Heimkarriere: 9 Jahre im Kinderheim in Urft (Herman-Josef-Haus) und 7 Jahre in Euskirchen (Erlenhof)

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      Heimkarriere: 9 Jahre im Kinderheim in Urft (Herman-Josef-Haus) und 7 Jahre in Euskirchen (Erlenhof)

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      martini« )

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      ich will nicht ein opfer meiner Vergangenheit sein« @ http://heimkinder-forum.de/v2/heim-talk/offener-talk-heime/p210087-ich-will-nicht-ein-opfer-meiner-vergangenheit-sein/?highlight=#post210087

      Beitrag von »
      martini« - Beitrag 123, Mittwoch, 20. November 2009, 13:07 Uhr

      »niguno«, bitte benenne uns die Namen der Heime in denen du warst und sag uns wann du dort warst.

      Ok. Nachdem es jetzt jemand angesprochen hat...

      Andreas / Andy / Arnold / »ninguno«

      Also, dann frag ich dich halt noch einmal – so wie Du anscheinend schon einmal / mehrmals gefragt wurdest – , und ich frage nicht nur für mich, sondern für alle anderen hier auch, die es ebenso gerne wissen möchten:

      In welchen „Kinderheimen“ und „Erziehungsheimen“ warst Du denn nun wirklich, wo es dir so „gut ging“ oder auch „weniger gut“ ging ?

      Und wann warst du in diesen Heimen ?, denn das ist ebenso wichtig.

      Die meisten hier kennen diese „guten Heime“ nämlich nicht.

      Und der Staat und die Kirchen haben solche „guten Heime“ auch bisher noch nicht benennen können oder benennen wollen.

      Also, unterrichte uns doch mal, bitte. Vielleicht können wir ja doch noch etwas von dir lernen.

      Vielleicht kannst Du uns ja – zumindest den ein oder anderen hier – auch sogar davon überzeugen, dass wir keine berechtigten Forderungen gegen Staat und Kirche haben.

      ( Du magst es ja schon mal irgend wo hier geschrieben haben, in welchen Heimen du warst und wann; ich habe es aber noch nirgens gesehen, und auch wenn es hier schon irgend wo steht, ich kann es auch mit der Suchfunktion hier nirgens finden; ich kann überhaupt nichts zu dir oder deiner Person – d.h. zu deinen Nick »ninguno« – mit der Suchfunktion hier finden; währenddessen ich alles über mich selbst, »martini«, mit der Suchfunktion hier finden kann. )

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      martini« )

      Nach diesen Beiträgen von »
      NINGUNO« kann man weder googeln, noch die heimkinder-forum.de eigene interne Suchfazilität nutzen ( Es gibt einfach keine Ergebnisse / Resultate DAZU ). Keine nützlichen oder relevanten Ergebnisse mit »ninguno« als Suchbegriff und über die Heimerfahrungen die er gemacht hat. Das Suchen ist also wie nach einer Stecknadel im Heuhaufen suchen --- und diese Suche habe ich mir über mehrere Tage hinweg die Mühe gemacht zu unternehmen.

      Und ich habe alle relevanten Beiträge
      DAZU jetzt hier zusammengetragen und chronologisch indexiert, für all die es interessiert.


      Beitrag im Thread »
      heimkirmes am 21.05.2009 in urft, hjh« @ http://heimkinder-forum.de/v2/heimliste-nach-orten/heime-e/p84419-euskirchen-erlenhof/?highlight=Erlenhof#post84419

      Beitrag von »
      ninguno« - Beitrag 1, Donnerstag, 19. Februar 2009, 09:30 Uhr

      heimkirmes am 21.05.2009 in urft, hjh [ Kinderheim: Urft, Herman-Josef-Haus ]

      guten morgen zusammen;

      am 21.05.2009 um 9:30 uhr ist ja, wie fast jedes jahr, heimkirmes in urft, hermann-josef-haus. wer fährt denn aus dem großraum düsseldorf/ruhrgebiet zu diesem treffen? ich würde dann nämlich gegen kostenbeteiligung gerne mitfahren, denn leider hat meine frau an diesem tag dienst und deswegen steht unsere auto nicht zur verfügung. na ja, und die bahn........... da muss man wahrscheinlich eine woche vorher abfahren um anzukommen.

