Zwangsadoption in der BRD

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

      Also ich für meinen Teil muss ganz ehrlich sagen, das ich Froh bin nicht Adoptiert worden zu sein. Meine Mutter ist zwar sehr früh Verstorben mit 45 Jahren, aber ich bin Glücklich darüber, nicht das Pech gehabt zu haben, Geschwister oder andere Angehörige suchen zu müssen. Traurig finde ich, wenn ich so manches lese, daß die Kinder die wie auch immer Adoptiert wurden, nie oder erst viele Jahre zu spät erfahren, das sie eventuell noch Verwandte haben oder noch schlimmer hatten.

      Lieben gruß Klaus
      Original von sabrina
      Eine Adoption wird immer kontrovers bleiben egal welchen Grund es gab, ausser die leibliche/n Eltern/Mutter sind verstorben.

      hallo sabrina,
      adoption ist immer ein notnagel, ich behaupte hier mal "ganz frech" ein sehr viel besserer notnagel als ein leben im kinderheim.



      Doch man sollte auch den adoptierten Kind nicht verschweigen, dass es noch eventuell Halb. oder leibliche Geschwister gibt, denn die Geschwister erhalten sehr schwer Auskunft über deren verbleib.


      da hat sich heute viel verändert. noch nicht flächendeckend, aber bei den sozialarbeitern neuer generation stösst man heute nicht mehr auf taube ohren. außerdem hat man als adoptierter das recht und die möglichkeit seine herkunft aufzuklären, wenn man das denn will und wenn es die leibl. famillie zulässt.

      gruss wolke (selbst adoptiert, aus einem kinderheim, dem insgesamt 3ten)
      Original von Klaus Pitzner
      Also ich für meinen Teil muss ganz ehrlich sagen, das ich Froh bin nicht Adoptiert worden zu sein.

      hallo klaus,
      welche vorstellungen verbindest du denn dann mit adoption? ich wurde mit drei jahren adoptiert, habe es mit ca. 12 jahren von meinen (adopti-)eltern erfahren, mit ca. 27 jahren meine leibl. familie getroffen und mit anfang 40 angefangen meine heimzeit (drei jahre) aufzuarbeiten.


      Meine Mutter ist zwar sehr früh Verstorben mit 45 Jahren, aber ich bin Glücklich darüber, nicht das Pech gehabt zu haben, Geschwister oder andere Angehörige suchen zu müssen.
      das ist heute in aller regel keine große sache mehr, es sei denn die leibl. familie will das nicht.

      Traurig finde ich, wenn ich so manches lese, daß die Kinder die wie auch immer Adoptiert wurden, nie oder erst viele Jahre zu spät erfahren, das sie eventuell noch Verwandte haben oder noch schlimmer hatten.

      da hat sich heute viel verändert, in den 50er und 60er bis in die 70er jahre war das allerdings wirklich so, wie gesagt, da hat sich viel getan.
      gruss
      wolke

      Lieben gruß Klaus
      Hallo wolke, ich bin bei meiner Antwort auf die Geschichten eingegangen, die ich von den Leuten gelesen habe, die Früher wie du eben erwähnt hast 50er bis 70er zum Teil das Pech hatten, suchen zu müssen "auch heute noch" und die, welche das größere Übel hinnehmen mussten, zu erfahren das es Verwandte gab, die auch nach dem Kind suchten, aber die Zeit gegen alle beteiligten entschieden hat.
      Viele hatten sicher ein Glücklicheres Leben als in einem "Normalen" zuhause, aber eben nicht alle. Ein guter Freund aus Heimzeiten mit dem ich lange in Kontakt stand, hatte das größere Übel erfahren und sich erhängt. ;(
      Ich denke das diese Antwort für sich spricht, wenn man das nicht so schöne Beispiel nimmt.

