Fondsumsetzung

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      Fondsumsetzung

      Ergebnis Fondsumsetzung Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975


      Es war abzusehen, dass die Ergebnisse für die Fondsumsetzung kaum die Erwartungen und Forderungen der Betroffenen erfüllen. Es werden immaterielle Hilfen angeboten, die aber keine an die Betroffenen auszuzahlenden finanziellen Leistungen beinhalten. Ausgenommen davon sind die Rentennachzahlungen.

      Entgegen den Angaben des Runden Tisches, Folgeschäden auszugleichen,
      [Zitat Seite 37: "Zu den Kernpunkten der Maßnahmen für Betroffene gehören die finanziellen Maßnahmen. .... Es soll dabei geholfen werden, die eingetretenen und heute noch vorhandenen Folgen in ihren Auswirkungen auf den Alltag der Ehemaligen zu mindern oder gar auszugleichen."]


      geht es nicht darum, gesamte -aus der Heimerziehung resultierende Folgeschäden- auszugleichen, sondern lediglich eine Art symbolische Leistung zu gewähren.


      Hilfebedarfsermittlung:

      materielle (Sachleistung) und immaterielle Leistung


      Bei der Hilfebedarfsermittlung gibt es folgende relevante Handlungsfelder


      Wohnung (1) :

      Ziele: Unterstützung bei:

      Wohnungssuche, bzw. Erhaltung im Hinblick auf die spezifischen Bedürfnisse des/der Betroffenen; Wohnungsumfeld; soziale Bindung; behindertengerechtem Ausstattung der eigenen Wohnung

      Vermeidung von (Alters-) Heimaufenthalt

      Vermittlung: z.B. Gespräche mit Wohnungsbaugesellschaften

      Finanzierung: z.B. Maklerfinanzierung, Courtage, Renovierungskosten, z.B. bedarfsgerechter Umbau im Nachgang zu anderen Leistungssystemen

      Mobilität (2) :

      Körperliche Mobilität

      Ziele: Unterstützung bei Erhalt und Förderung der körperlichen Mobilität, z.B. im persönlichen Umfeld oder durch Barrierefreiheit



      Regionale Mobilität

      Ziele: Unterstützung bei Erhaltung der regionalen Mobilität, z.B. zur Erreichbarkeit der regionalen Anlauf- und Beratungsstellen,

      Teilnahme an Veranstaltungen, Arztbesuche

      Ermöglichen von Mobilität



      Ernährung (3) :

      Ziele: Ermöglichen des Eingehens auf spezifische Ernährungsbedürfnisse

      Wissensvermittlung



      Soziale Kontakte und Integration (4):

      Ziele: Überwindung einer sozialen Isolation durch Teilhabe an das gesellschaftliche Leben. Ermöglichen von Zugängen, Erhaltung von vorhandenen Kontakten, Förderung der Kommunikationsfähigkeit insbesondere auch mit anderen Ehemaligen



      z.B. Initiierung von gemeinsamen Freizeiten

      z.B. Initiierung von Selbsthilfegruppen

      z.B. Besuch von entsprechenden Kursen, Therapien





      Bildung und Arbeit (5):



      Beschäftigung (beruflich und nicht beruflich)

      Ziele: Unterstützung bei der Erfüllung von Qualifizierungs- und Bildungswünschen

      Unterstützung bei der Teilhabe am kulturellen Leben der Gesellschaft





      Gesundheit (6):



      Ziele:Erhaltung und Förderung im Hinblick auf spezifische Situationen Zugänge zu spezifischen Therapie- und Beratungsangeboten öffnen



      z.B. von alltagsentlastenden Gegenständen (wie Matratzen), geeignetem Schuhwerk, Maßnahmen zum Erhalt und zur Förderung der Gesundheit, wie sportliche Aktivitäten, Massagen, Entspannungstraining





      Identität (7):



      Ziele: Vervollständigung der eigenen Biografie Förderung des „Sich selbst bewusst Werdens“

      Entstigmatisierung (persönlich und allgemein)

      Rehabilitierung



      z.B. zum Auffinden von Angehörigen, zur Erforschung des Adoptionshintergrundes oder zur Möglichkeit eines (Akten)Berichtigungsausdrucks

      z.B. Ermöglichen von Akteneinsicht

      Finanzierung: z.B. von Biografiearbeit



      Zuordnung dieser Hauptkategorien zu jeweiligen:



      Erfahrungen im Heim d.h. das Unrecht benennen, was hatte das Unrecht für Folgen, der daraus resultierenden Folgenschaden. Daraus ableitend wird ein materielle (in Form von Sachleistungen) und/oder immaterielle Bedarf ermittelt.

