Rehabilitierung.

      Hallo Anett, ich war in dem gleichen JUgendwerkhof wie Du in Rödern.Meine Mutter hatte 10 Kinder und alle Verwahrlost und sich nicht gekümmert. Meine kleinen Geschwister kamen in ein Kinderheim und ich war gearde 14 J. also alt genug für diesen schlimmen Werkhof. Praktisch vom Regen in die Traufe. Statt Hilfe vom Staat kam die Bestrafung.Ich habe auch einen Rehabilitierungsantrag gestellt, mir ging es nicht darum entschädigt zu werden, sondern hatte darin Außdrücklich betohnt nur eine Rehabilitierung zu wollen. Denn hier ging es um einen damals 1974 Haftähnlichen (mit Gittern) Jugendwerkhof ohne Vorstrafen meinerseits sondern nur wegen Assozialen Elternhauses, eingewiesen. Das war unrechtmäßig,deswegen wollte ich Rehabilitiert werden. Abgelehnt, da nach dem Familiengesetzbuch der DDR diese Einweisung rechtmäßig war.Nach damligen Recht konnten die Jugendämter ,die Kinder und Jugendlichen aus den Familien nehmen um sie vor Verwahrlosung und übergriffen zu (schützen), und sie in solche spezialheime einweisen. Mir wurde zwar im Beschluß geschrieben vom Amtsgericht, daß es nach heutiger Sicht, auf Grund meiner beweislage der Akten, unverhältnismäßig war mich nach Rödern zu bringen,da dort zum Zeitpunkt in Rödern auch Strafrechtlich Jugendliche einsaßen, aber das damalige Familiengesetzbuch der DDR gab den Behörden das Recht mich dort einzuweisen.Also keine Rehabilititierung. Bei der ganzen Geschichte liebe Anett, ist mir klar geworden, daß sich für dieses Unrecht keiner mehr irgendwie Entschuldigen oder die Sache recht sprechen wird. Es klebt an uns wie ein Schatten und wir müßen damit zurecht kommen. Ich habe alles in die unterste Schublade gepackt, habe es eben versucht ob es nicht doch jemanden gibt im Rechtsstaat der dieses Unrecht aufklärt, ist aber nicht geschehen im Gegenteil man bekommt wieder in den A...... getreten. Wir werden die ehemalige DDR nicht los ,wir werden sie immer mit uns herum tragen und dafür büsen. Nun da alles weggelegt ist,kann ich auch aus der Ferne besser damit umgehen. Ich bin nicht die einzige auf dieser Welt, die irgendeinen Schicksalsschlag mit sich herum trägt und es ist besser man schaut nach vorn und hält sich nicht zu lange mit der Vergangenheit auf. Um es besser zu verstehen und zu Verarbeiten warum und wieso es damals so gelaufen ist und an Hand meiner Akten die ich mir aus allen Archiven zusammen gesucht habe, schreibe ich ein Buch darüber für meine Kinder,daß sie wenigstens wissen ,daß es oft willkür war in der DDR wo ein Kind hinkam. Wenigstens sie sollen erfahren wie die Jugendwerkhöfe funktionierten, warum Kinder dort hin kamen und wie die strengen Hausregeln waren. So schreib ich mir den Frust von der Seele und bin danach immer sehr erleichtert,wenn ich wieder Ballast abgeworfen habe. Vieleicht schicke ich dem Richter der die Ablehnung gemacht hat und die Zone nur aus der Zeitung kennt,da er noch im Kindergarten in Westdeutschland steckte, ein Exemplar als Geschichtsunterricht.
      Hier haben viele User recht mit der Meinung,daß nicht alle Jugendlichen im JWH unschuldig waren,das stimmt und deswegen hängt man ja an einen Antrag eine mehrseitige Begründung die dann an Hand der Jugendamtsakten bestärkt werden, dran. Ein schuldiger Jugendlicher kann somit nicht seine Unschuld erklären und Rehabilitiert werden. Hier geht es darum ,daß Straffällig geworden Jugendliche mit Kindern oder Jugendlichen zusammen eingesperrt wurden ohne...das sie je einen Richter gesehen haben,daß ist das Unrecht was Rehabilitiert werden soll. Hier gehts nicht um Entschädigung,das Geld können sie sich sparen und nach Griechenland schicken. Wir hätten in ein Kinderheim gehört und nicht in einen Gefängnisähnlichen Jugendwerkhof,wir waren nicht Kriminell, nur Verwahrlost, Gedemütigt, Mißbraucht und das mit gerade mal 14 Jahren.......
      Heute schon mal gelächelt???......
      Der weiße Ring ist für Opfer von Kriminalität in Akutsituationen zuständig. Mir hatte der weiße Ring auch geholfen, mir einen Rechtsanwalt bezahlt und mich unterstützt. Aber nur in Verbindung mit Kriminalität.
      Hierfür ist der Opferschutz Weiße Ring zuständig:
      Gewalt – Jugendkriminalität – Gefahren im Internet – Sexueller Missbrauch – Häusliche Gewalt – Stalking – Betrug – Diebstahl – Einbruch – Raub –
      Der weiße Ring ist auch für konkrete Fragen zu diesen oder anderen Bereichen der Kriminalitätsvorbeugung,zuständig.
      Aber nicht für das Anliegen ehemaliger Heimkinder. Wenn ein Kind das jetzt in einem Kinderheim lebt, von einem Mitarbeiter sexuell missbraucht würde, wird die Polizei eingeschaltet , ist das ein Kriminaldelikt und da hilft der weiße Ring. Das selbe gilt für alle Arten von Kriminalität.
      Das Wort heißt "Kriminell ---- Kriminalität"
      Der Slogan, des weißen Rings:Wir möchten, dass Sie sicher leben und stellen Ihnen gerne Informationen zum Schutz vor Kriminalität zur Verfügung, damit Sie erst gar nicht Opfer einer Straftat werden. [/quote]
      Aiken
      Es weht der Wind ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines. Das eine Blatt, man merkt es kaum, denn eines ist ja keines. Doch dieses eine Blatt allein, war Teil von unserem Leben. Darum wird dieses Blatt allein uns immer wieder fehlen.
      Eric

