Isolierzellen im Halfeshof

      Isolierzellen im Halfeshof

      Anbei Bilder der Isolier Zellen vom LVR Heim Halfeshof 2012

      Damals sahen sie nicht anders aus
      Images
      • IMG_0526.jpg

        58.93 kB, 800×600, viewed 123 times
      • IMG_0527.jpg

        53.16 kB, 800×600, viewed 111 times
      • IMG_0528.jpg

        36.97 kB, 450×600, viewed 98 times
      • IMG_0530.jpg

        60.41 kB, 800×600, viewed 131 times
      • IMG_0532.jpg

        62.81 kB, 800×600, viewed 110 times
      Da sind die Isolier-Zellen im Gefängnis aber Komfortabler ausgestattet...Das es so etwas überhaupt gegeben hat, zeugt doch schon von den Erziehungsmethoden der früheren Jahre, die jugendliche bzw. Kinder ausgesetzt waren. Aber im Josefs-Haus Wettringen und Martini Stift Appelhülsen war es nicht anders, dort gab es die gleichen Zellen.
      Gruß Egon
      Was macht dich da so nachdenklich ?

      Die Fotos enstanden bei einem Ortstermin 2012 mit Mitarbeitern des Lvr im Halfeshof

      Warum interessiert dich dann die Quelle ? Traust du mir nicht zu ,Bilder die der Warheit entsprechen, hier zu Posten ?

      Man sieht noch die nach aussen montierten Abzughähne der Toiletten.D.h Der Insasse konnte nichtmal die Toilette abspülen in seiner Zelle..


      mfg

      p.s
      Die Isolierzellen im LVR Heim in Krefeld ( Fichtenhain) waren noch schlimmer ( Fotos von 1977vorhanden)
      Ich selber war zu der Zeit in Krefeld dort Elektriker und habe es EXACT genau so vorgefunden in meiner Zeit dort 1976 -1979
      Fotos aufnehmen heißt noch lange nicht, das etwas in Funktion ist. Ich habe vor einigen Monaten auch das Stasizentrale besucht und fotografiert.......
      Deine Bilder sehen eher aus, als ob da schon seit zig Jahren alles am verrotten ist. So etwas könnte sich Heute keiner mehr erlauben in Funktion zu nehmen.
      Ich kenne den Halfeshof von Besuchen her. Und Ende nächsten Monat bin ich wieder da. Dann werde ich einmal Andreas N. darauf ansprechen, was es mit diesen Zellen auf sich hat, ob die in Betrieb sind oder nur ein Trümmerrelikt aus der Zeit der schwarzen Päda. Aber auch da sahen sie bestimmt nicht so aus, wie jetzt.
      Hallo Ningo, wie sie nun ausgesehen haben, mag ich nicht beurteilen. Allein das es überhaupt solche Zellen gegeben hat, finde ich unerhört. >Im Martini Stift Appelhülsen waren sie noch schlimmer, dunkler, fast keine Fenster, nur kleine Lucken usw.
      HEUTE sind die Zellen NICHT mehr in Benutzung.. !!!!!


      In diesem Keller spürt man wirklich noch die Geister der schwarzen Pädagogik und der totalen Institution.
      Sie sollen in Zukunft eine Art Gedenkstätte werden ....

      Selbstverständlich waren die Zellen füher etwas reinlicher...

      Im Flur genau so ..

      In der/den Zelle(n) hat sich bis heute allerdings nichts geänert.Bis evt auf den Kot und Lebensmittel Reste die damals regelmässig in den Zellen an den Wänden von den Insassen wegen Protest verteilt wurden ( Wie in Krefeld Fichtenhain ( Gruppe 13) auch )

      Ich selber und ein paar meiner alter Freunde waren in der Zeit von 1976 bis 1979 auch Besuchsweise im Halfeshof und kann dir GARANTIEREN das es dort früher GENAU so aussah

      mfg

      Egon wrote:

      Hallo Ningo, wie sie nun ausgesehen haben, mag ich nicht beurteilen. Allein das es überhaupt solche Zellen gegeben hat, finde ich unerhört. >Im Martini Stift Appelhülsen waren sie noch schlimmer, dunkler, fast keine Fenster, nur kleine Lucken usw.

      Na ja Egon, das diese Art Zellen schlimm waren, ist unbestreitbar. Wahrscheinlich sind sogar Jugendliche da eingesessen, die es nicht verdient haben. Aber - und das meine ich so, wie ich es sage: nicht alle Insassen waren Engel. Aus meiner Heimzeit weiß ich, das wir ein sehr großes Potential an aggressiven Insassen hatten, die man teilweise wirklich isolieren musst, weil sie eine Gefahr für andere Jugendliche, für Erzieher oder für sich selbst waren. Was hätte man mit solchen "Brechern" in einer akuten Situation machen können?