      Beispiel:

      Erfahrung:

      Heim-oder Jugendamtsakten sind bei dem oder der Betroffenen nicht vorhanden; Unklarheit über:

      die Gründe der Heimeinweisung;

      die Beteiligten,

      den Verbleib von Verwandten

      Folgen:

      Suche nach Spuren der eigenen Biographie;

      Suche nach noch lebenden Angehörigen;

      Folgeschaden

      Unsicherheit über die eigene Identität;

      Mangelndes Selbstwertgefühl; ständige Unruhe;

      Materielle Bedarfe



      Maßnahmenschwerpunkte nach Ziffern 5 und 7; (Bildung und Arbeit (5) Identität (7)



      Übernahme von Fahrt-und Kopierkosten i.V. mit Akteneinsicht;

      Unterstützung im Zusammenhang mit dem Wiederfinden von Verwandten und der Wiederherstellung von Kontakten zu Verwandten, Freunden, anderen Betroffenen;

      Fahrtkosten zu damaligen Heimen;

      Unterstützung bei der Erstellung von Biografien (wie z.B.: Kosten für Schreibarbeiten, Diktiergerät, Verlag Suche, Kopier- bzw. Druckkosten);

      Unterstützung bei der

      Veröffentlichung von Biografien

      Immaterielle Bedarfe

      Begleitung durch Fachkräfte, die im Bereich Trauma und Traumafolgen Erfahrung haben;





      Abgesehen von Leistungen des Rentenersatzfonds, die zusätzlich gebilligt - werden Leistungen aus dem sogenannten Folgeschadenfonds bis zu einer Obergrenze in Höhe von 10.000 Euro gewährt.






      Feststellung des Hilfebedarfs: Rentenersatzfonds



      Für Zeiten, in denen Ehemalige ab dem 14. Lebensjahr (= Berufseintrittsalter zum damaligen Zeitpunkt) verpflichtet wurden zu arbeiten und in denen keine Sozialversicherungsbeiträge abgeführt wurden, sollen Rentenersatzleistungen gewährt werden. Diese werden unabhängig von Leistungen des Folgeschadenfonds gewährt.



      Berechnet werden diese Zeiten entweder entsprechend einer damals als Hilfsarbeit bewerteten Arbeit, oder einer Tätigkeit mit vorhergehender Ausbildung (wenn bei der/dem Betreffenden eine Ausbildung schon vorhanden war). Ein Rentenpunkt von heute würde auf dieser Basis bedeuten, dass man dafür drei Jahre verpflichtete Arbeit ohne Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen leisten musste. Daraus ergibt sich folgendes Berechnungsschema:



      Ersatzbetrag für 1 Monat Heimarbeit:


      Männer ungelernt: 170 € gelernt 250 €

      Frauen ungelernt: 200 € gelernt 300 €


      Ersatzbetrag für 1 Jahr Heimarbeit:

      Frauen ungelernt: 2400 € gelernt 3600 €

      Männer ungelernt: 2040 € gelernt 3000 €

      Für die Rentenbezugsdauer bzw. die Summe des Abfindungsbetrages wurde die Restlebenserwartung im Alter 65 der Männer und Frauen Jahrgang 1950 zugrunde gelegt.)

      Das für Frauen ein Rentenausgleich höher ausfällt als für Männer, ist der Tatsache geschuldet, dass Frauen eine höhere Lebenserwartung als Männer haben und wird so üblicherweise für die zu erwartenden Lebensdauer hochgerechnet.



      Bedauerlicherweise ist die damalige Kinderarbeit in keiner Weise berücksichtigt worden, weil diese nicht Sozialleistungspflichtig war und eigentlich hätte gar nicht geben dürfen.



      Nichtanrechnung auf andere Sozialleistungen

      Die Errichter des Fonds befürworten die Empfehlungen des Runden Tisches und den Beschluss des Deutschen Bundestages vom 7. Juli 2011, nach dem die Rentenersatzleistungen oder andere Leistungen nicht auf Sozialleistungen angerechnet werden sollen. Sie befürworten, dass ein entsprechender Gesetzentwurf eingebracht werden soll.

