GERMANY. - Wer soll für den Schaden der Heimopfer und Missbrauchsopfer haften?

      GERMANY. - Wer soll für den Schaden der Heimopfer und Missbrauchsopfer haften?

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      Seit dem 3. März 2011Since 3 March 2011 ( in the US )

      Im EHEMALIGE HEIMKINDER BLOG Nr. 1 ( @ www.heimkinderopfer.blogspot.com ) @ http://heimkinderopfer.blogspot.com/2011/03/bundesrepublik-deutschland-wer-soll-fur.html

      BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND ● Wer soll für den Schaden der Heimopfer und Missbrauchsopfer haften? – Die Solidargemeinschaft oder der Schädiger selbst?

      Jetzt auch adressiert an:

      die Regierenden / die Bürgerrepräsentanten und Bürgerrepräsentantinnen der Bundesrepublik Deutschland und alle Verantwortlichen und Mitverantwortlichen in dieser Sache
      ( einschließlich, u.a., die Bundeskanzlerin Angela Merkel [ CDU ]; den Vizekanzler und Außenminister Guido Westerwelle [
      FDP ]; den Finanzminister Wolfgang Schäuble [ CDU ]; die Arbeitsministerin/Sozialministerin Ursula von der Leyen [ CDU ] ); den Bundestagspräsidenten Norbert Lammert [ CDU ] ).


      Liebe Freunde und Unterstützer.
      Liebe Heimopfer und Heimkinder-Überlebende.


      BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND ● Wer soll für den Schaden der Heimopfer und Missbrauchsopfer haften ?Die Solidargemeinschaft oder der Schädiger selbst ?

      Wer ist hierder Schädiger? --- Wer sind hierdie Schädiger?

      Gleich mal zum Anfang soll hier auch erst einmal definiert werden was für diesen ZweckRegress“ bedeutet.

      Regress“ in der Rechtswissenschaft bedeutet: „Rückgriff eines ersatzweise haftenden Schuldners auf den Hauptschuldner.“ ( Duden )

      Haftpflicht des Hauptschuldners“ / „Regressobliegenheit“ würde ich mal sagen.

      Die hier angesprochenen Überlegegungen treffen, im Erachten des Australiers Martin Mitchell,
      GENERELL auf

      ( a. ) ehemalige Heimkinder / Heimopfer zu

      sowohl wie auch auf

      ( b. ) Opfer von sexuellem Missbrauch / Opfer von sexueller Gewalt ( ob in Heimen, Internaten, in Schulen oder Kindergärten ) zu.

      GKV“ in dem folgenden Schreiben bezieht sich auf „Gesetzliche Krankenversicherung“, d.h. das deutsche Sozialversicherungssystem.


      Von:
      MICHAEL WITTI
      Reitmorstrasse 23
      80538 München
      Tel.: ++48 /89 / 38157075
      e-mail:
      info@michaelwitti.de


      An:
      GKV-Spitzenverband
      Vorsitzende des Vorstands
      Frau Dr. D. Pfeifer

      Mittelstraße 51
      10117 Berlin

      3. März 2011

      Per Telefax: 030 206288-88


      Betr.:

      Regressansprüche der GKV gegen kirchliche und staatliche Heimträger aus der Heimunterbringung von Kindern



      Sehr geehrte Frau Dr. Pfeifer,

      ich habe mich in der im Betreff genannten Sache bereits letztes Jahr an den Verband gewandt . Damals wurde mir mitgeteilt , dass die Thematik des Betreffs Gegenstand einer der Sitzungen des Verbandes sein wird . Im Nachgang erhielt ich dann aber keine weitere Mitteilung .

      Die Ergebnisse des Runden Tisches Heimerziehung (
      http://www.rundertisch-heimerziehung.de ) bestätigen , dass bei einer Vielzahl der in kirchlichen und staatlichen Heimen untergebrachter Kinder im Zeitraum der 50iger bis 70iger Jahre heute eine erhebliche , behandlungsbedürftige Post Traumatische Depression als Krankheitsbild vorliegt . Ich ergänze dahin gehend , dass diese psychische Erkrankung wesentliche organische Auswirkungen zeitigt .

