Der Vorstand des „Vereins ehemaliger Heimkinder e.V.“ gibt bekannt.

      Bons schrieb:

      Opfervertretung erfolgt auf Staatskosten und die anfallenden Gebühren sind mehr als nur Kostendeckend. Bei Mittellosigkeit gibt es die Prozesskostenhilfe auch in OASG -Verfahren.
      Alles andere ist unseriös.
      Unverständlich ist mir die Einlassung des VEH das "eine Mitarbeiterin einer psychologischen Praxis sich bereit erklärt hat, gegen Honorar natürlich, Gutachten zu erstellen "
      So funktioniert das aber nicht. Gutachter, auch privat beauftragte, müssen bei den Gerichten zugelassen sein und die notwendigen Qualifikationen nachweisen. Mit "eine Mitarbeiterin " ist das nicht getan.




      ich verstehe nicht, dass der veh aus bereits gemachten fehlern scheinbar nichts gelernt hat. wie kann man seinen eigenen mitglieder so einen blödsinn "verkaufen"? das ist verantwortungslos und unseriös. oder hat der veh nur reiche mitglieder, für die geld keine rolle spielt?

      Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin zurecht finden.

      (Albert Einstein)

      Der Vorstand des „Vereins ehemaliger Heimkinder e.V.“ gibt bekannt: - Betrifft: Aufruf an Ehemalige wegen OEG = Opferentschädigungsgesetz!

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      Verein ehemaliger Heimkinder e.V.
      Aktuelle Informationen und Nachrichten


      Veröffentlicht am 18. Januar, 2016

      Juristische und psychologische Hilfen beim OEG-Verfahren

      Wir freuen uns riesig, dass wir ein juristisch wie auch wissenschaftlich fundiertes Team gefunden haben, das ehemalige Heimkinder, die den Weg zum OEG gehen wollen, unterstützen wird.

      Alle ehemaligen Heimkinder – besonders diejenigen, die keinen Beratungshilfeschein oder Prozesskostenhilfe erhalten – werden auf Wunsch vertreten und beraten.

      Formaler Ablauf:

      Wie bislang auch, wird der VEH e.V. den Ehemaligen, die sich entscheiden, einen Antrag nach dem OEG zu stellen, bei den ersten Schritten behilflich sein:

      1. Was ist das OEG überhaupt?
      2. Für wen ist das OEG zuständig, wer kann einen Antrag stellen?
      3. Wo bekommt man weiterführende Informationen, wo die nötigen Formulare?
      4. Wo und wie kann man die Entschädigung beantragen?
      5. Wie kommt man an die notwendigen Unterlagen zur Heimunterbringung, welche Unterlagen sind überhaupt notwendig, braucht es Zeugenaussagen?

      Manche dieser Fragen sind schnell geklärt und gelten allgemein:

      1. Das Opferentschädigungsgesetz (OEG) ist ein allgemein und in der ganzen Bundesrepublik gültiges Gesetz, es ist nicht auf ehemalige Heimkinder zugeschnitten, trifft aber in den meisten Fällen auch auf diese zu.

      2. Das OEG ist für alle zuständig, die eine Gewalttat erlitten haben und nicht privat durch den Schädiger entschädigt wurden/werden konnten. Einen Antrag kann prinzipiell jeder und jede stellen.

      3. Man bekommt reichlich weiterführende Informationen im Internet, besonders gut und umfassend sind diese auf der Seite des Bundeslandes Bayern.

      http://www.zbfs.bayern.de/opferentschaedigung/gewaltopfer/antrag/index.php
      Falls ein/e Ehemalige/r keinen Internetzugang hat, kann man sich an das zuständige Versorgungsamt wenden.

      4. Ein erster Schritt zur Beantragung ist das Ausfüllen, Unterzeichnen und Einsenden des Formulars, dem möglichst alle vorhandenen Unterlagen (Atteste, vorhandene Gutachten, Beschädigungsausweis etc.) in Kopie beigefügt werden sollten.

