"Tatort Kinderheim" --- Erziehungsheime waren "Zentren der Gewalt" gleichermaßen in Deutschland, Österreich und in der Schweiz !

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      "Tatort Kinderheim" --- Erziehungsheime waren "Zentren der Gewalt" gleichermaßen in Deutschland, Österreich und in der Schweiz !

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      Österreich - DER STANDARD ( Mo. 17.09.2012, 11:54 ) @
      http://derstandard.at/1347492713574/Tatort-Kinderheim-Erziehungsheime-waren-Zentren-der-Gewalt

      "Tatort Kinderheim" --- Erziehungsheime waren "Zentren der Gewalt"

      Hans Weiss hat in seinem neuen Buch Vorgänge in 135 Einrichtungen untersucht und liefert einen erschütternden Befund

      Wien - Bis weit ins letzte Drittel des 20. Jahrhunderts hinein waren die Kinder- und Jugendheime in Österreich "Zentren der Gewalttätigkeit und des sexuellen Missbrauchs". Zu diesem Befund kommt Hans Weiss in seinem Buch "Tatort Kinderheim", das am Montagabend in der Wiener Hauptbücherei präsentiert wird. Bei einigen Heimen habe es sich um regelrechte "Kindergulags" gehandelt, hält Weiss fest.

      Längerer Artikel bezüglich einem neuen augenöffnenden Sachbuch - WEITERLESEN @
      http://derstandard.at/1347492713574/Tatort-Kinderheim-Erziehungsheime-waren-Zentren-der-Gewalt
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      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

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      "Tatort Kinderheim" --- Erziehungsheime waren "Zentren der Gewalt" gleichermaßen in Deutschland, Österreich und in der Schweiz !

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      http://www.lifepr.de/pressemitteilung/universitaet-kassel/Ausstellung-und-Forschungsergebnisse-zur-Heimerziehung-praesentiert/boxid/371612

      Ausstellung und Forschungsergebnisse zur Heimerziehung präsentiert

      (lifePR) (Kassel, 04.12.2012)
      Kinder und Jugendliche, die zwischen 1953 und 1973 in Heimen des Landeswohlfahrtsverbandes (LWV) Hessen lebten, waren körperlicher und psychischer Gewalt ausgesetzt. Das belegen Interviews mit Betroffenen im Rahmen eines Forschungsprojekts der Universität Kassel. Ein Jahr lang hat sich eine Forschungsgruppe unter Leitung der Soziologin Prof. Dr. Mechthild Bereswill und der Juristin Prof. Dr. Theresia Höynck mit der Situation in den Kinder- und Jugendheimen des LWV beschäftigt. Gemeinsam mit der Kunsthochschule Kassel entwickelte das interdisziplinäre Team eine Ausstellung, die Forschungsergebnisse und Erfahrungen ehemaliger Heimkinder und Mitarbeiter der Einrichtungen sichtbar macht.

      Forschungsprojekt und Ausstellung wurden vom LWV ausgeschrieben und finanziert. "Es ist wichtig, die Erinnerung wach zu halten", betonte Dr. Andreas Jürgens, Erster Beigeordneter des LWV Hessen. "Gerade mit Blick auf das 60-jährige Bestehen des Verbandes im kommenden Jahr wollen wir aufklären über die Zeit der 1950er und 1960er Jahre und hierdurch die Verantwortung des LWV wahrnehmen."

      Unterwerfung und Willkür

      1.010 Fallakten (von rund 14.000) wurden von dem Forschungsteam des Fachbereichs Humanwissenschaften der Universität mit einem umfangreichen Erhebungsbogen ausgewertet sowie 15 Zeitzeugen befragt, die in den Heimen gelebt oder gearbeitet haben, in der Verwaltung beschäftigt waren oder öffentlich Kritik übten. In ihrer Bilanz kamen die Wissenschaftlerinnen zu der Einschätzung, die Fürsorgeerziehung in den Heimen habe sich an Vorstellungen von Ordnung und Unterwerfung und nicht an subjektiven Rechten und Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder und Jugendlichen orientiert.

