Zwangsadoption in der BRD

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      Original von Striker
      stellt sich für mich die frage:


      warum um alles in der welt, sollte sich ein mensch die mühe machen, eine komplette homepage ins leben zu rufen, wenn das alles nicht wahr sein soll?
      was bitte hätte die person davon?


      Frag das bitte mal einen gewissen Herrn aus .....na ihr wisst schon...
      Zumal die beiden in allen möglichen Foren gemeinsam auftauchen, in denen es um Ausbeutung von Heimkindern etc. geht. Kann Zufall sein...aber auch nicht...wer weiß...!

      LG
      Jens
      http://www.djthorodo.ch.vu
      Hallo,

      meine HP heißt "... die andere Seite". D.h. hier kommen die Opfer von Adoption zur Sprache.

      Es ist leider ein Irrglaube, dass Adoption in jedem Fall etwas Gutes ist. Nur werden die negativen Seiten bis heute tabuisiert. Viele Menschen sind mit Adoption alles andere als glücklich geworden. Das trifft vor allem auch auf Mütter zu, die ihre Kinder nicht freiwillig an das Adoptionssystem abgegeben haben.

      Mir ging es nicht darum, hier eine Diskussion über das Für und Wider von Adoption vom Zaun zu brechen sondern darum, evtl. Betroffene zu finden, wie in meinem Eingangsbeitrag zu lesen ist.

      Brigitte
      dann gestatte mir die Frage, wer denn in erster Linie die Opfer sind? Meiner Auffassung nach wären das in erster Linie die Kinder, die in nachgewiesener (!) Form zwangsadoptiert wurden. Von denen treffe ich allerdings bei meinen Recherchen nicht sehr viele auf "der anderen Seite" an. Vielmehr sind es doch Mütter, die in jungen Jahren einem Adoptionsvorschlag zugestimmt haben, weil sie selbst aus den verschiedensten Gründen die Versorgung und Fürsorge nicht leisten konnten oder wollten.
      Dann kommt jemand daher und behauptet, den Verdacht begründet zu wissen, die bösen Berater von damals und heute verschachern Kinder an wohlhabende Mitbürger, die sich das wohl leisten könnten.
      Und wenn das da so steht auf der "anderen Seite", dann ist das so. Wo sind die stichhaltigen Beweise? Bis dato sinds nur Vermutungen. Und deine Jünger glauben dran. Sorry, da geh ich nich mit...


      LG
      Jens
      http://www.djthorodo.ch.vu
      Ich muss hier dringend auch was sagen.
      Brigitte sucht Opfer von Zwanmgsadoption der Brd und nebemnbei ICH bin ein Zwangsund repressalienopfer der BRD im selben Stile wie in der DDR.
      Das es dieses nicht geben soll in einer BRD finde ich schrecklich ,da es grade heute total viel und oft passiert das Kinder genau wie in der DDR zwangsentnommen werden.Auch im Politischen Sinne;)
      Vielleicht wär es mal angebracht sich wirklich zu interressieren für diese Thematik und die Brigitte nicht Fertig zu machen ohne Ende.
      Was sie schreibt ist die "Andere" Seite der Adoption und diese gibts total viel und oft und ich liebe ihr angement FÜR uns Opfer von diversen Dingen.
      Lasst sie endlich in Ruhe!
      Und lasst es sein sie fertig zu machen ,weil persönliche Anfeindungen "normal" sind.
      Ich finde den MUT von Brigitte aussergewöhnlich und noch was ..
      Es gibt tausende von Leuten die genau dieses auch nach draussen lassen.
      Ich kenne alleine 4 Leute ,die von zwangsadoption betroffen sind,Es sind 4-6 Herkunftseltern.
      Bitte lasst es!Es gibt soviel was man sich niemals vorstellen kann.
      Und warum auf einer so mutigen SuperUserin rumhacken ?!
      Sie hat für Ihre Handlungen und Taten eine Medaille verdient und andere die ich kenne auch.
      Weil sie sich auf verdammt dünnen Eis bewegen und angefeindet werden für kontroverse Meinungen.

      Brigitte hat schlicht und ergreifend persönlich hier über Pn oder Email Opfer gesucht von solchen Taten!
      DAS ist super!

      Und es sollte privat erfolgen und nicht öffentlich ausgeschlachtet werden!

