Pflegeeltern - Die günstige Alternative zur Heimunterbringung oder doch ein lukratives Zubrot?

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      also Christine,
      schwer ist es ein Kind zu nehmen und immer schwingt das Gefühl bzw. die Angst mit, dass man es wieder hergeben muss. Ich denke dass es nicht schwer ist ein Kind zu lieben und dieses Gefühl kann man nicht portionieren...und dann wieder hergeben...ne das könnte ich nicht.
      Wenn ein Kind erst einmal so weit ist und sich schon die Haare raus reisst ist das echt schlimm, dann kommt es zu Pflegeeltern und später dann wieder ab zu den Eltern. Rein in die Kiste raus aus die Kiste, als wenn ein Kind ein Spielzeug ist.
      Genau so erging es mir. Mit 2 Jahren zu Pflegeeltern (was sie mit Leib u. Seele waren) Und dann mit 6 Jahren wurde ich aus dieser Familie gerissen. Nur weil meine Mutter und das Jugendamt meinte jetzt darf ich wieder zurück,,,,, Und wie lange ging das gut ????

      Ach lassen wir das, schmerzt immer noch. Wärend meine Heimzeit hab ich besseren Kontakt (nur brieflich, durften mich nicht sehen) zu meinen Pflegeeltern gehabt als zu meiner Mutter.

      Ich könnte kein Kind in Pflege nehmen, weil,,,,es würde mich zerreißen wenn es wieder zurück müßte.















      christine engel schrieb:

      Das beschäftigt mich sehr bei der Entscheidung soll ich eines aufnehmen oder nicht.Wie gehts Euch bei diesen Fragen?



      vllt. probierst du es erstmal "nur" mit kurzzeitpflege.....bei uns z.b. gibt es einen verein der pflegepaten sucht um kinder für einen vorher festgelegten
      zeitpunkt aufzunehmen. sei es, weil die alleinstehende mama ins kh muß....oder ein paar tagessätze abgesessen werden müssen.....oder einfach mal zum abschalten und/oder neufinden der eltern.
      so kannst du vllt. mal "reinschnuppern"....man heiratet ja auch nicht sofort am ersten tag des kennenlernens ;)
      Es ist eine schwierige Entscheidung wenn man es nicht des Geldes wegen macht ein Kind in Pflege zu nehmen. Wenn man selbst ein Heimkind war,fällt die Entscheidung noch schwerer.Man möchte nichts falsch machen,gleichzeitig aber eine Kinderseele retten. Unsereins geht es gut jetzt und man möchte abgeben von dem was man hat.Am besten einem kleinem Wesen dem es nicht gut geht. Aber dann spielen diese vielen Fragen wieder eine große Rolle.........Was wird wenn man dieses Kind wieder wegholt??????Und ich denke für mich....ich würde es nicht so einfach wegstecken und leiden.Deswegen habe ich mich auch noch nicht dazu durchringen können einen Entschluß zufassen,nur die Zeit läuft mir davon!
      Ich hatte gehofft ,daß hier einige ehemalige Pflegekinder ihre Erfahrungen mit Pflegeeltern schreiben. Wie sie es empfunden haben in einer fremden Familie zu sein,oder was sie sich von Pflegeeltern wünschen.....Tipps und Anregungen,Bitte.....
      Jahn seine Idee finde ich gut,ich werd drüber nachdenken und mal anfragen ob es sowas bei uns gibt. Danke Jahn....
      Heute schon mal gelächelt???......

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „christine engel“ ()

      jahn schrieb:

      vllt. probierst du es erstmal "nur" mit kurzzeitpflege.....bei uns z.b. gibt es einen verein der pflegepaten sucht um kinder für einen vorher festgelegten
      zeitpunkt aufzunehmen. sei es, weil die alleinstehende mama ins kh muß....oder ein paar tagessätze abgesessen werden müssen.....oder einfach mal zum abschalten und/oder neufinden der eltern.
      so kannst du vllt. mal "reinschnuppern"....man heiratet ja auch nicht sofort am ersten tag des kennenlernens


      Und wenn Du mal ernst bist, dann sind Deine Ratschläge/Beiträge
      auch gut.
      Leider bin ich zu alt dazu, aber Dennis und ich sind Patenonkel und
      das sehr gerne. Die beiden( 5 & 3) wollen garnicht weg, wenn sie
      bei uns sind. Nicht nur weil wir sie heillos verwöhnen.

      Ralph
      Ich möchte mich als Adomutter mal zu dem Thema äußern.