      Es dürfte somit aus dem angenommenen Betroffenenkreis von bis zu 800 000 Opfern eine wesentliche Belastung für die Krankenversicherungsträger in der Vergangenheit entstanden sein und zukünftig entstehen .

      Ohne Präjudiz nehme ich nun etwa 100 000 Behandlungsbedürftige an und setze den Aufwand für das Heilverfahren ( psychotherapeutische Behandlung , Behandlung von Drittschäden ) mit 20 000 EUR pro Opfer an . Das würde dann einen Aufwand von

      2 Milliarden EUR bedeuten .

      Im Abschlussbericht des Runden Tisches Heimerziehung und den diesem Bericht zu Grunde liegenden wissenschaftlichen Gutachten ist unstrittig zu entnehmen , dass bei einer Mehrzahl der ehemaligen Heimkinder eine lebenslange gesundheitliche Schädigung verursacht wurde .

      Die Notwendigkeit hier für Hilfe zu sorgen räumt die Kirche ja zuletzt ein und ich verweise exemplarisch auf folgende Pressemitteilung

      http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article12685410/Maximal-5000-Euro-fuer-Missbrauchsopfer.html

      welche ebenfalls [ auf ] einen Therapiefond verweist . Nämliches ist im Konzept des Abschlussberichtes des Runden Tisches Heimerziehung nachzulesen – Therapiefond .

      Nun ist also unstreitig , dass in erheblichen Umfang die kirchlichen und staatlichen Träger der frühen Heimerziehung bei den Betroffenen wesentliche Gesundheitsschäden auslösten .

      Diese Schäden sind nicht unerheblich und es entzieht sich meiner Kenntnis , warum weder der Runde Tisch Heimerziehung , noch in der aktuellen Pressemitteilung über diesen Schaden für die Solidargemneinschaft gesprochen wird .

      Auch ist es mir unverständlich, dass bisher die Krankenversicherungsträger und Verbände derselben noch nicht im Zuge der Regressobliegenheit tätig wurden . Schädiger , Geschädigte sind bekannt . Nur derzeit erhalten die Geschädigten Leistungen von der Solidargemeinschaft , obwohl Dritte diesen Schaden kompensieren müssten .

      Die Dürftigkeit der Krankenversicherungsträger ist ja bekannt . Um so mehr ist es erforderlich Milliardenregresse durchzuführen . Hier könnte bei Nachlässigkeit sogar der Tatbestand der Untreue infrage kommen . Letztere Überbelegung ist aber zunächst nicht zielführend.

      Ich bitte nun also als Mitglied der Solidargemeinschaft um Mitteilung bis zum

      10. März 2011

      Wie hier im Zuge des Regresses weiterverfahren wird .

      Sollten Sie die Auffassung vertreten , dass sämtliche Ansprüche , auch die gerade entstehenden , verjährt sind , dann fordere ich Sie auf auch dies öffentlich zu machen . Der Schädiger – Kirchen im Besonderen – hat jederzeit die Möglichkeit auf die Einrede der Verjährung zu verzichten . Die hier verbundenen Beträge des Gesamtschadens rechtfertigen für die Öffentlichkeit maximale Transparenz, zumal die Krankenversicherungsträger von Dürftigkeit der Mittel zu Dürftigkeit der Mittel jagen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Michael Witti


      Michael Wittis diesbetreffendes gleichzeitiges persönliches Schreiben an mich in Australien war nur in folgende kurze Worte gefasst:

      Martin ,

      unten angefügter Schriftsatz wurde gerade gefaxt als Antwort auf das lächerliche Angebot der Kirchen ( 5000 EUR plus 100 EUR pro Stunde Therapiekosten )

      Ich hoffe viele Betroffene fordern ebenfalls von dort Antwort , wie die Kirchen in Regress genommen werden UND WARUM DAS BISHER NICHT PASSIERT IST !!!

      LG

      Michael



      Und ich, der Australier Martin Mitchell, habe mich daher ganz unabhängig dazu entschieden
      DIES auch sogleich zu verbreiten und somit nicht nur alle Betroffenen aber auch die Solidargemeinschaft insgesamt DARÜBER zu informieren.