      es wäre nett, wenn sich jemand melden würde.

      einen schönen tag an alle und

      beste grüße
      ninguno


      Beitrag im Thread »Euskirchen Erlenhof« @ http://heimkinder-forum.de/v2/heimliste-nach-orten/heime-e/p84419-euskirchen-erlenhof/?highlight=Erlenhof#post84419

      Beitrag von »ninguno« - Beitrag 3, Samstag, 21. März 2009, 00:09 Uhr

      euskirchen- erlenhof, kölnerstrasse

      Wer kennt und war eigentlich im Erlenhof so in den Jahren 61-67
      ? [ Ich war dort von ungefähr meinem [ 14. ] 15. oder 16. Lebensjahr an, bis zu meiner Volljährigkeit, damals mit 21 Jahren ]

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      Erinnerungen an Heime damals«
      Beiträge im Thread: »
      eigene gedanken aus der heimzeit« @ http://heimkinder-forum.de/v2/heim-talk/erinnerungen-an-heime-damals/p79867-eigene-gedanken-aus-der-heimzeit/?highlight=Erlenhof#post79867

      »
      ninguno« - Beitrag 1, Mittwoch, 4. März 2009, 20:34 Uhr
      »
      ninguno« - Beitrag 2, Mittwoch, 4. März 2009, 21:18 Uhr
      »
      ninguno« - Beitrag 6, Mittwoch, 4. März 2009, 22:19 Uhr
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      ninguno« - Beitrag 8, Mittwoch, 4. März 2009, 23:13 Uhr
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      ninguno« - Beitrag 9, Donnerstag, 5. März 2009, 09:10 Uhr
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      ninguno« - Beitrag 12, Freitag, 6. März 2009, 00:54 Uhr
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      ninguno« - Beitrag 14, Freitag, 6. März 2009, 08:29 Uhr
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      ninguno« - Beitrag 16, Samstag, 7. März 2009, 01:09 Uhr
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      ninguno« - Beitrag 17, Sonntag, 8. März 2009, 00:10 Uhr
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      ninguno« - Beitrag 18, Montag, 9. März 2009, 00:43 Uhr
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      ninguno« - Beitrag 20, Dienstag, 10. März 2009, 12:56 Uhr
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      ninguno« - Beitrag 22, Dienstag, 10. März 2009, 13:13 Uhr
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      ninguno« - Beitrag 23, Dienstag, 10. März 2009, 19:21 Uhr
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      ninguno« - Beitrag 24, Mittwoch, 11. März 2009, 09:43 Uhr
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      ninguno« - Beitrag 25, Mittwoch, 11. März 2009, 23:58 Uhr
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      ninguno« - Beitrag 26, Mittwoch, 18. März 2009, 10:34 Uhr
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      ninguno« - Beitrag 27, Montag, 23. März 2009, 10:46 Uhr
      »
      ninguno« - Beitrag 28, Samstag, 28. März 2009, 11:26 Uhr
      »
      ninguno« - Beitrag 30, Samstag 11. April 2009, 11:26 Uhr [ dieser Beitrag hat keinen Inhalt ]


      Beitrag im Thread »
      Besuchszeiten« @ http://heimkinder-forum.de/v2/heim-talk/erinnerungen-an-heime-damals/8416-besuchssonntage/?highlight=Krefeld#axzz16XyFzIMh

      Beitrag von »
      ninguno« - Beitrag 13, Mittwoch, 2. September 2009, 09:37 Uhr

      in keinem von den heimen, in dem ich war, gab es feste besuchszeiten.
      natürlich war klar, dass keiner während des unterrichts kommen sollte, doch auch dies ist schon vorgekommen. wurde zwar nicht gerne gesehen -verständlicherweise- aber zurück geschickt wurde niemand.


