Fondsumsetzung

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      Mir liegt ein sechsseitiger Flyer des fonds-heimerziehung.de vor, den ich vor einigen Tagen mit der Post erhielt. Er enthält nicht nur absolut nix neues...ein völlig überfüssiges Stück Papier, das auch noch von den uns zustehenden Geldern der Wiedergutmachung fremdfinanziert ist...es steht wirklich nix drin, was den Druck dieses Lappens rechtfertigen würde.

      Ja doch, vielleicht dieses: "Ein Rechtsanspruch auf Leistungen aus dem Fonds besteht nicht."

      Verfasser und Herausgeber dieses Dumm-Papiers ist:

      Fonds Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975
      Sibille-Hartmann-Str. 2 - 8
      50969 Köln
      Telefon: 0221-3673-0 Fax: 0221-3673-4661 oder auch 0800 100 49 00(kostenfrei)

      Die Aufsichtsbehörde über diese Geschäftsstelle des Fonds ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
      Glinkastraße 24, 10117 Berlin

      Es würda ja schon reichen, wenn, sagen wir mal so 2 bis 3000 ehemalige Heimkinder morgen mal die Leitungen ein wenig zum glühen bringen würden :horseapple:
      God forbid that I should go to any Heaven in which there are no horses

      Fondumsetzung

      Es gibt bei dieser Fondsumsetzung zweierlei . Erstens, der Rentenfond, hier werden Gelder bar vom 14. Lebensjahr bis zum 21. Lebensjahr gezahlt, wenn man im Heim arbeiten musste. Hier gibt es eine Rechenformel: 170,00 € pro Monat mal 12 fürs Jahr, mal die Jahre der Zwangsarbeit im Heim. Dies ist Bargeld. Die anderer Fondseite betrifft die Materielle Seite, wo es kein Bargeld gibt, hier kann aber unsere Fantasie, etwas zu beantragen, gefragt sein. Alles was die Krankenkasse und das Sozialamt und die Arge nicht zahlt, z.B. Brille usw, sollte bei den Anlaufstellen beantragt werden. Zur Zeit macht es aber keinen Sinn, die Anlaufstellen auf zu suchen, die wissen immer noch nicht, wie sie es umsetzen müssen.Hinzu kommt, das die Verzichsterklärung und die Schweigepflichtsentbindung des Hausarztes dem entgegen steht. 8) Wenn aber ehemalige Heimkinder nicht warten können, wegen dem Alter oder deren Gesundheit, diese Personen sollten jetzt den Antrag stellen.
      LG Wolfgang Petersen
      :facepalm3d: Demokratie nutzen, sich nichts gefallen lassen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Wolfgang07“ ()

      Fondsumsetzung

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      Ich weise noch einmal ausdrücklich auf die folgenden zwei OFFIZIELLEN TEXT-AUSGABEN hin, nicht weil ich persönlich DIESE BEKANNTGEBUNGEN vielleicht als mehr "zuverlässig" als andere Äusserungen oder Deffinitionen verschiedener BEKANNTGEBUNGEN ( von wem auch immer ) ansehe, sondern einfach nur darum, weil sie „VON OFFIZIELLER STELLE“ kommen, oder „VON STELLEN“ kommen, „DIE UNS OFFIZIELL 'BERATEN'“ --- sich selbst als „OFFIZIELL“ ansehen und auch von „HÖHEREN STELLEN“ – von BUNDESMINISTERIEN und von LANDESBEHÖRDEN – als „OFFIZIELL“ angesehen und bezeichnet werden.

      QUERVERWEIS zum Thread »Ehemalige Heimkinder sollen zum wiederholten male über den Tisch gezogen werden ( Das Über-den-Tisch-Ziehen soll bundesweit – in OST und WEST - am 1. Januar 2012 beginnen ! )« zum Beitrag 234 @
      http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/13897-ehemalige-heimkinder-sollen-zum-wiederholten-male-über-den-tisch-gezogen-werden-das-über-den-tisch-ziehen-soll-bundesweit-–-in-ost-und-west-am-1-januar-2012-beginnen/index8.html#post296698 ( ein Beitrag vom Sa. 28.01.2012, um 04:08 Uhr ).