      Dafür fand das Forschungsteam in den Akten eine Reihe von Belegen:

      - So finden sich in den Fallakten kaum Hinweise auf Beteiligungsprozesse und auf formale Anhörungen.
      - Hinweise auf systematische Planungen des Aufenthalts und individuelle Perspektiven fehlen.
      - Familienmitglieder und Angehörige wurden nicht einbezogen.
      - Beschwerden gegen Beschlüsse gab es selten und die wenigen wurden in der Mehrzahl abgelehnt.
      - Besuche und Urlaube wurden als Störung des Heimalltags und des Erziehungsprozesses betrachtet und vielfach als Sanktionsmittel eingesetzt.
      - Eine Rückkehr in die Familie oder andere soziale Kontexte wurden nicht vorbereitet.

      Aus den Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen geht hervor, dass diese die Einweisung und andere Maßnahmen überwiegend als nicht nachvollziehbar und willkürlich erinnern. Sowohl ehemalige Heimkinder als auch Mitarbeiter berichteten von Ohnmachtserfahrungen und dem Gefühl, bürokratisch verwaltet zu werden.

      Psychische und körperliche Gewalt

      Sie berichteten außerdem von Hierarchien, autoritären Umgangsformen und direkter psychischer sowie körperlicher Gewalt.

      Dazu gehörten:

      - Appelle, Essensentzug, Kaltduschen, sinnlose Arbeiten und Isolation,
      - für geschlossene Institutionen typische Mechanismen der gegenseitigen Auf- und Abwertung in den Gruppen: Rangordnungen wurden durch grausame Aufnahmerituale abgesichert und von Erzieherinnen und Erziehern durch Wegsehen geduldet,
      - strukturelle Gewalt durch nicht nachvollziehbare medizinische (u. a. gynäkologische) Untersuchungen, die bei der Aufnahme wie auch nach jeder Entweichung stattfanden oder Quarantäne als Teil der Aufnahmeprozedur.

      "Die gesellschaftlichen Erziehungsvorstellungen waren in der westdeutschen Nachkriegsgesellschaft allgemein stark auf die Erzeugung von Anpassung und Ordnung ausgerichtet", sagte Prof.Höynck. "Dies prägte auch die aus heutiger Sicht unerträglichen Sanktionen gegenüber Kindern und Jugendlichen in den Erziehungsheimen." Für viele bedeute der Heimaufenthalt bis heute ein Stigma: Dies führe für einige Menschen zu einem Leben in Angst davor, dass ihre Vergangenheit als Heimkind entdeckt und von ihrem Umfeld abgelehnt und abgewertet werden könnte. "Viele der Interviewten können die damalige Einweisung bis zum heutigen Tag nicht verstehen oder auch nicht einordnen", sagte Prof. Bereswill. In den Interviews sei in keinem einzigen Fall von positiven, unterstützenden oder gar freundschaftlichen Beziehungen zwischen dem Personal und den Kindern und Jugendlichen die Rede: "Die Jugendlichen hatten niemanden, mit dem sie geschützt über ihre Fragen und Erlebnisse sprechen konnten, und diese Sprachlosigkeit setzt sich teilweise bis heute fort."

      Der Abschlussbericht des Forschungsprojekts wird Ende 2012 vorgelegt.

      Ausstellung in Kassel und Wiesbaden

      Prof. Gabriele Franziska Götz und Prof. Joel Baumann von der Kunsthochschule Kassel waren schon früh in das Forschungsprojekt eingebunden und haben eine Wanderausstellung entwickelt. Die Ausstellung visualisiert auf vier Projektionsflächen Zeitgeist, Alltagskultur und Ordnungsvorstellungen der 1950er, 1960er und frühen 1970er Jahre, die Architektur der Heime, die unterschiedlichen Perspektiven von Kindern, Jugendlichen, Heimpersonal und Bürokratie sowie Aktenlogik und den damaligen Sprachgebrauch. Zu allen Aspekten sind Ausschnitte aus den Zeitzeugeninterviews zu lesen und hören. Die Ausstellung lädt dazu ein, sich mit einer Phase der jüngsten deutschen Geschichte auseinander zu setzen.