      Lieben gruß Klaus
      Wolke, du suchst dir alles aus Büchern heraus, die wissenschaftlich angeblich untermauert sind. Deine Meinung finde ich schon toll, wenn es deine ist. Man muss es jedoch von allen Seiten betrachten.
      Mir bestand auch eine Adoption bevor allerdings wie mir von den Erziehern damals gesagt wurde war ich ja maulfaul den Adoeltern gegenüber. Was ich dort erlebt habe wurde jedoch nicht gefragt. Ach noch was, bei mir im Heim waren nur vier Kinder an den Wochenenden dort, alle anderen gingen nach Hause. Es ist doch klar das in den Büchern doch nur die guten zu Wort kamen. Mir reichen schon die Einbände um zu sehen, was dadurch erzeugt werden sollte. Jetzt kann man in meinen Worten doch auch reininterpretieren, die is nur sauer weil sie nicht adoptiert wurde, nein ich bin froh gewesen, denn gleich nebendran wohnte ein rechtsgültig bestrafter Vater der seine Kinder missbrauchte und mich als mein lieber Onkel dort haben wollte. Ich hatte es gespürt und machte dicht. super maulfaul.
      Urteil doch nicht immer nur nach Büchern, schaut euch um. Ach und ich befürworte Adoption, jedoch sollen die Überprüfungen wirklich sehr gründlich und nicht nur von einem Menschen, einer Agentur oder was es da alles gibt gemacht werden.
      In die Köpfe kann man nur schauen, wenn es auch wirklich geprüft wird.
      Nochmal für alle die mich jetzt deshalb anmailen wollen um es wieder publizieren zu wollen, nein ich werde es nicht. Denn meine Familie meiner Mutter entschied, ich soll es nicht weiter in die Öffentlichkeit tragen, es ist doch alles Jahre her und sie wollen damit nichts mehr zutun haben. Dies muss ich auch respektieren, denn sie haben nun auch eigene Familien.
      Original von sabrina
      Wolke, du suchst dir alles aus Büchern heraus, die wissenschaftlich angeblich untermauert sind.

      sabrina,
      warum ein so polemischer unterton? ich habe schlicht "gelernt" wiss. zu arbeiten und das "angeblich" kann ich verneinen. wir können hier gerne eine diskussion führen über die validität oder reliabilität wiss. aussagen, der bedeutung von empirischen erhebungen im allg. und speziellen und die reichweite von emp. untersuchungsergebenissen, denn eine so pauschale in Fragestellung überzeugt mich nicht.

      Deine Meinung finde ich schon toll, wenn es deine ist.
      Meinung alleine recht mir nicht; Wissen und/oder Erfahrung sollte
      schon die Basis sein; allein aus der persönlichen Erfahrung heraus
      eine Meinung zu bilden mag für bestimmte Fragestellungen aus-
      reichend sein, für generelle Aussagen NICHT. Solche Meinungen
      sind dann schlicht irrelevant für eine Diskussion die weterführen
      soll. (sonst würden wir alle ein leben im kreis führen, wer will
      das schon?)


      Man muss es jedoch von allen Seiten betrachten.
      Genau das versuche ich. in dem ich nicht nur meiner eigenen
      erfahrung, eigenen emotion "traue".


      Mir bestand auch eine Adoption bevor allerdings wie mir von den Erziehern damals gesagt wurde war ich ja maulfaul den Adoeltern gegenüber.
      "maulfaul" kann eine typ. Symptomatik aus dem Deprivations-
      syndrom sein. (für genauere Aussagen kenne ich deine Biografie
      zu wenig).

      Was ich dort erlebt habe wurde jedoch nicht gefragt.
      Ich habe nie behauptet, dass alle Adoptivfamilien geeignet waren,
      Kinder aufzuziehen, die meisten (man geht von etwa 300.000) aus,
      waren es aber, sonst hätte das bereits deutlichere statistische
      spuren hinterlassen.

      Ach noch was, bei mir im Heim waren nur vier Kinder an den Wochenenden dort, alle anderen gingen nach Hause.
      Mach das irgendetwas besser für diese Kinder? Dauernde Trennungs-
      prozesse im Kleinkindalter sind - empirisch ebenfalls belegt -
      sehr schädlich für die Persönlichkeitsentwicklung dieser Kinder.

      Es ist doch klar das in den Büchern doch nur die guten zu Wort kamen.
      Dann hast du wohl noch keines dieser Bücher gelesen, weder wird
      dort nur eine Auffassung vertreten, noch werden Probleme im Heim und Adoptivfamilie ignoriert.


      Mir reichen schon die Einbände um zu sehen, was dadurch erzeugt werden sollte.
      Schade.

      Jetzt kann man in meinen Worten doch auch reininterpretieren, die is nur sauer weil sie nicht adoptiert wurde,
      warum sollte ich dir das unterstellen, wir kennen uns nicht.


      nein ich bin froh gewesen, denn gleich nebendran wohnte ein rechtsgültig bestrafter Vater der seine Kinder missbrauchte und mich als mein lieber Onkel dort haben wollte. Ich hatte es gespürt und machte dicht. super maulfaul.
      Urteil doch nicht immer nur nach Büchern, schaut euch um.
      Wie kommst du darauf, dass ich das nicht getan habe?


      Ach und ich befürworte Adoption, jedoch sollen die Überprüfungen wirklich sehr gründlich und nicht nur von einem Menschen, einer Agentur oder was es da alles gibt gemacht werden.
      Auch hier kein Protest meinerseits.