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Aiken“ ()

      Es weht der Wind ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines. Das eine Blatt, man merkt es kaum, denn eines ist ja keines. Doch dieses eine Blatt allein, war Teil von unserem Leben. Darum wird dieses Blatt allein uns immer wieder fehlen.
      Eric
      Hallo Yvonne G oder Susa und Reinhard,

      ich habe keinen Ratschlag in den Dreck treten wollen und den Ausfall wegen dem sachgerechten Forum verstehe ich ohnehin nicht.

      Ich wollte nur mitteilen, dass Annett sich sicherheitshalber, und das ohne Bewertung über die Qualität der Beratung, an die, für sie, zuständigen Landesbeauftragten Stasiunterlagen wenden sollte.

      Vielleicht kannst Du ja auch eine sachgerechte Beratung übernehmen und sie bräuchte dann zu keiner Institution fahren. Und im übrigen will niemand die Kompetenz von den Mitarbeitern des Weißen Ringes infrage stellen.

      Nur, Weißer Ring, Termin, eine Woche um. Dann nicht richtig und nun wie weiter?

      Ralf
      bei mir steht auch im führungszeugniss das ich den landrat beleidigt habe und diverse Beate na und es waren immer unter 80 Tage und die tagessätze für einen guten Zweg und in bei vorstellungen stehen kleinigkeiten unter 80 tage nicht drin