      __________________________________

      Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf ‚Landesverrat‘ genannt wird.“ ( Erich Kästner )


      TAGS / LABELS: Geschädigten, GKV, Haftpflicht, Hauptschuldner, Heimkinder, Heimopfer, Heimträger, Kirchen, Missbrauchsopfer, Regressobliegenheit, Runder Tisch Heimerziehung, Schaden, Schädiger
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.
      Ist zumindest mal ein interessanter Ansatz, ich hab meiner Kasse mit Sicherheit weitaus mehr Kosten verursacht als die "angenommenen" 20.000 €.

      Seh's aber mit gemischten Gefühlen, denn

      a) weiß nicht, wie lange Krankenunterlagen bei den Kassen aufgehoben werden (Therapieanträge, Therapeuten-/Gutachterberichte u.ä.) - wäre zu klären, wie da die Fristen sind.

      b) Es gibt in diesem Bereich sehr starke Datenschutzbestimmungen, ich weiß nicht inwieweit die Kassen in der Lage sind, patientenbezogene Unterlagen hinsichtlich Therapien überhaupt zuzuordnen - wie könnten die GKV aufgrund von "angenommenen" Kosten rückwirkend Regress anmelden?

      c) es müßten m.E. Patienten weitere Befragungen über sich ergehen lassen, wie das z.B. auch bei Unfallmeldungen mit Folgebehandlungen gemacht wird (Beispiel: als vor ein paar Jahren Jahren bissl Metall aus meinem Schienbein rausmußte, war das eine nach ca. 25 Jahren erfolgte Folgebehandlung eines Schulsportunfalls - zur Klärung der Kostenfrage gegenüber der Unfallkasse wurde ich diesbezüglich von meiner Krankenkasse angeschrieben mit der Bitte um erneuten Unfallbericht) - will sagen: es wird ja schon im Zusammenhang mit den von der kath. Kirche angebotenen 5.000 Silberlingen pro Opfer sex. Gewalt der Nachweis bzw. Offenlegung der zugefügten Übergriffe von einigen Opfern als weiterer Eingriff in die Intimsphäre empfunden (möchte dazu erwähnen, daß m.M. nach anders eine "Abwicklung" solcher Opferentschädigungszahlungen nicht zu schaffen wäre, weil sonst zu viele Trittbrettfahrer die Hand aufhalten würden). Wenn ich mir vorstelle, meine Kasse schriebe mich an und verlangte en Detail von mir, ich solle erklären, welche Störungen aufgrund welcher Gewalttaten in meiner Zeit im Kinderdorf entstanden seien und womöglich noch alle behandelnden Therapeuten usw. nennnen - wirklich mulmig... wenn ich mir dann überlege, daß all diejenigen, die Traumatisierungen während ihrer Heimzeit erlitten haben, rückwirkend erneut mit ihrer Vergangenheit konfrontiert werden könnten, damit die Kostenfrage geklärt werden kann, frage ich mich, wie sowas ohne erneute Verletzungen stattfinden könnte.

      Wie auch immer: ich glaub nicht, daß Witti mit seiner Anfrage viel Erfolg haben wird, obwohl ich sie (so rein kostentechnisch) für berechtigt halte - und ich hoffe außerdem sehr, daß die GKV nicht auf die Idee kommen, entstandene Therapiekosten rückwirkend einzuklagen. Zumindest nicht fallbezogen.

      Post was edited 1 time, last by “fritzie” ().

      Ich gehe mal davon aus, dass die Kassen da niemanden in Regress nehmen werden, weil sie eben zum Zeitraum der Anspruchsstellung zuständig waren und basta, dass kann man nicht rückwirkend ändern.

      Allerdings kann es sein, das künftig Heimkinder wegen des Heimkinderfonds eben größere Schwierigkeiten haben werden, ihre Therapien zu bekommen, weil der Sachbearbeiter der Kasse dann erstmal auf den Heimkinderfonds verweisen wird. Dann muß man dort einen erneuten Antrag stellen, dann ist die Frage, ob der Heimkinderfond sich zuständig fühlt, dann gibts zwischen Heimkinderfonds und Krankenkasse Streit um die Kostenübernahme und dann bleibt das Problem beim Heimkind.

      Von dem her, wie gesagt...wenn man sich an die bereits vorhandenen gesetzlichen Entschädigungsträger hält, ist man vermutlich besser dran.
      Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.