      5. Diese Frage ist nur individuell zu klären und ist außerdem häufig die schwierigste Frage. Aber in der Regel gibt es auch hier Lösungen, die diskutiert und angegangen werden können und müssen.Bei all diesen Punkten kann der VEH e.V. falls nötig und so gut es geht behilflich sein. Sollten wir einzelne Fragen nicht klären können, werden wir gemeinsam nach Lösungen suchen.

      Im besten Fall läuft nun alles reibungslos ab: Eine Rentenzahlung z.B. wird dem/der Ehemaligen zugesprochen, diese/r ist damit einverstanden und alle sind glücklich.

      Leider aber zeigt die Erfahrung, dass es höchst selten so unkompliziert abläuft. In dem Falle sollte überlegt werden, ob ein Widerspruch eingelegt wird. Dann (und in komplizierten Fällen natürlich früher) sollte eine fundierte Rechtsberatung hinzugezogen werden.

      Und hier kommt das Angebot des Juristen zum Tragen: Dieser hat mit seiner Kanzlei eine Vereinbarung getroffen, ehemalige Heimkinder, auf welche die o.g. Konditionen zutreffen, zu vertreten. Und zwar ausschließlich gegen ein Erfolgshonorar, welches zu Beginn der Vertretung mit den Ehemaligen ausgehandelt werden wird, aber nicht über 700 Euro liegen wird.

      Um das zu verdeutlichen:

      Eine Rente nach OEG wird rückwirkend vom Tage der Klageerhebung gezahlt. Bei einer angenommenen Opferrente nach dem OEG von monatlich 200 Euro und einer Verfahrensdauer von einem Jahr fällt also eine rückwirkende Zahlung von 2.400 Euro an, aus der dann die 700 Euro für den Juristen bezahlt werden. Diese Zahlen sind natürlich rein fiktiv. Fällt die Rente höher aus, sind die Rückzahlungen höher, ebenso, wenn das Verfahren länger dauert oder sich über mehrere Widersprüche hinziehen sollte. Das vereinbarte Honorar für die juristische Vertretung jedoch bleibt dieselbe und es fällt nur im Erfolgsfall an.

      Psychologische Gutachten

      Einen rein medizinischen Schaden festzustellen, ist relativ einfach. Um das mal banal zu sagen: Arm ab ist Arm ab. Da gibt es wenig zu deuten. Schwieriger wird dies, wenn es sich um einen psychologischen Schaden handelt (der aber durchaus auch körperliche Konsequenzen zur Folge haben kann) – und/oder wenn die Schädigung so lange zurück liegt, wie bei ehemaligen Heimkindern. Hier fordert das Gericht nicht selten ein psychologisches Gutachten ein.

      Nun kommt es auf das Gericht bzw. den Richter an, ob er einen Gutachter bestellt oder man selbst die Wahl eines Gutachters hat. Bei gerichtsbestellten Gutachtern passiert es regelmäßig, dass diese einseitig und deutlich unvorteilhaft für den Klagenden ausfallen. In diesem Fall kann es durchaus angesagt sein, ein eigenes, gerichtsunabhängiges Gutachten erstellen zu lassen.

      Hierbei kommt nun der zweite Teil unseres Vorschlages zum Tragen: Die Mitarbeiterin eines engagierten Psychologen, Lehrbeauftragter an der Bochumer Universität, hat sich bereit erklärt, diese Gutachten zu erstellen. Natürlich müssen auch diese honoriert werden, aber auch hier wird sich die Bezahlung in Grenzen halten und können aus der rückwirkenden Zahlung der Rente nach OEG beglichen werden. Über die genaue Höhe der Zahlung für solch ein Gutachten stehen wir noch in Verhandlungen.

      Welche Rolle spielt der VEH e.V. bei all diesem?