      Könnt Ihr mich mal aufklären? Bei mir steht schon lange nicht mal mehr der Knast in meiner Jugendzeit (direkt nach Heim, Erzieher verprügelt) und späterer im Führungszeugniss. Wieso steht überhaupt so ein Mißt bei Euch drin? Lasst es doch einfach löschen, die Fristen sind doch nicht so lang und für die die es betrifft, das DDR-Recht gilt auch längst nicht mehr. Heim gehört da überhaupt nicht rein. Oder steh ich auf dem Schlauch?
      Es gibt relativ kurze Fristen nach denen wird auf Antrag gelöscht und es gibt Fristen (länger) da taucht es automatisch nicht mehr im Führungszeugniss auf. Die Fristen sind unterschiedlich, je nach Art des Führungszeugnisses. Jugendsünden können auf Antrag auch vor Fristablauf unterdrückt/gelöscht werden, wenn sie nachweislich die Zukunft verbauen. Mit Rehabilitierung hat das nichts zu tun, das ist ein ganz anderes Thema.
      Etwas dazu Link

      ralf schrieb:

      Hallo Yvonne G oder Susa und Reinhard,

      ich habe keinen Ratschlag in den Dreck treten wollen und den Ausfall wegen dem sachgerechten Forum verstehe ich ohnehin nicht.

      Ich wollte nur mitteilen, dass Annett sich sicherheitshalber, und das ohne Bewertung über die Qualität der Beratung, an die, für sie, zuständigen Landesbeauftragten Stasiunterlagen wenden sollte.

      Vielleicht kannst Du ja auch eine sachgerechte Beratung übernehmen und sie bräuchte dann zu keiner Institution fahren. Und im übrigen will niemand die Kompetenz von den Mitarbeitern des Weißen Ringes infrage stellen.

      Nur, Weißer Ring, Termin, eine Woche um. Dann nicht richtig und nun wie weiter?

      Ralf


      Guten Morgen Ralf,

      der weiße Ring hilft, auch wenn es nicht ihr Fachgebiet ist, sie können dich jedoch an die richtigen Stellen vermitteln.

      Die Rehabilitation wird generell nur gerichtlich geklärt und dazu benötige ich einen guten Anwalt, der das Straf- und Familienrecht der DDR kennt und den Einigungsvertrag. Alles andere kannste vergessen.

      Ralf ich hatte mich bei Susa und Reinhard für meine Äusserung des Forums betreffend entschuldigt.
      Wirklich helfen tun die unterschiedlichsten Aussagen nicht, denn heute läuft alles von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

      Leider gibt es noch immer keine einheitliche Regelung auch wenn es uns versucht wird vorgetäuscht zu werden.(Beispiel Anlaufstelle Schwerin für alle DDRler-Schwachsinn sie wird eine sein, von 5 Anlaufstellen.

      lg.Yvonne

      Rehabilitierung. --- Reha - kämpfen und Erfolg haben.

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      Zur Information !

      (Berufungs)verfahren eines DDR-Heimkindes im Oberlandgericht in Jena.

      im Thüringer Oberlandgericht in Jena ( Thür. OLG )

      Hier hat ein ehemaliges Heimkind – DDR-Heimkind: Claudia May – am 12. April 2012 um 14.00 Uhr im Oberlandgericht in Jena ein (Berufungs)verfahren, d.h. einen „Anhörungstermin“ bezüglich einem Reha-Verfahren: 1 Ws Reha 52/11

      falls Interesse besteht beim SPIEGEL oder auch bei anderen Medienorganisationen in diesen Fall und Interesse besteht diesem Verfahren beizuwohnen und diese Sache zu verfolgen, bzw. weiter zu verfolgen.

      MfG

      Martin

      Martin MITCHELL aus dem Land Down Under ( Australien )



      zu Claudia May

      ERFURT: DER FALL MAY

      Jeder der ebenso Interesse an dieser Sache hat oder erwecken möchte sollte, m.E., immer auf die folgenden beiden Quellen verweisen – die ohne jegliche Registrierung und Anmeldung zugänglich sind – und diese Quellen als direkte und aktive Links angeben ( damit potenzielle Interessenten nicht selbst lange nach solchen Berichterstattungen suchen brauchen ).

