Suche ehemalige Heimkinder aus den 50er und 60er Jahren

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      Suche ehemalige Heimkinder aus den 50er und 60er Jahren

      Hallo liebe Forumsnutzer,

      ich halte ein Fachreferat über das Thema Kinderheime in den 50er und 60er Jahren, deshalb würde ich gerne mit Heimkinder aus dieser Zeit sprechen was die alles dort erlebt haben und durchmachen mussten.
      Natürlich habe ich schon einige Bücher gelesen u.a. "Schläge im Namen des Herrn" jedoch kann man da eben nicht so einfach nachfragen.

      Ich würde mich sehr freuen, wenn sich jemand bereit erklären würde mit mir darüber zu sprechen.

      Ich wünsche allen ehemaligen Heimkinder, die so viel aushalten mussten trotzdem für ihre Zukunft alles Gute und hoffe, dass diese es schaffen ihr Geschehenes aufzuarbeiten auch wenn es schwer ist.
      Hallo Fabian,
      wenn Du ein Referat über Kinderheime der 50er/60er Jahre halten möchtest und hier fachliche Unterstützung dafür suchst, glaube ich nicht dass wir die richtige Adresse sind, zumal es schon grundlegende Arbeiten über die Heime in den 50-60er Jahren gibt.

      Jeder hier hat "sein" Heim ganz individuell empfunden, vieles im Erleben ist ähnlich aber trotzdem doch grundlegend anders...es sind Hunderttausend unterschiedliche Lebensgeschichten die aber nur bedingt Rückschlüsse auf die generelle Situation der Heimerziehung von damals zulassen. Ich empfehle Dir die folgenden Arbeiten einmal durchzulesen:

      Prof. Dr. Manfred Kappeler: Unrecht und Leid - Rehabilitation und Entschädigung? Der Abschlussbericht des Runden Tisches Heimerziehung (googlen).

      Runder Tisch Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren Abschlussbericht vom 13. Dezember 2010 (googeln).

      LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte: Heimkinder und Heimerziehung in Westfalen 1945-1980. LWL-Münster vom 14. Dezember 2010 (googeln).

      Ich hoffe, Dir hiermit geholfen zu haben. Gruß Brötchen
      God forbid that I should go to any Heaven in which there are no horses
      Hi Fabian,wenn man von jemandem etwas wissen,bzw. hören möchte,finde ich,ist es angebracht,sich vorzustellen. Ich jedenfall würde so vorgehen.Es sind schon sehr viele Referate über "ehemalige" gehalten worden,und wie Brötchen Dir schon mitteilte,kommst Du über Google an sehr viele Informationen ran!
      Mit bestem Gruß Heiner
      ja, es ist in den letzten jahren viel geschrieben worden, über die heimerziehung der 50er bis 70er jahre. kappeler ist da ein guter tipp. ich glaube dennoch, dass ein referat authentischer rüber kommt, wenn zeitzeugen selbst "zu wort kommen". insofern kann ich den ansatz von fabian nur gutheißen. empfehlen möchte ich in diesem zusammenhang dr. carlo burschel. er hat ein umfassendes archiv über säuglingsheime aufgebaut (einfach mal googlen).
      auf wunsch über pn mehr - vorab: ich sehe es so wie heiner, kurze vorstellung wäre ganz nett.

      xyz
      Hey Fabian
      Mich wundert es was so alles gemacht wird.
      Unter anderem Diplomarbeiten/Referate usw.
      Lade doch zwei ehemalige Heimkinder die viel mit gemacht haben ein/aus verschiedenen Heimen.Es würden sicher einige die Einladung annehmen und wenn es geht dazu noch einen Kirchenvertreter.Lass die Heimkinder mal erzählen..Live.. und mit dem Kirchenvertreter diskutieren.Ich bin sicher,kein Referat könnte besser sein.
      Nichts gegen dich persönlich,aber es wird geschrieben und geschrieben und geschrieben.Nach kurzer Zeit ist das Thema abgehakt und der Alltag geht weiter.Beispiele gibt es dafür genug.
      lg
      theo
      Hallo,

      natürlich da hätte ich eigentlich selbst drauf kommen können mich einfach mal vorzustellen. Aber das hole ich jetzt nach:
      Ich bin 19 Jahre und Schüler der Fachoberschule Coburg, dort besuche ich die 12. Klasse
      Im Fach Sozialkunde werde ich mein Fachreferat halten, dessen Dauer ca. 20 Minuten sein soll. Anschließend wird eine Diskussion statt finden.
      Mein genaues Thema lautet: "Deutsche Kinderheime in den 50er und 60er Jahren im Vergleich zu den heutigen - eine kritische Analyse"
      Hi,
      Ich bin ein ehemaliges Heimkind dieser Zeit. Allerdings Säuglings- und Vorschulkinderheimkind. Das heißt ich kann mich an die Zeit gar nicht erinnern. Ich habe in meiner HP die Problematik mit C-B aufgegriffen. schau sie dir an. Da findest du bestimmt auch etwas Material.
      L.G.