      Das nur zur Info ,weil ich mich auch angegriffen und verletzt fühle wenn wer behauptet es gäbe gar keine Zwangsadoption in der BRD ..ES gibt sie auf der ganzen WELT nicht nur damals DDR.Es ist kein DDR-Regimevorkommnis alleine.
      Es gibt tausende von BRD Zwangsadoptionsopfer!
      So das war nun nicht böse gemeint,maber ich kann diese persönliche Hetze gegen Userin Brigitte nicht mehr ertragen.
      Ihr wisst nicht welch schwere Gechichte sie hinter sich hat und sie kennt sie gar nicht.Und auch ihre Gegner kennen sie gar nicht.
      Fragt doch bitte erstmal WER sie ist.Fragt sie doch einfach mal nach ihren Beweggründen!Anstatt direkt total auf Konfrontation zu gehn und sie fertig machen oder mundtot zu machen.
      Das schafft eh niemand und ich finde es super mit welchen Tatendrang und Eifer sie sich für die andere verschwiegene Seite einsetzt und damit den Spott, den Hass der "guten" seite erntet.

      So gute Nacht und alles gute.Nun darf man auch auf mir rumhacken.
      Aber ich konnte und kann solches Verhalten nicht tolerieren gegenüber Brigitte!

      ?(

      Bitte liebe Zwangsadoptionsopfer der Brd ,meldet Euch bei Brigitte!
      Sie ist eine sehr gute Frau und wird es anonym behandeln.
      Brecht Euer Schweigen und traut Euch ihr eine Pn zu senden oder Email.
      Es ist in sehr guten Händen und alles ist super!
      Es ist ja nur ein Aufruf gewesen an alle !

      Ich will niemanden persönllich angreifen!Es soll hier keine Hetzjagd von meiner Seite gestartet werden.Ich möchte den anderen verschwiegenen nur Mut machen allen Menschen zum Trotz sich zu melden und sich zu trauen.
      Zu wichtig ist es ,Wahrheit und Tatbestände nach draussen zu bringen um das eisige Schweigen und Leiden zu brechen.

      Danke ,nicht böse sein!

      Eure Sherry

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „sherry“ ()

      Original von ecs-007
      dann gestatte mir die Frage, wer denn in erster Linie die Opfer sind? Meiner Auffassung nach wären das in erster Linie die Kinder, die in nachgewiesener (!) Form zwangsadoptiert wurden. Von denen treffe ich allerdings bei meinen Recherchen nicht sehr viele auf "der anderen Seite" an. Vielmehr sind es doch Mütter, die in jungen Jahren einem Adoptionsvorschlag zugestimmt haben, weil sie selbst aus den verschiedensten Gründen die Versorgung und Fürsorge nicht leisten konnten oder wollten.
      Dann kommt jemand daher und behauptet, den Verdacht begründet zu wissen, die bösen Berater von damals und heute verschachern Kinder an wohlhabende Mitbürger, die sich das wohl leisten könnten.
      Und wenn das da so steht auf der "anderen Seite", dann ist das so. Wo sind die stichhaltigen Beweise? Bis dato sinds nur Vermutungen. Und deine Jünger glauben dran. Sorry, da geh ich nich mit...


      LG
      Jens


      hallo esc007
      ich kann dir nur zustimmen. sämtliche, ernstzunehmende "heimliteratur"
      behandelt auch das thema adoption. nur kommt es da ganz anders
      daher. dort wird beklagt, dass viel zuviele kinder in heimen leben
      mussten, weil sich die leibl. eltern oder leibl. müttern soweit nicht
      kümmerten, dass sie für ein etwaiges adoptionsverfahren NICHT
      erreichbar waren. man hat sie schlicht nicht angetroffen bzw. sie
      haben weder ihre kinder besucht noch eine adresse hinterlassen.

      Vgl. u.a. A. Mehringer: Heimkinder, 3.A., München Basel 1982.
      oder: J. Roth: Heimkinder, 2.A., Köln 1975

      im übrigen stellt sich mir die frage, warum man dann das
      vorhandene instrument der "gerichtlichen ersetzung der einwilligungserklärung" in diesen zeiten dann nicht sehr viel
      offensiver/intensiver genutzt hat. simitis et al.: Kindeswohl, frankfurt/m
      1978 berichten von drei fällen pro jahr in einem hess.
      amtsgerichtsbezirk, und auch von jahren, in denen es
      überhaupt keine "ersetzungs-verfahren" gegeben hat.

      bis 1977 war adoption übrigens eine vor allem privatrechtliche
      angelegenheit. das lief alles in einem vom staat eingeräumten
      - aber kontroliierten - freiraum ab.

      bubi

      Dann sei mir

      auch ein Schlusswort gestattet.

