Appelhülsen Martinistift

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      Ohh ein neuer Thread zum Martinistift...............*frooooyyyy*

      Hallo liebe Freunde und Ex-Stiftler,

      ich war in der letzten Zeit nicht mehr so aktiv hier im Forum. Nein, es liegt nich an Euch, es waren private Hinderungsgründe da. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich hier einen neuen Thread gefunden habe. Ein Neuanfang ist Sicher immer etwas positives. Ich würde mich freuen, hier von meinen Mit-Ex Stiftlern was zu lesen. Vielleicht bekommen wir ja auch mal so ein schönes Treffen im Stift hin, wie die Mädels von Haus Neuer Kamp in Osnabrück? Wo man mal zusammen zurückschauen kann und vielleicht sogar neue alte Weggefährten finden kann.

      Nun fragt sich sicher Jeder der meine Heimgeschichte gelesen hat, was daran positiv gewesen ist. Positiv waren die wenigen Kammeraden die sich nicht unterkriegen ließen. Weder von der gewalttätigen Erziehung noch von bösen, kriminellen und hinterhältigen Mitinsassen. Auch die hat es gegeben. So fast in der Art wie "der Club der Verlierer, von denen man sicher in vielen Heimen zu berichten weiß.

      Von meinem letzten Besuch im Martinistift im Frühjahr weiß ich, dass ein Treffen von Ex-Stiftlern auf dem Heimgelände des Martinistifts, wenn es angemeldet würde nicht verboten werden würde. Was aber nicht heißt, dass wir uns nicht auch an einem anderen Ort zusammensetzen können.

      Ich freue mich also auf Eure schönen und netten Postings in diesem Thread. In diesem Sinne bleibt bitte Gesund und Munter

      Liebe Grüße

      HaVo
      Es soll Menschen geben, die sind bestechlich.......pfui Deibel.....aber es gibt sie...
      Es gibt aber auch Menschen, die sind einfach unbestechlich........die wollen noch nicht mal Vernunft annehmen!!!!
      bilder zum treffen bei günni im hunsrück.
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      Der Hunsrücktreff

      Eigentlich hatte ich kurz vorher abgesagt, doch dann meldete sich Deinhard und wischte alle Zweifel schnell beiseite.
      Auch meine Frau hielt es für eine gute Idee und hoffte es würde mir gut tun.
      Nach einer unruhigen Nacht und nur 4 Std. Schlaf war es dann soweit.
      Kurz nach 8.30 Uhr stand Josstu und Deinhard vor der Tür und ich war schon fast fertig.
      Nach einer kurzen Begrüßung ging es dann Richtung Hunsrück.
      Josstuvermittelte mir schnell ein sicheres Gefühl durch seine zügige und übersichtliche Fahrweise.
      So näher wir dem Hunsrück kamen um so mehr Ruhe kehrte in mir ein.
      Ich freute mich nur noch darauf diese Menschen näher kennen zu lernen,
      mit jedem Namen in Zukunft ein Gesicht, ein Erlebnis verbinden zu können.
      Die Fahrt war entspannt und ohne größere Verzögerung kamen wir gut durch den Verkehr.
      Unser Pilot Josstu brachte uns ohne Navi sicher in den Hunsrück.
      Eine wunderschöne, bergische Gegend, mit Weinhängen und wunderbaren kleinen Orten,
      die Mosel nur wenige Km entfernt, wurden die Augen beschäftigt
      und die Lungen mit einer wunderbaren Luft gefüllt.
      Die anderen waren schon da und als erstes begrüßten uns die Gastgeber, Ingrid und Guenthii.
      Beide machten sofort einen herzlichen Eindruck auf mich
      und auch beide Hunde waren beeindruckend, aber auch total lieb.
      Die anderen "Klosterschüler" und "Banausen" saßen schon im Garten
      und nachdem wir einander begrüßt hatten, gab es eine superleckere Linsensuppe.
      Als jeder seinen Schlafplatz geentert hatte fuhren wir alle nach Bernkastell,
      eine malerische Stadt an der Mosel, mit vielen Weinlokalen
      und einer verwinkelten Altstadt mit vielen Fachwerkhäusern.

