NRW Todesfälle in der „Heimerziehung“ von „Fürsorgezöglingen“ 1953-1966.

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      Todesfälle von Minderjährigen in der Obhut des Jugendamtes in Rheinland-Pfalz.

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      (1945-1992) Todesfälle in der damaligen Kinder- und Jugendhilfe gemäss dem Jugendwohlfahrtsgesetz in Rheinland-Pfalz.

      Im Bundesland Rheinland-Pfalz sprach man damals anscheinend in den Statistiken nicht von „Kindern und Jugendlichen in Heimen“, von „Fürsorgezöglingen“ in „Erziehungseinrichtungen“ und von „Pflegekindern in der Obhut von Pflegeeltern“, sondern vielmehr von „Minderjährigen in der Amtspflegeschaft“.

      Nur für die Jahre 1971 und 1972 !
      Todesfälle unter denen sich in Rheinland-Pfalz in „Amtspflegeschaft“ befindenden „Minderjährigen“ (Alter und Geschlecht und Todesursache nicht angegeben).

      1971
      Rheinland-Pfalz Stadtjugendämter verzeichneten 39 Todesfälle
      Rheinland-Pfalz Kreisjugendämter verzeichneten 19 Todesfälle
      Rheinland-Pfalz insgesamt ………………………….... 58 Todesfälle

      Siehe @ http://www.scribd.com/doc/106804969/Todesfalle-Rheinland-Pfalz-1971


      1972
      Rheinland-Pfalz Stadtjugendämter verzeichneten 20 Todesfälle
      Rheinland-Pfalz Kreisjugendämter verzeichneten 21 Todesfälle
      Rheinland-Pfalz insgesamt ………………………….... 41 Todesfälle

      Siehe @ http://www.scribd.com/doc/106805035/Todesfalle-Rheinland-Pfalz-1972


      Allein für diese beiden Jahre sind in Rheinland-Pfalz ingesamt 99 Todesfälle zu beklagen.

      Keine Zahlen für Todesfälle in der „Amtspflegeschaft“ in Rheinland-Pfalz im Zeitraum 1945-1970 liegen uns bisher vor.

      Keine Zahlen für Todesfälle in der „Amtspflegeschaft“ in Rheinland-Pfalz im Zeitraum 1973-1992 liegen uns bisher vor.
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Viele Todesfälle in der damaligen „Heimerziehung“ in der BRD.

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      Bezüglich dem vorhergehenden Beitrag, Beitrag 22, von Supermoderator »Zuma« - verfasst von ihm am Mittwoch, 26. September 2012, um 15:45 Uhr (MEZ):

      Zuma schrieb:

      Martini, welchem Zweck dienen eigentlich deine Recherchen und wer hat hiervon irgend einen Nutzen?

      Ich bräuchte erst schon garnicht mal die meinerseitige Eröffnung dieses Themas ( am 08.09.2012 ) und meine diesbezüglichen Recherchen zu rechtfertigen geschweige denn zu verteidigen und ich werde das auch nicht tun.

      Es bestand schon immer und gleich von Anfang an – d.h. also schon ( mindestens ! ) seit dem Jahre 2003 ! – nicht nur ein Interesse unter den Ehemaligen Heimkindern daran die genauen Belegungszahlen ( a. ) hier, ( b. ) da und ( c. ) überall in der Heimerziehung herauszufinden, aber auch ( d. ) die genaue Zahl der Todesfälle in der Heimerziehung festzustellen.

      Natürlich aber kann das nicht jeder wissen, das dieses Interesse schon immer bestand, denn nicht jeder ist schon dabei seit dem Jahre 2003.

      Es gehört, m.E., auch einfach mit zur Aufarbeitung der damaligen Heimerziehung. Ich persönlich kann es mir auch garnicht anders vorstellen, dass dies nicht zur Aufarbeitung gehört. Andere mögen da ja anderer Meinung sein, aber das dürfen sie ja auch.

      Und denjenigen unter uns, die selbst Geschwister und enge Freunde verloren haben, und denjenigen Eltern, die Töchter oder Söhne verloren haben, in der damaligen Heimerziehung, ist dieses Thema ein besonderes Anliegen ( so wurde mir über die Jahre hinweg schon mehrfach persönlich mitgeteilt ! ). Die genauen Todesursachen sind all denjenigen dabei natürlich ebenso wichtig festzustellen.