      Dieser liegt zurzeit noch nicht vor, wird aber für März erwartet. Auch wenn ab 2. Januar die Anlaufstellen eröffnet werden, ist beispielsweise eine Ausgleichszahlung für Renten nicht vor März zu erwarten.

      Da aber die Anlaufstellen auch die Funktion haben verschiedene Aufgaben wahrzunehmen, werden sie dennoch im Januar eröffnet.



      Alle dazu notwendigen Informationen, Formulare sowie die Adressen der Anlaufstellen können dafür in Zukunft auf folgender Seite im Internet erreicht werden:



      fonds-heimerziehung.de



      Verzichtserklärung

      Wer den Fonds in Anspruch nimmt muss auf weitere Forderungen sowie Klagen gegen die Errichter des Fonds verzichten.

      Hierzu folgender Ausschnitt aus der Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund/Länder und Kirchen:



      Mitteilung der Landesregierung

      b) Entwurf einer Verwaltungsvereinbarung über die Errichtung,

      Finanzierung und Verwaltung des Fonds „Heimerziehung in der

      Bundesrepublik Deutschland“ und Durchführung eines Projekts

      „Archivrecherchen und historische Aufarbeitung der Heimerziehung

      zwischen 1949 und 1975 in Baden-Württemberg“





      Seite 10:



      „(3) Leistungen aus dem Fonds werden nur für Betroffene gewährt, die erklären, dass sie mit Erhalt einer Leistung aus dem Fonds auf Geltendmachung jeglicher Forderungen, einschließlich der Ansprüche wegen Rentenminderung

      aufgrund der Heimunterbringung, gegen die öffentliche Hand und die Kirchen sowie ihre Ordensgemeinschaften und Wohlfahrtsverbände, einschließlich deren Mitglieder und Einrichtungen, unwiderruflich verzichten.

      Dieser Verzicht umfasst auch den Ersatz von Kosten für die Rechtsverfolgung.

      (4) Die Geschäftsstelle bei der Fondsverwaltung entscheidet über die individuelle Unterstützung“

      Hier die gesamte Verwaltungsvereinbarung:



      landtag-bw.de/WP15/Drucksachen/0000/15_0775_d.pdf




      Dieser Blog wird eingestellt, sobald die webseite:

      fonds-heimerziehung.de

      eröffnet wird, was spätestens bis Anfang Januar zu erwarten ist.





      Mitarbeit ehemaliger Heimkinder an den Anlaufstellen



      Es ist schon oft die Befürchtung ausgesprochen worden, dass Ehemalige erfahren werden, wer sich nun an den Anlaufstellen meldet oder dass sie Einsicht in die Daten der Antragsteller bekommen werden. Hiermit möchten wir darauf aufmerksam machen, dass das nicht so ist und das ist auch richtig so, weil sowohl die Antragsteller und auch ihre Daten – Datenrechtlich geschützt werden müssen.

      Es unterliegt der Freiwilligkeit, ob sich Ehemalige an Personen (Ehemalige) wenden möchten und ist nicht zwingend.



      Für die Information: Erika Tkocz

      ak-fondumsetzungheimerziehung.over-blog.de/#


      Das ist für alle Bundesländer und Institutionen gültig.
      Man muß sich das mal genau durchlesen....da kann man die Krise kriegen!

      Da werden zum Beispiel die Löhne berechnet, ohne die Rentennachzahlung zu leisten; ebenso fallen die Sozialabgaben unter den Tisch.

      Mir wem wurde da ein Deal gemacht? Da fällt mir spontan die Industrie ein. Sie haben, rechnet man die Zinsen mit ein, Millionengewinne mit uns gemacht, ohne auch nur eine müde Mark an uns zu zahlen.
      Allein schon das verstößt gegen das Grundgesetz, auch zur damaligen Zeit.

      Kinderarbeit wird überhaupt nicht erwähnt. Wir haben wie die erwachsenen geschuftet, mußten ein Pensum schaffen, alles für lau und entgegen aller Gesetzgebung.

      Mir scheint, es bleiben wirklich nur Klagen vor gericht.
      Ist es nicht so: erst, wenn einem bewußt wird, das gegen Gesetze verstossen wurde, tritt die Verjährung in Kraft?
      Warum mussen täglich immer neue doppelte Themen eröffnet werden?
      Das ist mir einfach zuviel in 4 Bereichen lesen und dann 4 mal antworten nee sorry dat is mir echt zu viel. Zieh mich vielleicht erstmal zurück bis ich das neue System begriffen habe.