      Danach ging es zurück und ein wunderbarer Duft eines Grills
      und ein Pils ließen alsbald eine gemütliche Stimmung aufkommen.
      Die Tafelrunde speiste fürstlich und es kam zu angenehmen,
      wie auch lustigen Gesprächen, so das wir echt Spaß hatten.
      So nach und nach ging es dann ins Bett und um 1.30 Uhr kehrte Ruhe ein,
      denn wir wollten ja noch am nächsten Tag etwas unternehmen.

      Am Samstag, nach einem gemütlichen Frühstück mit viel Kaffee
      und leckerer selbstgemachte Marmelade, ging es dann gegen 10 Uhr
      nach Idar-Oberstein, bekannt auch durch seine Mineralien und Schleifereien.
      Auch dort durchstreiften wir die Stadt und besuchten das
      Deutsche Mineralienmuseum
      und die Kulisse der Stadt,
      Felsenkirche, Burg Bosselstein und Schloss Oberstein luden zum fotografieren ein.
      Nach einer leckeren Zwischenmahlzeit ging es dann zum Forellen angeln,
      nach einer kurzen Fahrt erreichten wir den Teich, dort war es auch angenehm kühl.
      Schon bald hatten unsere Angler ihre Ruten im Wasserund der Heiner den ersten Fisch an der Angel.
      Dann holte Günni den ersten Brocken raus und Heiner auch noch einen,
      zur Überraschung aller holte Horst den dicksten Fisch an Land.
      Auf Grund der Sonne und der Hitze wollten sie aber nicht so richtig
      und zum späten Nachmittag ging es dann wieder zurück.
      Keine 2 Std. später waren die Forellen auf dem Grill, dazu auch leckere Steaks
      und einer gemütlichen Abendrunde stand nichts mehr im Wege.
      Günni hatte die Forellen perfekt zubereitet und ich aß zum ersten Mal frischen gegrilten Fisch,
      es war einfach nur lecker.
      Um es kurz zu machen es wurde 3.30 Uhr als mich die Matratze begrüßte
      und ich mit vielen positiven Eindrücken wunderbar schlief.

      Sonntag, nach einem leckeren Frühstück ging es gegen 10 Uhr nach Hause,
      natürlich nicht ohne uns ganz herzlich bei Ingrid und Guenthii zu bedanken,
      für ein kurzweiliges, gemütliches und vor allem gelungenes Wochenende.
      Josstu brachte mich dann wieder sicher nach Hause
      und gegen 14.30 Uhr konnte ich meine Familie in die Arme schließen.

      Sollte ich noch etwas vergessen haben, bitte ich dieses zu vervollständigen.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „ruediger“ ()

      Zur Zeit bin ich mit meiner Familie beim Exilanten Guenthii und seiner Frau Ingrid im Urlaub.

      Josstu, unser Pilot brachte meine Frau Silvia und meine Tochter Michelle sicher in den Hunsrück.

      Ich folgte ihnen mit meinen Söhnen, Jerome u. Pierre.

      Wie auf den Foto zu sehen fanden wir in Guenthiis Garten Maulwurf (ich zeige mit dem Finger darauf),

      der dort Asyl erhielt bis er ins Forum zurück kommen darf.
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      Hallo Rüdiger, es ist schön zu lesen, das Deine Familie und Du Dich bei Günther und Ingrid sehr wohl fühlst.Ich wünsche euch allen weiterhin alles Gute, auf das ihr noch viel Spaß miteinander habt und ihr die weiteren Tage bei viel Sonnenschein genießen könnt.
      Gruß Egon
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      Alles vergessen?...Nichts ist vergessen!

      ...die letzten Tage hatte ich ganztägig in Telgte und Ostbevern zu tun, tiefste katholische Klerikalprovinz im Münsterland, unweit von Appelhülsen. Ich will ganz offen sein, ich bin irgendwo an der Grenze das ertragen zu können. Ich habe dort mit mir unbekannten Menschen gesprochen, versucht zu erahnen was sie fühlen...nun, ich bin nicht viel schlauer geworden, sie sind gnadenlos gute Schauspieler mit dem Rosenkranz in der Tasche, aber die ganze Atmosphäre, der Habitus, diese ekelhafte, falsche Freundlichkeit, hätte mich fast zum Schreien gebracht...