      Wir werden lediglich die Vermittler zu juristischen und psychologischen Fachkräften sein und im Prinzip das tun, was wir auch bislang getan haben: Im Vorfeld beraten und Hilfestellungen geben. Der Verein kann natürlich keine Rechtsberatungen leisten, aber wir werden uns weiterhin bemühen, für Ratsuchende da zu sein und die ersten Schritte zu begleiten.


      Wie immer sind unsere Beratungen und Hilfen selbstverständlich kostenlos!

      Wichtig ist uns vor allem, den Ehemaligen Möglichkeiten aufzuzeigen. Sollten wir etwas nicht wissen, leiten wir selbstredend an kompetente Menschen weiter. Wichtig ist uns auch, eine mögliche Flut von Vorab-Anfragen von der Kanzlei bzw. der Gutachterin fern zu halten, um es diesen zu ermöglichen, sich den wirklich wichtigen – und von uns nicht zu klärenden – Fragen und Arbeiten zu widmen.

      Was wird von den Ehemaligen erwartet und was kommt auf sie bei einer Klage zu?
      Ehemalige Heimkinder, die diese – wir meinen wirklich großartigen Angebote – von Jurist und Psychologin aufnehmen wollen, werden gebeten, sich beim Vorstand des VEH e.V. zu melden. Am besten unter den E-Mail-Adressen von Dirk Friedrich
      d.friedrich@veh-ev.eu oder Heidi Dettinger h.dettinger@veh-ev.eu , notfalls auch telefonisch bei Heidi Dettinger unter 05032-964647. Sie werden von uns dann an Juristen bzw. Gutachterin weitervermittelt.

      Wie oben bereits angesprochen, soll diese Vermittlung dazu dienen, Kanzlei und Gutachterin vor einem unnötigen Aufwand zu schützen, um diesen ein möglichst umfassendes und effektives Arbeiten zu ermöglichen.

      Es wird die Mitarbeit des Klägers/der Klägerin erwartet. Das heißt, dass diese sich bemühen, ihre Unterlagen und anderes Material, das zur Klageerhebung wichtig ist, dem Juristen und, falls notwendig, auch der Psychologin zur Verfügung zu stellen und die erforderlichen Auskünfte zu geben.

      Jeder und jede, der/die eine Klage nach dem OEG anstrebt, muss sich mit Geduld wappnen, da es durchaus zu einer ziemlich langen Verfahrensdauer kommen kann. Wir können hier nur raten, nicht den Mut sinken zu lassen und, soweit möglich, sich Personen im privaten Umfeld zu suchen, die unterstützen und Kraft geben können.

      Natürlich sind wir auch weiterhin bereit, uns mit allen auseinanderzusetzen, die dies brauchen oder sich mit einem von uns aussprechen wollen – auch über den Prozess.
      .

      QUELLE: http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/gerichtsverhandlungen/juristische-und-psychologische-hilfen-beim-oeg-verfahren/
      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      xyz1 schrieb:

      Bons schrieb:

      Opfervertretung erfolgt auf Staatskosten und die anfallenden Gebühren sind mehr als nur Kostendeckend. Bei Mittellosigkeit gibt es die Prozesskostenhilfe auch in OASG -Verfahren.
      Alles andere ist unseriös.
      Unverständlich ist mir die Einlassung des VEH das "eine Mitarbeiterin einer psychologischen Praxis sich bereit erklärt hat, gegen Honorar natürlich, Gutachten zu erstellen "
      So funktioniert das aber nicht. Gutachter, auch privat beauftragte, müssen bei den Gerichten zugelassen sein und die notwendigen Qualifikationen nachweisen. Mit "eine Mitarbeiterin " ist das nicht getan.




      ich verstehe nicht, dass der veh aus bereits gemachten fehlern scheinbar nichts gelernt hat. wie kann man seinen eigenen mitglieder so einen blödsinn "verkaufen"? das ist verantwortungslos und unseriös. oder hat der veh nur reiche mitglieder, für die geld keine rolle spielt?



      ich wiederhole mich gern.
      Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin zurecht finden.