      Und wer es nicht wissen will und wen es nicht interessiert brauch diesen Thread ja nicht öffnen und nicht darin lesen. Und niemand ist gezwungen etwas zu dieser Recherche beizutragen oder sich die zusamengetragene Information anzugucken und zum Nutzen zu machen.

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      Die unbedarfte Frage, die sich mir gestellt hat, war lediglich, wem, auch ohne die Veröffentlichung der Namen der Verstorbenen oder konkrete Angaben zu den Todesursachen, nackte Zahlen tatsächlich von Nutzen sind, aber wenn du meinst, dass auch bereits daran ein allgemeines oder spezielles Interesse besteht, ist es doch in Ordnung. Und, das nur nebenbei bemerkt, habe ich doch keine Rechtfertigung oder gar Verteidigung für dein Tun verlangt, von dem bestehenden Wunsch nach Veröffentlichung derartiger Recherchen kann ich, wie du selbst feststellst, natürlich nichts wissen, auch erschließt sich dieses nicht gerade durch Reaktionen in dem Thread. Aber sei´s drum, weiterhin viel Erfolg.
      Die Listen enthalten ja nicht nur die Todesfälle, sondern führen auch auf, wie viele Zugange, Abgänge usw. es in der öffentlichen Fürsorgeerziehung gegeben hat. Das finde ich alleine schon deshalb interessant, weil immer davon gesprochen wird, es gäbe keine Akten usw. mehr. Von irgendwoher müssen die Zahlen ja kommen, denn auch ein statistisches Amt ist z. B. auf Zahlenmaterial angewiesen.

      Mich z. B. interessiert auch der Rest dieser Statistik. Ich finde schon, dass man im Vergleich zwischen den Bundesländern auch den unterschiedlichen Umgang mit der Fürsorgeerziehung erkennen kann. Über eines sollten wir uns nämlich auch klar sein. Die öffentliche Fürsorgeerziehung wurde missbraucht und schamlos ausgenutzt. Das kann so eine Statistik auch hergeben, wobei ich schon glaube, dass hier nicht alle Zahlen aufgeführt sind.
      Tapferkeit ist das Vermögen und der überlegte Vorsatz,
      einen starken aber ungerechten Gegner Widerstand zu leisten.
      (Immanuel Kant)

      Der Ziellose erleidet sein Schicksal, der Zielbewusste gestaltet es.
      (Immanuel Kant)

      kliv schrieb:

      Das finde ich alleine schon deshalb interessant, weil immer davon gesprochen wird, es gäbe keine Akten usw. mehr. Von irgendwoher müssen die Zahlen ja kommen, denn auch ein statistisches Amt ist z. B. auf Zahlenmaterial angewiesen.

      Personenbezogene Akten und Bögen zur Statistik sind zwei paar Schuhe.

      kliv schrieb:

      Mich z. B. interessiert auch der Rest dieser Statistik. Ich finde schon, dass man im Vergleich zwischen den Bundesländern auch den unterschiedlichen Umgang mit der Fürsorgeerziehung erkennen kann. Über eines sollten wir uns nämlich auch klar sein. Die öffentliche Fürsorgeerziehung wurde missbraucht und schamlos ausgenutzt. Das kann so eine Statistik auch hergeben, wobei ich schon glaube, dass hier nicht alle Zahlen aufgeführt sind.


      Dann möchte ich einmal gerne wissen, was man z.B. aus der :"Rheinland-Pfalz Kreisjugendämter verzeichneten 19 Todesfälle ." erkennen kann?
      Sieht man an dieser Zahl, wieviele Menschen durch Krankheit gestorben sind? Oder durch einen Unfall? Oder durch eine Körperverletzung? Oder durch Fremdeinwirkung bei einer Entweichung? Oder weil so ein Kind todkrank aus einer Familie genommen werden mußte und es so geschädigt war, dass es nicht mehr zu retten war? Was sieht man also aus dieser 19???