      ERFURT: DER FALL MAY

      1.)
      http://f3.webmart.de/f.cfm?id=2165073&r=threadview&t=3799613&pg=1 ( mit dem Opra Browser aufrufbar [ war nicht mit dem Internet Explorer Browser aufrufbar ] )

      2.)
      http://www.staatshehlerei.org/forum/ ( mit dem Internet Explorer Browser aufrufbar )
      .
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Rehabilitierung. --- Reha - kämpfen und Erfolg haben.

      .
      Der Bruder von Claudia May, Michael May, hat schon am 17. Mai 2011 mit ThürOLG-Beschluss: 1 Ws Reha 7/11 – als erster Thüringer – die Strafrechtliche Rehabilitierung / DDR-Heimkinder-Anerkennung erhalten.
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      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.
      Ich kann nur wiederholen die Beratungsinitiativen in den Länder sind Eure Ansprechpartner. Anwälte werden Euch immer den Erfolg versprechen und letztendlich nur unnötige Kosten verursachen. Die Akten der DDR - Jugendhilfe richtig zu lesen und zu interpretieren können Anwälte in der Regel nicht. Ich spreche da aus jahrelanger Erfahrung, aber es ist immer Eure Entscheidung welchen Weg Ihr gehen wollt.



      mfg Hannes

      Rehabilitierung. --- Reha - kämpfen und Erfolg haben.

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      Sind es nicht gerade irgendwelche „Beratungsstellen“, die von »Rehabilitierungsverfahren« abraten und auf einen geplanten / kommenden „Almosen verteilendennicht rechtsverbindlichen / nicht rechtspflichtigenHilfsfonds Heimerziehung-OST“ verweisen ?
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      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.
      Das ist so nicht richtig, diese Vorgehensweise haben nicht alle Beratungsstellen Ost. Sie verweisen darauf, das jeder das Recht hat sich gerichtlich rehabilitieren zu lassen, sofern die Gründe dafür ausreichend sind, was dort auch geprüft wird, da sie schon Verfahren mit durchstritten haben.
      Jeder der die besonderen Einrichtungen(SKH, JWH und GJWH) sollte seine Reha-Verfahren jetzt nicht einfach aufgeben, sondern dran bleiben, da die Expertise bestätigt, was wir bereits seit Jahren schreiben und die Gerichte nicht einfach die Augen verschließen können.

      Rehabilitierung. --- Reha - kämpfen und Erfolg haben

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      Weiterführend zu den von mir hier in diesem Thread getätigten Beiträgen: Beitrag 48, Beitrag 49 und Beitrag 51

      Ich verweise jetzt auf die offizielle Webseite des Landes-Berufungsgerichtes in Jena selbst, eine Webseite auf die mich Claudia May gerade hingewiesen hat

      @
      http://www.thueringen.de/de/olg/pressemitteilungen/data/55673/content.html

      23.05.2011

      Sonja Friebertshäuser Richterin am Oberlandesgericht Pressesprecherin

      FREISTAAT THÜRINGEN
      OBERLANDGERICHT


      Medieninformation Nr. 07/2011

      Strafrechtliche Rehabilitierung von DDR-Heimkindern erleichtert

      Die Thüringer Justiz ist auch 20 Jahre nach der Wende noch immer damit beschäftigt, Unrecht aus DDR-Zeiten aufzuarbeiten und die Betroffenen zu rehabilitieren. Im Fokus des öffentlichen Interesses stehen dabei seit einiger Zeit besonders die Fälle der ehemaligen Heimkinder.

      Zwar war die Rechtsprechung des Thüringer Oberlandesgerichts (THOLG) auf diesem Gebiet schon seit Jahren opferfreundlich; eine Ende letzten Jahres in Kraft getretene Gesetzesänderung erleichtert die Rehabilitierung von DDR-Heimkindern nun aber deutlich.

