heimkind. Viele von uns haben Selbstmord begangen, viele von uns haben aus Scham ihre Vergangenheit verschwiegen, und die meisten von uns sind auch mit Therapien und täglichen Medikamenten immer noch nicht in der Lage die Vergangenheit zu überwinden.
    Wir sind immer noch Menschen 2. Klasse, die man mit mickrigen finanziellen Zahlungen mundtot gemacht hat.
    Heike Freiwald.


    Dierk Schaefers Blog @ http://dierkschaefer.wordpress.com/2013/03/05/es-war-viel-schlimmer/#comment-3951

    Dirk Friedrich sagte, am 5. März 2013 um 17:29 Uhr:

    Richtig! Kann ich nur voll unterstreichen!
    Meilenweit an der damaligen Realität vorbeigedüst! Schade!

    Ich war ja vorgewarnt, dass der Film fürs breite Fernsehpublikum produziert worden wäre. Das man so „schonend“ mit diesem Publikum umgehen würde, hätte ich aber nicht gedacht.
    Wo doch tagtäglich blutige Krimileichen, aus den Fernsehkanälen, im trauten Wohnzimmer, zwischen Chips und Cola, aufschlagen.

    Nein, mit der Realität hatte der Film gar nichts zu tun!

    Es gab so viele Ungereimtheiten und fette Fehler, dass ich es noch immer nicht ganz fassen kann.
    Allein schon die vollkommen irreale Darstellung, dass Jungen und Mädchen in einem Essensraum zusammen waren und somit „miteinander in Berührung“ kamen, haut dem Fass den Boden raus.
    So etwas habe ich, in meiner jahrzehntelangen Beschäftigung mit dem Thema Aufarbeitung und Heimalltag, weder selbst erlebt noch gehört oder von Überlebenden erzählt bekommen. – Humbug pur! – Aber, ich lasse mich gern belehren!

    Wer, so frage ich mich, hat da als Berater am Filmset gestanden und sich solch einen Unsinn einfallen lassen? Ein mit der damaligen Situation vertrautes ehemaliges Heimkind kann das jedenfalls nicht gewesen sein.
    Mädchen und Jungen, gerade in diesem Alter, waren strickt getrennt. Es gab ein absolutes Sprechverbot mit dem anderen Geschlecht. Und wehe man übertrat diese eiserne Regel, dann floss richtig Blut.

    Kurzum, der Film mag für Unbedarfte gelten. Soll auf die damaligen fürchterlichen Heimsituationen aufmerksam machen. Gerecht wird er – weil weichgespült – dem nicht.

    Einzig die Scene mit Habich vor dem RTH [ = »Runden Tisch Heimerziehung« ] ist daramtisch. Als er den desinteressierten Lümmeln und Tanten am Tisch mitteilt, dass er Angst vor ihnen habe. Weil sie ihn wieder schlagen könnten.

    »All dies kann ich selbst ebenso voll unterstreichen.«, sagt Ehemaliges Heimkind, Ex-Freistätter, Boarduser »martini« / Martin MITCHELL / »Engagierter Bürger«.
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    Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
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    Helmut Jacob Blog @ helmutjacob.over-blog.de/artic…aus-kluber-116035080.html

    Samstag, 9. März 2013

    Und alle haben geschwiegen - Filmkritik von Klaus Klüber.

    Dieser Film war schon lange überfällig um der tumben Gesellschaft ein Vorstellung über den Geist in Heimeinrichtungen vor Augen zu führen, in denen die christlichen Werte gemäß den Worten des Bischofs in vorbildlicher Weise umgesetzt wurden.

    Doch ja, ich habe mir den Film vom 4. März 2013 angesehen und war von der exzellenten schauspielerischen Leistung überrascht, als auch verblüfft, wie gut dem Regisseur die Authentizität des bedrückenden Heimumfeldes gelungen war, dem einstige Heimkinder hilflos ausgeliefert waren.

    Nur fürchte ich, dass die meisten Zuschauer die spürbare Beklemmung als dramaturgische Filmübertreibung wahrgenommen haben. Dabei wurde diese Darstellung von den einstigen Realitäten eher noch übertroffen.

    So vermisste ich in diesem Film, die zahlreichen Formen von Herabwürdigungen, etwa von Bettnässern, oder Voraussagen, die den Jugendlichen in schillerndsten Farben ein späteres Leben in der Gosse, als Kriminelle, oder Huren und dergleichen vorzeichneten.

    Auch vermisste ich die Darstellung, wie das Personal einzelne oft ältere Kinder/Jugendliche privilegierten, um sie als Hilfsaufseher/innen zu instrumentalisieren, bzw. gegeneinander auszuspielen, oder bewusst sogenannte schwarze Schafe, also besonders schwache Heimkinder ausgesucht wurden, denen alles Mögliche wie Diebstähle angelastet und dafür schwer bestraft wurden, obwohl dafür eher lautstarke Gruppenmitglieder verantwortlich waren.

    Wie auch jeder Hinweis auf die gnadenlosen Rangordnungskämpfe untereinander fehlte, etwa um einen Platz zu ergattern, der einem winzigste positive Aufmerksamkeiten einbringen konnte.

    Dabei bin ich recht froh, dass wenigstens das Thema Missbrauch außen vor blieb, um nicht den Eindruck zu erwecken, dass Missbrauch in allen Heimen gang und gäbe war.

    In meinem Heim z.B. hatte ich zu meiner Heimzeit noch nicht mal unter der Hand etwas von möglichen Missbrauchsgerüchten gehört.

    Dafür fanden sich abends regelmäßig Rocker und Zuhälter vor unserem Heim zu einem Stelldichein zusammen, um die älteren 16-21 jährigen Damen zu beeindrucken, die jedoch über uns eingeschlossen waren.

    Einige von Ihnen haben tatsächlich aus dem 2. und 3. Stockwerk heraus versucht, sich mit aneinander verknoteten Bettlaken in die Freiheit abzuseilen.

    Eine davon ist leider abgerutscht und hat ihren Drang nach würdevoller Selbstbestimmung mit lebenslänglicher Querschnittslähmung bezahlt.

    Von daher war die Szene mit dem Fenstersturz wohl näher an der Realität als einer filmischen Fiktion.

    So sehr ich die schauspielerische Leistung aller Filmakteure hervorheben möchte, so halte ich die übertrieben fürsorgliche Sozialarbeiterin in den dargestellten 50er/60er Jahren für völlig unrealistisch.

    Denn erst Anfang der 70er Jahre begannen Heimpsychologen/innen lebensfreundlichere Lockerungen durchzusetzen.

