Die Besatzungskinder unter den Ehemaligen Heimkindern (a.) der Bundesrepublik Deutschland und (b.) der Deutschen Demokratischen Republik.

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      Die Besatzungskinder unter den Ehemaligen Heimkindern (a.) der Bundesrepublik Deutschland und (b.) der Deutschen Demokratischen Republik.

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      »Kinder des Feindes« ( 22.12.2006 ) @ http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-49976912.html ( sehr, sehr langer und detailierter Artikel in DEUTSCH )

      AUSZUG:
      Soldaten der Alliierten zeugten mindestens 66700 Kinder mit deutschen Frauen nach dem Zweiten Weltkrieg in WESTDEUTSCHLAND, berechnete das Statistische Bundesamt. Hinzu kommen Zehntausende Kinder in OSTDEUTSCHLAND. Die Dunkelziffer dürfte noch viel größer sein: Viele Mütter gaben aus Scham den wahren Erzeuger ihres Kindes gar nicht erst an.

      All diese Kinder – „Mündel“ – bekamen sofort bei ihrer Geburt einen »Vormund« vom Jugendamt zugewiesen, und die Chance, dass sie später im Heim landeten war sehr hoch.

      Wie es sich diesbezüglich in der damaligen DDR verhielt weiß ich nicht.

      »The Allies’ Human Legacy Lives On ( 03.05.2005 ) @ http://www.dw.de/the-allies-human-legacy-lives-on/a-1572678[/b] ( kurzer aber trotzdem detailierter Artikel in ENGLISCH )

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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Da gäbe es aber auch noch eine andere Gruppe, nämlich die Kriegswaisen. Viele Väter blieben im Krieg, die Frauen mußten die Kinder allein durch bringen, die wenigsten bekamen Waisenrenten. Oft blieben die Kinder gleich nach der Geburt im Säuglingsheim und wurden später auf Pflegeeltern und Heime verteilt.
      Erbberechtigt sind sie väterlicherseits auch nicht. Man hat es zwar irgendwann mal korrigiert auf die Jahrgänge ab 1949 ?, aber die Kriegsgeborenen wurden da nicht berücksichtigt. Hier gibt es eine große Grauzone.

      Die Besatzungskinder unter den Ehemaligen Heimkindern (a.) der Bundesrepublik Deutschland und (b.) der Deutschen Demokratischen Republik.

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      Weitere Information zu diesem aus gutem Grund speziell von mir zu diesem Thema eröffneten Thread:

      Information, die ich teilweise auch schon vor einigen Jahren anderswo im Internet zusammengestellt und veröffentlicht habe.


      Fakt jedoch ist, daß damalige »Heimkinder« / »Zöglinge«, im Zeitraum von 1933 bis 1992, nicht nur unter Anwendung des »Reichsjugendwohlfahrtsgesetz« ( »RJWG« ) bzw. des »Jugendwohlfahrtsgesetz« ( »JWG« ) »eingesperrt«, »interniert«, »verwahrt«, »bewahrt« und »deportiert« werden konnten und wurden; mal völlig davon abgesehen von der Frage ob solche »Maßnahmen« ( welche »Maßnahmen« auch immer zwischen 1933 und 1992 in Deutschland ihre Anwendung fanden ! ) überhaupt rechtmäßig und gesetzmäßig waren, oder auch überhaupt von „christlichen Werten“ zeugten und damit vereinbar waren.

      Dann gab es natürlich damals auch noch zusätzlich das »Erbgesundheitsgesetz« [ dieses Gesetz soll „in weiten Teilen durch Inkrafttreten des Grundgesetzes 1949 außer Kraft gesetzt worden sein, und „in den verbleibenden Teilen 1974 aufgehoben“ worden sein ! ] und die Kategorisierung »junger Menschen« – »Heimkinder« / »Zöglinge« – gemäß »eugenischen Kriterien« ( biological paradigm of eugenics: »racial hygiene« and »mental hygiene« ) die weiterhin bis in die 1970er Jahre in Deutschland – besonders in Westdeutschland ! – fortbestanden und angewandt wurden. Und teilweise auch auf Grund dessen waren auch, nachweislich, zum Beispiel, im Jahre 1956 mindestens auch 693 uneheliche »Mischlingskinder« / »Afrodeutsche Besatzungskinder« in »totalen Institutionen« in Westdeutschland untergebracht.