      (Albert Einstein)
      Erst auch einmal Danke Martin für die ausführliche Erklärung. Bons hat absolut Recht, dass das Gericht einen eigenen Gutachter bestellen wird. Aber wäre das was nun vom VeH an Hilfen angeboten wird, nicht dennoch sinnvoll und hilfreich? Zum einen dient es der Beratung und Aufklärung, wie man so einen Antrag stellt und eine psychologische Voruntersuchung könnte zumindest dahingehend hilfreich sein einem Antragsteller Mut zu machen diesen Antrag zu stellen, weil vorab geklärt werden kann, ob es eine realistische Chance gibt. Es sind ja schon einige Antragsteller abgewiesen worden, was sicherlich sehr schwer zu ertragen ist und möglicherweise kann dieses vorab da dann doch hilfreich sein. Ich bin nur nicht der Meinung, dass das das Vorabprocedere ausreichen wird, sondern lediglich eine Unterstützung anbietet, nicht mehr und nicht weniger.
      es wird zu den weiterführenden Aufgaben beider Fonds Heimerziehung gehören, dass Heimkinder in den kommunal zuständigen Ämtern, oder auch im Sozialministerium des Bundeslandes einen Ansprechpartner finden werden, welche zu den Fragen der Rehabilitierung und auch der Antragstellung auf soziale Ausgleichsleistungen nach dem OEG oder StrRehaG Antworten geben werden.

      Augenblicklich wird ein derartiges Konzept vom BMFSFJ erarbeitet und soll dann wirksam für die Betroffenen umgesetzt werden.

      Allerdings ist es schon jetzt die Aufgabe der Anlauf-und Beratungsstellen, Betroffene bei derartigen Anfragen zu unterstützen.

      Um noch einmal auf das Angebot des VeH zurück zu kommen, Betroffenen juristische und gutachterliche Hilfe anzubieten.

      Honorarkosten von Rechtsanwälten und Gutachtern sind grundsätzlich, auch bei einem Obsiegen in der Sache, nicht erstattungsfähige Kosten, die bei dem Antragsteller oder Klageführer hängen bleiben.

      Demnach verspricht das Angebot des VeH, für die vermittelten Juristen und Gutachter ein andauerndes Weihnachtsfest mit vorheriger Bescherung zu werden.

      Die Kostenerstattung im Sozialrecht ist in § 193 SGG geregelt.

      Demnach sind die Kosten der Rechtsverfolgung erstattungsfähig. Im Klartext bedeutet das, dass der beauftragte Anwalt des Klägers, seine Kosten ohnehin über die Kostenfeststellung des Gerichtes geltend machen wird.

      Die Kosten welche über einen Honorarvertrag oder Gutachtervertrag zwischen Anwalt und Kläger abgeschlossen wurden, gelten nicht als anrechnungsfähige erstattungsfähige Kosten. Diese Kosten zahlt der Kläger (Betroffene) selbst.

      Gutachterliche Kosten sind generell nicht erstattungsfähig, da diese Kosten zur Sachaufklärung nicht notwendig sind. Grundlage eines Antrages auf Beschädigtenversorgung sind ja mindestens die vom Kläger vorgelegten und vom Versorgungsamt angefertigten Unterlagen, Stellungnahmen, sowie die ärztlichen Befundberichte. Ein Rechtsstreit entsteht doch nur dann, wenn eine, oder die andere Seite diese Unterlagen anzweifelt und nur dann werden die vorgelegten Unterlagen auch zum Klagegegenstand.

      Das Gericht wird dann prüfen müssen, ob der Antrag des Klägers gerechtfertigt ist und aus den Unterlagen der Sachverhalt abgeleitet werden kann. Hier spielt bereits ein vom Kläger selbst eingereichtes Gutachten keine Rolle mehr. Ist das nicht der Fall, bestimmt das Sozialgericht einen Gutachter, durch den der Sachverhalt im Wesentlichen aufgeklärt werden soll.