      In die Köpfe kann man nur schauen, wenn es auch wirklich geprüft wird.
      Nochmal für alle die mich jetzt deshalb anmailen wollen um es wieder publizieren zu wollen, nein ich werde es nicht. Denn meine Familie meiner Mutter entschied, ich soll es nicht weiter in die Öffentlichkeit tragen, es ist doch alles Jahre her und sie wollen damit nichts mehr zutun haben. Dies muss ich auch respektieren, denn sie haben nun auch eigene Familien.

      Das verstehe ich nicht, da ich die hintergründe nicht kenne.

      sabrina,
      ich habe keine mission, aber bitte unterstelle mir nicht ich würde
      nur aus "büchern" zitieren; ich bin selbst adoptiert und habe
      zuvor drei jahre in heimen verbracht, für die sich bis heute
      niemand interessiert (Säuglingsheime = Heime ohne Erinnerung).
      Wenn ich ohne Emotion und persönliche Erfahrung hier das Wort
      ergrefen würde, wären deine Unterstellungen berechtigt.
      Da ich meinen eigenen Erfahrungen nicht ausschließlich vertraue,
      habe ich mich eben auf die Suche gemacht und biete das hier
      viell. auch interessieten an, da es für mich sehr aufwendig und
      schwer war, diese Quellen überhaupt ausfindig zu machen.

      meinen horizont haben sie erheblich erweitert. und wer mag.
      kann das ja als anregung nehmen.
      um mehr geht es mir dabei nicht.

      und ich werde auch nicht müde, die bedeutung der ersten drei
      lebensjahre zu unterstreichen, wenn man will, findet man da
      eine ganze menge antworten, zuvor muss man sich allerdings
      entsprechende fragen gestellt haben und hierführ gibt es keine
      Verpflichtung.
      wolke
      Original von Klaus Pitzner
      Hallo wolke, ich bin bei meiner Antwort auf die Geschichten eingegangen, die ich von den Leuten gelesen habe, die Früher wie du eben erwähnt hast 50er bis 70er zum Teil das Pech hatten, suchen zu müssen "auch heute noch" und die, welche das größere Übel hinnehmen mussten, zu erfahren das es Verwandte gab, die auch nach dem Kind suchten, aber die Zeit gegen alle beteiligten entschieden hat.
      Viele hatten sicher ein Glücklicheres Leben als in einem "Normalen" zuhause, aber eben nicht alle. Ein guter Freund aus Heimzeiten mit dem ich lange in Kontakt stand, hatte das größere Übel erfahren und sich erhängt. ;(
      Ich denke das diese Antwort für sich spricht, wenn man das nicht so schöne Beispiel nimmt.

      Lieben gruß Klaus


      hallo klaus,
      ich kann dir leider nicht den filmausschnitt zusenden, der jetzt in meinem kopf abläuft. ein dokumentarfilm aus den 1960er jahren,
      in einem kleinkindeheim gedreht.

      eine "kleine horde" von etwa 2 bis 4järigen kindern stürzen auf den
      kameramann (und psychologen) los. über hospitalismus zu reden ist eine sache, ihn zu sehen, im film eine andere.
      gleiches habe ich in afrika "live" erlebt, das ist noch eine stufe drastischer.
      die frage ist dann umgehend, welche "arbeit" adoptiveltern leisten
      müssen um ein solch depriviertes kind von seinen entwicklungs-
      verzögerungen zu befreien. immer im hintergrund: diese kinder
      sind mediz. alles gesund (gewesen) und in den 1950er und 1960er
      jahren zu 100ten als "debil" eingestuft worden, weil sie schlicht
      hospitalisiert waren.
      je älter ein kind war, je ausgeprägter der hospitalismus, die deprivation.
      was ich sagen will: waren es die verhältnisse in der adoptivfamliel
      oder waren es die im heim erworbenen schädigungen, die ireparabel
      geworden waren?
      deshalb sind mir die "heim ohne erinnerung" so wichtig, was in den
      ersten drei lebensjahren "vermurkst" wurde, ist oftmals wie
      ein mit Steinen gefüllter Rucksack geblieben...
      nicht alle heime waren so, aber viele, und dass sich die
      ehemaligen "insassen" nicht daran erinnert heißt nicht,
      dass sie nicht doch - bis heute unbemerkt - opfer "dieser zeit"
      waren. das ist kein vorgang mit einer eintrittswahrscheinlichkeit
      von 1 (dann wäre es auch keine wahrscheinlichkeit mehr), aber
      sehr wahrscheinlich ist das alles.

      das soll nicht heißen, dass es auch adoptivfamilien gegeben hat,
      die besser kein kind großgezogen hätten.
      das waren aber einzelfälle.