      Später, in den 1960er Jahren waren dann auch einige ältere »Heimkinder« auf Grund des in 1961 in Kraft getretenden bundesdeutschen »Bewahrungsgesetzes« in »totalen Institutionen« untergebracht, d.h. »interniert« – und »weiterhin interniert« auch »nachdem sie mit 21 Jahren ihre Volljährigkeit erreicht hatten«.

      Ich kenne auch jemanden in den Vereinigten Staaten ( seit einigen Jahren schon jetzt permanent dort ansässig ) – der ein Besatzungskind ist, der in den beiden von mir in Beitrag 1 ( oben ) angesprochenen Medienartikeln erwähnt wird, der zuvor den Großteil seiner Kindheit und Jugend in deutschen Kinderheimhöllen verbracht hat, der gerne mit so vielen anderen deutschen Besatzungskindern, Ehemaligen Heimkindern, Kontakt aufnehmen möchte, wie sich vielleicht über dieses Forum auffinden lassen würden --- er selbst ist sogar in diesem Forum angemeldet.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Martini schrieb:

      „Soldaten der Alliierten zeugten mindestens 66700 Kinder mit deutschen Frauen nach dem Zweiten Weltkrieg in WESTDEUTSCHLAND, berechnete das Statistische Bundesamt. Hinzu kommen Zehntausende Kinder in OSTDEUTSCHLAND. Die Dunkelziffer dürfte noch viel größer sein: Viele Mütter gaben aus Scham den wahren Erzeuger ihres Kindes gar nicht erst an.“


      ma und ich dachte die haben uns in die schranken gewiesen wegen dem krieg den wir von zaun gebrochen haben....
      derweil, waren die nur zum schnakseln da......
      und unsere landser, denkst du di haben in allen herrgottsländern nur ornaniert??
      ich versteh nicht, warum dieser mensch (martini) nicht das feuer anbeten kann sondern immer nur die asche........
      man merkt er wird alt und redet immer nur von früher.

      hee alter mann, schreib mal was für die zukunft - oder hast du keine mehr?????

      hoffende grüsse
      sonichtso

      Die Besatzungskinder unter den Ehemaligen Heimkindern (a.) der Bundesrepublik Deutschland und (b.) der Deutschen Demokratischen Republik.

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      Weitere Information zu diesem aus gutem Grund speziell von mir zu diesem Thema eröffneten Thread:

      REGIONALGESCHICHE: Soldaten der hier stationierten US-Truppen setzten zahlreiche Besatzungskinder in die Welt und zogen sich oftmals aus der Verantwortung

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      [] Die soziale Kontrolle in der deutschen Nachkriegsgesellschaft und der moralische Druck durch Nachbarn oder Familienangehörige waren nicht immer erfolgreich. Nachdem sich in den ersten Besatzungsjahren die Kontaktfolgen bei manchen abenteuerlustigen "Dollarfrolleins" als Kindersegen einstellten, kam es zu Beziehungsdramen mit aus der Gefangenschaft zurückgekehrten Ehemännern oder Verlobten. Wegen der verstoßenen Besatzungskinder sah sich die amerikanische Armeeführung gezwungen, eigene Kinderheime für solche Kinder, besonders von farbigen Soldaten, einzurichten.

      Adoptionsforderungen abgelehnt

      In Mannheim wurden zwischen 1945 und 1950 nach einem Bericht des "Mannheimer Morgen" von 2002 rund 2200 Besatzungskinder, im Volksmund abfällig "Ami-Bankert" genannt, gezählt, darunter 539 mit dunkler Hautfarbe.