    Im höchsten Maße bedauerlich empfinde ich die völlig deplazierte Falschdarstellung des Runden Tisches der vorgeblich nur darauf wartete, Stimmen von einstigen Betroffenen in Erfahrung zu bringen.

    Gerade so als wüssten sie überhaupt nichts von ihren eigenen zu verantwortenden Gräueltaten gegenüber ihren einstigen Schutzbefohlenen.

    Statt dessen hätte ich es sehr begrüßt, wenn die Filmregisseure den Mut gehabt hätten, das schändlich abgekartete Geschacher zwischen Kirchen- und Staatverantwortlichen am Runden Tisch um Wortklaubereien und Wiedergutmachung aufzugreifen, mit dem die ehemaligen Heimkinder um eine echte Rehabilitation und angemessene Entschädigungen betrogen wurden.

    Es gibt da schon länger kritische Stimmen unter eher unwissenden Mitbürgern, die ehemaligen Heimkindern unter Hinweis, dass Gewalt zur damaligen Zeit nun mal dem Zeitgeist entsprach, keine Entschädigungszahlungen zugestehen möchten.

    Doch diese kennen in der Regel auch nicht den Unterschied zwischen familiärer und institutioneller Gewalt.

    Angefangen davon, dass den meisten Mitbürgern kaum bewusst ist, dass Heimkinder ein gesetzlich verankertes Recht zu einer gewaltfreien und förderlichen Erziehung hatten, über das sich die durchführenden Kirchen und überwachenden Staatsorgane in ihrer unheilvollen Symbiose selbstgefällig hinwegsetzten.

    Dieses Recht war den einstigen Heimkindern gar nicht bekannt gemacht worden, noch hätten sie eine Chance gehabt, sich an einer Stelle erfolgreich zu beschweren. Schließlich galten Heimkinder per se als Diebe und Lügner, die aus Sicht der Gesellschaft schon etwas ausgefressen haben mussten, um verdientermaßen in einem Heim Zucht und Ordnung beigebracht zu bekommen.

    Ein weiterer gravierender Unterschied zur häuslichen und institutioneller Gewalt besteht auch darin, dass Heimkinder im Gegensatz zu Kindern innerhalb ihrer gewalttätigen Familien, ständig im Spannungsfeld permanenter Bedrohung leben mussten.

    Sie konnten zu keinen anderen Verwandten flüchten, die sich ihrer verständnis- oder gar liebevoll annahmen. Niemand an den sie sich vertrauensvoll hätten wenden können.

    Nichts dergleichen.

    Jedes Heimkind war insofern in Unwissenheit der Lage, wie lange ihr Zustand der familiären Trennung noch andauern würde, ständig einsam und völlig auf sich allein gestellt.

    Um in der Meute oft schon milieuvorgeschädigter Mitinsassen zu überleben, mussten sie sich geradezu zwangsläufig zu egozentrischen Einzelkämpfern entwickeln. Misstrauisch gegen jeden und alles, denn oft genug war es eben noch Dein Freund, der Dich für eine kleine Aufmerksamkeit an das Personal ans Messer lieferte.

    Wer es später nicht schaffte, sich aus dieser eigenen Isolation zurück in die Gesellschaft zu entwickeln, blieb in der Regel das gesamte weitere Leben recht einsam.

    Ein weiterer Unterschied zu familiären Kindern die Gewalt ausgesetzt wurden/werden, bestand darin, dass Heimkinder systematisch zur Unselbstständigkeit erzogen wurden, was nach ihrer unvorbereiteten Entlassung zu erheblichen Problemen führte, allein auf sich gestellt gesellschaftlich Tritt zu fassen. Dies hat bis heute zur Folge, dass viele von ihnen, selbst im gesetzten Alter noch immer am sozialen Rand unserer Gesellschaft darben müssen.

    Diese Unterschiede konnte der Film natürlich nur schwerlich rüber bringen.

    Ich halte den Film jedenfalls für recht gut gelungen, um eine Beklemmung zu erzeugen, die die meisten Zuschauer sicher auch so ähnlich wahrgenommen haben, aber im Gegensatz zu Betroffenen kaum für wahr gehalten haben.

    Insofern war der Film nicht schlecht, ABER - er kam leider VIEL ZU SPÄT,

    um noch ein breiteres Publikum für die Problematik ehemaliger Heimkinder zu sensibilisieren, oder gar zur Unterstützung von realistischen Entschädigungsleistungen durch Kirchen und Staatsverantwortlichen zu animieren.

    Ehemalige Heimkinder verfügen leider über keine öffentlichkeitswirksame Lobby, die sich für ihre Interessen einsetzt.

    Daher hätte ihnen eine breite öffentliche Entrüstung zur Durchsetzung ihrer Entschädigungsbestrebungen sicher sehr geholfen.

    Doch da dieses ausblieb, bzw. nach der Buchveröffentlichung von Peter Wensierski schon bald wieder abebbte, war es den nachfolgeverantwortlichen Trägern von Kirchen und Staat ein leichtes Spiel, am Runden Tisch selbst über ihre Anteile von Schuld und Sühne befinden zu dürfen.

    Zu all diesem neuerlichem Skandal unsere Medien leider wieder beharrlich geschwiegen haben.

    Geht es ihnen doch eher um die Vermarktung spektakulärer Sensationen, statt der Gesellschaft durch konkrete Vorschläge und Anreize zu einer Weiterentwicklung zu verhelfen.

    So wurden und werden auch weiterhin Opfergruppen zum Ausschlachten öffentlich vorgeführt, um sofort fallen gelassen zu werden, sobald das Thema nichts mehr einbringt.

    Siehe Spiegelredakteur Wensierski, der es mit diesem Heimkinderskandal sogar bis zum Bundesverdienstkreuz gebracht hat, aber ebenfalls zu den skandalösen Vorgängen am Runden Tisch schwieg, um dieser Opfergruppe weiter zu helfen angemessen entschädigt zu werden. Wie er auch mit keiner Silbe darauf einging Werbung für einen besseren Schutz für zukünftige Kinder einzugehen, etwa durch ein Pflichtunterrichtsfach, in denen junge Menschen auf ihre spätere Elternrolle vorbereitet werden könnten und damit zu verhindern, dass Kinder wegen Überforderung ihrer Eltern auch heute noch Jahr für Jahr zu Zigtausenden in Heime eingewiesen werden, mit denen die meist klerikalen Träger eine lukrative Leidensverwaltung betreiben, bzw. kaum ein Interesse daran haben können, das der Nachschub an zu betreuenden Kindern abreißt.