      wolke
      Original von sabrina
      Mir reichen schon die Einbände um zu sehen, was dadurch erzeugt werden sollte. .


      hallo sabrina,
      diesen satz hatte ich wohl überlesen. was meinst du damit, was soll damit erzeugt werden?

      diese fotografien sind heute (und waren es auch schon damals für "eingeweihte kreise", daran ist nichts konspiratives) ein wichtiges dokument über den emotionalen, sozialen und viell. auch psych. zustand der kinder.
      es geht hierbei nicht um plakatives mitleid. sondern um die neutrale darstellung, d.h. sichtbarmachung des "heim-klimas", dass diesen kindern, vom schlechtesten bis zum besten kinderheim - nicht gerecht wurde, nicht gerecht werden konnte, teils unabhängig vom dortigen pflegepersonal.

      wie "harmlos" das zus einer zeit gesehen wurde, zeigen die vielen privataufnahmen der pflegekräfte wie auch die "offizielle heimfotografie", heue kann man darin lesen wie in einem buch. in einem buch allerdiings, welches zu schreiben damals niemand beabsichtigt hat.
      gruss
      wolke
      Dateien

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Wolke“ ()

      Original von sabrina
      ... Denn meine Familie meiner Mutter entschied, ich soll es nicht weiter in die Öffentlichkeit tragen, es ist doch alles Jahre her und sie wollen damit nichts mehr zutun haben. Dies muss ich auch respektieren, denn sie haben nun auch eigene Familien.


      @ Sazeni

      Das ist ja der übliche Leitspruch, den man immer wieder zu hören bekommt wenn sich Leute ihrer Vergangenheit speziell ihren Fehlern nicht stellen möchten.
      Dann ist es jahre her, man solle nicht darin rühren, es würde doch eh nichts mehr ändern .... und was man dann so für Ausflüchte hören darf. Dass sie nun auch eigene Familien haben ist klar, da will man sowas erst Recht nicht auf dem Tisch haben ..... das Bild könnte ja bröckeln.
      Dass Du diesen Wunsch der Familie dennoch respektierst, finde ich gut.
      Das genau zeigt mal wieder Deine friedliebende Art. Genau so kenne ich Dich.

      Dein Leben hab ich ja gelesen und muss sagen, ich war danach echt sprachlos. Da kam so vieles zusammen, so dass man Dir (oder auch anderen Kindern/Jugendlichen in derartiger Situation) nicht helfen konnte.
      Heute ist man da schon fortschrittlicher, Traumata wird eher erkannt - dafür gibt es dann widerrum Fachpersonal und die dazugehörigen Einrichtungen.
      Vieles war damals auch leider der Zeit geschuldet, wo man es heute besser weiss und zum Teil auch besser macht.

      Trotzdem kommt es immer mal wieder zu unschönen Vorfällen bei Pflegschaften/Adoptionen, wie man in Nachrichten immer wieder lesen bzw. hören kann. Aber so ganz wird man das Problem nicht eindämmen können. Leider.

      Trotzdem sollten wir auch nicht vergessen, dass es Adoptiveltern gibt die ihre Sache wirklich gut gemacht haben.

      LG Ines
      Die mich kennen mögen mich - die mich nicht mögen können mich

      Was nicht umstritten ist - ist nicht sonderlich interessant

      :D :D :D

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Ines“ ()

      Original von Ines
      [Trotzdem kommt es immer mal wieder zu unschönen Vorfällen bei Pflegschaften/Adoptionen, wie man in Nachrichten immer wieder lesen bzw. hören kann. Aber so ganz wird man das Problem nicht eindämmen können. Leider.

      Trotzdem sollten wir auch nicht vergessen, dass es Adoptiveltern gibt die ihre Sache wirklich gut gemacht haben.