      Die meisten Frauen blieben mit ihren unehelichen Kindern zulasten des deutschen Steuerzahlers zurück. Zur gesellschaftlichen Ächtung kam noch die Sorge um den Lebensunterhalt in der kargen Nachkriegszeit hinzu. Heiratsversprechen waren schnell vergessen, oft wurden von den charmanten "Freunden" falsche Heimatadressen hinterlassen, Unterhaltszahlungen waren die rare Ausnahme. Adoptionsforderungen an US-Bürger vonseiten deutscher Behörden für dunkelhäutige Heimkinder lehnten die amerikanischen Dienststellen generell ab. Arrogant betrachteten sie die Besatzungskinder als rein deutsche Angelegenheit.

      Die dunkelhäutigen US-Soldaten galten damals als besonders großzügig, []

      [ ……… ]

      QUELLE: Schwetzinger Zeitung, Do. 17.01.2013
      [c.
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      sonichtso schrieb:

      Martini schrieb:

      „Soldaten der Alliierten zeugten mindestens 66700 Kinder mit deutschen Frauen nach dem Zweiten Weltkrieg in WESTDEUTSCHLAND, berechnete das Statistische Bundesamt. Hinzu kommen Zehntausende Kinder in OSTDEUTSCHLAND. Die Dunkelziffer dürfte noch viel größer sein: Viele Mütter gaben aus Scham den wahren Erzeuger ihres Kindes gar nicht erst an.“


      ma und ich dachte die haben uns in die schranken gewiesen wegen dem krieg den wir von zaun gebrochen haben....
      derweil, waren die nur zum schnakseln da......
      und unsere landser, denkst du di haben in allen herrgottsländern nur ornaniert??
      ich versteh nicht, warum dieser mensch (martini) nicht das feuer anbeten kann sondern immer nur die asche........
      man merkt er wird alt und redet immer nur von früher.

      hee alter mann, schreib mal was für die zukunft - oder hast du keine mehr?????

      hoffende grüsse
      sonichtso

      siehe
      Anni-Frid Lyngstad wurde Ende 1945 als sogenanntes Tyskerbarn[1] in einer norwegischen Bergbausiedlung als Tochter der neunzehnjährigen Synni Lyngstad geboren. Ihr Vater Alfred Haase war ein deutscher Wehrmachtssoldat aus dem mittelfränkischen Gunzenhausen[2], der im Zweiten Weltkrieg im norwegischen Narvik stationiert war. Sie lernte ihn aber erst 1977 kennen, nachdem die Jugendzeitschrift Bravo Lyngstads Geschichte veröffentlicht hatte. Bis dahin hatte sie angenommen, ihr Vater sei in den letzten Kriegstagen gefallen.

      Die Besatzungskinder unter den Ehemaligen Heimkindern (a.) der Bundesrepublik Deutschland und (b.) der Deutschen Demokratischen Republik.

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      Weiterführend zu Beitrag 1, Beitrag 4 und Beitrag 6 ( oben ).

      Weitere Information zu diesem aus gutem Grund speziell von mir zu diesem Thema eröffneten Thread:

      WIR-HEIMKINDER.AT [ Österrreich ]Beitrag 3 im Thread »Kinder aus Besatzungszeit« @ http://www.wir-heimkinder.at/index.php?page=Thread&postID=28790

      verfasst von »Ros« - Beitrag 3 - Montag, 24. September 2012, um 15:39 Uhr

      [Besatzungskinder] Ach übrings von meiner Sorte gibt es ca 200 tausend und die Meisten in Süddeutschland und die Mehrzahl davon ist auch in Heimen gelandet.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      na nun habe ich doch, die lustige seite vom australier kennen gelernt.
      ein zeichen, dass er meinen post wohl verstanden hat.