      Die Ausstellung Heimerziehung 1953 bis 1973 in Einrichtungen des LWV Hessen wird vom 4. bis zum 21. Dezember im Ständehaus, Ständeplatz 6 - 10, in Kassel gezeigt (montags bis samstags, 10 bis 17 Uhr).

      Vom 20. bis zum 24. Mai wird sie im Hessischen Landtag in Wiesbaden zu sehen sein.

      Hintergrund

      Die Untersuchung umfasst den Zeitraum von der Gründung des LWV Hessen im Mai 1953 bis zum Einsetzen der Heimreformen im Jahr 1973. Mit seiner Gründung hat der Verband neun Heime übernommen, in denen zu jener Zeit rund 1.700 Zöglinge lebten. Es waren

      - das Heilerziehungsheim Kalmenhof in Idstein, in dem auch geistig behinderte Menschen betreut wurden,
      - das Jugendheim Wabern,
      - das Mädchenheim Fuldatal in Guxhagen,
      - das Jugendheim Staffelberg,
      - das Jugendheim Homberg,
      - das Jugendheim Idstein,
      - das Jugendheim Steinmühle in Obererlenbach,
      - das Jugendheim Weilmünster und
      - das Jugendheim Lahneck in Buchenau/Lahn.

      Der LWV war Träger, Kostenträger und Fürsorgeerziehungsbehörde.

      Die Verbandsversammlung, das Parlament des LWV, hat 2006 eine Resolution verabschiedet, in der sich der Verband bei den ehemaligen Heimkindern entschuldigt hat. 2006 veranstaltete der LWV mit der Internationalen Gesellschaft für Erzieherische Hilfen (IGfH) und dem Spiegel-Buchverlag eine Fachtagung zum Thema Heimerziehung. 2009 folgte eine Fachtagung mit der IGfH zum Thema Heimkampagne und -reform.

      Eine Chronik zur LWV-Heimerziehung finden Sie unter

      http://www.lwv-hessen.de/webcom/show_article.php/_c-471/_nr-9/i.html
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      Vor kurzem von Dr. Horst Schreiber zur Situation der HEIMKINDERPROBLEMATIK IN ÖSTERREICH abgegebene Stellungnahme.

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      http://www.heimerziehung.at/images/Gelebte_Heuchelei.pdf


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      Gelebte Heuchelei

      Niederprügeln, demütigen, sexuell ausbeuten, schuften statt lernen. So sah die Heimerziehung für die Mehrzahl hilfsbedürftiger Kinder aus, die ärmsten Verhältnissen entstammten. Von 1945 bis Anfang der 1980er Jahre. LR Christine Baur lehnt den Kompromissvorschlag von LA Andreas Brugger ab, durch den Heimopfer die Möglichkeit bekommen, die an ihnen begangenen systematischen Menschenrechtsverletzungen vor Gericht zu bringen.

      Innerhalb der Verjährungsfristen konnten die Opfer in der Vergangenheit in eigener Sache nicht tätig werden. Politik, Ämter, Gerichte, Psychiatrie und Exekutive schauten weg, schüchterten ein, vertuschten und vernichteten Beweismittel. Eine unabhängige Beschwerdestelle gab es nicht, kaum jemand schenkte den Betroffenen Glauben. Jahrzehntelang wurde das Recht gebeugt, nun beruft sich LR Baur auf die Rechtsstaatlichkeit – zum Schutz des Landes Tirol.