      QUERVERWEIS zum Thread »Ehemalige Heimkinder sollen zum wiederholten male über den Tisch gezogen werden ( Das Über-den-Tisch-Ziehen soll bundesweit – in OST und WEST - am 1. Januar 2012 beginnen ! )« zum Beitrag 235 @
      http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/13897-ehemalige-heimkinder-sollen-zum-wiederholten-male-über-den-tisch-gezogen-werden-das-über-den-tisch-ziehen-soll-bundesweit-–-in-ost-und-west-am-1-januar-2012-beginnen/index8.html#post296987 ( ein Beitrag vom Sa. 28.01.2012, um 04:14 Uhr ).
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Fondsumsetzung

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      Zu meinem ersten und zweiten Schreiben – jeweilig wiedergegeben in Beitrag 20 ( vom 13.01.2012 ) und Beitrag 28 ( vom 29.01.2012 ) ( beide oben ) – an die „Berliner Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder“, habe ich gestern ( 31.01.2012 ), folgende Antwort erhalten:

      Sehr geehrter Herr Mitchell,

      Ihre Fragen kann ich leider noch nicht beantworten, denn ich warte selbst noch auf die Rückmeldung der Geschäftsstelle des Fonds-Heimerziehung dazu.
      Ich bedaure die lange Wartezeit. Wir melden uns, sobald wir Genaueres in Erfahrung bringen konnten.

      Mit freundlichen Grüßen,

      Daniela Gerstner


      Berliner Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder
      c/o Nachbarschaftsheim Schöneberg
      Holsteinische Str. 30, 12161 Berlin

      http://heimerziehung.wordpress.com/anlauf-und-beratungsstelle-berlin/

      GskA - GmbH für sozial-kulturelle Arbeit; Sitz: Berlin
      Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg
      Registernummer: HRB 131289 B
      Geschäftsführerin: Birgit Monteiro

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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
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      Geschäftsstelle des Fonds Heimerziehung

      Nach den Empfehlungen des Runden Tischs „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975“ sollen Personen,

      die in der Zeit von 1949 bis 1975 in einem Heim untergebracht waren und
      denen während der Heimunterbringung in diesem Zeitraum Unrecht und Leid zugefügt wurden,

      finanzielle Hilfen gewährt werden. Voraussetzung ist, dass heute noch Folgeschäden wie etwa Traumatisierungen oder ein sonstiger Hilfebedarf aufgrund von in der damaligen Heimerziehung entstandenen Beeinträchtigungen bestehen und diese nicht über die bestehenden Hilfe- und Versicherungssysteme abgedeckt werden können.

      Falls es wegen seinerzeit nicht gezahlter Versicherungsbeiträge zu einer Minderung von Rentenansprüchen gekommen ist, soll ein Ausgleich gewährt werden.

      Zur Gewährung dieser Leistungen wurde ein Fonds mit dem Namen „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975“ errichtet.

      Für die Verwaltung des Fonds wurde beim Bundesamt eine Geschäftsstelle eingerichtet.


      unter Bildungszentrum zu finden... Bundesamt -

      bafza.de/aufgaben1/fonds-heimerziehung.html
      Es weht der Wind ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines. Das eine Blatt, man merkt es kaum, denn eines ist ja keines. Doch dieses eine Blatt allein, war Teil von unserem Leben. Darum wird dieses Blatt allein uns immer wieder fehlen.
      Eric

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      Besuch bei einer HamburgerAnlauf- und Beratungsstelle Heimerziehungeines potenziellen Antragsteller aufHilfeaus demHilfsfonds Heimerziehung“ ( „Sachleistungen“ ) und dem „Rentenersatzfonds“ ( etwas Bargeld falls zutreffend ) aus freiwilligen Gaben der KIRCHEN und des STAATES : BUND und LÄNDER ( Warnender Komentar von MM: Nichts steht einem Antragsteller zu und nichts kann von einem Antragsteller eingeklagt werden falls sein Antrag abgeleht wird. Die unterschriebene unwiderrufliche Verzichtserklärung bleibt aber trozdem bestehen und gültig ! ).