      Beitrag im Thread »
      Besuchszeiten« @ http://heimkinder-forum.de/v2/heim-talk/erinnerungen-an-heime-damals/8416-besuchssonntage/?highlight=Krefeld#axzz16XyFzIMh

      Beitrag von »
      ninguno« - Beitrag 15, Mittwoch, 2. September 2009, 09:51 Uhr

      normalheime? was sind das denn?

      ich war in kinder und ab 14 in erziehungsheime.
      im westen natürlich. in ostheimen wäre ich wahrscheinlich zum terroristen geworden und wäre amok gelaufen. jedenfalls nach dem, was ich so lese und höre.


      Beitrag im Thread »
      Besuchszeiten« @ http://heimkinder-forum.de/v2/heim-talk/erinnerungen-an-heime-damals/8416-besuchssonntage/?highlight=Krefeld#axzz16XyFzIMh

      Beitrag von »
      ninguno« - Beitrag 17, Mittwoch, 2. September 2009, 10:05 Uhr

      ne, [ im Kinderheim Urft : Herman-Josef-Haus ] oft nicht [ hab ich keinen Besuch bekommen ]. das waren ja rund 100 km und wer hatte in den 50 schon ein auto? so alle drei bis 4 monate mal. aber dafür mindestens jeden monat eion "fresspaket" mit allem, was ich mochte und im heim nicht bekam.das war immer wie kirmes auf der gruppe, denn ich war ja sehr freigebig mit süßkram. was ich nie hergab, waren meine lieblingsfischkonserven "schleckermäulchen". davon waren auch immer zwei bis 3 drinnen. alles andere war mir egal.

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      Hallo Martini,
      ich verstehe Dein Ansinnen nicht.
      Warum fragst Du Ninguno nicht selbst?
      Er hat, wie alle anderen hier, ein Post-
      fach. Da kannst Du mit ihm Kontakt
      aufnehmen.
      Mich würde, zum Kuckuck nochmal,
      interessieren, warum Du Dich gerade
      wieder auf ihn einschießt. Oder trügt
      mich mein Verdacht?

      Bons

      Heimkarriere: 9 Jahre im Kinderheim in Urft (Herman-Josef-Haus) und 7 Jahre in Euskirchen (Erlenhof)

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      martini« )

      Beitrag im Thread »
      Besuchszeiten« @ http://heimkinder-forum.de/v2/heim-talk/erinnerungen-an-heime-damals/8416-besuchssonntage/?highlight=Krefeld#axzz16XyFzIMh

      Beitrag von »
      ninguno« - Beitrag 19, Mittwoch, 2. September 2009, 13:07 Uhr

      brauweiler war eigentlich kein erziehungsheim, sondern ein arbeitshaus. das musste vom gericht angeordnet werden. damals gab es ja noch im strafgesetzbuch als strafe das arbeitshaus.

      hm, ich glaube, es gab auch ein heim in brauweiler. aber das war ein "normales". jedenfalls nicht so schlimm wie euskirchen.

      [ d.h. Rheinische Landesjugendheim Erlenhof, Euskirchen ( ab 14 Jahre ! ) ]
      [ Zum Vergleich, siehe diesen Online-Artikel @ http://www.news4press.com/Meldung_557931.html ( vom 26.10.2010 ) ( Hinweis darauf kam von »Klaus Pitzner« am Mi. 27.10.2010, 12:07 Uhr, im Beitrag 20, im Thread »Urft, Hermann-Josef-Haus Kall-Urf« @ http://heimkinder-forum.de/v2/heimliste-nach-orten/heime-u/p37709-urft-hermann-josef-haus-kall-urft/?highlight=Urft#post37709 ) ]



      Beitrag im Thread »
      Besuchszeiten« @ http://heimkinder-forum.de/v2/heim-talk/erinnerungen-an-heime-damals/8416-besuchssonntage/?highlight=Krefeld#axzz16XyFzIMh

      Beitrag von»
      ninguno« - Beitrag 21, Mittwoch, 2. September 2009, 13:48 Uhr

      das hatte ich vor einiger zeit in einem anderen thread geschrieben:

      [ »ninguno« zitiert sich selbst, vom Sonntag, 9 August, 13:03, Beitrag 1, in einen von ihm selbst begonnen Thread »hättet ihr das gewußt« @ http://heimkinder-forum.de/v2/heim-talk/offener-talk-heime/p119175-hättet-ihr-das-gewußt/?highlight=Benninghausen#post119175 ]