      Nach der bis zum 08.12.2010 gegebenen Gesetzeslage lautete die ständige Rechtsprechung des Rehabilitierungssenats des THOLG wie folgt:

      Ein Betroffener, der als unter 14-jähriger in einem Kinderheim oder als Jugendlicher von 14 bis 18 Jahren in einem Jugendwerkhof bzw. einer ähnlichen Einrichtung der DDR-Jugendhilfe untergebracht war, wurde rehabilitiert, wenn

      1. die Unterbringung eine strafrechtliche Maßnahme war und rechtsstaatlichen Grundsätzen widersprach

      oder

      2.
      die Unterbringung – wie im Regelfall – zwar keine strafrechtliche Maßnahme, gleich
      wohl aber rechtsstaatswidrig war, weil
      a) sie eine Freiheitsentziehung darstellte oder zumindest ein Leben unter haftähnlichen Bedingungen. Das Vorliegen dieser ersten Rehabilitierungsvoraussetzung hat der Senat bei Jugendwerkhöfen und Spezialkinderheimen für (vermeintlich) schwererziehbare Kinder regelmäßig vermutet. Bei den sonstigen („einfachen“) Kinderheimen musste der Betroffene hingegen im konkreten Einzelfall ein Leben unter haftähnlichen Bedingungen glaubhaft machen; hieran scheiterte es oft.
      b) Zweite Rehabilitierungsvoraussetzung war, dass die Heimunterbringung entweder
      - der politischen Verfolgung oder
      - sonst sachfremden Zwecken gedient hat oder
      - gänzlich unverhältnismäßig war, d.h. in einem groben Missverhältnis zu ihrem Anlass stand.

      Die zweite Rehabilitierungsvoraussetzung ist unverändert geblieben. Seit dem 09.12.2010 hat der Gesetzgeber aber die oft schwierige Glaubhaftmachung eines Lebens unter haftähnlichen Bedingungen entfallen lassen. Nach der jetzt geltenden Gesetzesfassung wird in den Fällen, in denen die Anordnung einer Heimerziehung der politischen Verfolgung oder sonst sachfremden Zwecken gedient hat, der freiheitsentziehende Charakter gesetzlich unterstellt (unwiderlegbar vermutet). Die Gerichte haben also nicht mehr zu prüfen, ob sich die Heimunterbringung im konkreten Fall unter haftähnlichen Bedingungen vollzogen hat.

      Diese Änderung des Strafrechtlichen Rehabilitierungsgesetzes (StrRehaG) hat dazu geführt, dass das THOLG in der vergangenen Woche einen Betroffenen rehabilitieren konnte, dessen Antrag in der ersten Instanz nur mit der Begründung abgelehnt worden war, die konkrete Heimsituation könne nicht als Freiheitsentziehung (Leben unter haftähnlichen Bedingungen) gewertet werden.

      Der heute 58-jährige Betroffene war schon als Säugling im Kinderheim untergebracht worden. Da die Heimerziehung der politischen Verfolgung seiner Eltern diente, hat das THOLG nun festgestellt, dass er in den ersten Jahren seines Lebens zu Unrecht Freiheitsentziehung erlitten hat.

      Beschluss des Thüringer Oberlandesgerichts v. 17.05.2011, Az.: 1 Ws Reha 7/11 (Landgericht Erfurt, Beschluss v. 17.12.2010, Az.: 1 reha 96/09)

      Hintergrund:

      Der Rehabilitierungssenat hat seine Entscheidung auf § 2 Abs. 1 StrRehaG in der ab dem 09.12.2010 geltenden Fassung gestützt; die Vorschrift lautet nun wie folgt:

      "Die Vorschriften dieses Gesetzes finden auf eine außerhalb eines Strafverfahrens ergangene gerichtliche oder behördliche Entscheidung, mit der eine Freiheitsentziehung angeordnet worden ist, entsprechende Anwendung. Dies gilt insbesondere für eine Einweisung in eine psychiatrische Anstalt sowie eine Anordnung der Unterbringung in einem Heim für Kinder oder Jugendliche, die der politischen Verfolgung oder sonst sachfremden Zwecken gedient hat."
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      Martini schrieb:

      Die zweite Rehabilitierungsvoraussetzung ist unverändert geblieben. Seit dem 09.12.2010 hat der Gesetzgeber aber die oft schwierige Glaubhaftmachung eines Lebens unter haftähnlichen Bedingungen entfallen lassen. Nach der jetzt geltenden Gesetzesfassung wird in den Fällen, in denen die Anordnung einer Heimerziehung der politischen Verfolgung oder sonst sachfremden Zwecken gedient hat, der freiheitsentziehende Charakter gesetzlich unterstellt (unwiderlegbar vermutet). Die Gerichte haben also nicht mehr zu prüfen, ob sich die Heimunterbringung im konkreten Fall unter haftähnlichen Bedingungen vollzogen hat.





      Diese Änderung des Strafrechtlichen Rehabilitierungsgesetzes (StrRehaG) hat dazu geführt, dass das THOLG in der vergangenen Woche einen Betroffenen rehabilitieren konnte, dessen Antrag in der ersten Instanz nur mit der Begründung abgelehnt worden war, die konkrete Heimsituation könne nicht als Freiheitsentziehung (Leben unter haftähnlichen Bedingungen) gewertet werden.





      Der heute 58-jährige Betroffene war schon als Säugling im Kinderheim untergebracht worden. Da die Heimerziehung der politischen Verfolgung seiner Eltern diente, hat das THOLG nun festgestellt, dass er in den ersten Jahren seines Lebens zu Unrecht Freiheitsentziehung erlitten hat.



      Sehr interessant Martini, noch ein Grund mehr die verdammten Jungendamtsakten zu finden. Die Heimakten müssen doch auch in irgendwelchen Archiven schlummern. Ich hätte schon gerne den wahren Einweisungsgrund fürs SKH gewußt. Dort fing ja alles an!

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      Für alle ehemaligen DDR-Heimkinder !

      Die Inhalte von Beitrag 48, Beitrag 49, Beitrag 51 und Beitrag 53 ( oben ) noch einmal in Erinnerung rufen.

      Hast Du schon Deinen REHABILITIERUNGSANTRAG gestellt ?

      Wenn nicht, warum nicht ?
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      Ihr die ehemaligen DDR-Heimkinder, die Ihr gerne selbst REHABILITIERT werden möchtet und selbst eine OPFERRENTE erstreiten möchtet.

      Für alle, die sich nicht mit
      Hilfsfonds-
      Almosen
      abspeisen lassen wollen.

      Wer von Euch möchte und kann auch tatsächlich am Donnerstag Nachmittag, den 12. April 2012, um 14:00 Uhr, als Zuschauer und Zuhörer in einem REHABILITIERUNGSVERFAHREN – in einem Berufungsverfahren im Thüringer Oberlandgericht in Jenaanwesend sein
      ?

      Wer das möchte und kann – und somit auch die Antragstellerin, die Erfurterin Claudia May, moralisch unterstützen kann, sollte sich unbedingt noch einmal
      Beitrag 48
      , und die darauffolgenden Beiträge ( oben ) ganz genau durchlesen.

      Bitte rumfragen und unbedingt überall weitersagen.
      .
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      Das ehemalige DDR-Heimkind Claudia May hat mich gerade wie folgt benachrichtigt: Gerichtstermin verschoben - neuer Termin muß noch festgelegt werden.

      ThürOLG-Anhörungstermin - 1 Ws Reha 52/11 -
      am 12.04.2012 um 14:00 Uhr aufgehoben


      Liebe Mitstreiter, liebe Sympathiesanten,


      das Thüringer Oberlandesgericht hat überraschend mitgeteilt, dass der anberaumte Anhörungstermin am 12. April 2012 wegen Richtererkrankung aufgehoben worden ist.

      Der Termin soll später, zu einem von Amts wegen neu zu bestimmenden Termin stattfinden.