      2010 hat die Steuerungsgruppe Opferschutz des Landes Tirol einen Bericht vorgelegt, zu dessen Umsetzung sich das Land bekannt hat. Darin heißt es, „dass ein sehr hoher Teil der Fälle bereits verjährt ist und daher selbst bei bester Beweislage nicht mehr in einem gerichtlichen Verfahren verfolgt werden kann. Wie die Tiroler Fälle zeigen, sollten wenigstens die Verjährungsfristen für schwere Amtshaftungsfälle verlängert oder noch besser für schwere Fälle aufgehoben werden.“

      Univ.- Doz. Dr. Horst Schreiber

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      „LR“ steht für Landesrätin
      Zu der Landesrätin Christine Baur siehe
      WIKIPEDIA @ http://de.wikipedia.org/wiki/Christine_Baur sowohl wie auch @ https://www.tirol.gv.at/regierung/christine-baur/ sowohl wie auch @ http://tirol.gruene.at/partei/abgeordnete/baur
      „LA“ steht für „Landtagsabgeordneter“
      Zu dem Landtagsabgeordneten Anreas Brugger siehe
      WIKIPEDIA @ http://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Brugger_(Politiker) sowohl wie auch @ http://fakten-uber.de/andreas_brugger_(politiker)
      Zu Univ.- Doz. Dr. Horst Schreiber siehe @ http://www.horstschreiber.at



      Siehe auch noch einmal den diesbezüglichen Bericht dazu in der Tiroler Tageszeitung ONLINE ( vom 14.06.2014 ) »Heimopfer: Verjährung wackelt« @ http://www.tt.com/politik/landespolitik/8511976-91/heimopfer-verj%C3%A4hrung-wackelt.csp
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      Ja, das ist möglich, aber hat sich überhaupt jemand dafür interessiert, ob WIR nicht auch überfordert waren?
      Tapferkeit ist das Vermögen und der überlegte Vorsatz,
      einen starken aber ungerechten Gegner Widerstand zu leisten.
      (Immanuel Kant)

      Der Ziellose erleidet sein Schicksal, der Zielbewusste gestaltet es.
      (Immanuel Kant)

      Das traurigste bei euch ist aber das wenn ihr wirklich alle als leidende anerkannt wuerdet ,die Gesellschaft (der Staat) und ie Kirche die ja immer zusammen arbeiten alle finanziellen Ansprueche auf das absolute minimum setzen wuerde und es so lange wie moeglich ausdehnen wuerden um die eigentliche bezahlung auszufuehren.Um so laenger man wartet um so mehr sterben ja.
      Zum Gueck ist das hier bei uns dem Lande des Kapitalismus anders.Entschaedigungen fuer einzelne sind manchmal schon in die millionen gegangen und hunderttausende sind die norm.Viele Kattholische Diozesen sind hier richtig in die Pleite gegangen,mussten ihre Anlegen und Grundstuecke verkaufen. Der Unterschied ist ,wir haben eine separation zwichen Staat und Kirche und wir nehmen das sehr Ernst.Bei euch hat das auch wenns in eurer Verfasung steht keine Bedeutung da eure politiker und eure Kirchen unter einer Decke schlafen.Der Name sagts ja schon :Christliche demokraten und Christliche Partei so und so.So was sind die,Politische Partein mit christlichen Einfluss oder religioese Organisationen mit politischen Einfluss.

      Ich persoehnlich glaube das ihr nur Erfolg habt wenn der Europaeische Gerichtshof die Deutsche Regierung und die Kirche fuer guelig erklaehrt,denn Deutschland bei sich selbst wuerde nie seine Schuld zugeben.Amen




      Ist warscheinlich nicht mehr so gutes deutsch aber nach fast 70 Jahren englisch hoffe ich das der Inhalt verstanden wird

      "Tatort Kinderheim" --- Erziehungsheime waren "Zentren der Gewalt" gleichermaßen in Deutschland, Österreich und in der Schweiz !

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      Wie bitte, „von Ehemaligen Heimkindern weiß man nichts“ und „habe“ man „nichts gewusst“ ??Für „so etwas“ „habe“ man weder „Zeit“, „Geld“ noch „Interesse??

      Beitrag von Helmut Jacob --- massiv informativ und augenöffnend !!

      Direkt aus dem Helmut Jacob Blog zitiert. --- hier zitiert von Martin MITCHELL in Australien.