      Dieser Besuch ereignete sich am Mittwoch, 1. Februar 2012.

      Besuch bei der Anlaufstelle Hamburg

      Heute habe ich meine Anlaufstelle aufgesucht und ein wohl zweieinhalbstündiges Gespräch mit den dortigen Mitarbeitern geführt. Gleich vorweg möchte ich Euch mitteilen, dass die Rentenregelung, wonach Frauen pro Monat 200 €, und Männer 170€ pro Monat angerechnet bekommen vom Tisch ist. Ich habe es sowieso für ungerecht gehalten. Frauen und Männer werden gleichbehandelt und bekommen 200€ monatlich angerechnet, wenn die Voraussetzungen da sind. Das ist der neueste Stand.

      Da ich für möglichst viel Transparenz bin, werde ich hier das schriftliche Ergebnis meines Besuches festhalten, weise aber darauf hin, dass ich einige Taschentücher während der Sitzung verbraucht habe. Hier das formale Ergebnis meines Besuches, weitere Anmerkungen evtl. in den folgenden Antworten. [ d.h. folgenden Diskussion in diesem Thread ]
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      Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder.....................................01.02.2012
      im Versorgungsamt Hamburg
      Adolph-Schönfelder-Straße 5
      22083 Hamburg


      Aufnahmevermerk:

      Herr Manfred Zielke, geb. xx.xx.xxxx, erscheint heute in der hiesigen Beratungsstelle und möchte Beratung und Entschädigung aus dem "Fonds Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975". Er war nach eigenen Angaben seit August 1953 bis 31.12.1967 mit Unterbrechungen in verschiedenen Heimen untergebracht. Vor 1953 habe es mit Unterbrechungen ebenfalls Heimaufenthalte gegeben. an die einzelnen Heime und Unterbringungszeiten erinnere er sich jedoch nicht. Weitere Daten wird Herr Zielke der hiesigen

      http://hamburgerlagebuecher.blogspot.com/

      Vor dem 14. Lebensjahr habe er in den Heimen die üblichen hauswirtschaftlichen Tätigkeiten vollrichten müssen. Nach dem 14. Lebensjahr habe er eine Ausbildung zum Elektriker begonnen und sei in einem Lehrlingsheim untergebracht gewesen. In diesem Heim habe er nicht arbeiten müssen. Die Ausbildung zum Elektriker habe er später abgebrochen.

      Nach den Heimaufenthalten habe er zunächst seinen Wehrdienst abgeleistet. Danach habe er in verschiedenen Berufen gearbeitet. Später habe er in Hamburg eine Ausbildung zum Bürokaufmann gemacht. In diesem Beruf hat er auch gearbeitet.
      Zwischenzeitlich sei er obdachlos gewesen und habe beruflich "nicht richtig Fuß gefasst".

      Heute lebe er im Rahmen der sogenannten 58er Regelung von Arbeitslosengeld II.

      Während seiner Heimaufenthalte sei er sowohl körperlich als auch seelisch misshandelt worden. Sexuell missbraucht wurde er während der Heimaufenthalte nicht.

      Während der Heimaufenthalte habe er keine Selbstmordversuche unternommen. Spätere Selbstmordversuche hätten mehrere Ursachen gehabt. Von Selbstmordversuchen anderer Heimkinder habe er nichts gehört.

      In Folge eines Heimaufenthaltes im evangelischen Heim "Gotteshütte" habe er Asthma bekommen, das später nie richtig behandelt worden sei. Auf Nachfrage teilte er mit, dass er in der Vergangenheit Therapien gehabt habe, zuletzt 1996. Weitere Therapien wünsche er nicht, weil sie ihn "nichts bringen würden".

      Er sei grundsätzlich einverstanden, das seine Daten (Name, Anschrift, Telefonverbindungen) an Forschungseinrichtungen o.ä. weitergegeben werden können. Seine Telefonnummer laute: 040 / 642 XX XX.