      ähhh nein nix schweigen - mir ist nur nicht so richtig klar warum die alten und nie änderbaren themen so eine übergrosse rolle in deinen vielen Bord´s - spielen? also tu einfach weiter, vielleicht gibt es mal die chance auf einen lustigen post von dir, wenn du weist, was ich meine…. :)

      zum thema:
      selbst wenn die verantwortlichen leute ihre aufarbeitungsgeschwindigkeit, vom gemeinem seestern auf dreifinger faultier erhöhen, kommt es doch für alle betroffen zu spät - meine ich.
      einziger Trost an diesem post - für alle betroffenen ist, dass wenigstens einer an sie denkt - und das ist ja schon mal ne tolle erfahrung, in unserer aller vorgerücktem alter.

      sonichtso

      ps: im osten war es ähnlich, wenn man anerkennt das die eigentlich den krieg wirklich verloren haben.

      Die Besatzungskinder unter den Ehemaligen Heimkindern (a.) der Bundesrepublik Deutschland und (b.) der Deutschen Demokratischen Republik, und (c.) auch in Österreich.

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      BESATZUNGSKIND ---> HEIMKIND

      Dierk Schaefers Blog ( 18.02.2010 ) »Geschichte einer geraubten Kindheit, Rezension« @ http://dierkschaefer.wordpress.com/2010/02/18/geschichte-einer-geraubten-kindheit-rezension/

      Geschichte einer geraubten Kindheit

      Die Erstauflage des Buches datiert von 2008. Zu dieser Zeit war „Jöri“ 62 Jahre alt. Der im Buch 14jährige erzählt mit vielen Rückblenden aus seiner Heimzeit. Am Ende des Berichts steht der Beginn der nicht gewollten Bäckerlehre – und wie es bei dem Bäcker zugeht, erfahren wir auch, denn ein Kamerad von Jöri war schon da.

      Die Geschichte von Jenö Alpár Molnár kann man in doppeltem Sinne als Geschichte einer geraubten Kindheit lesen.

      Den einen Aspekt einer geraubten Kindheit kennen wir aus der derzeitigen Heimkinderdiskussion: Unfähiges Heimpersonal, Prügel und Demütigungen, Gewalt, auch unter den Kindern selbst, bis zu sexuellen Übergriffen. Im Hintergrund Jugendämter, die die Kinder nur verwalten, und das möglichst kostengünstig.

      Der andere Aspekt liegt in einem Geheimnis, ähnlich wie bei Oliver Twist oder bei Kaspar Hauser: Wer sind die Eltern von Jöri? Jöri wird als Waise behandelt, doch er ist fest überzeugt, daß seine „Mom“ lebt und er auch einen Vater hat. Es sind nicht nur die üblichen Nachkriegsverhältnisse, die seine Familie auseinander gebracht haben. Das Geheimnis seiner Herkunft ist gezielt herbeigeführt. Die US-Besatzungsarmee in Österreich wollte Ehen zwischen ihren Soldaten und Einheimischen verhindern, so wie auch dafür gesorgt war, daß Vaterschaftsfeststellungen vereitelt wurden durch Versetzungen der Soldaten und Verschleierung der Spuren, wie ich es auch von einem Besatzungskind in Deutschland weiß. Diese von den besetzten Ländern akzeptierte Situation gilt bis heute. Allerdings verwundert das Verhalten der USA nicht, haben sie doch als einziges Land der Welt neben Somalia die UN-Kinderrechtskonvention bis heute nicht unterzeichnet; die Konvention gibt dem Kind ein Recht auf Kenntnis seiner Herkunft. Im Fall von Jöri verweigerten die Behörden nicht nur Kooperation und Auskunft, sondern die Besatzungsmacht griff aktiv ein: Militärpolizisten holten den kleinen Jöri ab, brachten ihn ins Heim und man sagte der Mutter, er sei beim Vater. Die Akten wanderten mit ins Heim, doch sie blieben lange Zeit geheim. Jöri aber „wußte“, daß seine Mutter auf ihn wartet (erst 1986 fanden die beiden wieder zusammen). Die Militärpolizei tauchte in den Träumen des kleinen Jöri auf.