    Für die einst schwer geschädigten Heimkinder steht heute Im Ergebnis ein Schandfonds, der allenfalls dazu geeignet ist, die ehemaligen Heimkinder mit Sachleistungen zu demütigen, auf die sie nicht mal einen Anspruch erheben können, sondern über bürokratische Anlaufstellen als erniedrigende Bittsteller für Stützstrümpfe, Rolatoren, oder fragwürdige Therapien vorstellig werden dürfen.

    Reaktionen seitens unserer Mitbürger blieben nach dem Film ebenfalls aus, sodass davon auszugehen ist, dass sich am Status Quo des gesellschaftlichen Schweigens und Wegsehens auch weiterhin kaum mehr etwas ändern wird und somit ehemalige Heimkinder um ihr Lebensglück betrogene Menschen bleiben werden, während die verantwortlichen Täterseiten in der monetären Sicherheit ihrer einstigen "Verdienste" selbstzufrieden einen wohligen Lebensabend genießen dürfen.

    So bleibt als Fazit festzuhalten:

    Der Film war gut, aber ohne einer echten Entschädigung und wahrhaftigen Rehabilitation der Betroffen, bleibt das Thema ehemalige Heimkinder damit auch weiterhin ein offener gesamtgesellschaftlicher Skandal.
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    Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
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    Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

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    ERSTENS:

    Helmut Jacob Blog @ http://helmutjacob.over-blog.de/article-und-alle-haben-geschwiegen-und-der-runde-tisch-heimerziehung-hat-belogen-und-betrogen-115738024.html

    Mittwoch, 27. Februar 2013, um 16:42 Uhr

    Und alle haben geschwiegen - und der Runde Tisch Heimerziehung hat belogen und betrogen.

    Der Film "Und alle haben geschwiegen" behandelt die Gewalt in den Heimen in der Nachkriegszeit. Dazu das ZDF:

    "Die im Film erzählte fiktive Geschichte ist inspiriert von Peter Wensierkis "Schläge im Namen des Herrn". Sein Sachbuch löste ab 2006 eine breite politische und gesellschaftliche Debatte aus und führte zur Gründung eines Runden Tisches unter Antje Vollmer."


    http://www.zdf.de/Der-Fernsehfilm-der-Woche/Und-alle-haben-geschwiegen-26604138.html

    In einer Kritik der "Stimme.de" ist zu lesen:

    "In seiner klischeehaften Gegenüberstellung der guten Kinder und grundbösen Nonnen (gespielt unter anderem von Birge Schade, Marie Anne Fliegel) geriet "Und alle haben geschwiegen" vorhersehbar und stumpf. Wer das Böse verstehen will, muss auch seine verführerischen, ambivalenten Seiten kennenlernen. Dieser Versuch einer differenzierten Analyse des Systems kirchliches Erziehungsheim wurde verpasst. Der Film berührt kaum, weil seine Charaktere und ihre Entwicklung 90 Minuten in der Eindimensionalität verharren. Die melodramatische Inszenierung macht das Ganze nicht besser."

    http://www.stimme.de/deutschland-welt/panorama/tv-tipp/tv/tv-dienst/TV-2013-03-04-ZDF-20-15-00-Und-alle-haben-geschwiegen;art4335,2702914

    Verpassen sollte man diesen Film dennoch nicht, weil er ein besonderes weiteres Kapitel thematisiert. Nämlich die systematisch geplanten - und unter Ausnutzung der völlig überforderten sogenannten Opfervertreter, die von den Opfern rundweg abgelehnt wurden - Faktenunterschlagungen, Verschleierungen, Falschbehauptungen und zahlreichen anderen Manipulationen, die eine wirkliche Opferentschädigung verhinderten. Stattdessen werden die Opfer mit 120 Mio. Gesamtsumme abgefertigt. Wobei einige Bundesländer aus diesem Topf noch ihre Auslagen gestohlen haben, andere es wollten, wenn ihnen der Protest nicht um die Ohren geknallt wäre.


    ZWEITENS:

    Helmut Jacob Blog @ http://helmutjacob.over-blog.de/article-und-alle-haben-geschwiegen-und-peter-wensierski-auch-115827611.html

    Samstag, 2. März 2013, um 16:19 Uhr

    Und alle haben geschwiegen - und Peter Wensierski auch.

    Heimkinder erlebten unvorstellbares Leid.

    http://www.derwesten.de/staedte/heiligenhaus/heimkinder-erlebten-unvorstellbares-leid-id7672542.html


    Dazu Pfarrer i.R. Dierk Schäfer am 01.03.2013:

    "Es wäre angemessen gewesen, …

    …wenn Herr Wensierski nicht nur von den Verbrechen an den ehemaligen Heimkindern gesprochen hätte, den vielfältigen Mißhandlungen in den Heimen, sondern auch über den großen Betrug am Runden Tisch. So gewinnt man den leider falschen Eindruck, daß er nicht nur eine große Sache angestoßen, sondern auch den Heimkindern zu einer halbwegs angemessenen Kompensation verholfen hat.

    Diesen Betrug haben Staat und Kirchen zu verantworten, voran Frau Dr. Vollmer."


    http://dierkschaefer.wordpress.com/2013/03/01/es-ware-angemessen-gewesen/


    Das meine ich auch (siehe Kommentare):

    Heimkinder erlebten unvorstellbares Leid.

    von helmutjacob | #2

    Bewegt hat sich überhaupt nichts. Die Heimopfer werden mit 120 Mio. für die Westseite und 40 Mio. für die Ostseite abgespeist. Es hätte Wensierski gut angestanden, wenn er auf die Betrugsmanöver am Runden Tisch Heimerziehung unter Vorsitz der Pastorin Antja Vollmer hingewiesen und auch darauf aufmerksam gemacht hätte, wie die sogenannten Opfervertreter systematisch über den Tisch gezogen wurden. So bleibt ein übler Geschmack zwischen den Zähnen: Wensierski geht es nur um sein Buch, er sonnt sich im Sonnenschein dieses Buches und in Wirklichkeit sind die Opfer ihm völlig egal. Selbst auf seiner Homepage für das Buch steht nichts über diesen Betrug und der Link "Informationen über den Runden Tisch Berlin" ist platt. Das bestätigt meine Meinung über Herrn Wensierski. Schade, er hätte echtes Sprachrohr der von ihm vermuteten 800.000 Opfer sein können.


    http://www.derwesten.de/staedte/heiligenhaus/heimkinder-erlebten-unvorstellbares-leid-id7672542.html


    DRITTENS:

    Helmut Jacob Blog @ http://helmutjacob.over-blog.de/article-und-alle-haben-geschwiegen-und-zu-hohe-erwartungen-sind-nicht-angebracht-115866328.html

    Sonntag, 3. März 2013, um 23:05 Uhr

    Und alle haben geschwiegen - und "zu hohe Erwartungen sind nicht angebracht."