      Ich bitte ALLE, diese Mitteilung weiter zu verbreiten, damit sich keiner umsonst auf den Weg zum Thüringer Oberlandesgericht nach Jena begibt.
      Falls ich jemanden im Verteiler vergessen haben sollte, bitte ich schon jetzt um Verständnis .

      Sobald der neue Termin vom Thüringer Oberlandesgericht mitgeteilt worden ist, werde ich ALLE auf dem gleichen Weg informieren, und hoffe auf Unterstützung und zahlreiches Erscheinen zum neuen Termin.

      Herzliche Grüße
      aus Erfurt
      von den Geschwistern
      Claudia und Michael May.

      .
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      Das ehemalige DDR-Heimkind Claudia May hat mich gerade wie folgt benachrichtigt: der zuvor verschobene Gerichtstermin ist neu aufgerollt worden – und findet jetzt am 31. Mai 2012 statt.

      Sehr geehrter Herr Mitchell,

      ich teile Ihre Meinung, dass die Entschädigungsleistungen für ehem. Heimkinder aus dem Hilfsfonds bereits dem Namen "Entschädigung" nicht einmal ansatzweise gerecht werden.

      Die ehem. Heimkinder sind nach den Bestimmungen der Rehabilitierungs- und Wiedergutmachungsgesetze in den anspruchsberechtigten Personenkreis des Berufsschadensausgleichsgesetzes und Rentenrechtlichen Nachteilausgleichs aufzunehmen.

      Diese gesetzlichen Regelungen der Rehabilitierungs- und Wiedergutmachungsrechts erfassen auch die versorgungsrechtlichen Ansprüche nach Maßgabe des Schwerbehindertengesetzes und würden dann auch dem geschädigten ehem. Heimkind, den uneingeschränkten Zugang zu den medizinischen Versorgungsleistungen sichern.

      Die unsachlichen Diskussionen und ungerechtfertigten Angriffe auf Personen im Netz, die in Verbindung mit den lebenslangen wirtschaftlichen und gesundheitlichen Schadensfolgen, die vielen ehem. Heimkindern vielleicht noch gar nicht so bewusst sind, verdeutlichen doch nur, dass die überwiegende Mehrheit der geschädigten Heimkinder über die bereits bestehenden Gesetze des Rehabilitierungs- und Wiedergutmachungsrechts nicht informiert sind
      .

      Das gemeinsame Ziel sollte sein, es ist eine Gesetzesinitiative mit entsprechendem Antrag in den Deutschen Bundestag einzubringen, dass die Fallgruppe der ehem. Heimkinder vom Gesetzgeber in den Anspruchsberechtigtenkreis nach Maßgabe des Rehabilitierungs- und Wiedergutmachungsrechts aufzunehmen ist.

      Am 31. Mai 2012 ab 14:00 Uhr habe ich als ehem. geschädigtes DDR-Heimkind zum Verfahren – 1 Ws Reha 52/11 – öffentlichen Anhörungstermin vor dem Thüringer Oberlandesgericht, Rathenaustraße 13, 07745 Jena.

      Die ehem. Heimkinder lade ich ein, diesen Anhörungstermin am 31. Mai 2012 wahrzunehmen, um mich im gerichtlichen Verfahren selbst kennen zu lernen.

      Herzliche Grüße
      von
      Claudia May
      aus Erfurt.
      Tel.: 0361 - 37 33 973

      P.S.:
      Diese Nachricht kann uneingeschränkt weitergeleitet und veröffentlicht werden.

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      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

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      Rehabilitierung. --- Reha - kämpfen und Erfolg haben

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      Zur Erinnerung an alle !

      Nur noch zwei Wochen bis zu dem REHABILITIERUNGs-Gerichtsverfahren

      des Ehemaligen Heimkindes-OST, Claudia May

      bezüglich ostdeutschen Heimen

      am 31. Mai 2012 ab 14:00 Uhr– 1 Ws Reha 52/11 – öffentlicher Anhörungstermin vor dem Thüringer Oberlandesgericht, Rathenaustraße 13, 07745 Jena.
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