      LG Ines


      Ines,
      bitte Pflegeverhältnisse und Adoptionen nicht in einen "Topf" werfen. Adoption ist etwas GANZ ANDERES wie Pflege.
      Auch bei Adoptionen gibt es nicht "geglückte" Fälle, keine Frage, allerdings im Promille-Bereich.
      Mit Pflege habe ich so meine grundsätzlichen Probleme, vor allem dann, wenn es OFFENSICHTLICHER Gelderwerb ist und eigene Kinder vorhanden sind.
      Auch, wenn ich mir die ein oder andere "Qualifikation" der Pflegeeltern anschaue. Was ich noch genauer recherchieren musss, aber wenn es zutrifft, gibt es sogar Jugendämter, die Tageskinder (nicht Pflegekinder) an ehemaliges Klientel (Frauen, die ihr Kind zur Adoption abgegeben haben)abgeben und dafür bezahlen.
      Everything goes....?
      wolke
      Kann ich dir zustimmen Ines, auch die Pflegeeltern meiner Geschwister haben sie gut behandelt und gefördert. Traurig, stimmte mich nur und dass lag an der Zeit, dass sie uns den Kontakt verwerten. Erst mit Volljährigkeit dieser, konnten sie es, wenn sie es wollten. Jetzt habe ich ja Kontakt zu ihnen und bin froh darüber, auch wenn es nur mal bei Geburtstagen oder Geburten ist. Den kleinsten werden wir auch noch finden und wenn er möchte, dann auch besuchen.
      Nur möchte ich den Verbleib von ihm erfahren, mehr nicht und da wird gemauert, diese werde ich jedoch durchbrechen, dass bin ich unser toten Mama schuldig.
      Meine Geschwister, die sich mit dieser Thematik nicht beschäftigen können, weil sie noch nicht so weit sind, reicht es, wenn ich es versuche um alle wieder zusammenzubringen.
      Ich hoffe auch, er hatte eine super Adofamilie, nicht wie manche im Netz (Medien)zu lesen sind, er hat es verdient.
      Es war keine Zwangsadoption, sonder eine Freigabe nach der Absage meiner Tante, da der Vater sich auf keinen Fall, hätte kümmern können.
      Was mich nur stutzig macht ist, das meine Tante ihn gern gehabt hätte in ihrer Familie, es jedoch verwehrt wurde, weil sie in Westberlin lebte, auch dort hätte er es gut gehabt, sie ist eine wunderbare Frau und Mutter. Somit wieder politisch motivierte Ablehnung.
      Ich möchte auch das Kinder, den es schlecht geht alle Unterstützung erhalten um ein Schicksal, wie es mir widerfahren ist, zu entkommen, dazu gehört eine gute Schulung und Überprüfung der Adoptiv/Pflegeeltern.
      Menschen die sich zum Schritt der Freigabe entschließen, sollten somit auch sich klarsein, dieser ist für immer und nicht später Ausflüchte suchen. Ehrlich damit umgehen um solche Internetauftritte zuvermeiden, wie sie teilweise zu lesen sind. Schwangere erhalten jede Unterstützung sie müssen, sie nur wahrnehmen.
      Eine Mama die ihr Kind freigibt, macht dies doch zum Wohle des Kindes. Gerichtlich entzogene Elternfürsorge muss somit doch auch Gründe haben, zum Wohl des Kindes.(von Ausnahmen mal ganz zu schweigen, die jedoch bitte nur sehr selten vorkommen, heute)
      Original von Wolke
      Ines,
      bitte Pflegeverhältnisse und Adoptionen nicht in einen "Topf" werfen. Adoption ist etwas GANZ ANDERES wie Pflege.


      Hi Wolke .... klar kann man das nicht zusammen in einen Topf werfen. Ich hab nur Beides zusammen benannt, weil es Unschöne Vorfälle bei beiden Formen gab, wahrscheinlich noch gibt. Zum besseren Verständnis hätte ich es aber auch getrennt schreiben können.

      Original von Wolke
      Mit Pflege habe ich so meine grundsätzlichen Probleme, vor allem dann, wenn es OFFENSICHTLICHER Gelderwerb ist und eigene Kinder vorhanden sind.


      Das wird sich wohl auch leider nie so ganz vermeiden lassen. Natürlich wird sowas nicht zugegeben.

      Original von Wolke
      Auch, wenn ich mir die ein oder andere "Qualifikation" der Pflegeeltern anschaue. wolke


      Na gut, man kann jetzt nicht erwarten, dass Pflegeeltern einen pädagogischen Beruf haben müssen bzw. sollten.

      LG Ines
      Die mich kennen mögen mich - die mich nicht mögen können mich

      Was nicht umstritten ist - ist nicht sonderlich interessant

      :D :D :D
      eine Frage stellt sich dann aber doch wieder, wieso kommt es aus einer Pflegschaft zur Adoption? Es ist ein Topf, nur nicht das Thema hier, bin von abgewichen, weil es in unser Familie ja so wahr, doch nicht in der BRD, soweit mir es bekannt ist. Kann somit auch nur diese Seite der 70 Jahre betrachten. Meine Tante wollte ihn nicht des Geldes wegen, sonder weil er der Sohn ihrer Schwester war, sie wollte ihn Adoptieren.
      Original von Ines
      Original von Wolke


      Original von Wolke
      Auch, wenn ich mir die ein oder andere "Qualifikation" der Pflegeeltern anschaue. wolke


      Na gut, man kann jetzt nicht erwarten, dass Pflegeeltern einen pädagogischen Beruf haben müssen bzw. sollten.

