Eilenburg "Ernst-Schneller-Spezi"

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      mariomüller schrieb:

      zum schluss eilenburg war das grösste kinder kz der ddr gewesen hunderte von kinderschicksalen haben sie dort fertig gemacht diese sardisten....

      Na ja, warst 1978 in Eilenburg (in welchen Heim denn überhaupt? ) und tutest rum. Also wo ich in den 60ziger Jahren im Schnellerheim war, ging es da eigentlich recht zwanglos zu.
      KZ-Methoden, kann ich nicht beurteilen, weil ich zu der Zeit nicht gelebt habe, aber du kannst ja da mitreden, meine so mit deinem Erfahrungsschatz, wa. :hutab:
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      „Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein
      als ein rundes Nichts.“

      Friedrich Hebbel

      mit sechs ins heim

      also mal ein paar daten zu mir ich ,wurde mit sechs jahren aus dem schlaf gerissen rissen und fand meinen arsch im kinderheim frankfurt an der oder wieder. danach bin ich in ein vorschulheim gekommen und dann nach eberswalde ins kinderheim wo ich eingeschult wurde.im ersten halb jahr der ersten klasse habe ich mein schulhemd mit harkenkreuzen bemalt ..fanden die nicht so gut.da haben sie beschlossen das ich eine besondere erziehung brauche und schickten mich nach karl-marx stadt ins in das spz.kh. geschwister scholl annabergerstr.aber da das heim erst mit der 3.klasse los ging habe ich die dritte klasse zweimal gemacht weil ich ja nicht richt lesen und schreiben konnte das hat man aber in kauf genohmenkann ich belegen mit meiner akte dieses heim war die hölle glaunt mir..dort verbrachte ich drei einhalb jahre.wurde entlassen kamm aber mit dersogenannten freiheit nicht klar weil man nicht gelernt hatte selbstständig zu sein und man wurde von denn anderen kinder gemobt .ergebniss wieder ins heim ,kurzer aufendhalt in müllrose so drei vier monate dann abgehauen und sofort nach bad freienwalde in den kinder knast ich weiss nicht mehr wie lange genau aber es war auf jeden fall über ein halbes jahr,wo ich eingespeerrt war zu dem zeitpunkt war 10 jahre.dann ging es wieder nach karl-max-stadt zwei jahre danach nach eilenburg da wat ich so drei monate nach meinen fluchtversuch bin ich dann nach buckow gekommen .ich habe in jedem heim flucht versuche unternommen,ab zehn jahre die strafen waren hart für ein kind jeder der mal im arrest war kann das bestättigen. mit 16 jahren wurde ich entlasen ich habe meine kindheit sowie einen teil meiner jugend in heimen verbracht ,1969-1979 zehn wundervolle jahre was für eine ironie.

      mariomüller schrieb:

      danach nach eilenburg da wat ich so drei monate nach meinen fluchtversuch bin ich dann nach buckow gekommen .

      Jetzt bin ich etwas erstaunt, drei Monate Eilenburg ( ist jetzt völlig egal in welchen Heim du da warst ) und dann so ein Gerede. Was glaubst du, was ich jetzt denke... ich behalte es mal für mich.
      Noch was, Fluchtversuch macht mehr her als wenn man schreibt, ich bin immer stiften gegangen. Warum eigentlich, hast dir doch nur das Leben unnötig schwer gemacht, oder.
      Übrigens, Buckow ist doch eine schöne Ecke, die märkische Schweiz, oder meinst du Bollersdorf die "Weiße Taube". Das war ein Heim mit eigenen Badestrand und Booten, wo gab es denn sowas noch? :hutab:
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      „Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein
      als ein rundes Nichts.“

      Friedrich Hebbel

      mariomüller schrieb:

      im ersten halb jahr der ersten klasse habe ich mein schulhemd mit harkenkreuzen bemalt ..fanden die nicht so gut.