      ( QUELLE @
      http://helmutjacob.over-blog.de/article-brief-vom-superintendenten-in-sachen-kirchenaustritt-123918001.html )

      Weiterverbreitung, auch im Volltext, erlaubt und ausdrücklich erwünscht !!


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      Brief vom Superintendenten in Sachen Kirchenaustritt [ d.h. bezüglich dem Kirchenaustritt von Helmut Jacob ] --- [ Postbrief vom10.06.2014von Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Hattingen-Witten, Herrn Ingo Neserke (wie abgebildet im Original) ]

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      Sehr geehrter Herr Jacob,

      Ihren Brief, in dem Sie Ihren Austritt aus der Evangelischen Kirche mitteilen, habe ich mit Betroffenheit gelesen. Ihre Entscheidung kann ich in Anbetracht der leidvollen Erfahrungen, die Sie mit Mitarbeitenden der Diakonie und der Ev. Kirche gemacht haben, sehr gut nachvollziehen.

      Leider hatte ich bisher keine Kenntnis von Ihrer Geschichte und der des Jo- hanna-Helenen-Heims. Wahrscheinlich haben Sie sich in der Vergangenheit richtigerweise an den Ev. Kirchenkreis Hagen gewandt, zu dem die Stiftung Volmarstein und das Johanna-Helenen-Heim kirchlicherseits gehören. Daher erlaube ich mir, Ihren Brief informationshalber an die neue Superintendentin des Ev. Kirchenkreises Hagen, Pfarrerin Verena Schmidt, weiterzuleiten.

      Selbstverständlich bedaure ich sehr, dass wir Sie als Gemeindeglied unserer Kirchengemeinde in Wengern verlieren.

      Für Ihren weiteren Lebensweg wünsche ich Ihnen, dass Sie trotz der schmerzlichen Erfahrungen Gottes liebevolle Zuwendung erleben. So wünsche ich Ihnen Gottes Begleitung und seinen Segen.

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      Stellungnahme [ von Helmut Jacob zu diesem Postbrief von Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Hattingen-Witten, Herrn Ingo Neserke vom10.06.2014 ]

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      16. Juni 2014

      Herrn Superintendent

      Ingo Neserke

      Wideystraße 24

      58452 Witten

      Fax: 02302/589198

      Email:
      superintendentur@kirche-hawi.de

      Mein Austritt aus der Evangelischen Kirche – Ihr Schreiben vom 10. Juni 2014

      Sehr geehrter Herr Neserke,

      zunächst danke ich Ihnen sehr herzlich für Ihre umgehende Antwort! In der Regel wartet man einige Monate und muß dann sogar Antworten anmahnen, wenn es um das Thema „Verbrechen an Heimkindern“ geht. Diesbezüglich bleiben die Verantwortlichen gern in Deckung.

      Mein Schreiben ging mit gleichem Inhalt auch an den Ratsvorsitzenden der EKD, das Diakonische Werk, Frau Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, die Evangelische Stiftung Volmarstein und unseren Gemeindepfarrer Uli Mörchen. Mir liegt viel daran, auch Ihnen zu verdeutlichen, daß meine persönlichen Erfahrungen in einem Heim für behinderte Kinder keine Rolle spielen und ich auch keine Anträge auf irgendwelche Entschädigungsleistungen stellen werde. Ich vertrete die Interessen behinderter ehemaliger Heimkinder der damaligen Orthopädischen Anstalten Volmarstein. Unsere Arbeitsgruppe bietet allerdings auch behinderten Opfern anderer Einrichtungen an, ihr Sprachrohr zu sein. Daher auch mein Erwiderungsschreiben unter unserem Gruppennamen.