      :wayne:
      So, die Informationsquelle Mandolinchen schließt ihren Laden.
      Will sagen: ich setze ab sofort keine Infos mehr ein.
      Ich denke, es ist alles gesagt. Interesse besteht nur mäßig bis garnicht.
      Wozu also.

      Ich wünsche Euch einen schönen Advent und ein frohes Fest.
      Bei allem Für und Wider: die Meisten, die es betrifft, werden die Anträge stellen. Aber es wird sich keiner outen, denn die Angriffe, die dann erfolgen würden, wären zerstörend.
      Es ist da in anderen Foren schon die Reden von " Verrätern, Kameradenschweinen, Arschkriechern usw.......ich denke, dem will sich wohl keiner aussetzen. Ich kann nur hoffen, dass die Anlaufstellen den Datenschutz ernst nehmen und die Namen derer, die Anträge gestellt haben, geheim bleiben.
      In den Anlaufstellen werden, nicht überall, ehemalige Heimkinder vor Ort sein. Es wäre fatal, wenn denen bekannt wäre, wer da einen Antrag stellt und wer ablehnt, zum Beispiel die Verzichtserklärung.
      Es ist schon ein Tanz auf dem Seil, den die Politik da den Ehemaligen nun noch, zusätzlich zu ihrer schlimmen Vergangehheit, zumutet.

      Fondsumsetzung

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      Ehemalige Heimkinder, so sieht die Verzichtserklärung aus, die Antragsteller und Antragstellerinnen aus dem „Hilfsfonds“ unterzeichen müssen:

      Vereinbarung zum Verzicht auf weitere Forderungen gegen die Errichter des Fonds

      Leistungen aus dem Fonds „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975” sollen dazu beitragen,

      - Folgeschäden aufgrund der Heimerziehung abzumildern und

      - einen dauerhaften Rechtsfrieden zu erzielen.

      Die freiwilligen Leistungen werden an ehemalige Heimkinder gewährt, die erklären, dass sie unwiderruflich keinerlei weitere Forderungen aufgrund der Heimunterbringung gegen die in den Fonds einzahlenden Institutionen, namentlich die öffentliche Hand der Bundesrepublik Deutschland und die Evangelische und Katholische Kirchen in Deutschland sowie ihre Ordensgemeinschaften und Wohlfahrtsverbände, einschließlich deren Mitglieder und Einrichtungen, stellen werden. Dies umfasst auch Ansprüche wegen Rentenminderung sowie den Ersatz von Kosten für die Rechtsverfolgung.

      Ausgenommen von der Nicht-Geltendmachung weiterer Ansprüche sind Forderungen gegen Dritte sowie weitere Leistungen aus dem Fonds gemäß den geltenden Leitlinien zur Umsetzung des Fonds.

      Vor diesem Hintergrund und in Kenntnis dessen sind sich die Unterzeichnenden einig, dass sämtliche Ansprüche der hier unterzeichnenden betroffenen Person gegen die in den Fonds einzahlenden Institutionen aufgrund der Heimunterbringung, gleich aus welchem Rechtsgrund, abgegolten und erledigt sind, so dass die betroffene Person – außer den Leistungen aus dem Fonds – keine weiteren Leistungen mehr von diesen erhält.

      Die Wirksamkeit dieser Vereinbarung steht unter dem Vorbehalt der oben gewährten Fondsleistung.

      Ort, Datum

      Unterschrift Betroffene/Betroffener

      Unterschrift Beraterin/Berater


      (Original-Verzichtserklärung/Hessisches Amt für Versorgung und Soziales - Frankfurt/Main)
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.
      Für Marklerkosten wurde ich keine Fonggelder verschwenden Seriöse Markler mit Zulassung sind als Sitzenverdiner in der Plicht auch mal was ohne Pvision zu machen geade wenn sie dem Bundesverband deutscher Markler angehören zumal Sie auch von der vermieterseite Provision bekommen, und uber einen Berechtigungsschein der Arge oder des Sozialamt abrechnern können
      :D
      fand heraus, dass einem in tiefen Kummer von der stillen, hingebungsvollen Kameradschaft eines Hundes Kräfte zufließen, die einem keine andere Quelle spendet.