      Angeregt durch den Beitrag des Users bubi und die durch seinen Beitrag entstandenen Vorwürfe kann ich hier nur eins feststellen: der bubi hat durchaus gut recherchiert und wahrheitsgemäß wiedergegeben, was er dabei herausgefunden hat.
      Wenn jemand Recherchen anstellt, um sie später in Publikationen(und als solche betrachte ich auch das Verwenden von persönlichen Efahrungsberichten auf Webseiten) zu veröffentlichen, sollte damit rechnen, dass man seine Arbeiten hinterfragt. Dazu wäre es beispielsweise auch eine gängige Praxis, das derartige Rechercheanfragen von den Admins geprüft und genehmigt werden sollten. Wie susa so treffend einmal formulierte, lassen wir uns für die Zwecke anderer ungern instrumentalisieren.

      LG
      Jens
      http://www.djthorodo.ch.vu

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „ecs-007“ ()

      auch ich erlaube mir eine art schlusswort; es gibt nach meinem
      kenntnisstand (noch :D) kaum literatur, die die verhältnisse in säuglings-
      und kleinkinderheimen der 1950er und 1960er jarhre aufarbeitet
      (ich meine NICHT die Heime für ältere Kinder oder Erziehungsheime),
      aber doch "einiges aus der Zeit", dann auch zumeist ein "empirischer Spiegel" zum Thema Adoption; die Titel sind vor allem aus den 1960er udn 1970er Jahren und nur noch antiquarisch zu bekommen, zumeist für kleines Geld:
      bubi (wolke)
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      Original von bubi
      striker,
      dann solltest du mal schauen, zu was es alles im www websites gibt.

      ich finde es gut, dass du die seite angeschaut hast.


      ein beispiel, eine metapher: ich fahre mit einem wagen der marke vw auf der landstrasse. der bleibt aus irgendeinem grund stehen.

      möglichkeit a)
      ich hadere mit dem schicksal mit MEINEM VW. versuche zu ergründen warum
      er stehen geblieben ist, stelle mir fragen nach der Verantwortlichkeit, was
      habe ich, was hat der Hersteller, was das Schicksal zu verantworten.
      soweit so gut.

      möglichkeit b)
      ich behaupte nach dieser erfahrung, alles VW bleiben irgendwann auf
      der Landstrasse stehen. Weil das VW-Werk das eigentlich so will, es baut
      zwar Autos, aber nur, damit man irgendwann hilflos auf der Landstrasse stehen bleibt.

      das ist die kurzfassung, um das was es mir geht. mir erscheint die möglichkeit a) einfach plausibler als die möglichkeit b).
      bubi (wolke)


      Ich finde es etwas seltsam Menschen auf die Empfindungen und Reaktionen von Autos zu reduzieren.
      Original von Brigitte
      Original von bubi
      striker,
      dann solltest du mal schauen, zu was es alles im www websites gibt.

      ich finde es gut, dass du die seite angeschaut hast.


      ein beispiel, eine metapher: ich fahre mit einem wagen der marke vw auf der landstrasse. der bleibt aus irgendeinem grund stehen.

      möglichkeit a)
      ich hadere mit dem schicksal mit MEINEM VW. versuche zu ergründen warum
      er stehen geblieben ist, stelle mir fragen nach der Verantwortlichkeit, was
      habe ich, was hat der Hersteller, was das Schicksal zu verantworten.
      soweit so gut.

      möglichkeit b)
      ich behaupte nach dieser erfahrung, alles VW bleiben irgendwann auf
      der Landstrasse stehen. Weil das VW-Werk das eigentlich so will, es baut
      zwar Autos, aber nur, damit man irgendwann hilflos auf der Landstrasse stehen bleibt.

      das ist die kurzfassung, um das was es mir geht. mir erscheint die möglichkeit a) einfach plausibler als die möglichkeit b).
      bubi (wolke)


      Ich finde es etwas seltsam Menschen auf die Empfindungen und Reaktionen von Autos zu reduzieren.


      ...was hier niemand tut, denn wenn man des Lesens mächtig ist, und nicht nur etwas hineininterpretiert, steht da ganz deutlich

      Original von bubi
      ein beispiel, eine metapher...