      Es ist erschütternd, daß offenbar bis zu den Superintendenten noch nicht durchgedrungen ist, daß in den Nachkriegsjahrzehnten bis Anfang der 80er Jahre fast 1.000.000 junge Menschen in Einrichtungen der Erziehungshilfe und Behindertenhilfe, sowie in die Psychiatrie Zwangseingewiesene Opfer zahlreicher Verbrechen wurden. Es gibt wohl kein Verbrechen, das überhaupt nicht begangen wurde. Diese Kinder und Jugendlichen wurden überwiegend physisch und psychisch mißhandelt, mußten teilweise auch sexuelle Gewalt erdulden. Die meisten Opfer gehen auf die Konten der großen Kirchen. Der „Runde Tisch Heimerziehung“ hat etwa 70% der Geschädigten ermittelt. Darum haben diese beiden Kirchen, so also auch Ihre, unermeßliche Schuld auf sich geladen. Dennoch weigern sie sich, ihren Opfern eine echte Wiedergutmachung zu bieten.

      Der Deutsche Bundestag hat den „Runden Tisch Heimerziehung“ im Jahre 2006 installiert. Tischvorsitzende war Ihre Kollegin, die Theologin Antje Vollmer, ehemalige Vizepräsidentin des Bundestages und Mitglied der Grünen. Frau Vollmer hat alles unternommen, um Schadensbegrenzung zu erreichen. Der Begriff „Zwangsarbeit“ im Zusammenhang mit der Zwangsarbeit vieler hunderttausender Heimkinder wurde schlichtweg umdefiniert und sie predigte von vornherein, daß eventuelle Entschädigungsleistungen nicht höher liegen dürften, als die an jüdische Zwangsarbeiter geleisteten. Selbst dabei hat sie noch Fakten eines Rechtsanwaltes unter den Tisch fallen lassen, der sehr wohl Entschädigungen im zweistelligen Tausenderbereich und monatliche Rentenleistungen erstritten hatte. Prof. Manfred Kappeler geht in einem Vortrag auf den Gesamtkomplex ein:


      http://helmutjacob.over-blog.de/article-prof-dr-manfred-kappeler-anvertraut-und-ausgeliefert-kinder-und-jugendliche-in-der-heimerziehung-123877645.html

      Diese Offerte der Frau Vollmer griffen die Vertreter Ihrer und der Katholischen Kirche dankbar auf. Aber, ich will Ihnen hier nicht die ganze Tragödie des „Runden Tisches Heimerziehung“ auftischen. Unten angefügt einige Links dazu.

      Erschütternd ist auch das Verhalten vieler tausender evangelischer und katholischer Pfarrer. Unser Gemeindepfarrer beispielsweise, den ich aufforderte, die Interessen der Opfer seiner Nachbargemeinde in Volmarstein zu vertreten, hat mich mit einem Brief abgewimmelt, der ein Beispiel für die Feigheit mancher Pfarrer ist. Zitatauswahl: „In der Diskussion um die ‚Heimkinder’ ... bin ich nicht sehr informiert. / Dazu gibt es überregionale Beauftragte, ... / Dass die Gemeinden in Wetter sich bei diesem Thema nicht engagieren, mögen Sie verzeihen, aber wir sind alle kleine Gemeinden, die kaum ihre eigenen Sachen geregelt kriegen.“ Bei letztzitierter Formulierung möchte man vor Rührung und Mitleid weinen. Aber es geht weiter: „Eine Kampagne, wie Sie sie beschreiben, als Pfarrerschaft Protest zu formulieren, halte ich für schwierig. Dazu fehlt uns zuviel: Information, Zeit, persönliche Betroffenheit, Einigkeit.“ Die beiden letzten Begriffe (persönliche Betroffenheit, fehlende Einigkeit), sehr geehrter Herr Superintendent, müssten auch Sie nachdenklich stimmen.

      Und weil man nichts weiß, braucht man auch nichts zu unternehmen.

      Drei theologische Felsen in der Brandung sind mir aus acht Jahren Aufarbeitung bekannt: Zwei Diakone, die damals als Praktikanten in Volmarstein arbeiteten und heute zu unserer Arbeitsgruppe gehören, und Ihr Kollege Dipl.-Theologe Dierk Schäfer aus Bad Boll. Dies sind offensichtlich die einzigen Kirchenvertreter, die sich nicht verstecken. Im Gegenteil: Dierk Schäfer betreibt inzwischen einen großen Blog mit Info’s zum Thema „Heimkinder“ und berät diese auch von Fall zu Fall. Er fordert das, was die Heimopfer auch erwarten und was eigentlich selbstverständlich sein sollte: Eine wirkliche Entschädigung.