      Doris Day
      Kommentar zum Bericht:Entschädigung für Ex-Heimkinder - Beratungsstelle in Wiesbaden eingerichtet

      09.01.2012 - WIESBADEN



      10.01.2012 kindersklave, dieser Kommentator ist bei uns registriert.
      Der Bluff mit der Entschädigung

      Aus der Historie Runder Tisch Heimerziehung und Fonds:
      Die Gestaltung des Rechts ist weder gerecht noch demokratisch erfolgt. Die public opinion ist mit einem Bluff getäuscht worden um Interessen der Verantwortlichen-Institutionen in der Öffentlichkeit zu zementieren. Das Vertrauen der Betroffenen in die Rechtsstaatlichkeit und in dem gerechten politischen Handeln ist missbraucht worden. Die Defizite der betroffenen Opfer, die besonders auf der emotionalen Ebene vorhanden sind, wurden gegen sie benutzt, und führten die Betroffenen in ein gefühlsmäßiges Dilemma. Betroffene waren erschüttert und geschockt über die Art und Weise, wie mit dem Wissen um ihre bereits seit Jahrzehnten bestehenden emotionalen Defizite für die offensive Gegenstrategie der Verantwortlichen unter Zuhilfenahme der Medien benutzt wurden. Das Bild des „grimmig drein guckenden, eher schmuddelig aussehenden, pöbelig und aggressiv sprechenden, oder völlig hilflosen und weinenden, einfach gestrickten Menschen wurde geschaffen. Diese Bild wurde manifestiert und nicht etwa hinterfragt oder gar relativiert. Das Bild des ewig meckernden, heulenden und fordernden, ewigen Verlierers wurde in den Köpfen der Öffentlichkeit über Jahre gestaltet. Das Gefühl des Ausgeliefertsein, des Wehrlosen, des Bittstellers war für die Betroffenen wieder allgegenwärtig, und machte sie wieder sprachlos und handlungsunfähig. Eine Gegenwehr war kaum noch zu erwarten, da entweder die Kraft und/oder das know how fehlten, und die Öffentlichkeit sich mit den Betroffenen nicht solidarisierte, und das Interesse an einer aufklärenden Berichterstattung für die ehemaligen Heimkinder nicht vorhanden war. Darüber hinaus wurden Informationendefizite der Betroffenen nicht ausgeglichen, sondern im Gegenteil, durch Halbwahrheiten und falsche mediale Berichterstattung noch verstärkt. Eine Transparenz, die als Mittel der ersten Wahl für das Ziel eines angestrebten gerechten Konsenses hätte gelten müssen, hat es nicht gegeben. Die methodischen Verfahren, um das Ziel eines gerechten Konsenses zwischen den verantwortlichen Institutionen und den Betroffenen zu erreichen, waren falsch.
      Das wissenschaftliche Wahrheitsstreben umfasste zu oft nur Empirische Studien, das Vorführen noch lebender Opfer, das Sprechenlassen eines ehemaligen Heimkindes vor staunenden Studenten, der Vergleich der heutigen Heimerziehung mit der Unsäglichen von gestern, Forschungsaufträge, und die Zusage der damit verbundenen finanziellen Mittel, das Erstellen von Expertisen und Gutachten, die keine Berücksichtigung bei den berechtigten Forderungen der Betroffenen fanden.
      Die ethische Orientierung, die den Betroffenen häufig Halt gegeben hat und das Vertrauen in christliche und demokratische Werte wurden fundamental missbraucht und zerstört, so dass die Betroffenen sich nur noch ausgeliefert fühlen.
      Die komplexe angewandte Systematik der verantwortlichen Institutionen, die ein gerechtes Verfahren für einen zufrieden stellenden Konsens verhindert hat, mündete in eine Verwaltungsvereinbarung, die Leistungskriterien ohne eine echte Entschädigung für die Betroffenen beinhaltet.
      Die Öffentlichkeit liest und lernt den Bluff, dass die ehemaligen Heimkinder entschädigt wurden, und es in der Republik gerecht zugeht.
      Die ehemaligen Heimkinder konnten nicht überzeugen.
      Oder waren die Medien gar fremdgesteuert?
      gez. Christina Stadie

      wiesbadener-tagblatt.de/regio…en/11546281.htm


      Besser kann man es nicht beschreiben.