      Mahatma Ghandi.

      Martini wrote:

      BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND ● Wer soll für den Schaden der Heimopfer und Missbrauchsopfer haften? – Die Solidargemeinschaft oder der Schädiger selbst?

      Sorry, jetzt platzt mir bald der Kragen. Welch ein Unsinn³!

      Egal wer bezahlt, ob Kirche, Staat, Wirtschaft oder Krankenkassen und Ähnliche Institutionen: jeder Euro kommt von der Solidargemeinschaft. Oder glaubt wirklich einer im ernst, irgend einer der Verantwortlichen würde seine Privatschatulle öffnen? Sie werden das Geld nehmen, was vorher betroffene (ja auch wir) und unbetroffene Menschen eingezahlt haben bzw.von eingezogene Steuern wegnehmen.
      Ich verstehe deinen Einwand nicht, ninguno.

      Die Mitgliedschaft in einer der Kirchen ist doch freiwillig? Wenn ich mich entscheide, in einer Organisation Mitglied zu sein, finanziere ich mit meinen "Mitgliedsbeiträgen" auch Dinge, für die diese Organisation gerade zu stehen hat. Wenn mir das nicht gefällt, kann ich austreten.

      Die Solidargemeinschaft einer gesetzlichen Krankenkasse hat doch einen völlig anderen Hintergrund?

      fritzie wrote:

      Die Mitgliedschaft in einer der Kirchen ist doch freiwillig?

      Die "Freiwilligkeit" hat doch nichts damit zu tun, das die Verursacher ! nie bezahlen brauchen. Und was ist das für ein Argument für einen Gläubigen: wenn du nicht willst, das die Kirche für Verbrechen von X Personen zahlt, kannst Du ja austreten........ Man sollte schon Differenzieren zwischen Institution und Gläubige.
      Bei staatlicher Zahlung ist es das gleiche: sollen da auch die Millionen Bürger aus "Deutschland" austreten, nur weil sie nicht einverstanden sind, was mit ihrem Geld veranstaltet wird?
      Dito die Kosten, die Krankenkassen haben: "Was hab ich mit Therapien von Heimkinder zu tun, ich trete aus."

      Dies ist keine Diskussion um Berechtigte oder unberechtigte Forderungen. Aber um die Ehrlichkeit sich einzugestehen, dass jeder müde Euro irgendwie von allen bezahlt wird.Und deswegen halte ich die Fragestellung :
      "Die Solidargemeinschaft oder der Schädiger selbst?" für falsch.
      Vielleicht bin ich einfach schon etwas zu lange im (weitesten Sinne) Versichertengewerbe tätig, um das so wie du zu trennen. Ich sehe hier vor allem die Frage nach der Klärung von Kostenübernahmen.

      So, wie Krankenkassen nicht für Unfallfolgen aufzukommen haben, sondern eben die zuständigen Unfallkassen bzw. Berufsgenossenschaften oder - im Falle eines Autounfalls eben - die Versicherung des Unfallgegners, es sei denn der hätte grob fahrlässig (z.B. Trunkenheitsfahrt) den Unfall verursacht und hätte dann selbst für die Folgen geradezustehen.

      Mir leuchtet nicht ein, warum bei Gewalttaten der tatsächliche Täter - also speziell der übergriffige Priester, Pater, Religionslehrer oder die Erzieherin - nicht zur Verantwortung gezogen wird, wie das sonst bei Gewalttaten doch üblich ist. Ich bin allerdings auch noch nicht dahinter gestiegen, wie es sein kann, daß bei namentlich und per Akten z.T. schon über Jahre bekannte sexuelle Gewalttäter durch die Kirchen gedeckt, durch Versetzung und Verheimlichung geschützt und sogar weiter zu erneuten Übergriffen in der Lage sind, wenn sie an neuen Einsatzorten aktiv werden.

      Weiß nicht, wo ich das in den letzten Tagen gelesen hab - welches Recht hat in diesem Land da eigentlich Vorrang: Kirchenrecht oder unser Strafrecht? Wie auch immer: wenn eine Organisation wie die Kirche Mißbrauchsfälle duldet und deckt, dann hat sie sich strafbar gemacht und muß für Folgekosten aufkommen, sagt mir mein Rechtsempfinden.