      Schon an dieser Stelle wird deutlich, dass die Kosten eines eigenen Gutachten nicht erstattungsfähig sind, weil dieses Gutachten und somit die Kosten dafür, mit der Aufklärung des Sachverhaltes nicht vereinbar sind.

      Abschließend möchte ich noch einmal darauf verweisen, dass ein derartiges Angebot eines Vereins, welcher sich angeblich um die Belange von Heimkindern kümmern will, nicht seriös ist.

      Ich verweise darauf, dass unter Beachtung des Beispiels des VeH es sein wird, dass die Betroffenen, welches dieses Angebot nutzen, auf Kosten sitzen bleiben, die sie derzeit nicht übersehen können, weil ja schon die Erweiterung der Kosten in dem Schreiben angekündigt ist, insofern die mögliche Beschädigtenversorgung höher ausfällt, oder auch wenn das Verfahren etwas länger dauert.

      Und überhaupt nicht reflektiert ist die Kostenbeteiligung des Betroffenen, wenn das Verfahren verloren geht. Es also sein kann, dass der Klageantrag abgelehnt wird, es demzufolge auch keine Versorgungsrente geben wird.

      Was wird dann mit dem unterschriebenen Honorarvertrag?

      In diesem Sinne, Ralf Weber
      obwohl ich jetzt schon wieder das Gezeter höre, muss ich angesichts der oben aufgeworfenen Fragen und der für viele Betroffenen unbefriedigten Situation, hinsichtlich der Rehabilitation oder der Anerkennung von aus der Heimerziehung resultierenden Schäden, die Feststellung treffen, dass eigentlich für die grundlegende Überarbeitung der Anspruchsvoraussetzungen für einen Zugang zum Opferentschädigungsgesetz und dem StrRehaG, der Prof. Dr. Peter Schruth als Ombudsperson für die Heimkinder bestimmt wurde.

      Und es ist mir völlig egal, ob es nun einige Betroffene wahrhaben wollen oder auch nicht, diese Problemstellung und die Erarbeitung von Möglichkeiten eines niedrigschwelligen Zugangs zur Wiedergutmachung, hat der Mann tunlichst unterlassen, um nicht zu sagen verhindert.

      Seit 2009 hat mir der Mann erklärt, was wir Schreckliches erlebt haben und das es Aufgabe der Gesellschaft und Politik ist, dieses Unrecht wieder gut zu machen. Ich habe ihn 2009 nach Torgau geholt, wir haben die Heime und Jugendwerkhöfe der DDR beleuchtet, ich habe ihm vom Kombinat der Sonderheime erzählt und ihn teilhaben lassen, an meinen juristischen Erfolgen. 2010 hat er in einer juristischen Zeitschrift die Fragen zur Rehabilitation publiziert und die Fragen gestellt, inwiefern die Heimkinder West eine Möglichkeit haben könnten. In der Zwischenzeit sind einige Wissenschaftler an mich heran getreten und haben gefragt, ob wir gemeinsam etwas machen können und vor allem, ob ich meine Geschichte um die juristische Aufarbeitung mit den notwendigen Vorträgen auch der Öffentlichkeit zugänglich mache. Ableitend für einen Grundsatz und den einfachen Zugang zur Rehabilitation.

      Wir sind heute mit beiden Fonds Heimerziehung sachlich durch und im Augenblick ist es Tatsache, dass sich die, wegen dieser Möglichkeit eines Zuganges zur Rehabilitation gegründete gemeinsame Arbeitsgruppe AeHD, wieder getrennt hat. In die vormals bestehende Arbeitsgruppe West und die Arbeitsgruppe DDR. Ein grundlegendes Zerwürfnis war genau diese Tatsache, dass Prof. Dr. Schruth sich ohne erkennbaren Grund und trotz einiger Angebote von anderen Wissenschaftlern und promovierten Juristen, an einem Konzept mitzuarbeiten, um diese Arbeit gedrückt hat. Aus welchem Grund auch immer!