    03.03.2013 | 13:32 Uhr

    Film heute zeigt Gewalt in den Heimen.

    DER WESTEN: 1. Frage: Montagabend um 20.15 Uhr läuft im ZDF der Spielfilm „Und alle haben geschwiegen“ über zwei misshandelte Heimkinder. Werden Sie den Fernseher einschalten?

    HELMUT JACOB: Ja, selbstverständlich schalte ich ein. Für Betroffene ist der Film Pflichtprogramm, weil er der Dokumentation des Geschehens nahe kommt. Wichtig ist, dass dieser Film die zahlreichen Manipulationen des Runden Tisches Heimerziehung thematisiert. Dennoch: Zu hohe Erwartungen sind nicht angebracht.

    DER WESTEN: 2. Frage: Ordensschwestern, die in kirchlichen Heimen Kinder unterdrücken - kommt Ihnen das bekannt vor?

    HELMUT JACOB: Ja, aus dem Johanna Helenen Heim, aber auch aus unzähligen Behindertenheimen oder „Erziehungsheimen“ in den Nachkriegsjahrzehnten.

    DER WESTEN: 3. Frage: Was kann ein solcher Fernsehfilm bewirken?

    HELMUT JACOB: Der Film trägt dazu bei, die Gewaltexzesse noch einmal der Öffentlichkeit nahezubringen. Allerdings wird es an der Verweigerung von tatsächlichen Opferentschädigungen durch die Täternachfolger oder die betroffenen Einrichtungen, wie in Volmarstein, nichts ändern. Sie bauen auf die biologische Lösung.

    Mit Helmut Jacob, dem Mitbegründer der Freien Arbeitsgruppe Johanna-Helenen-Heim, sprach Redakteur Klaus Görzel.

    QUELLE: http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-wetter-und-herdecke/film-heute-zeigt-gewalt-in-den-heimen-id7678123.html
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    Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

    Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
    Ein Denkmal in Musik gesetzt

    Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

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    ÖFFENTLICHE DEBATTE zum ZDF-Film "Und alle haben geschwiegen" ausgestrahlt im TV europaweit am 04.03.2013. --- Öffentliche Zuschauer-Kommentare dazu: SAMMELSTELLE:

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    ZDF-FILM "Und alle haben geschwiegen" Zuschauerkommentar @
    http://www.zdf.de/Der-Fernsehfilm-der-Woche/Fernsehfilm-der-Woche-Foren-24485436.html

    Und alle hätten aufschreien müssen.
    von: Der Chronist 1953
    Erstellt: 05.03.2013 09:26

    Ein bewegender Film mit einer - wieder exzellenten Senta Berger, einem hervorragendem Matthias Habich und zweier klasse Schauspieler in den Rollen der Straftäterin in Kirchentracht (Birge Schade) sowie als "Kapo" Alfons (Thomas Arnold). Aber auch die weiteren Darsteller/innen haben voll überzeugt.

    Wer das Buch von Peter Wensierski lesen konnte und jenen Jahrgängen angehört, wird mit diesem Film über eines der dunkelsten Kapitel der BRD-Nachkriegsgeschichte, sich, seine eigene Kindheit und Jugend noch einmal – im Zeitraffer – vorüber ziehen sehen.

    Dieser Beitrag klagt – wie auch das Buch des "SPIEGEL"-Journalisten mit dem Titel "Schläge im Namen des Herrn" – an. Leider viel zu spät.

    Wenn der gestrige Film an einem Montag, dem 4.März 1983 gesendet worden wäre, hätte er noch eine gewisse Außenwirkung auf die Verantwortlichen von damals, die Politik und die Gesellschaft ausüben können. Vielleicht wäre der "Runde Tisch [ Heimerziehung ]" dann schon vor 30 Jahren eingerichtet worden. So aber mussten die Opfer der staatlich legitimierten Kinderschänder im Namen der Amtskirchen und ihr perfides, auf Drill, Gehorsam und Gewalt aufgebautes Heimsystem, mindestens 4 Dekaden auf eine symbolische Wiedergutmachung betteln.

    Der Adenauer-Staat und seine einstige pseudo-klerikale Gesellschaft reflektierte damals nur jene post-faschistoiden Verhaltensmuster der "Führer"-Generationen, die militärisch geschult und politisch indoktriniert auf die Nachkommen im "guten" Westdeutschland losgelassen wurden. Schläge und Erniedrigungen gab es aber auch in anderen Bereichen der Gesellschaft. In den Schulen wurde geprügelt; in vielen Elternhäusern, selbst – wen wundert es – im Konfirmationsunterricht schlugen die Pastoren die Konfirmanden, wenn ein Gebot nicht auswendig gelernt worden war. Strukturelle Gewalt eben, in einem CDU-Staat, der vermeintlich christliche Werte für das kommende Arbeitsleben und das genormte gesellschaftliche Dasein, durch die Institutionen vermitteln ließ. Wer nicht der Norm entsprach wurde drangsaliert. Wer aufmüpfig wurde, bekam eine "Tracht" Prügel. Wer nicht funktionierte, erhielt die volle Breitseite staatlicher Repressionen.

    Der gestrige Film gibt jenes Klima der Angst wieder und zwar in jenen,von den Kirchen unterhaltenen "Lagern", die sich Fürsorgeheime nennen durften. Fürsorge erhielten damit jedoch nur die Amtskirchen, denn die illegale Kinderarbeit wurde von der Kirche nicht bezahlt, obwohl Dritte, wie Wirtschaftsbetriebe, diesen dafür ein Entgelt entrichteten.

    Jenen, die das Unrechtsregiment in derartigen Einrichtungen über mehrere Jahre erfuhren, wurde nicht nur die Kindheit und Jugend geraubt,sie wurden als Ungelernte, ohne Schulabschluss, ohne Perspektive und meist als psychisch gebrochene Menschen mit spätestens 21 Jahren in den so genannten Ernst des Lebens entlassen, wo dann gering entlohnte Bandarbeiten angenommen wurden, bis die Klitsche dicht machte und Sozialfürsorgeleistungen als weiterer Lebensunterhalt warteten.