      Fondsumsetzung

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      Noch wird es nicht berichtet von der Presse, dem Radio oder im Fernsehen --- aber vielleicht greifen auch sie es ja demnächst auf...
      Ich werde aber nicht meinen Atem anhalten während ich darauf warte.

      Zur dringenden Information für alle !!!

      Vorgestern ( Mo. 09.01.2012 ) wurde einem 65-jährigen hilfsbedürftigen Ehemaligen Heimkind seitens einer von dem TÄTERKARTELL »BÜNDNIS KIRCHE UND STAAT« eingerichteten
      Anlauf- und Beratungsstelle in Hamburg EINKOCHKURS“ angeboten, gegen sofortige Unterzeichnung einer unwideruflichenVERZICHTSERKLÄRUNGauf jegliche weitere Rechtsansprüche. Er war aber glücklicherweise nicht so blöd sich darauf einzulassen. Er hat nichts unterschrieben. Und das rate ich auch allen anderen Betroffenen: bloß nichts unterschreiben !!!

      Bitte unbedingt weitersagen !!!



      Übrigens, meine Meinung ist, je mehr solcher Anlauf- und Beratungsstellen es gibt, um so mehr Möglichkeiten präsentieren sich mit solchen und ähnlichen HILFSANGEBOTEN Heimopfer übers Ohr zu hauen.
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

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      Ehemalige Heimkinder zurückversetzt ins Heim und wieder betrogen.

      Sachleistungen“ aus dem „Hilfsfonds für Ehemalige Heimkinder“ eingerichtet vom TÄTERKARTELL »BÜNDNIS KIRCHE UND STAAT«.

      Fondsumsetzung: LINKE TASCHE, RECHTE TASCHEGLEICHE HOSE.

      Ehemalige Heimkinder gucken in die Röhre.
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      Daniela Gerstner
      Berliner Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder
      c/o Nachbarschaftsheim Schöneberg
      Holsteinische Str. 30, 12161 Berlin
      http://heimerziehung.wordpress.com/anlauf-und-beratungsstelle-berlin/

      "Daniela Gerstner" <daniela.gerstner@sozkult.de>



      Ehemaliges Heimkind: Martin Mitchell
      Adelaide, Süd Australien

      Freitag, 13. Januar 2012



      Sehr geehrte Frau Gerstner.

      Sehr geehrte Damen und Herren.

      Ich bin ein potenzieller Antragsteller ansässig in Australien und meine tägliche Sprache ist Englisch. Ausweispapiere habe ich keine, denn solche sind nicht notwendig im täglichen Leben in Australien. Alle andere Dokumentation ist, natürlich, in Australien, verfasst in englischer Sprache.

      Als ein heute, schon seit Dekaden, im Ausland ansässiges ehemaliges Heimkind – geborener West-Berliner – wende ich mich an Sie, da ich keinen deutschen Wohnort habe, und auch nicht die deutsche Staatsangeh
      örigkeit besitze, ansonsten aber, u.a., auch im damaligen West-Berlin der „Heimerziehung“ sowohl wie auch der „Fürsorgeerziehung“ unterzogen wurde und das damalige Hauptjugendamt in West-Berlin, bzw. der damalige „Senator für Jugend und Sport“ bis zum Tage meiner Auswanderung nach Australien ( 23.03.1964 ) für mich zuständig war.

      Auch wende ich mich an Sie, weil die Ihrige anscheinend bisher eine der ersten Anlauf- und Beratungsstellen für ehemalige Heimkinder ist, die schon etwas besser organisiert ist und wo nicht noch immer Chaos herrscht.

      Meine Fragen an Sie sind folgende:

      1. ) Da für alle Anträge auf Sachleistungen aus dem Hilfsfonds die erste und ausschlaggebende Voraussetzung ist, dass ein Antragsteller „hilfsbedürftig“ ist, ( a. ) wie wird von Ihnen, in solchen Fällen, „Hilfsbedürftigkeit“ definiert, und ( b. ) was ist Ihnen als Beweis von einem im Ausland ansässigen Ausländer akzeptabel und genügend, dass dem so ist ? - Muss die heute bestehende „Hilfsbedürftigkeit“ des Antragstellers ebenso beweisbar auf die damalige Heimerziehung zurückzuführen sein ? - Und wie stellt man sich das vor, dass ein Antragsteller so etwas belegt ?