      Wir werden also sehen, was Prof. Dr. Schruth tatsächlich geleistet hat und was er nicht leisten wollte.

      Diese Qualitätsmessung wird für jeden Betroffenen möglich sein, denn die Erfahrung wird zeigen, ob durch das Zutun von Prof. Dr. Schruth der Zugang zum StrRehaG, oder OEG für die Betroffenen der Heimerziehung besser geworden ist, oder ob der größte Teil der Betroffenen weiter auf eine Verbesserung warten muss.

      In diesem Sinne, Ralf Weber
      ralf, es macht mich wütend, wen du hier versuchst, einen aehd-konflikt auf dem rücken vieler hier weiter fortzusetzen, die den werdegang nicht verfolgt haben. wenn du für fairnis und gerechtigkeit einstehst, dann muss das für alle gelten.
      die bewertung dessen, was jemand geleistet hat oder nicht, ist eine individuelle angelegenheit. schlammschlachten haben uns in den vergangenen jahren nicht gut getan und wird uns auch jetzt nicht gut tun.
      Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin zurecht finden.

      (Albert Einstein)

      xyz1 schrieb:

      schlammschlachten haben uns in den vergangenen jahren nicht gut getan und wird uns auch jetzt nicht gut tun.


      wodurch entstehen diese vermeidbaren schlammschlachten,
      mit denen wir uns aller möglichkeiten selbst beraubten.
      die beteiligten an diesen tischen hatten mehr damit zu tun sich zu vertreten
      und mit den vertretern von staat und kirche zu kungeln
      um dann auch noch das ergebnis als alternativlos zu bezeichnen.
      "unsere" vertreter sind durch geheimnistuerei und ignoranz dafür verantwortlich
      und das willst du scheinbar nach wie vor nicht geändert wissen.

      xyz1 schrieb:

      ralf, es macht mich wütend, wen du hier versuchst, einen aehd-konflikt auf dem rücken vieler hier weiter fortzusetzen,


      In meinen Augen hat Er Recht weil die heutige Ausgangsbasis eine andere ist...
      Am Anfang war gerade Rehabilitierung eben Staatliche Aufgabe und das wurde auch gewährleistet, was aber durch Privatisierungen vor allem der letzten Jahren in diesem Bereich kaum noch umzusetzten ist ...
      Wenn Ich als früher nicht seiner Meinung war, dann sieht das heute anders aus, weil die Gesellschaft Heute eben auch eine andere ist...
      Das sind halt Dynamische Faktoren, keine Statischen.
      @ xyz1,

      mich macht viel wütender, dass alle, die nie an dem Prozess "Fonds Heimerziehung" eingebunden waren, von irgendwelchen Schauläufern gesagt bekommen, wer hier was gemacht hat und es dann so aussieht, als ob es einen Arbeitskreis gegeben hat, der die Geschichte in der Hand hatte.

      Nein, wütend kannst Du darüber sein, dass es eine große Anzahl Schwätzer gegeben hat, deren Ziel es nie gewesen ist, irgend etwas für Betroffene zu machen. Selbstdarstellung und eine große Portion Nichtwissen haben dafür gesorgt, dass der AeHD letztendlich aus fast 30 Personen bestanden hat, von denen möglicherweise 5 oder 6 Personen den festen Willen hatten, etwas für Betroffene zu machen.

      Und die Frage ist durchaus legitim von den Betroffenen, an die Mitglieder des AeHD zu stellen, was jeder Einzelne in den zwei Jahren des gemeinsamen Weges gemacht hat.

      Bei dieser Frage und Beantwortung bitte darauf achten, dass jedes AeHD Mitglied nur das angibt, was er wirklich selber gemacht hat in den zwei Jahren.