      Aber ich kann Dir sagen, was unbedarfte Menschen sehen, wenn sie die nackten Zahlen in Zusammenhang mit Fürsorgeerziehung sehen: Die Fürsorge ist der Schuldige. Und diese Assoziation ist wahrscheinlich gewollt , (so arbeiten auch gewisse Boulevardblätter,) - aber unehrlich und verfälschend. Zahlen ohne Fakten, Namen und Ursachen sind einfach nur Zahlen mit denen man nichts anfangen kann. Nicht einmal ein Statistiker mit sehr gutem Willen.


      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „ninguno“ ()

      Viele Todesfälle in der damaligen „Heimerziehung“ in der BRD.

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      Für all diejenigen, die es interessiert – und weil ich es zuvor vergessen habe die jeweilige Quelle anzuführen

      habe ich jetzt oben in Beitrag
      21, seither, noch zwei Links hinzugefügt, über die – auf großen detailierten Tabellen – auch viele weitere Details zu finden sind:

      http://www.scribd.com/doc/106804969/Todesfalle-Rheinland-Pfalz-1971


      http://www.scribd.com/doc/106805035/Todesfalle-Rheinland-Pfalz-1972


      Dies sind aber nicht besonders klare IMAGES (Abbildungen) und sie sind daher vielleicht am besten ausgedruckt und dabei vergrößert.

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      ninguno schrieb:

      kliv schrieb:

      Das finde ich alleine schon deshalb interessant, weil immer davon gesprochen wird, es gäbe keine Akten usw. mehr. Von irgendwoher müssen die Zahlen ja kommen, denn auch ein statistisches Amt ist z. B. auf Zahlenmaterial angewiesen.

      Personenbezogene Akten und Bögen zur Statistik sind zwei paar Schuhe.

      kliv schrieb:

      Mich z. B. interessiert auch der Rest dieser Statistik. Ich finde schon, dass man im Vergleich zwischen den Bundesländern auch den unterschiedlichen Umgang mit der Fürsorgeerziehung erkennen kann. Über eines sollten wir uns nämlich auch klar sein. Die öffentliche Fürsorgeerziehung wurde missbraucht und schamlos ausgenutzt. Das kann so eine Statistik auch hergeben, wobei ich schon glaube, dass hier nicht alle Zahlen aufgeführt sind.


      Dann möchte ich einmal gerne wissen, was man z.B. aus der :"Rheinland-Pfalz Kreisjugendämter verzeichneten 19 Todesfälle ." erkennen kann?
      Sieht man an dieser Zahl, wieviele Menschen durch Krankheit gestorben sind? Oder durch einen Unfall? Oder durch eine Körperverletzung? Oder durch Fremdeinwirkung bei einer Entweichung? Oder weil so ein Kind todkrank aus einer Familie genommen werden mußte und es so geschädigt war, dass es nicht mehr zu retten war? Was sieht man also aus dieser 19???

      Aber ich kann Dir sagen, was unbedarfte Menschen sehen, wenn sie die nackten Zahlen in Zusammenhang mit Fürsorgeerziehung sehen: Die Fürsorge ist der Schuldige. Und diese Assoziation ist wahrscheinlich gewollt , (so arbeiten auch gewisse Boulevardblätter,) - aber unehrlich und verfälschend. Zahlen ohne Fakten, Namen und Ursachen sind einfach nur Zahlen mit denen man nichts anfangen kann. Nicht einmal ein Statistiker mit sehr gutem Willen.





      Da hast du mich wohl nicht richtig verstanden, oder ich habe mich falsch ausgedrückt. Es geht mir hier nicht ausschließlich um Todesfälle. Ich habe mir alle Zahlen angesehen.

      Was die Akten betrifft, so spreche ich hier nicht von persönlichen Fallakten, sondern von Akten, die das Verwaltungshandeln darlegen können. Diese können z. B. für wissenschaftliche Zwecke genutzt werden, oder es entstehen auch Listen für die Statistik. Einzelne Fallakten sind für eine Statistik nur brauchbar, wenn es z. B. wirklich um die Fragestellung nach der Todesursache ginge. Diese Fragestellung stellt sich mir jedoch nicht.

      Für eine spätere Arbeit von mir fand ich u. A. auch die von Martini bereitgestellten Statistiken interessant. Ich gebe dir da Recht, wenn es darum geht, dass oft etwas in Statistiken hineininterpretiert wird. Das war und ist aber nicht mein Anliegen.
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