      PS: Antivirus, Dein Eingangspostig kam aber bei mir so rüber, als wären diese Zellen Heute noch aktuell. Ich kenne aus meiner Heimzeit auch Krefeld und Solingen. Den Wir Euskirchener waren ja mindestens einmal im Jahr zu den Bundesjugendspielen in diesen Heimen, wo wir gegeneinander antraten.
      Hi Ninguno

      Ich selber wohnte zu der Zeit eigendlich in Euskirchen -Stadt
      Natürlich kenne/kannte ich auch den Erlenhof. Nicht nur von aussen...
      Und selbstverständlich war ich auch regelmässig bei den Sportveranstaltungen in den anderen Heimen ( als Insasse)

      Von daher kenne ich das da nur zu genüge u.v.m .... :)

      Bei Flucht aus dem Heim, und Rückkehr ins Heim wurde man einfach eine Woche lang in so eine Zelle gesperrt, um weitere Fluchtversuche zu unterbinden... u.a

      gruss

      p.s
      Ich selber habe Hunderte Aktenfunde von mir und vielen meiner Ehemaligen (Heim) Freunden aus den LVR Heimen , die das Grauen in den LVR Heimen sowie den täglichen Umgang mit den Schutzbefohlenen belegen . Incl der Art und Weise der "Inhaftierung in den Zellen. Beispiele der "Inhaftierung" kann ich gerne Öffendlich hier rein pasten...(Namen geschwärzt)

      Post was edited 2 times, last by “antivirus” ().

      Aiken wrote:

      Ich habe noch eine Entdeckung gemacht, zu einer Dissertation die scheinbar Fehler aufweist . Ich hatte deswegen heute schon einige Telefonate geführt.

      Diese Dissertation wird jetzt von offiziellen Stellen geprüft. Sollte die Aussagen in dieser Dissertation aber wirklich und wahrhaftig echt sein, könnte es ein wiederum Probleme deshalb geben....... Mehr kann und will ich im Augenblick nicht dazu sagen.
      Einfach nur das sie geprüft wird.
      Aiken

      Sehr wichtig! :verschw: Hat bestimmt mit den Isolierzellen zu tun, diese Dissertation.
      Mensch Aiken, was sollen so ständige Andeutungen, wo kein Mensch etwas mit anfangen kann um dann als Fazit zu schreiben:

      Aiken wrote:

      Mehr kann und will ich im Augenblick nicht dazu sagen.



      Tja Antivirus, dann sollten wir uns einmal unterhalten über den Erlenhof. Denn dort war ich von meiner Schulentlassung bis zu meiner Volljährigkeit und kenne da jeden Baum, Strauch,Stein und was es sonst noch alles gab. Und Fichtenhain kenne ich von Früher und auch von Heute, denn ich wohne nicht weit davon entfernt.
      Für mich wäre sehr schwer nachvollziehbar,
      aggressives Verhalten mit solchen Isolierzellen als Maßnahmen zu handeln. Ich kann mir nun nicht vorstellen, dass Heime die Stätte von „Wohlfühlen“ „Sinnhaftigkeit“ hatten und auch wenn Jugendliche da unterschiedlich reagiert haben so bleibt auch verständlich, dass unterschiedliche Reaktionen auch aggressives Verhalten vorhanden waren. Ich würde das nicht gleich damit abtun,“ nicht Alle waren Engel“, sondern nicht Alle konnten mit den Umständen klar kommen. Es ist auch nicht so, dass Aggressionsausbrüche aus dem Nichts und plötzlich kommen. Da geht schon eine Menge vorher ab, aber da hat man nicht hingeschaut, warum auch, es gab ja die Isolationszellen. Ich gehe nicht davon aus, dass diese schlimmen Zellen eine Antwort auf bestimmtes Verhalten sein konnten, denn am Ende haben sie lediglich Angst erzeugt, aber nicht wirklich eine grundsätzliche Auseinandersetzung aggressiven Verhaltens , was ja auch im Kontext der schwarzen Pädagogik nicht
      gefragt war.

      Nun in unserem Heim gab es Butzen, die ich aber nie gesehen habe, weil ich lange Zeit auf der Aufnahmestation war und dort gab es sowieso nur Zellen. Die waren aber nicht verschlossen, sondern funktionierten durch ein spezielles Klingelsystem.

      man kam aber in so Butzen, wenn man beispielsweise abgehauen ist. Und das habe ich nun von einer ehemaligen Praktikantin, dass die Mädels aus diesen Butzen eher aggressiv herauskamen und eines Tages hat ein Mädel eine Diakonisse die Treppe herunter geschubst. Seit
      der Zeit wurden die Mädels dann nur in Begleitung des Hausmeisters aus diesen Butzen herausgeholt.
      Vielleicht sollte man auch ein bisschen Unterscheiden zwischen Heime für Jungen- und Mädchenheime. Mädchenheime kenne ich nur zwei, weil meine Schwester da war, aber Jungenheime................ Heute im Rückblick wage ich zu behaupten, das einige, die Damals im Erlenhof waren, nicht dahin gehörten, sondern eigentlich in den Knast. Und dies waren mehr als eine Handvoll. In diesem Heim gab es Diebstahl, Raub, schwere Körperverletzung und Mord. Beim Ausgang nach Euskirchen-Stadt, gab es Schlägereien, Erpressung, Diebstahl, Raub und Vergewaltigungen. Wenn Antivirus da wohnt, kann er ja einmal alte Leute fragen, was oft am "schwarzen Weiher" passierte. Das war auf den Weg vom Heim zur Stadt. Eigentlich hatte der Erlenhof eine eigene Polizeidienststelle gebraucht.