      Bei der Passage muss ich eigentlich auch sagen, dass es sehr ungewöhnlich ist, wenn ein Kind mit 6-7 Jahren Hakenkreuze malt ......
      Also da frage ich mich auch, was im Elternhaus vermittelt wurde, dass derartige Verhaltensweisen zu Tage treten........
      und ich wüsste ehrlich gesagt auch nicht, wie ich einem Kind in dem Alter nachvollziehbar vermitteln sollte, was es mit dem 3. Reich, Hakenkreuzen, Adolf etc. pp. auf sich hatte.

      LG Ines
      Die mich kennen mögen mich - die mich nicht mögen können mich

      Was nicht umstritten ist - ist nicht sonderlich interessant

      :D :D :D
      gehen wir einfach einmal davon aus, dass mit dem jungen vor seiner einlieferung etwas zu hause aus dem ruder gelaufen sein muss, eben, verhaltensweisen ursachen haben und wenn man jetzt mal ein wenig den bogen spannt, wäre sogar denkbar, dass der kleine kerl just vermutlich aus trotz das gegenteil von dem tat, was man ihm wohl eingebleut hatte. die eltern möglicherweise genau nicht die ideologie derer, die im 3. reich das sagen hatten, hatten. manchmal tun kinder genau das gegenteil. das zeigen langzeitstudien und nicht selten wurden bspw. aus kindern skins, nur weil deren eltern eine ganz krasse rote einstellung einmal hatten. umgekehrt gibt es beispiele, die genau in die andere richtigung gehen können. kinder, die eine allzu stark geprägte diktatorische kommunistisch/sozialistisch geprägte erziehung "genossen" hatten, konnten ebenso in die rechte ecke abdriften, nur, um aus trotz heraus nicht das zu tun, was man von ihnen erwartete. :(

      es spielen wohl divese psychische momente eine rolle, aber wenn so ein kleiner junge sich das schulhemdchen mit häkchen beschmiert, dann würde ich auch einmal tief in der psyche beginnen, zu recherchieren, wo die ursachen lagen. 8|: vielleicht waren ja sogar die großeltern an seiner trotzphase schuld? auch das gab es, dass der vermeintliche idealimus längst vergangener zeitepochen manche so sehr prägte, dass sie nicht mehr davon lassen konnten. ich kannte noch in den neunzigern jemanden, also 50 jahre später, als der 2. weltkrieg vorüber war, der noch immer mit seinen fast 80 jahren aus feuer u flamme stuker bastelte, also die nazi flugzeuge, die einen ganzen kontinent in angst u schrecken versetzen konnte. dieser nun große junge schien auch etwas abbekommen zu haben und niemand schien sich später seiner verwirrten verfassung angenommen zu haben. :rolley:
      das war ja auch das beste heim wo ich war. hiess aber dann wielhelm pick wurde 1978 spz.hk , und nochwas ich muss keinen auf dicke hose machen du kennste meine geschichte nicht und weisst garnicht was ich davor durch demacht habe. in eilenburg hat mich das fast erschlagen was ich da gesehen habe dein war ja schon fast bestimmt raus aus der schule und in den jwh an ende des geländes.ich hatte glück das ich verlegt wurde,ich weiss nicht was aus mir dort geworden wäre,denn ich wäre immer wieder abgehauen.wenn du dich damit arangsiert hastes ist es doch gutb ich nicht.
      Das verlangt gar niemand, dass du das tust, aber schön wäre trotzdem, zu wissen, in welchem der Heime der Stadt du warst. Dass du viel erlebt hast, las man schon, und es muss auch allerhand geschehen sein aber richtig gut wäre, zu sagen, wenn du schon so weit sein solltest, zu posten, was du in dem Heim Schlimmes erlebt hast. Andere Ehemalige würden das gern wissen und wenn du bereit wärst, darüber mal etwas ausführlicher zu schreiben, würden sich wohl einige freuen. Danke!