    Da die Zwangsarbeit in den Erziehungsanstalten rentenversicherungstechnisch nicht berücksichtigt wurde, entstanden erhebliche Beitragslücken, womit die Rente durch weitere SGB-Leistungen aufgestockt werden muss. Die Kirchen leisten dazu nichts. Weshalb der jetzt gegründete Hilfsfonds [ Heimerziehung ], er dürfte – mit Blick auf die nicht gerade geringe Zahl von Anspruchsberechtigten – eine Farce sein, zumal die Allgemeinheit (der Steuerzahler) auch noch direkt daran beteiligt werden musste.

    Somit bleibt zu konstatieren, dass die beiden Protagonisten des Films von solchen materiellen Problemen – dem heutigen Zeitgeist entsprechend – kaum erfasst wurden, denn sie standen mehr oder minder als gut situiert da, als absolute Ausnahme von der Regel geltend.

    Die erlittenen psychischen Erkrankungen hat der Film indes in realistischer Weise gezeigt. Deshalb ein großes Lob für alle Beteiligten, einschließlich derer, die in der folgenden Dokumentation zusammen mit dem dafür ausgezeichneten Peter Wensierski zu Wort kamen.

    Bisher [ am 16.03.2013 ] insgesamt 15 weitere Zuschauerkommentare dort @ http://www.zdf.de/Der-Fernsehfilm-der-Woche/Fernsehfilm-der-Woche-Foren-24485436.html

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    zum ZDF-Film "Und alle haben geschwiegen."


    31. Was nicht zur Sprache kam

    lisabel 05.03.2013

    Ich bin eine von den Ehemaligen. Ich wurde in einem staatl. Heim der AWO gebrochen, mein Bruder vor meinen Augen von dem Heimleiter, ein alter Nazi, halb tot getreten. Ich war 6 Jahre. - Vielleicht war ich so eine Senta Berger. Sich nur nichts anmerken lassen. Trotz meines späteren Doppeldiploms, trotz vieler Fähigkeiten (Stadtplanerin, TV-Autorin etc.) scheiterte jeder Job, einer Konfrontation hatte ich nichts entgegen zu setzen, begann zu zittern, konnte nicht mehr klar denken, jede größere Nähe zu Menschen endete in Panik oder Aggression. Es war nie vorbei. Weil das Fundament keines war, auf dem man aufbauen kann, weil es vorzeitig zerstört wurde. Ich gebe den deutschen Jugendämtern eine massive Mitschuld. Auch nach meiner Freilassung drangsalierten sie uns. Das hatte sich später fortgesetzt, als mein Sohn zur Welt kam. Sie haben schnell gerochen, was mit mir los ist. Uns blieb am Ende nichts als die Flucht aus Deutschland. - Es gibt keine Entschädigung entgegen anders lautendem Kommentar in der Doku, gleichzeitig aber wollen sehr wohl sehr viele Ehemalige eine Entschädigung bzw. eine Opferrente. Sie klagen, werden aber erneut von den Apparatschiks abgewimmelt. Angeboten werden max. Therapien! Lächerlich zu einem Zeitpunkt, wenn das soziale als auch berufliche Leben gelaufen ist. Gilt auch nur für Menschen mit Krankenversicherung. Die kann ich mir nicht leisten. Ich gehe heute putzen, zu mehr bin ich nicht in der Lage. Weil auch ich noch immer diese Angst vor Menschen spüre - wie dieser Paul [ in dem Film ].
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    29. Die hausgemachten Fehler von Bankmanagern werden ausgeglichen, und ...

    sinasina 05.03.2013

    ... Sie haben nichts verstanden! Ja, es war damals eine andere Zeit und es wurde damals anders erzogen, richtig. Und ja, auch Eltern haben gehauen. Aber die überwiegende Mehrheit der Eltern haben ihre Kinder geliebt, die Eltern haben mit den Kindern gelacht und sich mit den Kindern gefreut, den Kindern wurde vorgelesen, es wurde mit ihnen gespielt, gesungen, Ausflüge unternommen. Dies alles hatten die Heimkinder nicht. Und ich sehe einen gewaltigen Unterschied, ob ein Kind gelegentlich gehauen wurde, aber ansonsten die Liebe und Zuneigung seiner Eltern erleben konnte. Oder ob ein Kind ständig wiederkehrend verprügelt wurde. Für nichtigste Angelegenheiten. Für nichts. Dazu Arbeit bis zum Umfallen. Wer die Erlebnisse der Heimkinder mit der zu dieser Zeit gültigen Erziehung in Familien gleichsetzt, der stellt die erschütternden Zustände der christlichen Heime in Abrede und schlägt erneut auf die Heimkinder ein. Und ich empfinde es bestürzend, dass Deutschland zwar jede Menge Geld in die Hand nimmt, um die hausgemachten Fehler von Bankmanagern auszugleichen, aber kein Geld hat, um diesen geschundenen Kindern eine anständige Rente zur Verfügung zu stellen. Und nein, ich war kein Heimkind und mir stellen sich auch nicht die Haare vor Neid auf, wenn diese ehemaligen Heimkinder mehr Rente bekämen, als ich, auch dann nicht, wenn sie nicht volle 40zig Jahre arbeiten konnten.
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    25. Profit

    hlbenedetto 05.03.2013

    Konservative Schätzung : 800 000 Kinder, 3 Jahre, pro Jahr 2000 DM Profit je Kind für die Kirche. Das ergibt über die Jahre einen Profit für die Kirchen von 4.8 Mrd. DM, also 2.4 Mrd [ Euro ]. Und von den 120 Mio [ Euro ] des [ jetzigen ] Fonds tragen Bund und Länder noch 2 Drittel [ und die beiden verantwortlichen Kirchen auch nur ein Drittel ]. Man kann gar nicht so viel essen, wie man kotzen möchte.