      Wie kam Jöri damit zurecht? Uns begegnet ein äußerst lebendiger Junge, zäh, umsichtig und mit ungeheurer Durchsetzungskraft – und er „trägt das Herz auf der Zunge“, wie es mehrfach heißt. Das hatten (und haben) Erzieher nicht so gern, denn solch ein Kind hat seinen eigenen Kopf, ist unbequem und tanzt aus der Reihe. Am schlimmsten war die prügelnde Schwester Margit; na ja, da ist auch noch die Heimleiterin, die Jöri brutal zusammenschlägt, nachdem er ihr eine Standpauke gehalten hat – und ihn schließlich zu dem Bäcker in die Lehre schickt, von dem sie weiß, wie er seine Lehrlinge skrupellos ausbeutet. Doch Lehrjahre sind keine Herrenjahre, meint auch das Jugendamt. Die Bäckerlehre ist kostengünstig – und die „Berufsberatung“ eine Farce.

      Wie kam Jöri damit zurecht? Das ist die Frage nach den Schutzfaktoren, nach der „Resilienz“. Davon hatte Jöri sehr viel. Über die Lebensenergie, die er von Geburt mitbekam, können wir nur spekulieren. Doch wir wissen, daß es Säuglinge und Kleinkinder gibt, die voll Energie stecken, manchmal durchaus zum Leidwesen der gestreßten Eltern. Und dann gibt es die „Pflegeleichten“. Ich kann mir nicht vorstellen, daß Jöri jemals phlegmatisch war. Im Heim jedenfalls nicht. Wir sehen einen Jungen, der den Widerstand organisiert, sich für Schwächere einsetzt, der Schwester Margit – wie zum Schluß auch der Heimleiterin – die Leviten liest und planvoll und erfolgreich dafür sorgt, daß Schwester Margit das Heim verlassen muß. Er entmachtet auch Stefan, den Primus und Liebling von Schwester Margit, und organisiert die Gruppe als Beistands- und Schutzgemeinschaft. Er gibt sich auch nicht damit zufrieden, daß die Heimleiterin nichts gegen die fünf Jungen tun will, die ihn überfallen und geschändet haben, und er setzt sich durch. Jöri hat allerdings auch Unterstützer, nicht nur seine Kameraden. Da sind insbesondere die Schwester Gusti und der Lehrer, freundlich sind aber auch der Schreiner im Heim und die Küchenchefin. Sie sichern Jöri eine abgehobene Position, auch wenn der Heimalltag immer wieder unbarmherzig durchschlägt.

      Mindestens genau so wichtig erscheint mir jedoch etwas anderes. Es ist das große Geheimnis, dem er auf die Spur kommen muß – und er „weiß“ eine ihn liebende Mutter irgendwo auf der Welt. Das heißt: In seiner Vorstellung existiert eine enge Mutter-Sohn-Bindung, die ihm Kraft gibt, den Mißhandlungen und Ungerechtigkeiten im Heim zu trotzen. Er fragt nicht nach den Elternhäusern der Kameraden, sieht die Nicht-Waisen eher im Vorteil, weil Jugendamt und Heim sich denen gegenüber nicht so viel herausnehmen können, wie bei den schutzlosen Waisen. Er fragt nicht, warum seine Kameraden nicht bei ihrer Familie aufwachsen, wo wir doch wissen, daß manche Familien ihre Kinder mißhandeln und mißbrauchen und sie deshalb im Heim leben. Daß viele Kinder unter der „professionellen Pädagogik“ ebenso leiden mußten wie daheim, das steht auf einem anderen Blatt. Jöri ist seinem Geheimnis auf der Spur – und als es ihm aufgedeckt wird, darf er zwar darüber nicht sprechen, doch nun weiß er definitiv, daß er von seiner ihn liebenden Mutter fortgerissen wurde.