      Und deswegen halte ich die Fragestellung :
      "Die Solidargemeinschaft oder der Schädiger selbst?" für falsch.


      Mußt du mir wirklich nochmal genauer erläutern, ich versteh's nicht.

      ninguno wrote:

      Oder glaubt wirklich einer im ernst, irgend einer der Verantwortlichen würde seine Privatschatulle öffnen?


      Eigentlich doch sehr einfach: wenn ich als Mitglied einer Firma verurteilt werde, eine Geldstrafe zu zahlen und ich habe die Möglichkeit, auf allgemeine Firmengelder zurück zu greifen, wer zahlt dann in Wirklichkeit?
      Das ist keine Frage des Glaubens (dafür sind andere zuständig) sondern, falls die GKV die Möglichkeit von Regressansprüchen per Gericht prüfen lassen sollten, dann ja wohl eine Angelegenheit, die juristisch geprüft und individuell gegenüber den Tätern durchgesetzt werden müßte.

      Wie ahu oben schon schrieb: für die Betroffenen hätte das vermutlich eine Verschlechterung ihrer Situation zur Folge, was die Kostenübernahmen für Therapien angeht.

      GERMANY. - Wer soll für den Schaden der Heimopfer und Missbrauchsopfer haften?

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      Entschuldigt mich bitte, Ich kam nicht umhin einen passenden Thread-Titel auch für diesen von mir eröffneten Thread auszuwählen um weitergehende Öffentlichkeitsarbeit für die Interessen der Heimopfer und der Missbrauchsopfer zu leisten.

      Die von dem Juristen Michael Witti ( Beitrag
      1 ( oben ) ) in seinem Schreiben an dieGesetzliche Krankenversicherung“ ( „GKV“ ) und sonstigen Entscheidungsträger gerichteten Erkundigungen ( vom 03.03.2011 ) sind einzig und allein Fragen juristischer Natur.

      Ehemalige Heimkinder selbst werden diese Fragen nicht zu entscheiden haben. Die Gesetzeslage selbst wird alle dazu relevanten Antworten liefern. Ethik und Tranzparenz sollte dann sein Übriges tun ( Deutschland ist doch „Rechtsstaat“, oder nicht ? ).

      Ansonsten erinnert mich jetzt der Inhalt des Beitrags 4 ( oben ), in roter Schrift, an damalige Aufrufe und Ermahnungen seitens der Erzieher und Hilfserzieher in den TOTALEN INSTITUTIONEN: den „Fürsorgeerziehunganstalten“ und „Arbeitserziehunglagern“, dafür zu Sorge zu tragen, das Insassen / Zöglinge sich nicht auflehnen oder abhauen, weil sonstalle darunter leiden werden“ / würden.
      __________________________________

      Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf ‚Landesverrat‘ genannt wird.“ ( Erich Kästner )
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      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      ninguno wrote:

      Eigentlich doch sehr einfach: wenn ich als Mitglied einer Firma verurteilt werde, eine Geldstrafe zu zahlen und ich habe die Möglichkeit, auf allgemeine Firmengelder zurück zu greifen, wer zahlt dann in Wirklichkeit?


      Wenn du als Mitglied einer Firma verurteilt wirst, mußt du m.W. selbst haften, oder die Firma als juristische Person wird verurteilt - dann haftet die Firma und wird dich entweder wegbefördern oder feuern. Nicht vergleichbar also.

      Martini wrote:

      Ansonsten erinnert mich jetzt der Inhalt des Beitrags 4 ( oben ), in roter Schrift, an damalige Aufrufe und Ermahnungen seitens der Erzieher und Hilfserzieher in den TOTALEN INSTITUTIONEN: den „Fürsorgeerziehunganstalten“ und „Arbeitserziehunglagern“, dafür zu Sorge zu tragen, das Insassen / Zöglinge sich nicht auflehnen oder abhauen, weil sonst „alle darunter leiden werden“ / würden.