      Ihre Kirche hat Spuren der Verwüstung an Kinderseelen und Kinderkörpern hinterlassen. Sie hat komplette Leben zerstört, metaphorisch ausgedrückt: zu Schrott gefahren. Statt diesen Schrott zu reparieren, bietet sie lediglich Geld für einen neuen Seitenspiegel an.

      Mit freundlichen Grüßen

      i.A. Helmut Jacob

      Weitere Info’s:


      http://helmutjacob.over-blog.de/article-nix-horen-nix-sehen-nix-mutig-schreiben-die-antwort-des-pastors-91066287.html

      http://helmutjacob.over-blog.de

      http://dierkschaefer.wordpress.com

      http://gewalt-im-jhh.de

      http://gewalt-im-jhh.de/hp2/index.html

      Bezug auf meine Begründung zum Austritt:

      http://helmutjacob.over-blog.de/article-die-kirche-die-sie-reprasentieren-hat-hilflose-geschopfe-gottes-zu-opfern-gemacht-austrittsbe-123811981.html

      Dazu auch:

      [ Abbildung der 3 Affen --- hier, diesmal, die 3 Affen mit Klerikerkollar ]

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      Die Nationalratspräsidentin der Republic Österreich läßt wissen

      QUELLE: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170426_OTS0217/nationalratspraesidentin-bures-zu-rentenzahlung-fuer-misshandelte-heimkinder-wir-fuehlen-uns-verantwortlich

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      OTS0217, 26. April 2017, 15:02

      [ ÖSTERREICH ]

      - Pressedienst der Parlamentsdirektion - Parlamentskorrespondenz

      Nationalratspräsidentin Bures zu Rentenzahlung für misshandelte Heimkinder: Wir fühlen uns verantwortlich

      Bures: Monatliche Rentenzahlungen von 300 Euro zeigen, Staatsakt war kein Schlussstrich

      Wien (PK) - "Es war mir damals, beim Staatsakt vor fünf Monaten, wichtig, dass die offizielle Anerkennung des Leidens der Heimkinder kein Schlussstrich unter die Aufarbeitung sein darf. Heute können wir sagen: es war alles andere als ein Schlussstrich", sagte Nationalratspräsidentin Doris Bures dazu, dass der von ihr am 17. November des Vorjahres initiierte Staatsakt "Geste der Verantwortung" nun zu einer konkreten Unterstützung der Betroffenen geführt hat. Es war dies heute die erste Rede, seit Bures Nationalratspräsidentin ist, die sie in einer Nationalratssitzung am Rednerpult gehalten hat.

      "
      Heute werden wir ein Gesetz beschließen, das den Opfern von Gewalt in Heimen eine monatliche Rente von 300 Euro zuerkennt", so Bures. Dies sei "keine Wiedergutmachung, denn die seelischen und körperlichen Wunden lassen sich nicht wieder gut machen. Aber es zeigt, dass wir uns unserer Verantwortung bewusst sind".

      Mit der Geste der Verantwortung habe das offizielle Österreich das Unrecht benannt und die Schuld eingestanden, betonte Bures. Ihr Anliegen sei es gewesen, mit dieser Geste den Stein ins Rollen zu bringen und den Worten auch konkrete politische Taten folgen zu lassen. Die Nationalratspräsidentin dankte in diesem Sinne auch allen Beteiligten und insbesondere "allen Abgeordneten dieses Hauses. Mit dem heutigen Beschluss machen wir deutlich, dass wir uns mit den Lebensbedingungen der Betroffenen mit großem Ernst und Sachlichkeit auseinandergesetzt haben und in großer Einigkeit handeln".