      ...so ähnlich muss sich ein Jude fühlen, der zum erstenmal hier einfliegt um die Deutschen kennenzulernen...alles: Die Bauten, dieses Verwinkelte, die Bömpel in der Strassenmitte ohne Vorwarnschild, die kleinen Devotionalienläden, die großen Pfarrämter..alles hier atmet mittelalterliche, ängstliche Gefolgsamkeit aus und erinnert mich so brachial an meine Heimzeit in Appelhülsen....nichts dort ist echt, der aufgemotzte Pfaffe mit seinem winterlichen Maßmantel aus feinster Cashmerewolle und Gamaschen über den schwarzen Schuhen, erinneren mich so an unseren "Schappes", den feisten Direktor des Martinistiftes...fast habe ich seine stinkende Zigarre gerochen die ewig qualmte...

      Es ist immer noch da, noch nach 50 Jahren, nichts ist vergessen...ich könnte schreien und in ihre beweihräuchrten Mäuler pinkeln...nichts an ihnen ist echt, sie haben super profitiert von unseren Zwangsarbeiten und von nix was gewusst...dort hat sich nichts verändert, der klerikale Schmutz belehrt immer noch die Menschen dort und die örtliche Politik sonnt sich gern im Wohlwollen der Keuschheitsgürtel und gestärkten Nonnenhäubchen...doch, die Autos sind moderner geworden.

      Wenn Du in solch eine Stadt kommst wie Telgte, mit dieser Heimvergangenheit im Kreuz, musst Du stark sein! Wenn nicht, bringt es Dich um! Ich bin nicht stark, ich fahre kommenden Montag noch einmal hin, weitere Aufträge dort lehne ich ab, denn nichts ist vergessen!
      God forbid that I should go to any Heaven in which there are no horses

      Vergessen???? wer von uns könnte dass????

      Hallo Brötchen und liebe Ex-Stiftler,
      es kann noch so lange her sein, ob 30, 40 oder 50 Jahre. Die Eindrücke haben sich tief in unsere Seelen gebrannt. Aber Du warst geschockt von dem Mief der klerikalen Provinz Telgte und Ostbevern? Ich habe viele Jahre dort gelebt, aber ich hatte meine Vergangenheit völlig verdrängt, sonst hätte ich dass nicht überlebt. Was für Aufträge haben dich denn mit dem Klerus von Telgte und Ostbevern zusammengebracht? Ich könnte mich heute nicht beherrschen, nicht mit dem Wissen das seit 1,5 Jahren wieder lebendig geworden ist.
      Als ich in diesem Jahr das erste Mal wieder im Stift war um meine Akte abzuholen hätte ich laut schreiend weglaufen können. Als ich wieder in so einer Minizelle gestanden habe, was früher ein Zimmer war, in dem Kinder und Jugendliche eingesperrt waren sprang mich sofort die Panik an.
      Es ist grauenhaft oft bin ich in meinen Träumen wieder als Junge im Stift und wache dann schweißgebadet und schreiend auf. Inwieweit ich das jemals verarbeiten kann, weiß ich noch nicht. Ich habe zwar jetzt meine Traumatherapie begonnen aber ich stehe immer noch am Anfang.
      Liebe Grüße
      HaVo
      Es soll Menschen geben, die sind bestechlich.......pfui Deibel.....aber es gibt sie...
      Es gibt aber auch Menschen, die sind einfach unbestechlich........die wollen noch nicht mal Vernunft annehmen!!!!
      das es leute gibt, die es wärend ihrer heimzeit nicht leicht hatten, weiß ich aus eigenen erfahrungen.

      das einem selbst nach sehr vielen jahren, wenn man an solch einen ort zurückkommt manches wieder schmerzlich in den sinn kommt, kann ich auch verstehen.

      deshalb aber eine ganze region so abwertend zu beurteilen, nur weil sich in ihren bezirk ein negativ geführtes heim befand, finde ich skandalös..

      jetzt wundert es mich auch nicht mehr, daß manchmal selbst heute noch, 70 jahre nach kriegsende, selbst die urenkel der deutschen, so angegangen werden.

      übrigens ich kenne die orte telgte und ost-bzw. westbevern persönlich und finde sie schlichtweg nicht grandios, aber schön..

      auch die menschen dort sind-und verhalten sich nicht wie andere, an anderen orten..

      so verschieden können die meinungen auch sein.

      lg...klaus

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Klaus1946“ ()

      Martinistift!