      Die Biographie Jöris deckt nicht nur die „Schwarze Pädagogik“ in der Heimerziehung auf, sondern auch den Schandfleck des us-amerikanischen Umgangs mit Kinderschicksalen und in der Folge auch des österreichischen Staates, der nicht nur seiner Aufsichtspflicht über die Heime nicht nachkam, sondern Jöri als Staatenlosen ins Leben entließ. Es ist die Geschichte der Ausgrenzung als lästig empfundener Kinder, Kinder, die vom Personal weder gemocht werden (von geliebt ganz zu schweigen), noch nach den Regeln des pädagogischen Wissensstandes erzogen wurden. Heute verlangen diese Kinder Anerkennung, Rehabilitation und Entschädigung, in Irland, in Deutschland, in Österreich – und demnächst wohl auch anderswo, denn es ist nicht anzunehmen, daß es in anderen Ländern besser war. Doch auch jetzt sind sie nur lästig, die ehemaligen Heimkinder. Für Betroffenheitsbekundungen reicht es wohl, aber bis zu einer materiellen Anerkennung des staatlich zu verantwortenden, meist aber kirchlich praktizierten Unrechts ist es noch weit.

      Wäre das Buch kein Lebensbericht, hätte es keinen dokumentierenden Bildanhang, könnten wir es als klassischen Bildungsroman lesen: Ein junger Mensch auf dem mit zahlreichen Hindernissen gespickten Weg ins Erwachsenenalter. Erzählform ist das Imperfekt, die Dialoge und reflektierenden Gedanken jeweils in der Gegenwart. Dadurch wird die „Handlung“ lebendig und Jöri so sympathisch, daß man sich unweigerlich von Seite zu Seite mehr mit ihm identifizieren kann. Das gilt für sein heldenhaftes Verhalten und seine Klarsicht; aber auch für die ungewöhnliche Reife bei seiner unbefangenen Behandlung pubertärer Sexualnöte und für sein Liebeserlebnis mit der Küchenhilfe Lisa. Wer in der damaligen verklemmten Zeit aufgewachsen ist, hätte an diesen Punkten jedenfalls gern mit ihm getauscht.

      Doch dieser Bildungsroman mit Dokumentationsanspruch wirft auch Fragen auf. Das Buch ist im Rückblick auf den 14jährigen und dessen Vergangenheit geschrieben. Das ist nicht unproblematisch, denn auch wenn man unterstellt, daß Jöri in Gedanken und Verhalten reifer war als altersüblich, so ist doch kaum anzunehmen, daß er damals zu den Formulierungen, Monologen und reifen Gedankengängen in der Lage war, wie im Rückblick auf den 14jährigen. Der Leser fragt sich, inwieweit in dieser Darstellung bereits die Gedanken und Verarbeitungsversuche, auch die Stilisierungsbemühungen des Erwachsenen den Blick auf den damaligen Jöri beeinflußt haben. Es mag auch sein, daß der Autor versucht, sich ein Stück des ihm gestohlenen Lebens zurückzuerobern. Auch wüßte man gern, wie es dem Jöri später erging. Hier vermißt man ein erhellendes Editorial, hervorgegangen aus einer auch psychologisch fachkundigen Begleitung beim Erstellen des Manuskripts.

      Doch abgesehen davon: Ein lesenswertes Buch, das uns das Schicksal der abgeschobenen Kinder näher bringt und uns nachdenklich werden läßt; nachdenklich, weil wir immer noch nicht sicher sind, wie wir Kindeswohl außerhalb der Familie bieten können, wenn die Familie – warum auch immer – ausfällt. Die Prügelpädagogik ist zum Glück vorbei. Die Rechte der Kinder aber scheitern all zu oft an der Realität, die wir Erwachsenen für uns geschaffen haben.

      Jenö Alpár Molnár, Wir waren doch nur Kinde - Geschichte einer geraubten Kindheit; August von Goethe Literaturverlag, Frankfurt, 20092, 301 Seiten, plus Bildanhang, 17,40 €

      Rezensiert von Dierk Schäfer, Freibadweg 35, 73087 Bad Boll

      Die Rezension bezieht sich ausschließlich auf das Buch.

      Unter
      http://www.interview-trier.de/Molnar.html kann man mehr über „Jöri“ erfahren.

