Norbert Denef: Ich habe 35 Jahre geschwiegen... Petition zur Aufhebung der Verjährungsfristen von sexuellen Missbrauch

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      Länder sollen sich an Hilfen für Opfer sexueller Gewalt in Familien beteiligen
      Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend - 28.03.2012
      Berlin: (hib/AW) Die Abgeordneten aller Fraktionen im Familienausschuss appellieren an die Bundesländer, sich an den Hilfeleistungen für Opfer sexueller Gewalt im familiären Umfeld gemäß den Empfehlungen des Runden Tischs „Sexueller Kindesmissbrauch“ zu beteiligen. Dieser hatte sich neben den Entschädigungsleistungen für Opfer sexueller Gewalt in Heimen und anderen Erziehungsinstitutionen für ein ergänzendes Hilfesystem für Opfer, deren Schadensersatzansprüche bereits verjährt sind, ausgesprochen. Nach dem Willen der Bundesregierung sollen auch die Opfer von sexuellem Missbrauch im familiären Umfeld in dieses ergänzende Hilfesystem einbezogen werden, erläuterte der Parlamentarische Staatssekretär im Familienministerium, Hermann Kues (CDU), am Mittwoch vor dem Ausschuss. Aus diesem Hilfesystem sollen beispielsweise Therapien für die Opfer finanziert werden. Dafür sollen Bund und Länder jeweils 50 Millionen Euro beisteuern. Nach Angaben von Kues sind die Länder derzeit aber nur bereit, ihren Anteil zum ergänzenden Hilfesystem für Opfer sexueller Gewalt in Heimen und anderen Erziehungsinstitutionen, die in ihrem Verantwortungsbereich liegen, beizusteuern. Die Jugend- und Familienministerkonferenz habe allerdings Vorbehalte gegen eine Länderbeteiligung bei den Hilfen für Missbrauchsfälle in Familien vorgebracht. Kues betonte, dass es sich bei den Hilfeleistungen für Opfer sexuellem Missbrauchs in Familien um eine „gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ handle, für die Bund, Länder und Kommunen gemeinsam aufkommen müssten. Kues kündigte an, dass das Thema auf die Tagesordnung der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel im Sommer gesetzt werde, wenn bis dahin keine Einigung mit den Ländern erreicht werden könne.

      Dieser Sichtweise schlossen sich auch alle Fraktionen an. Sie brachten ihre Verwunderung darüber zum Ausdruck, dass die Länder in dieser Frage jetzt mauerten. Die Länder seien schließlich an der Erstellung des ergänzenden Hilfesystems beteiligt gewesen. Die Abgeordneten betonten, dass dies kein Thema für „parteipolitische Profilierungsversuche“ tauge, alle Beteiligten müssten zusammenarbeiten. Die Opfer bräuchten schnelle und möglichst unbürokratische Hilfen.


      Wann appelliert der deutsche Bundestag, unsere Vertreter, unsere gewählten vom Volk, endlich an die Kirchen die ja nun im Bundestag ein und ausmarschieren ?
      Unser Staat und die Verträge mit der katholischen Kirche aller Bundesländer.
      Verträge mit der katholischen Kirche
      Diese Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie enthält nur Verträge, die eine umfassende Regelung der staatskirchenrechtlichen Beziehungen enthalten. Nur in Ausnahmefällen sind Verträge aufgeführt, die sich lediglich mit einzelnen Aspekten dieser Beziehung befassen.




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      2.Verträge mit den evangelischen Landeskirchen
      Diese Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie enthält nur Verträge, die eine umfassende Regelung der staatskirchenrechtlichen Beziehungen enthalten. Nur in Ausnahmefällen sind Verträge aufgeführt, die sich lediglich mit einzelnen Aspekten dieser Beziehung befassen.


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      Missbrauchsopfer beendet nach sechs Wochen Hungerstreik


      Norbert Denef ernährte sich nur von Tee, Wasser und Limonensaft
      Scharbeutz
      (dapd). Das Missbrauchsopfer Norbert Denef hat nach gut sechs Wochen
      seinen Hungerstreik beendet. Die Entscheidung sei nach Rücksprache mit
      Unterstützern, die sich seiner Aktion angeschlossen hatten, und den
      Ärzten gefallen, teilte der 63-Jährige, der Vorsitzender des
      Opferverbandes NetzwerkB ist, am Dienstag im schleswig-holsteinischen
      Scharbeutz (Kreis Ostholstein) mit. Er hatte sich seit dem 8. Juni nur
      noch von Tee, Wasser, Gemüsewasser und Limonensaft ernährt. Mit der
      Aktion warb Denef für seine Forderung nach einer Aufhebung der
      Verjährungsfristen für sexuellen Missbrauch.