      Pflegekind ist eine bessere Alternative als Heimunterbringung, so viel steht fest. Lukratives Zubrot sage ich nein. Zumindest für die Pflegeeltern nicht. Jeder der Kinder hat, weiß wie teuer Kinder sind. Also es fallen für die PEltern genug Unkosten an. Auch wenn sie Pflegegeld bekommen, das wiegt es das nicht auf.
      Wer die Pflegschaft nur als Zubrot sieht sind in meinen Augen keine guten PEltern. Ich denke wenn man ein Kind in Pflege nimmt, sollte es in erster Linie um das Kind gehen und nicht darin ein "Geschäft" sehen.
      Ich habe für die Bereitschaftspflegeeltern sehr großen Respekt. Ich stelle es mir bestialisch vor nach einer Zeit, wenn man sich aneinander gewöhnt hat, das Kind wieder abzugeben. Ich glaube ich könnte das nicht. Wir als ehemaligen Heimkinder haben ja meist alle eine Verlustangst und die würde da voll zum tragen kommen.
      Für das Kind selber, wenn die alleinstehende Mutter plötzlich verstirbt, ist eine Pflegschaft auf jedenfall vorzuziehen. Vorausgesetzt es ist in der Familie keine Unterbringungsmöglichkeit gegeben. Vor ein paar Jahren war das in unserer näheren Umgebung der Fall, dass die Mutter plötzlich verstorben ist und der 6 Wochen alte Säugling neben der toten Mutter lag. Es ist einer Bekannten aufgefallen, dass das Kind weint und die Mutter aber nicht aufmachte. Sie brachte dann die Rettungskette in gang. Der Kleine kam zur Untersuchung ins Krankenhaus und dann zu Bereitschaftspflegeeltern, bis er dann zur Adoption vermittelt wurde. Als schon eine wichtige Sache, aber nicht als Zubrot. Pflege ist in erster Linie Herzenssache.
      Da ich so etwas, Bereitschaftspflege, nicht könnte, haben wir uns damals für die Adoption entschieden. Da gibt es ja die sogenannte Adoptionspflegezeit von ca. einem Jahr.
      L.G.

      Heide58


      zwangsadoptierte-ddr.de/

      http://suchpool-zwangs-adoption.de/​

      " Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen"

      Pflegeeltern sind nicht nur Idealisten!

      Zunächst, eine goldene Nase verdienen sich Pflegeeltern sicher nicht, auch wenn die gezahlten Sätze auf den ersten Blick hoch erscheinen. Doch das Geld soll ja nicht nur den Unterhalt für das Pflegekind (wie Essen, Kleidung, Kinderzimmer und Verbrauchsmaterial) abdecken, sondern den Pflegeeltern auch eine geringe Entlohnung für ihren 24-Stunden-Job bringen.

      Pflegeeltern sind nicht nur als Idealisten zu sehen und zu betrachten, der Alltag, mit den eigenen oder Pflegekind, kostet Geld, oftmals (viel) mehr, als man als Pflegeeltern, zugestanden bekommt!

      Ein Pflegekind bei sich zu Hause aufnehmen ist eine schöne und zugleich recht anspruchsvolle Aufgabe. Man lässt sich auf ein besonders empfindliches Beziehungsgeflecht ein, wozu man viel Geduld und Empathie braucht.

      Das Zusammenleben mit einem Pflegekind lehrt einem einerseits ein tieferes Verständnis für die Bedürfnisse des Pflegekind zu entwickeln und parallel dazu den Alltag mit all seinen schönen und schwierigen Momenten zu meistern.

      „JederTag läuft anders ab, nichts ist mehr vorhersehbar oder berechenbar. Eine Mischung aus Chaos,
      Traurigkeit, Freude und ganz viel Liebe...“

      Zwang zur Pflege

      Als ich 16 Jahre alt wurde, versuchte man mich aus dem Kinderheim, wo ich mit meinem

      eineiigenZwillingsbruder war, in eine Pflegefamilie zu nötigen. Als ich das nicht machte,

      schmiss man mich kurz vor Dunkelheit aus dem Heim. Zeuge war mein Taufpastor Herr

      Wolfgang Herrmann aus Neukirchen-Vluyn, der mich 2010 konfirmiert hat. Die Erzieherin

      gab zu, mich rausgeworfen zu haben im Auftrag des Jugendamtes. Den Grund selber konnte

      sie selber nicht sagten. Ich selber wusste den damals Grund auch nicht. Der Rauswurf kam

      für mich völlig überraschend und plötzlich.