      Martini wrote:

      Ansonsten erinnert mich jetzt der Inhalt des Beitrags 4 ( oben ), in roter Schrift, an damalige Aufrufe und Ermahnungen seitens der Erzieher und Hilfserzieher in den TOTALEN INSTITUTIONEN: den „Fürsorgeerziehunganstalten“ und „Arbeitserziehunglagern“, dafür zu Sorge zu tragen, das Insassen / Zöglinge sich nicht auflehnen oder abhauen, weil sonst „alle darunter leiden werden“ / würden.



      Dieser Absatz ist infam, Martini. Du setzt eine Meinungsäußerung in einer offenen Diskussion in einem öffentlichen Forum gleich mit Ausübung von Druck in Erziehungs- und Arbeitserziehungslagern? Du liebes Bißchen, wie siehst du denn die Welt - rechtfertigt eigenes Erlebtes, ohne Rücksicht auf Empfindungen anderer Betroffener einfach draufloszudreschen?

      GERMANY. - Wer soll für den Schaden der Heimopfer und Missbrauchsopfer haften?

      .
      Der Vergleich – mein Vergleich in
      Beitrag 10 ( oben ) – ist, meines Erachtens, genau zutreffend und angebracht !

      Das von »
      ninguno« aufgestellte Argument ist doch:

      »
      Wenn Heimopfer und Missbrauchsopfer große Entschädigungssummen / Schmerzensgeld verlangen / bekommen leidet der Steuerzahler, d.h. leidet die Solidargemeinschaft“ ( deshalb solten sie, die Opfer, lieber bescheiden sein und sich mit dem zufrieden geben was man ihnen bereit ist zukommen zu lassenund nicht mehr, denndas ist alles was wir uns leisten können“ ).

      ...
      denn ich bin auch Steuerzahler und Mitglied der Solidargemeinschaft und nicht bereit auch nur eine Pfennig mehr zu zahlen. Ich will keinen Nachteil haben durch hohe Entschädigungszahlungen an Heimopfer und Missbrauchsopfer
      __________________________________

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      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
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      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.
      posting 10: ...ehemalige heimkinder werden das nicht zu entscheiden haben... (ende zitat) stimmt, aber davon ist in der diskussion auch nicht die rede.

      hi, fritzie: die gkv bleibt auch in bestimmten fällen (z.b. unfälle im eigenen haus) auf den kosten hängen, wenn es keinen "erstattungsfähigen" unfallgegner gibt. sie bleibt auch auf den kosten hängen, wenn aufgrund einer medizinischen behandlung dauerhafte schädigung eintritt (die gerichtlich nicht geklärt werden können).
      ich neige eher dazu: irgendwie zahlen wir alle, direkt oder indirekt.


      xyz
      das was martini da anrollt ist richtig. Jedoch ist das Geld so oder so futsch, ob nun aus der Krankenkasse oder als Steuergeld. vorgestern meine ich hier ein ähnliches Tema eingestellt zu haben, dass ich dafür plädiere, dass:

      a) der Staat seine Kontrollfunktion über die Kirchlichen und Staatlichen Heime vernachlässigte und somit mitverantwortlich für die entstandenen Schäden ist.

      b) der Staat daher die Opfer entschädigen muss

      c) mit einem Gesetz, dass Opfer sexueller, politischer oder willkürlicher übergriffe von Staatlichen oder Bürokratischen-Organen gleichstellt und gleich entschädigt in ganz Deutschland.

      damit wären die Entschädigungen nicht von den Krankenkassen anrechenbar. Weil die Entschädigung für den Gesellschaftlichen Nachteil der heutigen Zeit bezahlt wird, wegen der beruflichen schlechteren Chancen usw.

      der Gesetzgeber bedarf dafür nur einen einzigen Zusatzpharagraphen im StrRehaG, der da heißen könnte:

      opfer sexuellen Missbrauchs können als opfer zwar entschädigt werden, jedoch können die zur Einweisung geführten Maßnahmen nicht Rehabilitiert werden. Dem Opfer steht daher Operrente zu.

      deswegen sollten politische und sexuelle Opfer zusammenhalten und gemeinsam für ein solches Gesetz kämpfen.
      www.sed-opfer.byme-magazin.de
      www.bgh.byme-magazin.de
      www.demo.byme-magazin.de

      Martini wrote:

      BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND ● Wer soll für den Schaden der Heimopfer und Missbrauchsopfer haften? – Die Solidargemeinschaft oder der Schädiger selbst?