    Und alle Nutznießer, Verantwortlichen und Mitverantwortlichen schweigen auch weiterhin !
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    Süddeutsche.de - Süddeutsche Zeitung @ http://www.sueddeutsche.de/medien/und-alle-haben-geschwiegen-im-zdf-graue-kindheit-1.1615367?commentspage=all:2:#commentsxx

    Kalli63 6.3.2013 | 21:13 Uhr

    leider viel zu oberflächlich und viel zu harmlos dargestellt. Die Realität war um vieles schlimmer. Es sollten nicht unbedingt Vergewaltigungsszenen sein, was aber komplett zu kurz kam war der dauerhafte psychische Druck der ausgeübt wurde. Netter Versuch meiner Meinung nach aber auch eine verpasste Chance, weil auch nicht ausreichend DAS GROSSE SCHWEIGEN DER BEHÖRDEN UND DER GESELLSCHAFT gezeigt wurde. Zum Beispiel, Kinder sind auf offener Straße geprügelt oder gemaßregelt worden, am Haaransatz vom Erzieher/in hoch gezogen, ohne dass jemand, von den anwesenden Bürgern, auch nur ein Wort gesagt hätte. Derartige kurze aber einprägsame Bildszenen hat es nicht gegeben. Es geht um Aussätzigen der Gesellschaft, die Meinung der Bevölkerung damals wie heute, wird wohl was dran sein das die/der im Erziehungsheim ist. Also bitte besser machen, denn eines ist klar mit etwa 800 000 Heimkinder die damals inhaftiert waren gibt es noch einen großen Anteil die durch das damalige Leid noch heute leiden müssen.
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    READERS EDITION @ http://www.readers-edition.de/2013/03/15/und-alle-haben-geschwiegen-eine-kritik/

    Und alle haben geschwiegen – eine Kritik

    VEH-ev | 15. März 2013, 13:24 Uhr

    Es war ein verlogener Film mit Szenen die so unwirklich waren, dass mir als ehemaliger Insassin eines Heimes für schwererziehbare Mädchen – einem Heim der Diakonie – schier die Augen über gingen.

    1. Der Spielfilm


    Es war ein verlogener Film mit Szenen die so unwirklich waren, dass mir als ehemaliger Insassin eines Heimes für schwererziehbare Mädchen – einem Heim der Diakonie – schier die Augen über gingen:

    Jungen und Mädchen
    in einem kirchlichen Erziehungsheim unter einem Dach! Das ist so unwahrscheinlich wie ein Tsunami in der Wüste Gobi. Was sollte dann also damit erreicht werden? Ach ja, die Liebesgeschichte eingeläutet… Vielleicht. Ich glaube aber, dass eine solche Verzerrung zu einer emotionalen Schieflage führen kann und soll. Nicht bei den Ehemaligen – die wissen es besser – sondern bei anderen. Sie soll ein bisschen versöhnlicher stimmen. Nicht intellektuell, sondern emotional.

    Eine Bücherei
    und eine Taschenlampe nachts im Bett führen beide auch zu eben jener emotionalen Schieflage – bei allem Schrecken, es meldet sich das Stimmchen “immerhin gab es Bücher, Bildungsmöglichkeiten, nachts konnte gelesen werden”… Dieses Stimmchen wird irgendwann andere Emotionen, die der Film ausgelöst haben mag, ausblenden und überstimmen.

    Die verliebten Blicke,
    dann sogar das Treffen im Strafzimmer! Ein Junge und ein Mädel? Im Strafzimmer? Auf einem Bett sitzend? Im Halbdunkel mit Sonnenstreifen? Irgendwie süß, niedlich, ein bisschen schmerzhaft (kommt der Schmerz von dem geschwollenen Gesicht oder der Süße der jungen Liebe?), ziemlich romantisch und absolut verlogen.

    Eine Bank vor dem Tor,
    auf der sich Mutter und Tochter eine halbe Stunde lang ungestört unterhalten dürfen. Und natürlich fehlte das Vogelgezwitscher, als Luisa durch das Tor tritt, ebenso wenig wie Luisas verträumter Blick in diesem Moment der „Freiheit“. Lüge!

    Der Film war gespickt mit diesen Szenen, eine verlogener als die andere. Und während Überlebende der Kinderheimhöllen diese kleinen und großen Lügen sofort auffallen und sie deshalb wirkungslos verpuffen, fallen sie Nicht-Ehemaligen genau nicht auf und können so ihre Wirkung entfalten: Es war ja doch alles nicht so schrecklich – immerhin gab es Nächte, in denen man sich gegenseitig im Schein der Taschenlampe vorlesen konnte, sich Jungen und Mädel verlieben konnten, sich weiße Bettwäsche im Winde blähte, und sogar das Strafzimmer war irgendwie romantisch…

    Völlig unglaubwürdig war die Erklärungen der Filmemacherinnen über die „gebremste Brutalität“, die nicht recht in die Prime-Time passe. Jeder Tatort ist inzwischen gruseliger, von TV-Berichten aus Kriegs- und Krisengebieten ganz zu schweigen. Verhungernde Kinder mit Fliegen in den Augenwinkeln, Kindersoldaten, denen noch der Rotz aus der Nase läuft, die aber dennoch eine tödlich aussehende Waffe ziemlich nonchalant über der schmalen Schulter tragen, Patienten in überfüllten dreckigen Krankenhäusern mit abgerissenen und kaum medizinisch versorgten Gliedmaßen gehören jedenfalls genauso wenig zu meinen favorisierten Prime-Time-Bildern, wie auf ausgedörrtem Boden liegendes, mit Schwären und Fliegen übersätes Vieh, zerrupfte Hühner in deutschen Hühner-Kzs, Maden, die sich auf meinem Mittagessen von morgen winden. Dennoch bekomme ich dies oft genug zum Abendbrot serviert.

    Aber an Heimkindern begangene Brutalitäten sind nicht vorzeigbar? Aha…

    Tatsächlich ließen die elegante, gebildete, aus Amerika herein gewehte Luisa (Senta Berger) und der eloquente Paul (Matthias Habich) in dem Spielfilm nur einen Schluss zu: Ein paar Jahre Heim sind nicht schön, haben aber außer ein paar Albträumen keinen wirklichen Schaden angerichtet!

    2. Die Dokumentation zum Film

    zeigte Aussagen von Ehemaligen, die betroffen machten. Aber leider blieb es auch dabei. Hier wurde eine wirklich historische Chance verpasst, aufzuzeigen, dass

    die Heimerziehung in Deutschland
    einen fließenden Übergang darstellt von Nazideutschland in die Nachkriegszeit. Erzieher, die erwiesener Maßen Aufseher in KZs gewesen sind oder natürlich auf jeden Fall ihre Ausbildung im Nationalsozialismus „genossen“ hatten. Es gab meines Wissens keine Verurteilung ehemaliger ErzieherInnen, Brüder, Diakone, Diakonissen…

    in deutschen Heimen Zwangsarbeit
    geleistet wurde, die laut § 12 GG der Bundesrepublik Deutschland verboten ist: (2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht. (3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig. Außerdem ratifizierte die Bundesrepublik Deutschland 1957 das Abkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in dem Zwangsarbeit für illegal erklärt wurde.