      Ich kann mich an einen Bruder Amseln erinnern und ein Herr Stegemann war auch da. Weihnachten gab es eine Flasche Rose Bier.Einen Ausflug zur Bundeswehr haben auch gemacht und dort sind wir geflogen und eine Fahrt mit dem Schnellboot war auch im Programm.Das war eigentlich ein schöner Tag. Es gab natürlich auch jede Menge negative Ereignisse,aber dazu werde ich später noch was schreiben.
      Hallo Harry, war dieser Bruder Anselm nicht derjenige, der morgens die Arbeitseinteilung zu den Bauern machte? Stegemann sagt mir auch etwas, aber ich habe kein Gesicht dazu. Ich bin Januar 1965 entlassen worden und war auf den Gruppen 3, 5, 9 und 11.
      God forbid that I should go to any Heaven in which there are no horses
      Hi Harry,
      erstmal herzlich willkommen hier im Appelhülsener - Thread!
      Ich war von 65 bis 69 im Stift, erst in den Gruppen 7 + 8 dann ab in den Neubau auf Gruppe 15.
      Alle Gruppen leitete derzeit der Willi Trompeter.
      lg. Jürgen


      brötchen schrieb:

      Bruder Anselm
      Der Name sagt mir auch etwas, weiß aber im Augenblick nicht wohin mit IHM.



      brötchen schrieb:

      Stegemann
      Der war Gruppenerzieher, welche Gruppe weiß ich im Augenblick nicht mehr.


      Neubau. Martinistift!

      Hallo und guten Abend! Ich kann mich täuschen,aber ich meine das ich im Neubau war und zwar in der Gruppe 13.Hat der Trompeter nicht in Münster gewohnt? Wir mussten mit mehreren Leuten bei ihm ein riesiges Fundamentloch für seinen Anbau graben.Wir wurden gut behandelt und haben alle auch noch etwas Handgeld bekommen und das ganze war mal eine willkommene Abwechslung.Im Altbau habe ich 1 Woche ganz oben unterm Dach in einer Zelle gesessen.In dem Raum war nur eine Pritsche und ein Eimer für die Notdurft.Das Essen war die Woche sehr dürftig.So nach und nach kommen die Erinnerungen.Gearbeitet habe ich in einer Produktsionshalle wo unter anderem Gehäuse für Schreibmaschinen gepresst wurden.Dann habe ich noch Schweißlehrgänge gemacht,die ich mit Bestnoten bestanden habe.Ich habe in der Werkstatt eine Kupfervase angefertigt die lange im Schaufenster stand.Bis bald! Harald!

      harryuhrig schrieb:

      Hallo und guten Abend! Ich kann mich täuschen,aber ich meine das ich im Neubau war und zwar in der Gruppe 13.Hat der Trompeter nicht in Münster gewohnt? Wir mussten mit mehreren Leuten bei ihm ein riesiges Fundamentloch für seinen Anbau graben.Wir wurden gut behandelt und haben alle auch noch etwas Handgeld bekommen und das ganze war mal eine willkommene Abwechslung.Im Altbau habe ich 1 Woche ganz oben unterm Dach in einer Zelle gesessen.In dem Raum war nur eine Pritsche und ein Eimer für die Notdurft.Das Essen war die Woche sehr dürftig.So nach und nach kommen die Erinnerungen.Gearbeitet habe ich in einer Produktsionshalle wo unter anderem Gehäuse für Schreibmaschinen gepresst wurden.Dann habe ich noch Schweißlehrgänge gemacht,die ich mit Bestnoten bestanden habe.Ich habe in der Werkstatt eine Kupfervase angefertigt die lange im Schaufenster stand.Bis bald! Harald!

      Hi Harald,
      der Trompeter hat lange Zeit direkt im Stift gewohnt, später dann in Buldern auf der Nottulner Straße.
      Aber mal etwas anderes, kann es sein das wir uns persönlich kennen???
      Wenn Deine Eltern in Bottrop ne Kneipe hatten, dann kennen wir uns persönlich denn ich kam Dich
      mal in den 70gern mit mit einigen meiner Kumpels mit meinen Moped ( 750ger Honda four) besuchen.
      Denk mal nach sollten Deine Eltern eine Kneipe besessen haben kennen wir uns, denn dann warst Du
      damals auch auf den Abteilungen 7+8 bzw. auf 15.
      Lg. Jürgen