      Das Vorstehende war Deine Frage............
      Das folgende war meine Antwort:

      ninguno wrote:

      Egal wer bezahlt, ob Kirche, Staat, Wirtschaft oder Krankenkassen und Ähnliche Institutionen: jeder Euro kommt von der Solidargemeinschaft. Oder glaubt wirklich einer im ernst, irgend einer der Verantwortlichen würde seine Privatschatulle öffnen? Sie werden das Geld nehmen, was vorher betroffene (ja auch wir) und unbetroffene Menschen eingezahlt haben bzw.von eingezogene Steuern wegnehmen.

      Martini wrote:

      Der Vergleich – mein Vergleich in Beitrag 10 ( oben ) – ist, meines Erachtens, genau zutreffend und angebracht !

      Wo siehst Du irgendetwas was nur in der Nähe deiner DUMMEN Interpretation kommt?

      Und , man kann es Drehen und Wenden wie man will, die Täter, und damit meine ich die realen Täter sind entweder gestorben, oder deren Taten sind verjährt oder arm wie ne Kirchenmaus. Und das heißt mit anderen Worten, ihrer wird man nur noch in Ausnahmefällen habhaft und kann sie empfindlich bestrafen. Der Rest ist eine freiwillige Sache von mittelbar Betroffenen und gesetzlich nie durchzusetzen.(Auch nicht mit dem Verklagen des Oberhauptes der kath. Kirche. [Warum eigentlich nicht das Oberhaupt der evg. Kirche? Warum nicht das Oberhaupt der Bundesrepublick Deutschland? Die alle sind Nachfolger deren, die Damals Heime betrieben haben oder unter deren Aufsicht standen.Und sie haben sich das gleiche zu schulden kommen lassen, wie Ratzinger]
      Auch die Gelder der Kirche sind übrigens Gelder einer Solidargemeinschaft.

      Die eigentlichen Täter werden also auch bei Zahlungen durch die Kirche nicht diejenigen sein, die zahlen, sondern die Solidargemeinschaft derer, die Kirchenmitglieder sind.
      Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.

      Mahatma Ghandi.

      GERMANY. - Wer soll für den Schaden der Heimopfer und Missbrauchsopfer haften?

      .
      Michael Witti hakt nach und teilt mit,

      d.h. wir beide korrepondieren und ich informiere Euch über all das was auch Ihr meiner Meinung nach und meiner Entscheidung nach ebenso wissen solltet und was Euch vielleicht ebenso helfen könnte. Was Ihr daraus – aus ALLE DEM – macht ist Eure Sache.


      Martin ,

      es wäre schön , falls nun viele Betroffene und Interessierte nachfassen bei dem GKV [ d.h. bei der Gesetzlichen Krankenkasse ]. Der Anspruch ist gesetzlich gesichert und selbst wenn die Kirchen sich auf Verjährung berufen ist Transparenz erforderlich und es stellt sich die Frage des Versäumnisses , zumal ja zb Prof. Kappeler vor Jahren schon das Thema thematisierte . Schade, dass das Thema am RTH [ Runden Tisch Heimerziehung ] nicht behandelt wurde. Es geht ja nicht um Peanuts .

      Und es sei angefügt , dass die Gabe von 100 EUR pro Therapiesitzung durch die Kirche höchst interessant ist . Welcher qualifizierte Therapheut arbeitet für 100 EUR pro Stunde ? Kirche sollte diese benennen , auch das wäre wichtig , weil die GKV ggf sonst in vielen Fällen falsch abrechnet . Und den Schuh zieht sich GKV sicher nicht an ?

      LG

      Michael



      Mit herzlichen Grüßen und besten Wünschen für eine gerechte Sache

      sendet und wünscht der Australier Martin Mitchell ( »
      martini« ) allen Betroffenen.

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      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
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      Post was edited 1 time, last by “Martini” ().

      GERMANY. - Wer soll für den Schaden der Heimopfer und Missbrauchsopfer haften?