    Der Runde Tisch Heimerziehung
    ein Farce war, die dafür sorgte, dass ehemalige Heimkinder verunsichert und vertröstet werden konnten, es darüber hinaus

    nie eine Entschädigung
    für Ehemalige aus den Höllen deutscher Heimerziehung gab, dass – ganz im Gegenteil – Kirchen, Bund und Länder die Billiglösung wählten und durchsetzten und nicht zuletzt

    ● ein Großteil der Ehemaligen ganz und gar aus jeglicher Art von Zahlung herausfallen:
    ● Ehemalige aus Heimen für Kinder mit Behinderungen,
    ● Kinder, die in die Psychiatrie gesteckt wurden
    ● Kinder, die Zwangsarbeit leisten mussten, bevor sie auch nur 14 Jahre alt waren,
    ● Kinder und Jugendliche, die nach 1975 ohne Lohn und Lohnabgaben in den Heimen schuften mussten.

    In keiner Weise kompensiert werden auch die Brutalitäten und Bestialitäten, die den Kindern und Jugendlichen in den Heimen angetan wurden:

    ● Vergewaltigungen durch so genannte Brüder und Schwestern, von Nonnen und Diakonen, Heimleitern und Diakonissen, PraktikantInnen und älteren Heimkindern,
    ● Prügeln bis hin zu regelrechten Folterungen,
    ● systematischer Freiheitsentzug,
    ● Illegale Medikamentengaben zum Zwecke der Ruhigstellung, des Gefügigmachens oder auch des Experimentierens,
    ● psychische Misshandlung wie „niedermachen“, demütigen, isolieren,
    ● Verweigern von Beschulung und Berufsausbildung,
    ● Gewaltsame Trennung von Geschwistern, Eltern, Großeltern,
    ● Religiöse und politische Indoktrinierung.

    Diese Dinge fanden im der Dokumentation keinen Widerhall, sie wurden nicht erwähnt, geschweige denn diskutiert.

    Erwähnung fanden auch nicht die oftmals desolaten finanziellen Situationen, in denen Ehemalige sich heute häufig befinden.

    "Und alle haben geschwiegen."

    Der Nachhall !?

    Ein ohrenbetäubendes weiteres Schweigen.


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    Siehe auch bei netzwerkB :Und alle haben geschwiegen
    Ein Gastbeitrag von Heidi Dettinger ( Verein ehemaliger Heimkinder
    )
    ( 15.03.2013 ) @ http://netzwerkb.org/2013/03/15/und-alle-haben-geschwiegen/


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    Ich wundere mich immer wieder auf Neue darüber, dass ehemalige Heimkinder den Mut aufgebracht haben, sich diesen Film anzusehen. An anderer Stelle hatte ich schon einmal geschrieben, dass ich diesen Film aufgezeichnet habe. Ich konnte bis jetzt nicht den Mut aufbringen, mir diesen Film anzusehen.

    Vorstellen kann ich mir trotzdem so einiges. Wenn dieser Film die tatsächlichen Umstände hätte wiedergeben sollen, hätte man diesen wohl als FSK 18 kennzeichnen müssen. Überrascht hat mich, dass es gerade das ZDF war, das sich diesem Thema überhaupt gestellt hat.
    Bitte zeichnet meine Petition mit.
    openpetition.de/petition/onlin…rentschaedigungsrecht-oeg
    Es geht uns alle an.
    ich hatte mir, ebenso wie kliv, den film aufgenommen. und auch die dokumentation zum film.
    zuerst habe ich mir später die doku angesehen und zwei wochen später den film. einige szenen in den film waren wirklich schlimm und ich habe mich in genau diese szenen zurückgesetzt gefühlt. super gespielt von habich und sentar berger waren die "spätfolgen" u. a. in den szenen am runden tisch und in der bibliothek.
    unterm strich aber hat mich die dokumentation weit aus mehr belastet.

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    Und so sah es das ZDF selbst,

    wie berichtet am 05.03.2013 | 09:32 auf dem news aktuell - napresseportal


    @ http://www.presseportal.de/pm/7840/2427266/starker-montag-fuer-das-zdf-mit-fiction-und-dokumentation?search=geschwiegen

    Mainz (ots) - Mit dem "Fernsehfilm der Woche: UND ALLE HABEN GESCHWIEGEN" und der sich anschließenden Dokumentation zum selben Thema konnte das ZDF den Montag, 4. März 2013, für sich entscheiden: 5,94 Millionen Zuschauer (17,9 Prozent Marktanteil) verfolgten den bewegenden Film mit Senta Berger und Matthias Habich. Die Dokumentation von Anja Kindler, Gesine Müller und Robert Wortmann sahen 5,60 Millionen Zuschauer (18,7 Prozent Marktanteil). Damit waren Film und Doku die beiden besteingeschalteten Sendungen des Tages.

    Das ZDF lag sowohl in der sehintensiven Zeit zwischen 19.00 und 23.00 Uhr (15,0 Prozent Marktanteil) als auch am gesamten Tag (14,0 Prozent Marktanteil) auf Platz eins der Zuschauergunst.

    Zu diesem Erfolg trug unter anderem auch die SOKO 5113 um 18.05 Uhr bei: 4,30 Millionen Zuschauer (22,5 Prozent Marktanteil) sahen die Folge "Brennendes Herz".

    Pressekontakt:

    ZDF-Pressestelle
    Telefon: +49-6131-70-12121
    Telefon: +49-6131-70-12120

    DAS WICHTIGSTE IN DIESER GANZEN SACHE IST also nicht das Brechen des Schweigens und die gesamtgesellschaftliche Aufarbeitung dieses den Opfern zugefügten Unrechts und Leids, eine Umkehr und ein Sühne tun gegenüber allen damals davon Betroffenen und heute dadurch weiter Leidenden, sondern DIE VERMARKTUNG DES GANZEN ALS ENTERTAINMENT und der Marktanteil für die Entertainment-Szene.
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    Leserkommentare und Zuschauerkommentare

    zum ZDF-Film "Und alle haben geschwiegen."


    3. An Geschehenem kann man nichts mehr ändern.

    n+1
    04.03.2013

    Aber es ist leider auch kein Lerneffekt zu vermelden. Die damals (und auch später) Verantwortlichen genießen heute ihre Mondpensionen. Organisationen wie die christliche Kirche bekommen noch nach 200 Jahren Kompensationszahlungen für ihre Gebietsverluste aus dem Reichsdeputationshauptschluß (allein das Wort gehört verboten). Der Staat zieht Kirchensteuer ein. Wieso? Wenn man Terror bekämpfen will, dann soll man auch vor der eigenen Haustüre anfangen.