      Als ich mich immer weiter weigerte, ließ man mich in eine Klapse einweisen, nachdem ich

      mit Strafanzeige drohte. Dahinter steckte meine damaliger Amtsvormund Frau Schulz vom

      Jugendamt Moers. Sie hat mich brutal vom eineiigen Zwillingsbruder getrennt.

      Wer glaubt in einer Pflegefamilie wäre es grundsätzlich besser, irrt. Der Terror hat meist

      keine Zeugen !

      Man muss meist "Mama" und "Papa" sagen und wird mit 18 Jahren meist rausgeworfen

      wie ein STück Dreck. Schließlich kann man ja kein Geld mehr mit dem ehemaligen Pflegekind verdienen.

      Es geht fast in allen Fällen um Geld. DAs Wort "Pflegeeltern" ist irre. Es sind keine "Eltern", es

      sind schlichthin Leute, die Geld mit Kindern verdienen wollen.

      Also Vorsicht !



      Chen- Xin
      auch wenn ich persönlich negative erfahrungen gemacht habe, halte ich pflegeeltern eher geeignet, einen jungen menschen ins leben zu begleiten, wie jedes heim!
      meiner meinung nach sollten diese vollzeitjobs besser bezahlt werden, darüber hinaus sollten diese pflegefamilien psychologisch und sozialarbeiterisch begleitet werden.
      Meine Pflegeeltern wurden weder psychisch noch sozial begleitet, und sie waren Spitze, obwohl sie für mich nicht mehr als meine Halbwaisenrente bekamen, und das war sehr wenig.
      Ich denke, Pflegeeltern ist kein Beruf, sondern eine Berufung. Und wer sich berufen fühlt, macht es auch richtig, ob mit oder ohne Geld.
      Jeder, der es zum Beruf macht ohne Berufung, wird/ muß scheitern, denn die Empathie für fremde Kinder, die hat man, die kann man nicht lernen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Mandolinchen“ ()

      Zwang zur Pflege

      Hallo Chen-Xin Danny!

      Also deinen Beitrag als solchen kann ich kaum einordnen – insbesondere nicht deine negative Einstellung zu etwaigen Pflegefamilien. Hier zeugt deine Grundeinstellung von einer gehörige Portion (unwissenden) Hass – und bisweilen, auch viele negative Erfahrungen.

      Dass soll jetzt nur auf den Passus in deinen Beitrag auf Pflegefamilien bezogen bleiben.


      Ein persönlicher Ratschlag von mir, sei zukünftig etwas bedachter und vorsichtiger mit der Namensnennung dritter Personen.

      Pflegekind ohne Bezahlung

      Oerni schrieb:

      Ich kann den Beitrag von Rüdiger nicht so ganz verstehen,

      denn ich kann eine Pflegefamilie nicht mit einem Heim in Beziehung setzen. Im Heim wird einem nicht vorgemacht (Pflege)-Eltern zu haben und wenn eine Pflegefamilie sich Kinder nimmt, weil es offensichtlich finanziell attraktiv ist, werden Kinder zu einer Ware degradiert. Und wenn sie irgendwann älter werden und Fragen stellen ähnlich dieser:“ Hättet Ihr mich auch genommen, wenn es kein Geld gäbe??“ wir würde die Antwort lauten. Wenn sich mehr Pflegeeltern zur Verfügung stellten, weil es ähnlich Geld gibt wie im Heim würde ich mir eher Sorgen machen, denn im Heim wird ihnen zumindest nicht vorgegaukelt geliebt zu werden. Aber nichts ist schlimmer, bei Pflegeeltern zu sein wegen des Geldes und zu spüren, dass die Welt der Pflegeeltern eine Scheinwelt ist, denn das führt zu der Frage die Carissima gestellt hat und das ist eine verdammt traurige Frage.

      Oerni
      Hallo !
      Wir selbst haben keine Heim-Erfahrungen , sind ein glückliches Ehepaar mit 3 tollen , erwachsenen Kindern und sozial sehr angagiert . Wir hatten über 3 Jahre ein nun 11-jähriges Mädel aus einem Kinderheim als Patenkind ; sie fühlte sich bei ihren 2-3 Besuchen pro Monat immer sehr wohl bei uns und genoss die Zeit bei uns . Durch sehr gemeine und hinterhältige Lügen und Intrigen einer neidischen Heimerzieherin wurde uns die Patenschaft einfach so gekündigt und wir durften von jetzt auf gleich keinen Kontakt mehr zu dem Mädel haben . Dieses Biest ( Erzieherin ) hatte der Heimleitung gegenüber behauptet , wir hätten " schlecht über die Erzieher geredet und sie herabgesetzt ..." und weiteren Blödsinn . Wir wurden nicht mal angehört zu diesen unfassbaren Verleumdungen ! Das Mädel hatte ausser uns niemanden , kommt aus Rumänien und ist völlig alleine hier in Deutschland . Wir würden dieses Mädel auch ohne " Honorar " bzw. Pflegegeld bei uns aufnehmen ; aber bei den utopischen Summen , die Heime für die dort lebenden Kinder kassieren , werden wir keine Chance haben . Das Heim wird alles tun , um diese kostbare Einnahmequelle nicht zu verlieren ! Armes Mädel ! Wir hatten sie sehr lieb - und sie uns auch .
      paten 13 kämpfe für die keine