      LG
      Jens
      http://www.djthorodo.ch.vu
      Hallo,
      ich war in den 50ern im Heim und auch von dort wurden Kinder adoptiert. Ich weiss nur, dass auch damals adoptierende Eltern sehr intensiv geprüft wurden. Natürlich kann man jedem nur VOR den Kopf schauen. Auch die verantwortlichen in den Jugendämtern und Heimen waren nur Menschen und so sind sicher Fehler vorgekommen, wie heute auch. Aber eigentlich hätte man viel mehr Kinder zur Adoption freigeben müssen, denn wieviele Eltern haben ihre Kinder ins Heim gegeben und VIELLEICHT fiel ihnen zu Weihnachten mal ein, dass sie Kinder haben und Oma die zum Fest sehen will.Die ganz große Mehrheit der Kinder hatte einfach kein Zuhause und keine Eltern, die ihrer Aufgabe und Verantwortung gerecht wurden.
      Die abgebenden Eltern mussten unterschreiben undwenn sie sehr jung waren unterschrieben LEIDER auch die Eltern der Mutter. Das würde ich unter ZWANGSADOPTION verstehen, wenn die jugendlichen Mütter nicht selbst einverstanden waren.
      Das Kinder gegen Geld abgegeben wurden kenne ich nur bei Auslandsadoptionen, kann aber auch den einen oder anderen Fall hier nicht ausschließen.
      Diese Kinder waren den neuen Eltern das wert.
      Irgendwie kommt mir hier in diesen Diskussionen viel zu kurz, dass Kinder niemals das Eigentum von irgendjemandem sind. Nicht von den Ursprungseltern und nicht von den Adoptiveltern. Sie sind uns nur anvertraut, damit wir sie in ein selbständiges eigenverantwortliches Leben begleiten.
      Wenn man sich das klar macht, lösen sich viele Fragen von selbst.
      hallo knotti,

      mit dem begriff zwangsadoption wird nicht jede gegen den willen der leibl. mutter, der leibl. eltern durchgeführte adoption bezeichnet.

      dieser begriff ist reserviert für politisch motivierten kindesentzug gänzlich ohne berücksichtigung der interessen des kindes und der leibl. eltern, wie er etwa in der ddr stattgefunden hat.

      im westen gab es die ersetzung der einwilligungserklärung der leibl. eltern duch das vormundschaftsgericht, die sehr selten zum einsatz kam (vgl. simtis et. al: kindeswohl, frankfurt/m 1978, gute gründe hierfür gab es genug, leider bis heute, denn jede neue meldung über einen ermordeten säugling ist nichts anderes, als eine meldung darüber, dass eine solche ersetzung der einwiligungserklärung in diesem fall ein kleines leben gerettet hätte.

      hinsichtlich minderjähriger mütter kommt m.e. hinzu, dass ein wollen (kind behalten und aufziehen) nicht ausreicht, sondern auch ein können hinzukommt, dass in diesem fall nicht ausschließlich in der beurteilungskompetenz der kindsmutter liegt, liegen kann.

      auch wenn die 50er und 60er jahre mit ihrer scheinheiligen moral, die ein oder anderen großeltern wohl auch zu solchem handeln gebracht haben, weil sie sich "die schande" ersparen wollten, ist das noch keine zwangsadoption. sicherlich war das nicht richtig, aber keine zwangsadoption, denn hierfür braucht es u.a. den systematischen charakter, ein system das dahinter steht, wie etwa, dass man in den westen geflüchteten frauen ihre kinder vorenthalten will, sei es als represalie oder zwecks devisen-generierung.

      es geht natürlich nicht um die begriffe selbst, oder wer recht hat, es geht darum, dass unklare begriffsverwendung den wirklicen opfern von zwangsadoption in der ddr das gehörtwerden erschwert.
      cc

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Wolke“ ()

      Original von bubi
      hallo knotti,

      mit dem begriff zwangsadoption wird nicht jede gegen den willen der leibl. mutter, der leibl. eltern durchgeführte adoption bezeichnet.

      dieser begriff ist reserviert für politisch motivierten kindesentzug gänzlich ohne berücksichtigung der interessen des kindes und der leibl. eltern, wie er etwa in der ddr stattgefunden hat.

      im westen gab es die ersetzung der einwilligungserklärung der leibl. eltern duch das vormundschaftsgericht, die sehr selten zum einsatz kam (vgl. simtis et. al: kindeswohl, frankfurt/m 1978, gute gründe hierfür gab es genug, leider bis heute, denn jede neue meldung über einen ermordeten säugling ist nichts anderes, als eine meldung darüber, dass eine solche ersetzung der einwiligungserklärung in diesem fall ein kleines leben gerettet hätte.