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      Ein Denkmal in Musik gesetzt

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      MISCHLINGSKIND IM NACHKRIEGSDEUTSCHLAND (DDR) ---> HEIMKIND

      „dunkelhäutiges HEIMKIND“

      ERSTENS:

      Detlef D! Soost - vom Heimkind zum Medienstar @ http://www.youtube.com/watch?v=CjMDnE0HUGg ( 25 Min. und 33 Sek. )

      ZWEITENS:

      AMAZON @ http://www.amazon.de/Heimkind-Neger-Pionier-Mein-Leben/dp/3805207913
      »D! Heimkind - Neger - Pionier. Mein Leben« [ 2005 ]

      Detlef Soost alias D! ist der Tanzcoach der Nation. Er wurde durch die TV-Show "Popstars" berühmt, gab den "No Angels", "BroSIS" und "Overground" den letzten Schliff, und arbeitete für die Creme de la Creme der internationalen Pop-Szene. Shaggy, Sarah Connor, Modern Talking, Jeanette Biedermann und Baby Bash sind nur einige der Top-Acts, die auf Soosts Fähigkeiten vertrauten.

      In den vergangenen Jahren erstellte er mehr als 250 unterschiedliche Choreographien für über 140 Bands und Künstler.

      Eine Bilderbuch-Karriere vom Heimkind zum Vorbild und Motivator einer ganzen Generation!



      Fesselndes Buch über ein viel zu selten behandeltes Thema - 27. April 2009


      Von Sabrina Knüppel
      Detlef Soost beschreibt mit rührenden Worte wie er seine Kindheit erlebt hat und wie es ihn im größten Kinderheim der DDR (Königheide/Makarenko) und im Kinderheim in der Paul-Gesche-Str. in Berlin-Lichtenberg erging und wie er was aus sich machte. Das Buch hat mich sofort gefesselt und ich hatte es ganz schnell ausgelesen. Leider gibt es viel zu wenig Literatur über die Heimkinder der DDR.

      DRITTENS:

      LOVELYBOOKS @ http://www.lovelybooks.de/autor/Detlef-D!-Soost/Heimkind-Neger-Pionier-143336690-w/

      »Heimkind - Neger - Pionier« [ 2005 ]
      von Detlef D! Soost

      Detlef Soost alias D! ist der Tanzcoach der Nation. Er wurde durch die TV-Show "Popstars" berühmt, gab den "No Angels" , "BroSIS" und "Overground" den letzten Schliff, und arbeitete für die Creme de la Creme der internationalen Pop-Szene. Shaggy, Sarah Connor, Modern Talking, Jeanette Biedermann und Baby Bash sind nur einige der Top-Acts, die auf Soosts Fähigkeiten vertrauten. In den vergangenen Jahren erstellte er mehr als 250 unterschiedliche Choreographien für über 140 Bands und Künstler. Eine Bilderbuch-Karriere vom Heimkind zum Vorbild und Motivator einer ganzen Generation? Doch der Weg von ganz unten nach ganz oben war lang und steinig, denn sein überragender Erfolg wurde ihm nicht in die Wiege gelegt: Als Sohn einer Deutschen und eines Ghanaers 1970 in Pankow geboren, wuchs er in der ehemaligen DDR auf. Schon mit sieben Jahren kam er ins Kinderheim, weil seine Mutter schwer krank wurde und er seinen Vater noch nie gesehen hatte. Das Tanzen wurde in der Einsamkeit zu Zuflucht und Berufung. D! wollte so gut werden wie Michael Jackson. Schon mit 12 Jahren übte er jeden Tag zäh und unermüdlich. Diese Beharrlichkeit, Disziplin und Härte gegen sich selbst vermittelt er heute seinen Schülern. Faulheit lässt er nicht durchgehen: "Du kannst es schaffen", sagt er ihnen, "aber du musst es wirklich wollen und darfst niemals aufgeben!"

      VIERTENS:

      DIE WELT[ Musiker Detlef Soost ] »Der Tanzfeldwebel« ( 13.05.2003 ) @ http://www.welt.de/print-welt/article693710/Der-Tanzfeldwebel.html
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      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Die Besatzungskinder unter den Ehemaligen Heimkindern (a.) der Bundesrepublik Deutschland und (b.) der Deutschen Demokratischen Republik, und (c.) auch in Österreich.