      nehe dir einen rechtsanwalt und ziehe mit guten zeugen vor gericht, schalte jugendamt und presse ein, damit du die kleine bekommst ich wünsche es dir von hertzen
      fand heraus, dass einem in tiefen Kummer von der stillen, hingebungsvollen Kameradschaft eines Hundes Kräfte zufließen, die einem keine andere Quelle spendet.

      Doris Day
      Meine Erfahrung mit meiner Pflegefamilie waren nicht gut. Ich habe letztlich zwei Familien, einen halben Zoo und zwei Haushalte zu bearbeiten gehabt.

      Zudem habe ich Geld dafür zahlen müssen, dass ich mich dort überhaupt aufhalten durfte. Ging bei meiner Tätigkeit etwas kaputt, hatte ich das zu ersetzen. Woher das Geld kommen sollte? Ich bekam damals eine Vergütung während meiner Ausbildung.

      Ich gebe zu, mein Beispiel ist krass, aber ich denke auch, dass es Pflegeeltern gibt, die ihre Aufgabe mit Leib und Seele ausüben. Für mich selbst waren beide Optionen doof.
      Tapferkeit ist das Vermögen und der überlegte Vorsatz,
      einen starken aber ungerechten Gegner Widerstand zu leisten.
      (Immanuel Kant)

      Der Ziellose erleidet sein Schicksal, der Zielbewusste gestaltet es.
      (Immanuel Kant)

      wenn ich deinen beitrag, kliv, lese, habe ich verdammtes glück gehabt. emotional war es extrem schwierig besonders mit meiner pflegemutter. aber...sie hatten mir einen ausbildungsplatz besorgt, ich konnte über zusatzqualifikationen noch einmal einen anderen beruflichen weg einschlagen, bin materiell gut gestützt worden. die kontakte sind nicht abgebrochen, für meinen sohn waren sie oma und opa - wie in einer richtigen familie.

      es gab eine ganz schwierige seite, zweifelsfrei, aber mit blick zurück hätte es mich weitaus schlimmer treffen können.
      Gewünscht habe ich mir auch so etwas, leider hatte ich Pech. Hinzu kam noch absolutes Misstrauen, von dem ich auch heute noch nicht weiß, wodurch das entstanden ist.

      Die hatten immer die Vorstellung, ich würde mein Geld durch Prostitution verdienen. das ging eines Tages soweit, dass ich ein Attest dahingehend vorlegen sollte, dass ich noch Jungfrau sei. an der Stelle war für mich die Grenze überschritten und ich habe diese Leute verlassen.

      Eine ganze Weile haben die mir noch nachgestellt und Schadenersatz für Diebstähle gefordert, die ich nie begangen habe. Zudem war ja auch die Arbeitskraft (die auch noch Geld mitbringt) einfach gegangen - ohne Erlaubnis und das konnte man sich schließlich ja nicht gefallen lassen. Ich wurde dieses unmögliche Pack erst los, nachdem ich mir Hilfe geholt habe.

      Erschreckend finde ich auch heute noch, wie viele Leute, die damit überhaupt nichts zu tun hatten, sich auf deren Seite geschlagen haben. Das hat mich u. A. auch meinen ersten Arbeitsplatz gekostet.

      Aber auch einen Lichtblick gab es. Diese Leute haben doch tatsächlich beim Jugendamt nach einem Heimkind gefragt, das dankbarer ist, als ich. Also wurde ich angesprochen und konnte so von meinen Erlebnissen berichten und davor warnen, ein anderes Heimkind dort hin zu schicken. Diese Warnung ist ernst genommen worden und diese Leute haben kein Heimkind mehr bekommen.
      Tapferkeit ist das Vermögen und der überlegte Vorsatz,
      einen starken aber ungerechten Gegner Widerstand zu leisten.
      (Immanuel Kant)

      Der Ziellose erleidet sein Schicksal, der Zielbewusste gestaltet es.
      (Immanuel Kant)