      hinsichtlich minderjähriger mütter kommt m.e. hinzu, dass ein wollen (kind behalten und aufziehen) nicht ausreicht, sondern auch ein können hinzukommt, dass in diesem fall nicht ausschließlich in der beurteilungskompetenz der kindsmutter liegt, liegen kann.

      auch wenn die 50er und 60er jahre mit ihrer scheinheiligen moral, die ein oder anderen großeltern wohl auch zu solchem handeln gebracht haben, weil sie sich "die schande" ersparen wollten, ist das noch keine zwangsadoption. sicherlich war das nicht richtig, aber keine zwangsadoption, denn hierfür braucht es u.a. den systematischen charakter, ein system das dahinter steht, wie etwa, dass man in den westen geflüchteten frauen ihre kinder vorenthalten will, sei es als represalie oder zwecks devisen-generierung.

      es geht natürlich nicht um die begriffe selbst, oder wer recht hat, es geht darum, dass unklare begriffsverwendung den wirklicen opfern von zwangsadoption in der ddr das gehörtwerden erschwert.
      cc



      Vorsicht.Täusch dich nicht! Zwang durch Bürokratie muss ja nicht bedeuten, dass er ausschließlich politisch motiviert wäre. Und die scheinheilige Moral, von der du schreibst, sie hätte vor 40-50 Jahren stattgefunden, die gibt es immer noch, wenn auch kaum noch in Zusammenhang mit Großeltern. Beamte von Jugendbehörden sind meistens so falsch, dass ihnen beim Grinsen geradezu die Gesichtszüge einfrieren. Da wird der (oder in dem Fall DIE) Betroffene so lange mit allen möglichen "Argumenten" breitgeklopft, bis sie eben unterschreibt. Und der Schrieb wird dann hohnlachend dem Vormundschaftsrichter vorgelegt. Du meinst, das gibt es nicht? Nur weil dieses Gebilde eben als Rechtsstaat deklariert ist?
      Du meinst, ein Begriff wäre hier "reserviert". UNTER DEM STRICH aber machen deine Gegenüberstellungen keinen Unterschied aus.
      Ich glaube, dass die damalige "DDR" ihre diesbezügliche Fratze nur eben offener zeigte... und sich eben gar nicht erst die Mühe machte, derartige Sachen zu verbergen.
      Vorsicht.Täusch dich nicht! Zwang durch Bürokratie muss ja nicht bedeuten, dass er ausschließlich politisch motiviert wäre.

      ich verstehe was du meinst, aber: um von zwangsadoption sprechen zu können ist der POLITISCHE manipulationswille erforderlich, der bei den von dir angesprochenen fällen regelmäßig fehlt.
      bubi
      Ja, aber der Preis ist DERSELBE! Die (meist sehr junge) Mutter wird von der entsprechenden Behörde aufgesucht. Und wenn es SO weit ist, dann kannst du sicher sein, dass die fertigen Pläne bereits auf den Schreibtischen liegen, auch wenn noch "Verhandlungen" laufen. Die Frage der Ausführung heißt dann nicht OB, sondern WANN. Denn die Behörde will ja schließlich nur helfen... jedenfalls - nach IHRER Vorstellung.
      auch das bezweifele ich nicht.
      einer leibl. mutter ist es bzgl. ihrer empfindungen wohl relativ
      egal ob sie opfer von zwangsadoption oder opfer eines
      übereifrigen adoptionsvermittlers geworden ist.

      nur, darum geht es bei der frage nach "zwangsadoption" in der brd nicht. die betrachtungsebene ist eine andere (auch wenn das den
      konkreten opfern schlicht egal ist).

      zwangsadoption hat eine andere "qualität", verwässert man das,
      arbeitet man den "tätern" - auch ungwollt - in die hände, denen
      am totschweigen dieses spezeillen themas gelegen ist.

      wenn man so will, sprechen wir über zwei verschiedenen ebenen.

      und zwangsadoption a la ddr gab es in der brd nicht. das hat z.b.
      nichts zu tun mit den wenigen fällen, in denen die einwilligung der
      leibl. fam. durch das vormundschaftsgericht ersetzt wurde, die
      hatten regelmäßig gute gründe, schlicht: das kindeswohl.
      gruss
      wolke

      (ich habe meinen alten nickname wieder, danke chaser)
      Eine Adoption wird immer kontrovers bleiben egal welchen Grund es gab, ausser die leibliche/n Eltern/Mutter sind verstorben. Doch man sollte auch den adoptierten Kind nicht verschweigen, dass es noch eventuell Halb. oder leibliche Geschwister gibt, denn die Geschwister erhalten sehr schwer Auskunft über deren verbleib.