      Heide58


      zwangsadoptierte-ddr.de/

      http://suchpool-zwangs-adoption.de/​

      " Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen"
      Vielen Dank für eure bisherigen Antworten. Ich muss euch meinen Respekt aussprechen! Es ist sicher nicht einfach über das geschehene zu sprechen, aber es ist notwendig!

      Ich habe noch eine Frage und vielleicht kann mir jemand von euch weiterhelfen. Ich bräuchte Informationen wie viel Heime es in den 50er und 60er Jahren gegeben hat und wie viele davon unter dem Regime der Kirche geleitet wurden. Ich suche schon seit einigen Tagen im Internet, kann aber einfach nichts finden!
      ich empfehle dir: rundertisch-heimerziehung.de
      dort kannst du dir den abschlussbericht runterladen. der AB liefert aus statistische daten.
      man spricht von 700 000 bis 800 000 heimkinder, 65 % der heime waren in krichlicher trägerschaft, 25 % in staatlicher und 10 % in privater oder freier trägerschaft.
      die hompage nennt dir auch ansprechpartner, frau loerbroks und herrn wendelin; tel.-nr. siehe hompage

      viel erfolg

      xyz
      Hallo Fabian!
      Im Prinzip würde ich dir gerne helfen. Ich habe allerdings vorher noch ein paar Fragen, die ich gerne beantwortet hätte.
      Ganz allgemein kann ich dir sagen, dass ich mit Unterbrechungen von 1956-1966 in einem Kinderheim war.
      Solltest du interessiert sein, laß mir eine Nachricht zukommen.
      Viele Grüße
      Hallo:)
      Ich heiße Lisa, bin 26 Jahre alt und studiere Soziale Arbeit in München.
      Da ich in meinen letzten Zügen des Studiums bin, schreibe ich gerade an meiner BA, mein Thema lautet: Sexueller Missbrauch in Kinderheimen, in den 50er und 60er Jahren. Welche Auswirkungen hat die Heimerziehung für die Betroffenen. Ausarbeitung präventiver Maßnahmen in Kinderheimen.

      Ich würde ganz kurz meine Gliederung vorstellen:
      Zuerst definiere ich "Heimerziehung" und beschreibe dann die historische Entwicklung der Heimerziehung. Gehe auf die Erziehungsvorstellungen & Methoden ein (Ziele, Leitsatz, Bestrafung, Arbeit & Zukunft, usw.) und erläutere den Übergang von JWG zu KJHG.
      Mein Schwerpunkt liegt auf dem Gliederungspunkt "Das Leben im Heim unter dem Fokus der Gewalt"(psychisch, physisch und explizit nochmal auf die sexualisierte Gewalt) und natürlich auf den "Auswirkungen der Heimerziehung" (materielle & soziale & Persönlichkeit & Bindung Schädigungsfolgen).
      Und zum Schluss gehe ich auf die notwendige und essenzielle Prävention ein (Wo & Was, Rehabilitation nach StrRehaG, Runder Tisch)

      Jetzt komme ich zu meinem eigentlichen Anliegen. Ich würde sehr gerne ein Interview mit einem Zeitzeugen durchführen (gerne Face to Face oder schriftlich).
      Ich habe einen Fragebogen schon erstellt, im groben würde ich gerne folgende Dinge besprechen:
      -Zeitpunkt und Grund der Unterbringung in ein Heim
      -Alltag im Heim (Interaktion zwischen "Erzieher" und Kindern)
      -Wann&Warum hat Missbrauch statt gefunden (in welcher Form)
      -Interkation untereinander der Kinder
      -Auswirkung der erlebten Traumata (Entwicklung, Beruf, Partner usw.)
      -akutelle Situation zu erlebten Traumata
      -Wichtig bei Aufarbeitung eigener Geschichte
      -Angebote für Anlauf und Beratungsstellen beansprucht
      -wichtig für Prävention

      Das wäre im groben zusammengefasst worüber ich gerne sprechen würde.

      Warum ich dieses Thema gewählt habe... einer meiner besten Freundinnen ist in einer Schutzstelle groß geworden und mich hat ihre Geschichte von Anfang an berührt. Ich habe mich seit dem intensiv mit diesem Thema auseinander gesetzt (nehme auch immer wieder an Tagungen teil wie in Tutzing: "Heimkindheiten" - da die Fonds ausgelaufen sind und man darüber diskutiert hat wie es nun für die Heimkinder weitergeht).

      Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn jemand gerne seine Geschichte mit mir teilen möchte (bitte daran denken, dass ich das Interview in meiner BA als Mitschrift einbaue) und mir helfen möchte.

      Ich wünsche einen guten Wochenstart.
      Liebe Grüße
      Lisa