      Herr Zielke legt ein Schreiben vor, das einen Hinweis auf seinen Heimaufenthalt gibt. Dieses Schreiben wird in Kopie zur Akte genommen.
      Weitere Unterlagen werde er bei der nächsten Vorsprache mitbringen. Er sei bereit seine Angaben eidesstattlich zu versichern.
      Herr Zielke und ich einigten uns darauf, dass er nochmals hier vorsprechen und weitere Unterlagen (s.o. auch Arbeitslosengeld II - Bescheid) vorlegen werde.

      Um das während der Heimerziehung erlittene Unrecht zu lindern, würde er sich aus dem Fonds "Heimerziehung in den Jahren von 1949 bis 1975 wünschen, dass die Kosten für eine Wohnungsrenovierung, für neue Möbel sowie die Kosten für die Beschaffung neuer, nicht gebrauchter Kleidung übernommen werden könnten.
      Dieser besondere Hilfsbedarf steht im Zusammenhang mit Schädigungen durch die damalige Heimerziehung, da er dadurch "nie richtig Fuß" habe fassen können und in dessen Folge berufliche, bzw. wirtschaftliche Nachteile habe in Kauf nehmen müssen.

      Bei der nächsten Vorsprache werde ggfls. eine Vereinbarung über Leistungen aus dem Fonds für ehemalige Heimkinder sowie die Verzichtserklärung unterschrieben werden.

      Unterschrift: Bearbeiter XXX
      Unterschrift: Heimkind M. Zielke
      __________________________________________________

      Ich lasse dies jetzt erst einmal unkommentiert stehen, nur um einen Überblick zu verschaffen, wie so ein Besuch bei der Anlaufstelle aussehen könnte. Es gibt übrigens auch Wünsche zur Hilfe wie ein Auto, eine Weltreise, Karten für den FC St. Pauli usw. Entschieden wird jedoch alles in Köln. Die Berater in den Anlaufstellen nehmen nur die "Fälle auf, und leiten nach dem Unterschreiben einer
      Verzichtserklärung die Anträge weiter – vorher nicht.

      M. Zielke


      Ich vergaß: Der St. Pauli Fan [ d.h. ein anderer Antragsteller, dem ich in der Hamburger „Anlauf- und Beratungsstelle“ begegnete ] wollte auch noch eine neue Küche. Ob es was gibt, ist jedoch fraglich. Man ist nach meiner Meinung in erster Linie an den
      Verzichtserklärungen interessiert, und den Forschern möchlichst viel Futter in den Rachen zu werfen. Auch bei mir wollte man gleich einen Anschlusstermin machen, wo ich dann alle verfügbaren Unterlagen mitbringe und die Verzichtserklärung unterschreibe. Ich erbat mir jedoch Bedenkzeit, und will erstmal mindestens ein halbes Jahr abwarten, wie sich alles entwickelt. Es ist enfach noch zu vieles ungeklärt und die Unzufriedenheit unter den Ehemaligen ist nach wie vor hoch. Meine Gesprächpartner in der Anlaufstelle beim Versorgungsamt betreuen übrigens in erster Linie Opfer von Gewalt (bitte nicht mißverstehen) und machen nebenher die Arbeit mit den Ehemaligen. Sie waren völlig unvoreingenommen und lernen täglich dazu, was unsere spezielle Problematik betrifft. Hausbesuche wegen Hilfen wird es übrigens in Hamburg nicht geben.

      M. Zielke

      [ Das Original ist hier zu finden @ http://www.fi-ehk.de/forum/board/index.php?page=Thread&postID=8323#post8323 und hier @ http://www.fi-ehk.de/forum/board/index.php?page=Thread&postID=8333#post8333 ]

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      Hallo Martin, (MM)

      du darfst meinen Erfahrungsbericht sozusagen als Zeitdokument in der letzten Fassung veröffentlichen. Er betrifft allerdings nur das Bundesland Hamburg.