      Die Ehrlichkeit sich selbst gegenüber ist zwar manchmal hart, aber irgendwann auch notwendig um bestimmtes besser zu erklären.

      antivirus wrote:

      Anbei Bilder der Isolier Zellen vom LVR Heim Halfeshof 2012

      Damals sahen sie nicht anders aus



      Das erweckt ja fast heimatliche Gefühle! :cursing::
      Nur war das nicht in einem Heim für Jungen, sondern in einem Mädchenheim. Da kamen 14 - Jährige rein.

      Ja, so sahen sie aus, die Besinnungszellen. Nur waren sie dunkel, ohne Fenster, ohne Luft, bestückt mit einer Holzpritsche und einer Nazi--Wolldecke, aus der der Leichengeruch nicht raus zu bekommen war. Toilette? Zweimal am Tag gabs einen Kübel, zu essen Wasser und Brot, und wenn die Erzieherinnen ganz böse waren, gabs Kübelsperre zusätzlich. Was das bedeutet, kann sich ja jeder ausmalen. :(

      Nö, Egon, das war im Knast genauso.

      Post was edited 2 times, last by “Mandolinchen” ().

      Bei diesen Bildern.....

      Hallo Leute,

      bei den Bildern laufen mir die Tränen, ich spüre quasi das Leid der Insassen sei es noch so lange her. Ich kann es nicht begreifen, dass sowas überhaupt jemals Anwendung fand. Eisige Schauer laufen mir bei der Erinnerung ans Stift (ja Egon ich meine das Martinistift) und die Kellerverliese über den ganzen Körper. Wer weiß was heute bei den Heimen die noch oder wieder in Betrieb sind noch intern gemacht wird, was Besucher und Öffentlichkeit nie erfahren werden. Ich bin tief schockiert!!!!

      Liebe Grüße

      HaVo
      Es soll Menschen geben, die sind bestechlich.......pfui Deibel.....aber es gibt sie...
      Es gibt aber auch Menschen, die sind einfach unbestechlich........die wollen noch nicht mal Vernunft annehmen!!!!
      Diese Zellen waren bis 1995 AKTIV !!! Halfeshof UND Fichtenhain !!!

      Kurz danach wurden sie dann doch nicht mehr genutzt....

      keine 20 Jahre her....

      p.s

      Zu meiner Zeit als Insasse, wo ich als Elektriker in den Zellen Lampen wechseln musste, habe ich regelmässig den Insassen Süssigkeiten, Tabak , Steichhölzer, Kl Fl Cola , Lebendsmittel etc heimlich zu kommen lassen !
      Ich konnte es auch nicht mit an sehen wie sie dort hausten...

      Solch ähnliche ISOLIER Räume nutzt Die Diakonie Aprath in ihren Heimen heute noch !!

      Post was edited 1 time, last by “antivirus” ().

      HaVo wrote:

      Hallo Leute,

      bei den Bildern laufen mir die Tränen, ich spüre quasi das Leid der Insassen sei es noch so lange her. Ich kann es nicht begreifen, dass sowas überhaupt jemals Anwendung fand. Eisige Schauer laufen mir bei der Erinnerung ans Stift (ja Egon ich meine das Martinistift) und die Kellerverliese über den ganzen Körper. Wer weiß was heute bei den Heimen die noch oder wieder in Betrieb sind noch intern gemacht wird, was Besucher und Öffentlichkeit nie erfahren werden. Ich bin tief schockiert!!!!

      Liebe Grüße

      HaVo
      Hallo Havo, diese Zellen gibt es heute auch noch im Stift,zwar nicht mehr im Keller und auch nicht mehr so Dunkel. Im ehemaligen Lehrlingsheim und über der ehemaligen Autoschlosserei sitzen heute Jugendliche hinter Panzerglas-Fenstern. Nur das sie heute auf Richterlichen Beschluss dort einsitzen und nicht mehr nach gut-dünken, wie es früher möglich war. Konnte doch jeder Furz von Erzieher, sowie der Direktor, je was für Laune sie gerade hatten, <Jugendliche in Einzelhaft einsperren.

      Post was edited 1 time, last by “Egon” ().

      wie egon in wettringen st.josefshaus,da gab es auch zellen,24 stunden eingesperrt,ein eimer für die notdurft und eine pritsche mit einer decke,alte relikte der wehrmacht,und einmal am tag was zu essen und zu trinken,ich habe es am eigenen leib erfahren es war nicht lustig.

      ich war nachweislich 14 mal dort eingesperrt.


      mfg.peter.

      Post was edited 1 time, last by “peter”: wort ().