      .
      Folgende Kommunikation war ebenso ein Schreiben von Michael Witti, das ein anderer Forum-Nutzer hier schon mal zuvor, anderswo, zur Kenntnisname, in unser
      Heimkinder-Forum.de gestellt hatte --- und ich setze es jetzt ebenso AUCH HIER noch einmal rein.

      Ich selbst hatte es auch schon mal zuvor weitgehend als RUNDMAIL verbreitet

      und dabei mit folgendem einleitenden BETREFF versehen und versandt:

      Schreiben ( vom 16.02.2011 ) von Freund und Unterstützer der ehemaligen Heimkinder, Opferjurist Michael Witti, an Frau Dr. Antje Vollmer, das sie aber WIE GEWÖHNLICH nicht beantworten wird --- und auf welche darin enthaltene Hinweise sie auch auf keine Weise reagieren oder eingehen wird ( dieser Meinung bin ich, der Australier Martin Mitchell - und ich rede aus Erfahrung ).


      Folgende paar Worte gingen an mich und an ein paar andere ehemalige Heimkinder:

      zur Kenntnis und frei ( mail an Vollmer ) - bis dieser Tage

      so löst sich das Problem der Dürftigkeit des Fonds teilweise

      jetzt müssen dazu noch Fragen von Opfern ua. auf Vollmer einprasseln


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      Von: "Michael Witti"
      info@michaelwitti.de
      Gesendet: Mittwoch, 16. Februar 2011 21:36
      An: "Antje Vollmer"
      Antje.Vollmer@bundestag.de
      Cc: "1. Vorsitzende im Verein ehemaliger Heimkinder e. V. | Frau Monika Tschapek-Güntner"
      monikatschp@aol.com
      Betreff: Ehemalige Heimkinder


      Sehr geehrte Frau Dr. Vollmer ,

      Im Zuge der Umsetzung des Ergebnisses des RTH [ d.h. des Runden Tisches Heimerziehung ] komme ich noch einmal auf das Gettorentengesetz – ZRBG – zurück . Letzteres wurde ja unter Rot-Grün verabschiedet und hatte die absurde Anforderung , dass der Gettohäftling zur Berechtigung der ZRBG Rente , sowohl freiwillige , als auch ( beides zusammen ) entgeltliche Arbeit glaubhaft machen musste .

      Absurd für Kenner der Geschichte , aber so von Rot-Grün ins Gesetz geschrieben .

      Die Folge war , dass über 90 % der Anträge abgelehnt wurden und Tausende Opfer verstarben . Das Bundessozialgericht änderte die eigene Rechtsprechung in 2009 wundersam und nun erhalten alle Opfer die ZRBG Rente .

      Ich führe das aus , weil Sie selbst ja zu der Opferpartei GRÜNE gehören und bereits erhebliche Defizite im Zuge des RTH festgestellt wurden , bis hin zur Entziehung des Mandats für Opfer sexuellen Missbrauchs .

      Nun habe ich Kenntnis , dass die deutschen Rentenversicherungsträger – DRV – in einem Generalmailing an alle nur erdenklichen Gettoüberlebenden auf das ZRBG aufmerksam machen , damit niemand den Anspruch vergisst, versäumt .

      Zur Sache RTH und Heimkinder stellt sich der Bezug dahin gehend her , dass die Berichte des RTH sich zur Anzahl der Heimkinder wesentlich unterscheiden bezogen auf die Anzahl der lebenden Heimkinder . Der RTH spricht eher von 30 000 Anspruchstellern , Wissenschaftler von bis zu 700 000 . Es besteht also erheblicher Klärungsbedarf .

      Ich fordere Sie deshalb auf , dass die DRV ein Mailing aussendet , das nach Heimkinderzeiten prüft. So lässt sich neben der , nach Gesetzgebung , erfolgenden Veröffentlichung im Bundesanzeiger ua schon einmal eine belastungsfähige Aussage zur Anzahl der Heimkinder treffen .

      Dies sollte auch vor der Gesetzgebung erfolgen , damit nicht weiter wesentliche Parameter unsicher bleiben .

      Mit freundlichen Grüßen

      Michael Witti



      Und es stört weder Herrn Witti noch mich, wenn jetzt wieder jemanden DARAUFHIN der Kragen platzt.

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      Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf ‚Landesverrat‘ genannt wird.“ ( Erich Kästner )
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.