      Freundliche Grüße
      Manfred
      .
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()


      Zur Zeit macht es aber keinen Sinn, die Anlaufstellen auf zu suchen, die wissen immer noch nicht, wie sie es umsetzen müssen.Hinzu kommt, das die Verzichsterklärung und die Schweigepflichtsentbindung des Hausarztes dem entgegen steht. 8) Wenn aber ehemalige Heimkinder nicht warten können, wegen dem Alter oder deren Gesundheit, diese Personen sollten jetzt den Antrag stellen.
      LG Wolfgang Petersen


      Die vielen Anlaufstellen werden aber schon aus den 120 Millionen Fonds, der EHs bezahlt. Sie wissen seit spätestens Januar 2011, das Anlaufstellen eingerichtet werden sollten und das in allen betroffenen Bundesländer. 1 Jahr brauchte es um erst einmal Anlaufstellen zu bekommen. Bevor der erste etwas Geld oder Sachleistungen gewährt bekommen , rattert wahrscheinlich schon die 120 Millionen UHR.
      Die deutsche Bürokratie frisst perse schon genug Gelder auf.
      Vielleicht sollte mal Jemand die Uhr mit 120 Millionen auf eine Webseite stellen und jeder, natürlich anonymisiert, solle seine gewährte Leistungen natürlich anonym, eingeben. Was haltet Ihr davon?
      Lg
      Aiken
      Es weht der Wind ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines. Das eine Blatt, man merkt es kaum, denn eines ist ja keines. Doch dieses eine Blatt allein, war Teil von unserem Leben. Darum wird dieses Blatt allein uns immer wieder fehlen.
      Eric

      Deinhard schrieb:

      Gut das es viele Beträge dazu hier gibt.
      Schade das ich hier keine konkrete Information Finde wie ich mich nun Verhalten soll, um meinem Recht zu kommen.
      Die wirst Du hier auch schwerlich finden können!
      Zunächst einmal musst Du einen tatsächlichen Schaden
      nachweisen können, also etwas, was monetär bewertbar ist.
      Wenn Deine Heimunterbringung Folgeschäden für Dich
      gebracht hat - das können Versagensängste, Platzangst,Phobien,
      neurologisch oder psychologisch behandelbare Erkrankungen sein,
      dann könnte es sein, dass da ein Zusammenhang gesehen wird, der
      mit Geld entschädigt werden kann und muss.
      Ich hab hier gelesen, dass jemand ne Jahreskarte für den HSV
      oder eine Einbauküche beantragen will oder auch schon beantragt hat.
      Damit macht man sich nicht nur lächerlich, sondern schadet natürlich
      auch den ernsthaften Anliegen anderer Antragsteller.
      Ich persönlich würde denken, dass man mit Bescheidenheit weiterkommt und
      dass es hilfreich sein kann, sich nicht jede Blöße zu geben, die gerade da ist.

      Ein Beispiel aus meiner Berufspraxis möchte ich mal anfügen:

      Ein ca. 35jähriger Mann beantragte beim Sozialamt einen Mehrbedarf
      für Bordellbesuche, die er aus gesundheitlichen und sozialen Gründen
      (Teilnahme am kulturellen Leben) bedürfe.
      3 x dürft ihr raten, wie über den Antrag entschieden worden ist.
      Und was der Begriff "kulturelles Leben" in einem Sozialamt auslöst.

      LG


      Danie
      Mit kleinen Hieben fällt man auch große Bäume (Benjamin Franklin)
      An Deinhard und Danie

      Deinhard zu Deinem Recht wirst Du an den Anlaufstellen nicht kommen, denn der Fonds und die Anlaufstellen haben
      die Funktion Dich zu beraten, was Du brauchst und das für Notwendigkeiten einer Therapie sofern Du es möchtest, aber auch bei der Aktensuche Deiner Heime, auch die Heime aufsuchen wollen und einiges mehr.


      Das ist die eine Seite und eine andere Sache ist der Rentenausgleichfonds solltest Du in einem Erziehungsheim
      gewesen sein einen Rentenausgleich bekommen. Zurzeit ist es unklar ob sich dieser Betrag auf 6000 Euro beschränkt oder die Jahre der Heimzeit angerechnet werden. Das wird aber sicherlich in einigen Wochen geklärt werden.


      Der andere Fonds bezieht sich auf Sachleistungen und dann möchte ich einmal etwas zu den Beispielen von Danie schreiben.
      Zunächst musste ich doch sehr lachen über Dein posting und was da von diesem Mann gewünscht wurde. Ich würde
      dieses Beispiel aber nicht wirklich im Kontext der anderen Beispiele also der Jahreskarte für den HSV oder einer Einbauküche sehen wollen.