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      Ich aktualisiere dieses, m.M.n., wichtige Thema hier jetzt mal wieder, damit es nicht völlig in Vergessenheit gerät.

      Martini schrieb:

      .
      Dies ist ein Heimkinderforum !

      Dies ist das HEIMKINDER-FORUM.DE
      !

      Beitrag 1 dieses von mir, »martini«, eröffneten Threads »Die Besatzungskinder unter den Ehemaligen Heimkindern (a.) der Bundesrepublik Deutschland und (b.) der Deutschen Demokratischen Republik.
      «, und die meinerseitigen Hinweise darin auf relevante dazu beitragende Medienartikel handelt und handeln ausschließlich von ehemaligen Heimkindern, der ihrerseitigen Suche nach ihren Vätern, Müttern und anderen Verwandten und der ihrerseitigen Aufarbeitung ihrer Vergangenheit.

      Ein Thema, dass durchaus in ein
      Heimkinderforum
      gehört, denke ich mal.

      Jeder weitere meinerseitige Beitrag von mir hier in diesem von mir eröffneten Thread getätigt ist sachbezogen und befasst sich ausschließlich mit dem Thema Ehemalige Heimkinder.

      Alles meinerseitige Beiträge, die in einen Ehemalige Heimkinder relevanten Thread gehören, denke ich mal.

      Dabei ist es jedoch noch nicht einmal eine Vorbedingung, dass ein in diesem
      Heimkinderforum
      eröffnetes Thema einzig und allein von Ehemaligen Heimkindern handeln muß.

      Also auch da gibt es nichts worüber oder aufgrund dessen man anfangen könnte zu stänkern, denke ich mal.

      Warum also sollte oder könnte jemand – ein Boarduser – der sich in einem
      Heimkinderforum aufhält, selbst ein ehemaliges Heimkind ist, oder angibt ein solches gewesen zu sein, ein Problem mit diesem Thema »Die Besatzungskinder unter den Ehemaligen Heimkindern (a.) der Bundesrepublik Deutschland und (b.) der Deutschen Demokratischen Republik. « ( oder anderen Ehemaligen Heimkinder Themen in diesem Heimkinderforum
      ), den darin enthaltenen sachbezogenen Beiträgen, oder dem Verfasser dieser Beiträge haben ?

      [ ……… ]

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      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
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      Man muss nicht dunkelhäutig sein um als uneheliches Besatzerkind mies angemacht zu werden. In meiner Kindheit gab es viele
      unwürdige Methoden um darauf hinzuweisen das ein Bastard unterwegs ist.
      Die Nachbarn haben einen Storch gebastelt der über die Haustür genagelt wurde. Immer wenn Der Schnabel nach unten wies, war der Vater nicht bekannt. Zeigte er gerade,dann war alles gut. Solche perfiden Kleinigkeiten konnten in einem Leben zum großen Problem werden.
      Das Leben ist eine kurze Unterbrechung immerwährendem Fortseins
      Man hat es mir sehr lange verheimlicht,wer ich wirklich bin.
      Wenn mir jemand Fremdes gesagt hatte,was ich bin,konnte ich nichts damit anfangen
      und wenn ich nachgefragt hatte,da beschützte mich immer meine geliebte Großmutter .
      Sie beschwichtigte es und meinte,die erzählen dummes Zeug und wollen sich wichtig machen.

      Es durfte einfach nicht darüber erzählt werden,das war verboten.
      Eigenartig Christa, auch mich hatte meine heißgeliebte Oma Bons immer schützen wollen. Wir sind wohl doch eher Omakinder.
      Erst sehr spät hatte ich erfahren, daß mein Erzeuger Ami war. Aber ein Vater hat mir das Leben lang gefehlt. Keine Ahnung warum das so ist. Daran hat sich nichts geändert, obwohl alles zu spät wäre. Na ja,im nächsten Leben wird alles anders.
      Das Leben ist eine kurze Unterbrechung immerwährendem Fortseins