    Und Heinz Faßbender schrieb am 5.3.2013 | 18:46 Uhr genau daselbe @ http://www.sueddeutsche.de/medien/und-alle-haben-geschwiegen-im-zdf-graue-kindheit-1.1615367
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    In Bezug auf Beitrag 12 ( oben ):

    NetzwerkB @ http://netzwerkb.org/2013/03/15/und-alle-haben-geschwiegen/

    Lisbeth schreibt am 18.03.2013:

    Liebe Heidi,
    Danke für den klarstellenden Beitrag.
    Viel zu viel wird völlig falsch dargestellt in der Öffentlichkeit. Und diese Lügen prägen das Bild, das Nicht-Betroffene von der ganzen Thematik erhalten. Und dann kommt dieser Eindruck:
    ja was wollen die denn jetzt noches gibt doch einen Entschädigungsfond (auch Senta Berger hatte sich da nicht tiefer eingelesen und informiert – schwach für jemand der eine tragende Rolle in dem Film hat).
    Es macht sich niemand die Mühe das mal genauer zu durchdenken, und was da für den einzelnen wirklich übrig bleibt.
    Es ist einfach widerlich.
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    Martini wrote:

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    In Bezug auf Beitrag 12 ( oben ):

    NetzwerkB @ http://netzwerkb.org/2013/03/15/und-alle-haben-geschwiegen/

    Lisbeth schreibt am 18.03.2013:

    Liebe Heidi,
    Danke für den klarstellenden Beitrag.
    Viel zu viel wird völlig falsch dargestellt in der Öffentlichkeit. Und diese Lügen prägen das Bild, das Nicht-Betroffene von der ganzen Thematik erhalten. Und dann kommt dieser Eindruck:
    ja was wollen die denn jetzt noches gibt doch einen Entschädigungsfond (auch Senta Berger hatte sich da nicht tiefer eingelesen und informiert – schwach für jemand der eine tragende Rolle in dem Film hat).
    Es macht sich niemand die Mühe das mal genauer zu durchdenken, und was da für den einzelnen wirklich übrig bleibt.
    Es ist einfach widerlich.
    .




    Der Brief einer gewissen Lisbeth an bezeichnete Heidi drückt natürlich das aus, was sie selber erlebt und empfunden hatte. Auch im Nachhinein die Enttäuschung über Nicht-Betroffene bzw. das Verhalten einiger Filmschauspieler. Allerdings frage ich mich auch: WAS hätte die gute Frau denn eigentlich erwartet? Dass die Erfahrung eines Heimes während der Kindheit/Jugend eine extreme Belastung war, die oft sogar noch nachwirkt, kann nur jemand begreifen, der es selber erlebte. Einer, der nicht betroffen war, oder, wie beschrieben, eben nur seinen Job als Schauspieler machte, hat - und bekommt auch - keinen wirklichen Bezug dazu. Niemals! Welchen Grund sollte ein NICHT-Betroffener auch haben, sich damit eingehender auseinanderzusetzen?
    Ich kann dir auch ungefähr sagen, was die meisten beim Anschauen dieses Films empfanden: Ein wenig Entsetzen hier, ein bisschen schaurigen Grusel dort. Und anschließend ging es weiter in der Tagesordnung. Nur - kann man das jemandem wirklich verübeln?

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    Ja, natürlich erwarten wir, die Betroffenen, mehr Empathie und Anteilnahme an unserem Schicksal. Mit welchem Recht?

    In meiner näheren Umgebung waren die Reaktionen sehr unterschiedlich. Von " oh wie schrecklich" bis hin " das war damals eben so" war alles dabei. Stellenweise machte sich eine gewisse Beklommenheit breit, die aber schnell veflog. Es war eine rührende Liebesgeschichte in Verbindung mit Hindernissen, wie sie die damalige Zeit hervor gebracht hat, so der Tenor.
    Ich denke, das entsetzliche Leid, das Ausleben sadistischer Neigungen an wehrlosen " Objekten", der alltägliche religiöse ( und in meinem Fall auch politische ) Wahnsinn, die einsamen Nächte und Tage im Bunker, die Prügel bis hin zu Exzessen, die Lieblosigkeit, das Ausbeuten der Kinder, tagelanger Essensentzug und die bewußt gesteuerten Grausamkeiten der Kinder untereinander.............das alles und noch viel mehr kann man garnicht in einem Film von 90 Minuten einbinden und rüber bringen.
    Dafür brauchts eine Dokumentation in Fortsetzungsfolgen, oder einen zehn bis - bis zwanzigteiligen Serienfilm. Und selbst dann kann das Unermeßliche, dass viele erlitten haben, nicht real rüber gebracht werden. Aber wenn auch nur ein Hauch dessen, was sich in den Kinderhöllen abgespielt hat, in deutschen Wohnzimmern hängen bliebe, wäre das schon ein großer Erfolg.
    Der Film war gut gespielt von den Darstellern, ein bißchen " oh wie schrecklichstimmung " kam auch rüber.
    Es war eben nur ein Liebesfilm mit traurigem Hintergrund, der an der Realität meilenweit vorbei schlitterte.
    Aber allemal gut, dass jemand dieses Thema überhaupt aufgriffen hat. :thumb_up:

    Mandolinchen wrote:

    Aber wenn auch nur ein Hauch dessen, was sich in den Kinderhöllen abgespielt hat, in deutschen Wohnzimmern hängen bliebe, wäre das schon ein großer Erfolg.


    Der Film war gut gespielt von den Darstellern, ein bißchen " oh wie schrecklichstimmung " kam auch rüber. :thumb_up:



    Schon richtig, ein Film ist ein Film und wird niemals der tatsächlichen Wirklichkeit eines reellen Erlebens heranreichen. Aber als den "großen Erfolg", wenn die große Masse sich ungefähr ausmalen kann, was in solchen Verwahrungs-Höllen geschah, würde ich das nicht bewerten. Die meisten Menschen denken eher oberflächlich und - Menschen können sehr passiv-sensationslüstern sein. Parade-Beispiel: Zuschauer bei einem schweren Verkehrsunfall mit Verletzten. Jeder Handgriff von Sanitätern und Feuerwehrleuten ist da äußerst spannend - solange sie als Gaffer schön in der sicheren Distanz sind. Später zerreissen sie sich das Maul darüber, dass sie "dabeigewesen" wären. Und nach zwei Tagen ist die Angelegenheit vergessen. Sorry, wenn ich jetzt ein wenig von der Thematik abschweife, aber in einer ziemlich ähnlichen Form sehen das die meisten Fernseh-Zuschauer, die diesen Film anschauten. Grusel hier, Entsetzen und Bedauern da, und woanders ein wenig Zynismus...

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