      Während des
      Hungerstreiks sammelte er knapp 64.000 Unterschriften für sein Anliegen.
      Als Kind war Denef selbst von mehreren Tätern über Jahre systematisch
      missbraucht worden. 35 Jahre lang hatte er zu den traumatischen
      Ereignissen aus seiner Kindheit und Jugend geschwiegen. Als er nach
      Depressionen, Panikattacken und Burn-Out soweit war, waren die Taten
      bereits verjährt. Bei sexueller Gewalt ist dies nach deutschem
      Strafrecht nach zehn Jahren der Fall, in besonders schweren Fällen nach
      20 Jahren.


      Mit zehn Jahren
      war der damalige Ministrant in seiner Heimatstadt Delitzsch von einem
      katholischen Pfarrer missbraucht worden - das Drama dauerte sechs Jahre.
      Danach kam ein weiterer Kirchenangestellter. Denefs Martyrium endete
      erst im Alter von 18 Jahren. Noch heute leidet der Rentner an den
      Folgen.


      "Über Nacht in eine andere Gemeinde versetzt"


      Die
      Missbrauchsfälle des Pfarrers seien in seiner Heimat lange bekannt
      gewesen. Immer dann, wenn in einer Gemeinde darüber bereits gesprochen
      wurde, sei der Pfarrer "über Nacht in eine andere Gemeinde versetzt
      worden". "Insgesamt hat der mittlerweile verstorbene Pfarrer nach meinen
      Erkenntnissen 150 bis 200 Kinder und Jugendliche missbraucht", sagte
      Denef.


      2003 hat er zwar
      25.000 Euro zur Durchführung einer Therapie vom Bistum Magdeburg
      angeboten bekommen, jedoch nur wenn er wieder schweigt. Denef wandte
      sich an den Papst und bat ihn um Hilfe, weil der Bischof von Magdeburg
      ihn wieder zum schweigen zwingen wollte.


      Ein halbes Jahr
      später erhielt er sogar eine Antwort aus dem Vatikan. "Der Papst ließ
      mir mitteilen, dass er für mich bete und mich ermutigt, den Allmächtigen
      Gott um die Kraft der Vergebung zu bitten." Nach diesem Schreiben hat
      Denef versucht, sich das Leben zu nehmen. Nach zweijährigem juristischem
      Kampf wurde die Schweigeklausel gestrichen.


      Aus der Kirche ausgetreten


      In der Folge
      schrieb Denef ein Buch über sein Leiden ("Ich wurde sexuell
      missbraucht") und gründete das netzwerkB (Netzwerk Betroffener von
      sexualisierter Gewalt e.V.). Aus der katholischen Kirche ist er bereits
      vor Jahren ausgetreten. Ende 2011 sprach er auf dem SPD-Bundesparteitag
      in Berlin über die Leiden der Betroffenen. Kurz nach seiner
      dreiminütigen Rede habe der Parteitag sich einstimmig für die Aufhebung
      der Verjährungsfristen bei sexualisierter Gewalt ausgesprochen, sagte
      er. Erst am vergangenen Freitag hatte Denef in Berlin vor dem Reichstag
      erneut das Gespräch mit Vertretern der SPD mit dem Ziel gesucht, die
      Sozialdemokraten zu motivieren, sich auf die Seite der Betroffenen zu
      stellen.
      welt.de/newsticker/news3/artic…-Wochen-Hungerstreik.html

      Norbert Denef: Ich habe 35 Jahre geschwiegen... Petition zur Aufhebung der Verjährungsfristen von sexuellen Missbrauch

      .
      AUFHEBUNG DER VERJÄHRUNG IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND

      Es ging hier und geht hier, m. E., um Die Aufhebung Der Verjährung Im Zivilrecht (nicht im Strafrecht!)

      (24.07.2012, 17:42 Uhr)
      http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/15438-Norbert-Denef-Ich-habe-35-Jahre-geschwiegen-Petition-zur-Aufhebung-der-Verjährun/?postID=340146#post340146

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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

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