      [ Von 1954 bis 1969 verurteilten Strafrichter insgesamt 8351

      Menschen zu Arbeitshaushaft
      ]

      [ Seite 22 ( oben ) im Quellmaterial ]

      1961 fungierten nur noch Brauweiler und Benninghausen als selbständige Arbeitshäuser. Im übrigen wurde die Arbeitshaushaft in besonderen Abteilungen der Strafgefängnisse vollstreckt.
      Die alten Arbeitshäuser der Amerikanischen Besatzungzone blieben schlossen; die hessische Justiz vollstreckte die Arbeitshaushaft im Arbeitshaus Brauweiler bei Köln. Im Jahre 1968 existierte nur noch Brauweiler als selbständiges Arbeitshaus, vierzehn weitere 'Arbeitshäuser' waren in Sonderabteilungen von Justizvollzugsanstalten untergebracht.

      [ Seite 22 ( unten ) im Quellmaterial ]

      Trotz der quantitativen Bedeutungslosigkeit der Arbeitshäuser wollte die Bundesregierung noch im Entwurf für ein Strafgesetzbuch von 1962 weiter an ihnen festhalten.
      In diesem Entwurf war sogar geplant, Arbeitshaushaft im Zusammenhang mit sämtlichen Delikten des Strafgesetzbuchs möglich zu machen, sofern die Tat „aus Arbeitsscheu oder aus Hang zu einem unsteten oder ungeordneten Leben“ begangen wurde.

      Mit dem Bundessozialhilfegesetz von 1961 (BSHG) wurde in der Bundesrepublik Deutschland die fürsorgerechtliche Arbeitshausunterbringung wieder gesetzlich etabliert.
      § 26 BSHG ermöglichte die Zwangsunterbringung von Sozialhilfeempfängern in geschlossenen Arbeitseinrichtungen, wenn die Betreffenden sich trotz wiederholter Aufforderung weigerten, zumutbare Arbeit zu leisten. Die Unterbringung war zeitlich nicht befristet, mußte jedoch, im Gegensatz zur Regelung in der Reichsfürsorgepflichtverordnung von 1924, von einem Richter angeordnet werden. Zusätzlich zu dieser in ihren Grundzügen nicht neuen Arbeitshausunterbringung von „arbeitsscheuen“ Fürsorgeempfängern sah das Bundessozialhilfegesetz in [S. 201] § 73 Zwangs-unterbringung von „Gefährdeten“ in einer „geeigneten Anstalt, in einem geeigneten Heim oder in einer geeigneten gleichartigen Einrichtung“ .

      [ Seite 23 im Quellmaterial ]

      Bereits sechs Jahre später erklärte das Bundesverfassungsgericht die gemäß § 73 Abs. 2 und Abs. 3 BSHG durchgeführte Zwangsunterbringung von „Gefährdeten“ für verfassungswidrig. Das Grundrecht der persönlichen Freiheit sei durch diese Regelung unverhältnismäßig eingeschränkt. Der Staat habe nicht die Aufgabe, seine Bürger zu bessern und habe deswegen auch nicht das Recht, ihnen die Freiheit zu entziehen, nur um sie zu bessern, solange sie sich nicht selbst oder andere gefährdeten. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts bezog sich explizit nur auf die Zwangsunterbringung von 'Gefährdeten' im Sinne des § 73 BSHG und ließ die fürsorgerechtliche Arbeitshausunterbringung gemäß § 26 BSHG und die strafrechtliche Arbeitshausunterbringung gemäß § 42 d StGB unerwähnt.
      Doch mit der grundsätzlichen Feststellung, der Staat habe kein Recht, seine Bürger zu bessern, war inhaltlich auch das Todesurteil über die strafrechtliche Arbeitshausunterbringung gesprochen, die ja genau diese Besserung zum Ziel hatte. Die 'korrektionelle Nachhaft' war endgültig unhaltbar geworden.