      LG Ines


      Ines,
      das nun gerade nicht :D, pädagogen sind nun nicht regelmäßig die besseren mütter oder väter. mit qualifikation meine ich sowohl emotionale wie "wissensmässige" intelligenz. es gibt sogar bei einigen untersuchungen einen eigenen "typus" von mutter, der sich durch besondere gefühlskälte "auszeichnet", weil sie da wo andere ein herz haben nur ein "lehrbuch" zu finden ist.
      andererseits, sind wir mal ehrlich ("männlein & fräulein gleichermaßen"), gesichertes wissen über das säuglingsalter haben nur die wenigsten, auch nicht dann, wenn die eigenen kinder aus dem gröbsten raus sind. eigentlich schlimm, wenn man überlegt wieviel "unnützes wissen" man sonst im leben anhäuft. da gibt es viele sog. "alltagstheorien", die sich über generationen eingeschliffen haben. andererseits ist lehrbuchwissen kein ersatz für "seele", aber schaden tut es in diesem fall gerade nicht.
      sonst würde nicht die aktuelle und kommende generation von eltern ihre kleinstkinder munter in die KITA´s bringen, ohne, dass ihnen heute jemand sagt, dass sie viele davon im Wartezimmer des Jugendpsychaters wiedertreffen werden... .
      "die welt ist bund deshalb ist sie rund".
      wolke

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Wolke“ ()

      Original von sabrina
      eine Frage stellt sich dann aber doch wieder, wieso kommt es aus einer Pflegschaft zur Adoption? Es ist ein Topf, nur nicht das Thema hier, bin von abgewichen, weil es in unser Familie ja so wahr, doch nicht in der BRD, soweit mir es bekannt ist. Kann somit auch nur diese Seite der 70 Jahre betrachten. Meine Tante wollte ihn nicht des Geldes wegen, sonder weil er der Sohn ihrer Schwester war, sie wollte ihn Adoptieren.


      jeder adoption geht ein "pflegeverhältnis" voraus, die sog. adoptionspflege (so um ein jahr), bevor die adoption rechtskräftig wird. das ist dann aber ein pflegeverhältnis, welches von vorneherein zum zwecke der späteren adoption eingegangen wird. ist so etwas wie eine gegenseitige "probezeit".

      dann gibt es pflegeverhältnisse, in denen die währenddessen entstandende bindung zwischen eltern und kind eine adoption zur logischen folge hat. dieses pflegeverhältnis wurde nicht mit dem ziel der adoption eingegangen, viell. auch weil die leibl. mutter, die leibl. eltern ihr kind zu beginn gar nicht freigeben wollten. da ist vieles möglich.

      Adoptionen gibt es ebenfalls verschiedene Formen. Meist wird von der Fremdadoption Minderjähriger gesprochen (kleines Kind kommt in eine Familie mit der er es weder direkt oder indirekt bioglog. verwandt ist, die geht nur in Form der Inkognito-Adoption, d.h. die abgebenden leibl. Eltern erfahren nicht Anschrift, Wohnort etc. allerdings heutzutage einige Informationen über die Lebensumstände, und je nach Einzelfall, werden sie auch laufend von den Adoptiveltern über das JA informiert: offene und halboffene Adoptionen gibt es auch, sieht das Gesetz aber NICHT vor).

      Dann gibt es noch sog. Stiefkindadoptionen und Erwachsenenadoptionen. Erster machen heute einen großen Teil der Adoptionen aus: (2. Mann der Frau adoptiert Kind aus der 1. Ehe der Frau z.B.); Erwachsenenadoptionen spielen heute kaum eine Rolle, waren aber bei der Gründung des Rechtsinstuts "Adoption" die eigentliche Zielgruppe (1896 BGB): es ging um die Sicherstellung eines Erben, des Fortbestands des Namens und der Versorgung im Alter.

      Bis 1977 konnte man im Westen übrigens das Erbrecht der Adoptivkinder nach den Adoptiveltern ausschliessen, was auch oftmals gemacht wurde, weil es damalls - nicht wie heute - keine Volladoptiongab, d.h. das adoptierte Kind blieb mit seiner leibl. Familie verwandt (d.h. Unterhaltsprflicht, Erbrecht blieb bestehen).
      Starb das Adoptivkind etwa vor der leibl. Mutter, erbte die leibll. Mutter nicht die Adoptiveltern (und wenn das Kind zuvor schon vom Adoptivvater geerbt hatte, war das Erbe "futsch").