      Natürlich weiß niemand, was genau du durchgemacht hast und weshalb du immer wieder abgehauen bist. Auch das wäre schön, die Gründe zu erfahren. Du schreibst, in Eilenburg hat dich fast erschlagen, was du da gesehen hast. Kannst du das mal bitte kurz, wenn du magst, schreiben, was du da gesehen hast?

      Nein, arrangiert habe ich mich bestimmt nicht, muss aber auch nicht wiederhoilen, was ich früher in solchen Themen postete. Also, überleg es dir, ob du etwas ausführlicher werden möchtest und falls nicht, dann läßt du es halt bleiben. Uns/dich zwingt niemand. Man kann nur bitten.
      Ich war dort auch... 88-90 wird´s gewesen sein.
      Die Heimleiterin war das allerletzte dort. !!!
      Ich hab im Bereich Hauswirtschaft gearbeitet und einen Sommer draußen in der Getränke Fabrik.
      Ich fühlte mich dort nicht wohl und hatte demzufolge oft Wandertag...mal alleine oder zu zweit/dritt. Einmal hat sich das ganze Haus Nachts aus dem Staub gemacht...
      Na und wie viele wollten die denn auf einmal in die Zeller sperren ... :grinsekloppe:


      Ich weiß nicht mehr welche Nummer unser haus hatte, aber wenn man am Eingang vorne stand war es das letzte Haus auf der linken Seite bevor es zur Krankenstation ging

      Paul-Fridolin schrieb:

      Übrigens, Buckow ist doch eine schöne Ecke, die märkische Schweiz, oder meinst du Bollersdorf die "Weiße Taube". Das war ein Heim mit eigenen Badestrand und Booten, wo gab es denn sowas noch?


      Bitte versuche nicht, Bollersdorf zu verniedlichen...!!! Davon werde ich ganz krank...

      Dort hat man die Insassen mit Medikamente ruhiggestellt, teilweise fixiert..., da nützt dann auch kein eigener Strand was...

      ReneZienicke schrieb:

      Bitte versuche nicht, Bollersdorf zu verniedlichen...!!! Davon werde ich ganz krank...

      Dort hat man die Insassen mit Medikamente ruhiggestellt, teilweise fixiert..., da nützt dann auch kein eigener Strand was...

      Na ja, ich weiß nicht wann du da warst, aber zu meiner Zeit (1960) war da nix mit anbinden, anketten oder meinst du mit fixieren... hart machen, könnte ja sein, wa. Wir waren bestimmt auch nicht im Benehmen die Wunschkinder der Heimpädagogen, haben viel Mumpitz gemacht, doch solche Anwendungen gab es mit Sicherheit nicht. Bollersdorf war ein kleines Heim mit ungefähr 60 Kindern und da denke ich doch, daß die Erzieher diese kleine Schar im Griff hatten.
      Siehste, schon aus diesen Grund brauche ich die "Weiße Taube" nicht schönfärben und wenn dir meinen Zeilen nicht zusagen, dann übergehe oder übersehe sie einfach, ich habe damit kein Problem. :hutab:
      Falls dir wieder unpässlich wird... gute Besserung! =)
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      „Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein
      als ein rundes Nichts.“

      Friedrich Hebbel

      oelschiattakopf1 schrieb:

      hey ich war das so um 88 od 89 bei frau karow und hernn uhde in der gruppe, war schon krass was da abging,...


      Besonders Krass waren nicht die Volleyball-, sondern die vielen Völkerballspiele mit den schweren Medizinbällen. Wir lernten damals immerhin in der Schule auch viel über andere Völker, die wir gar nicht besuchen durften.

      Aus reiner Neugierde und Interesse zwecks historischer Aufarbeitungen und so würde ich mich nun doch noch einmal interessieren, was dort zu deiner zeit krass was, was da abging. Was kann 88 oder 89 krass gewesen sein?

      Ich selbst ging schon etwas früher ab, aber das ist nun völlig uninteressant. Oelschi, vielen Dank, so du doch antworten solltest.