      2. ) Da für alle Anträge auf Sachleistungen aus dem Hilfsfonds die zweite und ausschlaggebende Voraussetzung ist, dass ein Antragsteller „heute noch immer unter weiterhin bestehenden Folgeschäden aus der damaligen Heimerziehung leidet“, wie wird von Ihnen ( a. ) „weiterhin leidet“ und ( b. ) „weiterhin bestehenden Folgeschäden“ definiert, und ( c. ) wie müssen diese „Folgeschäden aus der Heimerziehung“ seitens eines im Auslande ansässigen Ausländers, unter Berücksichtigung der bestehenden Sprachbarrieren, Ihnen gegenüber bewiesen werden ?

      3. ) ( a. ) Wer trägt die Kosten für die Ihnen akzeptabele Beweisführung eines im Ausland ansässigen Ausländers in dieser Sache und ( b. ), falls Sie diese Kosten der Beweisführung tragen, werden diese Kosten auf die Höchstgrenze der möglichen Sachleistungen aus dem Hilfsfonds ( die sich auf 10.000 € beschränkt ) angerechnet und die überhaupt zur Verfügung stehenden Sachleistungen dadurch beträchtlich reduziert ?

      4. ) Wenn der erste Punkt und der zweite Punkt seitens eines im Ausland ansässigen Ausländers, bzw. Antragstellers, annehmbar Ihnen gegenüber erfüllt sind, welche Hilfsangebote , bzw. Sachleistungen, stehen diesem im Ausland ansässigen Ausländer Ihrerseits zur Verfügung und wie werden die daraus hervorgehenden Kosten mit Ihrer Anlauf- und Beratungsstelle, oder der Haupt- Anlauf- und Beratungsstelle, abgerechnet ?

      5. ) Wie verhält es sich mit Zahlungen in barem Geld aus dem Rentenersatzfonds für im Auslande ansässige Ausländer, bzw. Antragsteller, die im Nachkriegsdeutschland während sie in „Einrichtungen der Heimerziehung und Umerziehung“ interniert waren unentlohnte Zwangsarbeit haben leisten müssen ?

      6. ) In der vorgesehenen Antragstellungsprozedur, zu welchem Zeitpunkt müssen im Ausland ansässige Ausländer, bzw. Antragsteller, eine unwiderrufliche Verzichtserklärung unterschreiben ( a. ) was den Hilfsfonds betrifft und ( b.) was den Rentenersatzfonds betrifft und ( c. ) was ist der jeweilige wortwörtliche Wortlaut dieser Verzichtserklärungen für den ( i. ) Hilfsfonds und ( ii. ) für den Rentenersatzfonds ( denn es wird ja, jeweilig, darauf ankommen welchen der beiden Fonds ein Antragsteller in Anspruch nimmt – oder ob er beide dieser Fonds in Anspruch nimmt – nehme ich mal an ) ?

      Ich bitte um eine umgehende Empfangsbestätigung meines Fragenkatalogs und hoffe auf baldige bei mir eingehende Ihrerseitige Antworten auf all diese meine berechtigten Fragen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Martin Mitchell
      ( Ehemaliges Heimkind; Jg. 1946; geb. 28.07.1946 )

      PS. Übrigens stelle ich diesen genauen Wortlaut dieses meines Schreibens an Sie auch allen anderen mir bekannten im Auslande lebenden Ehemaligen Heimkindern zur Verfügung und werde all diese Betroffenen auch genau über die Ihrerseits mir zur Verfügung gestellten Antworten informieren.

      PPS.
      Dieses mein Schreiben an Sie, und auch Ihr Antwortschreiben dazu, darf auch durchaus auf Ihrer Webseite @ http://heimerziehung.wordpress.com/ veröffentlicht werden.
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

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      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

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      Fondsumsetzung

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      hpd - Humanistischer Pressedienst
      Deutschland Deine Kinder (13)13 Jan 2012 - Nr. 126731
      Heimkinder. Wunde Punkte. Ausblick auf 2012
      @
      http://hpd.de/node/10371 ( insgesamt 4 Seiten, plus 2 Anhängen )

      Einer dieser als PDF-Dokument diesem Artikel begefügten Anhänge ist eine „rechtliche Beurteilungseitens Prof. Dr. Peter Schruth zu dieser VERZICHTSERKLÄRUNG die man Antragstellern und Antragstellerinnen, die einen Antrag auf Ansprüche aus diesem „freiwilligen Hilfsfonds“ stellen wollen, abverlangen will.
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