      heute ist das anders. heute gibt es nur noch volladoption, d.h. die verandtschaft erlischt völlig und das adoptivkind wird auch mit den verwandten der adoptiveltern verwandt. seit 1978 auch nicht mehr "an Kindes Statt" sondern "Annahme als Kind", nicht mehr über notariellen Vertrag sondern über "Decret", d.h. Erklärung des Vormundschaftsgerichts.
      wolke
      Danke für die schnelle Antwort, muss mal schauen wie es genau bei uns aussah mit dem Erbrecht, dann müssten wir darüber ja dann erfahren, was mit seinem wahr, meine Mutter hatte ja geerbt, was sich ja im Testament meiner Großeltern ja befand, mit dem zusatz alle ihre Kinder und wir bekamen einen Teil davon, danke dir. Vielleicht werde ich dadurch doch noch fündig.
      Original von markus_889
      Original von bubi
      hallo knotti,

      mit dem begriff zwangsadoption wird nicht jede gegen den willen der leibl. mutter, der leibl. eltern durchgeführte adoption bezeichnet.

      dieser begriff ist reserviert für politisch motivierten kindesentzug gänzlich ohne berücksichtigung der interessen des kindes und der leibl. eltern, wie er etwa in der ddr stattgefunden hat.

      im westen gab es die ersetzung der einwilligungserklärung der leibl. eltern duch das vormundschaftsgericht, die sehr selten zum einsatz kam (vgl. simtis et. al: kindeswohl, frankfurt/m 1978, gute gründe hierfür gab es genug, leider bis heute, denn jede neue meldung über einen ermordeten säugling ist nichts anderes, als eine meldung darüber, dass eine solche ersetzung der einwiligungserklärung in diesem fall ein kleines leben gerettet hätte.

      hinsichtlich minderjähriger mütter kommt m.e. hinzu, dass ein wollen (kind behalten und aufziehen) nicht ausreicht, sondern auch ein können hinzukommt, dass in diesem fall nicht ausschließlich in der beurteilungskompetenz der kindsmutter liegt, liegen kann.

      auch wenn die 50er und 60er jahre mit ihrer scheinheiligen moral, die ein oder anderen großeltern wohl auch zu solchem handeln gebracht haben, weil sie sich "die schande" ersparen wollten, ist das noch keine zwangsadoption. sicherlich war das nicht richtig, aber keine zwangsadoption, denn hierfür braucht es u.a. den systematischen charakter, ein system das dahinter steht, wie etwa, dass man in den westen geflüchteten frauen ihre kinder vorenthalten will, sei es als represalie oder zwecks devisen-generierung.

      es geht natürlich nicht um die begriffe selbst, oder wer recht hat, es geht darum, dass unklare begriffsverwendung den wirklicen opfern von zwangsadoption in der ddr das gehörtwerden erschwert.
      cc



      Vorsicht.Täusch dich nicht! Zwang durch Bürokratie muss ja nicht bedeuten, dass er ausschließlich politisch motiviert wäre. Und die scheinheilige Moral, von der du schreibst, sie hätte vor 40-50 Jahren stattgefunden, die gibt es immer noch, wenn auch kaum noch in Zusammenhang mit Großeltern. Beamte von Jugendbehörden sind meistens so falsch, dass ihnen beim Grinsen geradezu die Gesichtszüge einfrieren. Da wird der (oder in dem Fall DIE) Betroffene so lange mit allen möglichen "Argumenten" breitgeklopft, bis sie eben unterschreibt. Und der Schrieb wird dann hohnlachend dem Vormundschaftsrichter vorgelegt. Du meinst, das gibt es nicht? Nur weil dieses Gebilde eben als Rechtsstaat deklariert ist?
      Du meinst, ein Begriff wäre hier "reserviert". UNTER DEM STRICH aber machen deine Gegenüberstellungen keinen Unterschied aus.
      Ich glaube, dass die damalige "DDR" ihre diesbezügliche Fratze nur eben offener zeigte... und sich eben gar nicht erst die Mühe machte, derartige Sachen zu verbergen.


      Hallo Markus,

      ich sehe die Sache genauso wie Du.

      Meiner Meinung nach wurde das Thema "Zwangsadoption DDR" von der BRD nach der Wiedervereinigung schnell unter den Tisch fallen gelassen, da bei einer Aufarbeitung herausgekommen wäre, dass viele Adoptionen in der BRD nach dem gleichen UNRECHTSSYSTEM durchgeführt wurden.

      Brigitte

      @ Wolke
      Wieso unterschreibst Du mit CC?
      Original von Brigitte


      Meiner Meinung nach wurde das Thema "Zwangsadoption DDR" von der BRD nach der Wiedervereinigung schnell unter den Tisch fallen gelassen, da bei einer Aufarbeitung herausgekommen wäre, dass viele Adoptionen in der BRD nach dem gleichen UNRECHTSSYSTEM durchgeführt wurden.

