Lippstadt, St. Hedwig

      Hallo ,
      ich war von 1977-1980 mit 12 Jahren im Kinderheim St. Hedwig in Lippstadt.
      da ich hier einige Beiträge gelesen habe, möchte ich hier eines direkt klar stellen, die sexuellen Belästigungen bzw. Vergewaltigung ist nicht von den Nonnen oder den Erziehern bzw. Lehrern oder sonstigen Angestellten Personal erfolgt sondern von den älteren Jungen in meiner damaligen Gruppe.

      Meine Zeit da ist nicht da wahre gewesen, von Erniedrigungen, Demütigungen was noch erträglich war bis hin zur versuchten Vergewaltigung bzw. Vergewaltigung. Ich war damals 12 Jahre als ich in das Heim kam, was für mich schon schlimm genug war, hohe Zäune, mit mehren Kindern auf einem Zimmer usw. die ältesten waren glaube ich 16 - 18 Jahre alt, da ich sehr viel verdrängt habe, weiß ich nicht mehr in was für eine Gruppe ich damals war, auch wie die Schwestern hießen weiß ich nicht mehr, allerdings war die Gruppenschwester oder Nonne schon ziemlich alt schätzungsweise an die 65 - 70 Jahre.

      Ich weiß nicht ob es jemanden hier im Forum gibt der zu dieser Zeit in meinem damaligem Alter in dem Heim war, Zeitzeugen.
      Die älteren haben die "Macht" gehabt, haben die jüngeren "unterdrückt", die Anführungsstriche sollen bedeuten das alles unter vorgehaltener Hand geschah also die haben es so gemacht das die Nonnen oder Erzieher nicht alles mitbekommen haben. Wenn wir etwas von zuhause geschickt bekommen haben, haben die Nonnen die Päckchen oder Pakete erst einmal im Beisein von dem beschenkten geöffnet und alles was wertvoll war an sich genommen, also Geld oder Schmuck wie Uhren usw. sie haben es gemacht damit die Älteren unter uns es den Jüngeren nicht abgenommen haben. Alles andere durften die Kinder behalten. Im Vorfeld wurde den Kleinen von den Älteren so eingeschüchtert worden, das sie alles andere, was sie wollten, Süßigkeiten oder was sonst brauchbares da war, abzugeben war. Wenn es aufgefallen ist was ein älterer Junge mit den Sachen von den beklauten machte, wurde gesagt das er es von dem jüngeren geschenkt bekommen hat und die Sache war gegessen.

      Am Sonntag gab es immer Fleisch na was ist den wohl passiert, genau, die Älteren haben sich das beste von dem Fleisch genommen und wir jüngeren durften in die Röhre schauen, so ging es die ganze Zeit.

      Einmal habe ich ein Mädchen auf dem Innenhof auf dem Mund geküsst, nur aus Spaß, mit zwölf oder dreizehn war es kein ernsthafter Kuss. Eine Nonne hat es natürlich gesehen und mich zur rede gestellt. Da ich ihr keine plausible Antwort darauf geben konnte, musste ich mich abends vor versammelter Mädchengruppe in der das Mädchen war, entschuldigen und zwar dafür das ich sie geküsst habe. Musste anschließend noch 20 DM als Strafe zahlen, was damit geschah weiß ich nicht. Das es das erniedrigste was ich je erlebt habe man kann sich glaube ich vorstellen was in einem Jungen vor sich geht wenn er so etwas erlebt.

      Oder das polieren des Fußbodens wenn man Mist gebaut hat, Stundenlang sind wir mit Bohnerschuhe über den Boden gerutscht, die Nonne vor ihrem Zimmer auf dem Stuhl sitzend und wehe wir haben gesprochen beim wienern. Als sie eingeschlafen war bzw so tat, haben wir es gewagt zu reden, sie hat es natürlich mitbekommen, einen Schlag in den Nacken und weiter wienern. Das ging solange bis sie ins Bett wollte, da durften wir auch.

      Ich werde bei Gelegenheit weiter schreiben.
      Hallo alle zusammen.

      War in diesen Heim 67 68 und ein bischen 69.Konnte diese Geschichten sehr gut bis heute verdrängen.

      Bin zusammen mit meinen Bruder Erwin ins Heim gekommen,die Scläge mit den Bambusstock.Habe in der Regel nur ich von uns beiden abbekommen.

      Kann das alles bestätigen was hier so steht,trozdem habe ich keine Wut auf die Nonnen.Sehe es eigentlich so.Die Nonnen hatten eine große anzahl von Kindern zu betreuen

      Manche Familien werden schon mit 3 Kindern nicht fertig und siehatten eine ganze Schar.Kein Wunder das die Nerven manchmal durch gehen.sind ja auch nur Menschen:

      Dirk schrieb:

      Hi, All! :D

      Ich hoffe, dass auch die ehemaligen Heimkinder, aus dem St. Hedwig Kinderheim (Natürlich aus allen Jahrgängen!), den Weg hier hin finden werden!

      St. Hedwig, war und ist mir immer gegenwärtig.
      Die "Hölle" war es noch nicht, aber kurz davor!

      Okay! Dann mal los!

      LG Dirk

      Hallo an alle,
      hierauf hat sich jemand am letzten Freitag gemeldet, sein Text sieht wie folgt aus:
      Hi ich heiße Jörg und war von 1976-1979fast 1980im hedwigsheim. Es war eine schlimme zeit für mich. Damals war ich 5oder6jahre alter. Ich habe prügel bekommen weil ich gepubst hatter.Eine andere sache war, ich hatte einen fahrradunfall, und die Nonnen wollten salbe auf die wunde tun was aber genäht werdenmusste. Ein arzt sagtedenen das dannaber. Und vieles. mehr kann ich noch dazu sagebrush. Gruß Jörg


      Hallo Jörg,
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      Beste Grüße Mandy =)
      LG Mandy

      Seelenhunde hat sie jemand genannt - jene Hunde, die es nur einmal gibt im Leben,
      die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege.
      Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum Atmen.

      Danke, meine liebe Tessamaus... für 13,5 wunderschöne Jahre!!!

      ich war von 1949 bis 1964 in einem lippstädter heim. mit dem hedwigsheim hatte man uns ständig gedroht. also wusste jeder, was uns dort erwarten würde. heute ist das heim eine schule für emotional gestörte kinder.

      habt ihr mal versucht, den jetzigen stellvertretenden veh-vorsitzenden zu kontaktieren? dirk war auch im hedwigsheim, allerdings auch in den 50er/60er jahre.
      Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin zurecht finden.

      (Albert Einstein)
      ich war bis 1964 in einem anderen lippstädter heim. uns hat man immer damit gedroht: wenn du dich hier nicht anpasst, kommst du ins hedwigsheim". das heim galt damals als "holle".

      wenn du wesentlich später eine andere erfahrung gemacht hast, dann ist das gut. die "erziehung" aus dem 50ger/60ger jahren würde ich niemandem wünschen.

      alles gute für dich.
      Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin zurecht finden.

      (Albert Einstein)