      Dann ist auch die Frage erlaubt, was durch die persönliche Arbeit des Einzelnen nun an dem Prozess der Aufarbeitung, der Verbesserung der Unterstützung und an dem Prozedere zur juristischen Prozesse, besser geworden ist. Also für die Betroffenen als greifbar zu verstehen ist.

      Wütend werde ich am Donnerstag sein, wenn ich wieder um 6 Uhr in dem Zug nach Berlin sitze und wenn ich Glück habe, Mitternacht wieder zu hause ankomme. Sollte die Bahn bei Minus 10 Grad Celsius nicht irgendwo im Niemandsland zwischen Brandenburg und Sachsen in der Kälte stecken bleiben. Wütend deswegen, weil ich im Lenkungsausschuss die Aussteuerung beider Fonds begleiten werde und schon jetzt weis, dass mein ganz persönliches Ziel, mit welchem ich vor nunmehr fast sieben Jahren gestartet bin, nämlich eine Wiedergutmachung für die Heimkinder zu erkämpfen, nicht voll umfänglich erreicht habe. Wütend deswegen, weil ich mich dabei zum Beispiel auf einen Mann verlassen habe, von dem ich erhofft hatte, dass er helfen will. Der Mann hat trotz zunehmender Warnungen gegen die Vernunft gehandelt und ich kann nicht schlüssig erklären warum.

      Wütend, weil es auch sechs Jahre meines Lebens sind, die hier einfach von einem Anderen und unter falschem Vorwand in Anspruch genommen wurden.

      In diesem Sinne, Ralf Weber
      Leute, es macht doch keinen Sinn, sich wieder - oder erneut in den Haaren zu liegen.

      Für mich kann ich sagen, die Anlauf- und Beratungsstelle hat mir (in Person von Frau Pusch-Runge) sehr sachlich und vor allem schnell weitergeholfen.

      Mit meinem Antrag hat sie nichts zu tun, daher mache ich ihr hier auch keine Vorwürfe (das wäre auch unfair). Was mich jedoch verärgert, ist, dass man auf der einen Seite in seinen Erinnerungen kramen muss, während diese auf der anderen Seite via Gutachter als reine Erfindung aus nichtigen Gründen deklariert wird.

      Aus meiner Sicht liegt das nicht an den runden Tischen, sondern daran, dass hier eine Behörde über Folgeschäden entscheidet, die in deren weiteren Aufgabenfeldern liegt - einfach ein Interessenkonflikt.
      Tapferkeit ist das Vermögen und der überlegte Vorsatz,
      einen starken aber ungerechten Gegner Widerstand zu leisten.
      (Immanuel Kant)

      Der Ziellose erleidet sein Schicksal, der Zielbewusste gestaltet es.
      (Immanuel Kant)

      Ich habe mich ja jetzt immer zurückgehalten wegen dem OEG. So einfach wie viele das meinen ist es nicht: Im Zuge des nahenden Ende runder Tisch Heimkinder waren wir im Sozialministerium in Stuttgart mit sämtlichen Parteien gesessen und haben beratschlagt wie man in Baden-Württemberg mit dem Ergebniss des RT umgehen sollte. Die großen Parteien waren der Meinung alles sei ok und man würde das alles Dem KVJS überlassen.
      . Die Grünen waren auf unserer Seite (2 ehenalige Heimkinder) und haben vernünftige Vorschläge gemacht. Mit am Tisch saß u.a. ein Vertreter des KVJS /früher Jugendamt) und der Chef der OEG Behörde, der mich fragte woher meine Behinderung stammt und ich ihm sagte aus dem Erziehungsheim. Er fragte mich ob ic h OEG beantragt hätte was ich verneinte. Er bat mich die Unterlagen zu schicken an IHN persönlich und nach der Sachlage dass die Schuld bei einem Erzieher lag hätte ich Anspruch auf das OEG. Ich sandte die Unterlagen, hörte lange nichts mehr und nach knapp 2 Jahren kam die Ablehung, dass der Erzieher verstorben wäre und das Heim selber sich nicht erklären könnte, dass ich durch die Schuld geschädigt wurde. Dann legte ich Widerspruch ein der abglehnt wurde. Ich probierte das ganze Procedere nochmals da kam schon nach 6 Wochen die Ablehung. Dann kamen mehrere Schreiben von Nieporte ich solle es mit seiner Hilfe probieren was mich, da ich keine Versicherung habe einiges an Geld gekostet hätte (Vorschuß und so), da habe ich aufgegeben. Übrigens ich bin 100% schwerbwehindert und sitze im Rollstuhl.
      @ typotypen1, auch wenn es schwer ist, gib die Hoffnung nicht auf, dass es doch noch einmal die Möglichkeit geben wird, dieses Gesetz so zu modellieren, dass der Zugang nicht nur einfacher wird, sondern auch an andere Bedingungen geknüpft ist.