      Brigitte

      Vielleicht würde es den Lesern hier helfen, wenn Du erklären würdest, in welcher Form Du an diesem "Unrechtssystem" (im ernst, was ist das überhaupt, klingt wie ein selbstgestrickter Begriff oder zumindest einem aus der Mottenkiste der Alt-68er)partizipiert hast.
      Ich wurde adoptiert (west) und bei mir ist alles nach Recht und Gesetz zugegangen und meine leibliche Mutter war froh, dass andere die sozialen und monetären Kosten meines Aufwachsens übernommen haben.
      Auch glaube ich nicht, dass bei ca. 4000 Fremdadoptionen jährlich, die absolute Zahl auch nur im Ansatz eine politische Bedeutung erlangen kann und sollte. Es geht hier nicht nur um Randgruppengeschicke es geht hier auch noch um ein sozial stigmatisierten Vorgang der zahlenmässig so gering ist (nicht destotrotz zu recht stigmatisiert, denn welche "normale mutter gibt schon ihr kind weg, und zwar so, dass sie gar nicht weiß, wo es hinkommt), dass er politisch schlicht irrelevant ist. adoption war immer schon ein notnagel, für die, bei denen alles andere aussichtlos war, wo die trennung vom kind sogar noch selbst gewollt war, ehrlich, da graut mir es heute noch davor, was müssen das für menschen sein.

      man sollte mal versuchen eine normale mutter zu "überreden", ihr kind wegzugeben. keine chance.

      wolke

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Wolke“ ()

      Original von Wolke
      Original von Brigitte


      Meiner Meinung nach wurde das Thema "Zwangsadoption DDR" von der BRD nach der Wiedervereinigung schnell unter den Tisch fallen gelassen, da bei einer Aufarbeitung herausgekommen wäre, dass viele Adoptionen in der BRD nach dem gleichen UNRECHTSSYSTEM durchgeführt wurden.

      Brigitte

      Vielleicht würde es den Lesern hier helfen, wenn Du erklären würdest, in welcher Form Du an diesem "Unrechtssystem" (im ernst, was ist das überhaupt, klingt wie ein selbstgestrickter Begriff oder zumindest einem aus der Mottenkiste der Alt-68er)partizipiert hast.
      Ich wurde adoptiert (west) und bei mir ist alles nach Recht und Gesetz zugegangen und meine leibliche Mutter war froh, dass andere die sozialen und monetären Kosten meines Aufwachsens übernommen haben.
      Auch glaube ich nicht, dass bei ca. 4000 Fremdadoptionen jährlich, die absolute Zahl auch nur im Ansatz eine politische Bedeutung erlangen kann und sollte. Es geht hier nicht nur um Randgruppengeschicke es geht hier auch noch um ein sozial stigmatisierten Vorgang der zahlenmässig so gering ist (nicht destotrotz zu recht stigmatisiert, denn welche "normale mutter gibt schon ihr kind weg, und zwar so, dass sie gar nicht weiß, wo es hinkommt), dass er politisch schlicht irrelevant ist. adoption war immer schon ein notnagel, für die, bei denen alles andere aussichtlos war, wo die trennung vom kind sogar noch selbst gewollt war, ehrlich, da graut mir es heute noch davor, was müssen das für menschen sein.

      man sollte mal versuchen eine normale mutter zu "überreden", ihr kind wegzugeben. keine chance.

      wolke



      Nein, aus der Mottenkiste der 68er stammt dieses schöne Wort nicht, einmal davon abgesehen.
      Was den Begriff "Unrechtssystem" anbelangt, so schrieb sie (Brigitte) doch eigentlich nur, wie sie persönlich es wahrscheinlich auch zu spüren bekam.
      Was jetzt für deine Begriffe ein Unwort darstellt, muss sich ja nicht ausschließlich aus einem Polit-System insgesamt ergeben. Das kann viele verschiedene Erscheinungsformen annehmen.

      Du schreibst, bei dir wäre alles nach Recht und Gesetz zugegangen. Mag sein, lass ich so stehen.
      Ich erlaube mir aber hier trotzdem, diese Frage einmal "auf den Kopf zu stellen": Wenn du merkst, dass man dich betrügt oder täuscht (was dir mit Sicherheit nicht gefallen würde), wäre es dann immer noch in Ordnung, nur weil ein Paragraph es so vorsieht, bzw. von Menschen durchgeführt wird, denen es deswegen so zugestanden wird?
      Aus dieser Perspektive würde (wohlgemerkt: In JEDEM!) politischen System schließlich auch nur "rechtmäßig nach den Statuten des Gesetzes gehandelt".

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „markus_889“ ()