      Die Nationalratspräsidentin schloss mit den Worten, dass der heutige Tag zeige, "dass uns das Schicksal der Kinder von damals keineswegs gleichgültig ist, sondern dass wir uns für sie verantwortlich fühlen". Und das gelte nicht nur für die Kinder von damals, sondern auch für die Kinder von heute und morgen. (Schluss) red

      Rückfragen & Kontakt:

      Pressedienst der Parlamentsdirektion
      Parlamentskorrespondenz
      Tel. +43 1 40110/2272

      pressedienst@parlament.gv.at

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      Alles zu Doris Bures: „Am 2. September 2014 wurde Doris Bures zur Präsidentin des Nationalrates gewählt.“ Desweiteren siehe @ https://de.wikipedia.org/wiki/Doris_Bures
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      ÖSTERREICH

      POLITIK

      OTS0009, 30. April 2017, 12:33

      QUELLE: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170430_OTS0009/bures-fuenf-monate-nach-geste-der-verantwortung-300-euro-rente-fuer-heimkinder-beschlossen

      Offizielle Parlamentarische Aussendung des Bundesparlaments der Republik Österreich

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      Bures: Fünf Monate nach Geste der Verantwortung 300-Euro-Rente für Heimkinder beschlossen

      Nationalratspräsidentin im "Hohen Haus": Staatsakt war kein Schlussstrich

      "Das
      Heimopferrentengesetz, das der Nationalrat am vergangenen Mittwoch [26. April 2017] einstimmig beschlossen hat, ist für mich persönlich von besonderer Bedeutung - politisch wie auch menschlich", betonte heute Nationalratspräsidentin Doris Bures.

      In der Sendung "Hohes Haus" erinnerte Bures an den Staatsakt "Geste der Verantwortung" am 17. November des Vorjahres, der auf ihre Initiative hin stattgefunden hat. Vielfach wurde damals die Befürchtung geäußert, damit wolle man einen Schlussstrich hinter das unfassbare Leid ziehen, das Kindern, die Schutz gesucht und gebraucht haben, in staatlichen und kirchlichen Heimen widerfahren ist. "Wir haben versprochen, dass der Staatsakt kein Schlussstrich sein wird. Heute kann ich sagen, dass bereits in zwei Monaten, also
      am 1. Juli 2017, alle Opfer monatlich 300 Euro erhalten - unbürokratisch und brutto für netto. Dieser Betrag kann auch nicht gepfändet werden", so Bures.

      Beim Staatsakt haben das offizielle Österreich und die Kirche den Opfern zugehört, man hat verstanden und um Verzeihung gebeten. "Ich möchte mich vor allem bei jenen bedanken, die den Mut gehabt haben, über das Geschehene und Erlebte zu reden - für viele andere, die das nicht konnten", sagte die Nationalratspräsidentin. "Sie haben dafür gekämpft, dass Ihnen geglaubt wird, und man hat ihnen - spät aber doch - geglaubt. Die Rente ist eine Geste, sie kann seelische und körperliche Leiden aber nicht wieder gut machen". Besonders freue sie, dass es im parlamentarischen Prozess gelungen ist,
      Verbesserungen und Präzisierungen vorzunehmen, hinter den alle Parteien stehen. Der Kreis der Anspruchsberechtigten wurde auf Pflegekinder ausgeweitet, es können sich auch jene wieder melden, die vorher nicht anerkannt wurden.

      "Wir müssen aus dem Vergangenen die Lehre ziehen, wachsam sein, damit so etwas nicht wieder passiert. Deshalb ist die Million Euro, die für Präventionsmaßnahmen vorgesehen ist, so wichtig", betonte Bures. (Schluss) jan

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      .

      Siehe den relevanten Gesetzestext im genauen und vollständigen Wortlaut selbst: »Bundesgesetz betreffend die Rentenleistung für Opfer von Gewalt in Heimen (Heimopferrentengesetz-HOG)« @ https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/BNR/BNR_00476/fname_631216.pdf (ingesamt 6 Seiten).

      ÖSTERREICH: 300€ Rente für Misshandelte Heimkinder! - Sind die Deutschen wirklich so unfähig, dass sie SOETWAS nicht gebacken kriegen ??
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      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

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