      Viele Ehemalige haben kein Geld um sich so eine Jahreskarte leisten zu können und wieso sollten sie diese nicht beantragen können? Ich halte dieses nicht für Luxus, sondern wenn Menschen sich bedingt durch ihre Armut nichts weiter leisten können, als das existenziell notwendige – und es ihnen auch sowieso nicht gerade psychisch gut geht-sollte es möglich sein, ein Interesse hier Fußball zu unterstützen. Da kommen sie dann auch unter Leute können auch Kontakte knüpfen und fühlen sich nicht so ausgeschlossen. Nicht alles ist mit Therapie zu beheben und Viele möchten auch keine Therapie mehr machen und das sollte man respektieren. D.h. noch lange nicht dass ich so ein Anliegen des 35 jährigen Mannes unterstützen würde, da hört es dann auch bei mir auf.
      Zu der Einbauküche: die Fonds folgen dem Prinzip der Nachrangigkeit, also wird doch erst einmal geprüft, ob nicht andere Ämter dafür zuständig sind hier die notwendigen Sachen einer Küche zu finanzieren. Nun weiß ich nicht, ob dieser Antragsteller Küchenschränke hat, diese über andere Ämter nicht bekommt, oder lediglich eine Einbauküche möchte. Sollte eine Einbauküche aus gesundheitlichen Gründen zweckmäßiger für ihn sein (z.B weil ein Ofen in gewisser Höhe sein muss, weil er sich nicht mehr wegen Rückenschädigungen bücken kann) finde ich seinen Wunsch
      in Ordnung. Selbstverständlich kann er das dann auch wünschen und im Kontext der Nachfolgeschäden gäbe es dann auch keine Schwierigkeit diese zu bekommen, wenn er aufgrund seiner Heimerfahrung nicht fähig war arbeiten gehen zu können und nun in dieser Armut lebt.

      Also sollte er aufgrund körperlicher Einschränkung eine Einbauküche brauchen und aufgrund seiner Heimschädigung nicht in der Lage gewesen zu sein, arbeiten gehen zu können (es gibt auch durchaus andere Gründe, nicht nur die Armut sollte entscheidend sein) finde ich sein Wunsch legitim. Der Wunsch einer Dauerkarte für den HSV erscheint mir auch nicht überzogen, denn nicht Jeder braucht eine Therapie, wenn er dann die Möglichkeit bekommt an seinen Bedürfnissen des kulturellen Lebens (natürlich nicht der Puff) in gewisser Weise teilnehmen zu können, das schützt vor Depressionen.

      Liebe Grüße Erika
      das sozialamt zahlt bei bedürftigkeit auch verhütungsmittel.

      warum sollen die kosten für eine puff-besuch nicht förderungswürdig sein, durch mittel aus dem fond? erstens, wenn der antragsteller glaubhaft macht, dass es der psyche gut tut und zweitens, das drumherum hat durchaus seine kulturellen reize :D
      bei ablehnung :tschtc:
      Hallo bons,
      ich sehe das folgendermassen und nun kenne ich M Z sehr gut: einerseits hat er über längere Zeit den Fonds und die Anlaufstellen kritisiert und mir ist unverständlich dass er jetzt dahin geht. Andererseits scheint er sehr ambivalent zu sein, denn er braucht sicherlich Hilfe und dann möchte er genau wie MM und andere den Fonds boykottieren und hat hier nicht mit Kritik und Spott hinterm Berg gehalten. MM stellt es nun aber da, als sei da alles an den Anlaufstellen sehr schlimm und da sehe ich es so, dass er die Aussagen von MZ zu seinem Zwecke benutzt/missbraucht. Dieses ist für M Z nicht sehr hilfreich, denn so bleibt er innerlich zerrissen, unklar in dem was er eigentlich möchte und es hilft ihm persönlich nicht. Ich finde dass jene Menschen die die Hilfen der Anlaufstellen/Fonds brauchen dahingehend unterstützt und nicht zu politischen Zwecken missbraucht werden sollten.
      Gruß Erika