      Mit dem Rücktritt der Ombudsperson Prof. Dr. Schruth als Interessenvertreter der Heimkinder ergeben sich womöglich auch andere Sichtweisen und womöglich auch ein anderer Ansatz. mit dem man das Thema noch einmal aufnehmen kann.

      Die Hoffnung stirbt zuletzt und ein bisschen Biss habe ich noch, sodass ich die Flinte noch nicht in die Ecke stelle.

      In diesem Sinne, Ralf Weber

      Der „Vereins ehemaliger Heimkinder e.V.“ gibt bekannt

      .
      Der „Vereins ehemaliger Heimkinder e.V.“ gibt bekannt, bzw. ich erlaube mir bekannt zu geben

      … überall im Internet bekannt zu geben …

      … unter der Überschrift …

      »Heidi Dettinger: "Geschlossene Heime sind einfach nur falsch!"«


      Helmut Jacob berichtet und gibt wieder ein Interview mit Heidi Dettinger @ http://jacobsmeinung.over-blog.com/2016/10/heidi-dettinger-geschlossene-heime-sind-einfach-nur-falsch.html (verwiesen auf dieses Interview wird, u.a., auch @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/?p=1819 ).

      Ich habe dieses Interview, wegen seiner Länge, im vollständigen Wortlaut @ http://heimkinder-forum.de/v4x/blog/index.php/Entry/128-Helmut-Jacob-gibt-wieder-ein-Interview-mit-Heidi-Dettinger/ in den
      HEIMKINDER-FORUM.DE-Blog gestellt.
      .
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

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      Der Vorstand des „Vereins ehemaliger Heimkinder e.V.“ gibt bekannt: - Betrifft: Aufruf an Ehemalige wegen OEG = Opferentschädigungsgesetz!

      .
      Die Threads ( = Diskussionsfäden ), hier im HEIMKINDER-FORUM.DE, die sich eingehend mit Opferentschädigung und mit dem Opferentschädigungsgesetz (OEG) befassen, sind folgende:

      »Rechtskräftige Urteile durch Traumatisierungen weitere Urteile« @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/13251-Rechtskräftige-Urteile-durch-Traumatisierungen-weitere-Urteile/?

      »Der Vorstand des „Vereins ehemaliger Heimkinder e.V.“ gibt bekannt.« [ bezüglich dem Opferentschädigungsgesetz ] @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/12695-Der-Vorstand-des-„Vereins-ehemaliger-Heimkinder-e-V-“-gibt-bekannt/?postID=488146&highlight=Opferentsch%25C3%25A4digungsgesetz#post488146

      »Heimkind-Opferentschädigungsantrag stattgegeben.« (Seite 1 dieses Threads) @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/16864-Heimkind-Opferentschädigungsantrag-stattgegeben/?pageNo=1

      »Heimkind-Opferentschädigungsantrag stattgegeben.« (Seite zwei dieses Threads) @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/16864-Heimkind-Opferentschädigungsantrag-stattgegeben/?pageNo=2
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