      Der Gesetzgeber zog die Konsequenzen, und der Bundestag beschloß im Rahmen des 1. Gesetzes zur Reform des Strafrechts einstimmig mit Wirkung vom 1. September 1969 die Abschaffung der Arbeitshaushaft. Die lange Agonie der strafrechtlichen Arbeitshausunterbringung hatte ihr Ende gefunden.

      [
      Ohne Quellenangabe seitens »ninguno« ! --- Tatsächliche Quelle: https://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2007013016948/3/Nachhaft.pdf ]



      Beitrag im Thread »
      Besuchszeiten« @ http://heimkinder-forum.de/v2/heim-talk/erinnerungen-an-heime-damals/8416-besuchssonntage/index2.html?highlight=Krefeld#axzz16YPNAQOx

      Beitrag von »
      ninguno« - Beitrag 37, Dienstag, 29. September 2009, 11:30 Uhr

      bei uns gab es so etwas nicht. die schlimmste drohung war: die geschlossene gruppe" (die eigentlich ein witz war) oder die verlegung zum halvershof in solingen oder fichtenhain bei krefeld. aber da wir diese heime ja auch kannten, durch sportveranstaltungen, war diese drohung auch "für die katz".



      Beitrag im Thread »
      Umstrittene Erziehungsmethoden in heimen heute« @ http://heimkinder-forum.de/v2/heim-talk/offener-talk-heime/p131848-umstrittene-erziehungsmethoden-in-heimen-heute/?highlight=Urft#post131848

      Beitrag von »
      ninguno« - Beitrag 8, Freitag, 23. Oktober 2009, 22:58 Uhr

      ich schreibe nicht schlau, aber ich habe 9 jahre [ Herman-Josef-Haus ] Urft mit kurzen unterbrechungen erleben dürfen. da darf man mir ein urteil ruhig zugestehen. und das es in jedem heim menschen gibt, die gegen alles verstoßen, ist fast normal. aber das ist dann nicht die einrichtung, sondern bestimmte personen. (das zum thema Urft.) und damit thema Urft ende, denn das gehört kaum hier her.



      Beitrag im Thread »
      Besuchszeiten« @ http://heimkinder-forum.de/v2/talkzone/musik/p207417-deutsche-schmusesongs-aus-der-kindheit-mit-erinnerungen-behaftet/?highlight=Erlenhof#post207417

      Beitrag von »
      ninguno« - Beitrag 108, Mittwoch, 10. November 2009, 08:29 Uhr

      Als ich1961 in den Erlenhof Euskirchen verlegt wurde, gab es da ja eine Heimschneiderei. Und für ein oder zwei Pack Batavia (für die Nichtraucher: das ist Zigarettentabak) hat mir einer von denen eine graue Stoffhose so umgenäht, das sie unten einen riesen Schlag hatte und aussah wie eine tolle gekaufte Jeans. Dazu gab es ein Hemd, wahrscheinlich was das aus Nylon (schwitz, aber man konnte es einfach durchs Seifenwasser ziehen und sofort wieder benutzen), mit unheimlich vielen schwarzen Perlenstickereien auf der Brust und statt einer Krawatte, eine dünne Schleife und Schuhe, die waren so spitz, dass man sie als Fahrkartenlochmaschine benutzen konnte und es ist mir Heute ein Rätsel, wie ich überhaupt in diese Dinger hereingekommen bin. Natürlich mit der entsprechenden Frisur, die man durch viel Haarpomade(Flott oder Fit) in die entsprechende Form brachte. Und schon war man perfekt als Paul McCartney für Arme.......
      Dazu gab es natürlich diese Musik:

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      martini« )

      LWR @
      http://www.afz.lvr.de/archiv+des+lvr/benutzung/erlenhof.pdf

      ...nur soviel wird offiziell zugegeben und nicht mehr... ...man beachte auch die Wortwahl in diesem Dokument...

      Rheinisches Landesjugendheim Erlenhof, Euskirchen

      Sachakten von 1945 bis 1990 im Archiv des Landschaftsverbandes Rheinland ( LVR )

      [ 29-seitiges Dokument --- digital werden jedoch 35 Seiten angezeigt ]

      [ Seite 2 ]

      Vorwort


      „Wie aus der Anstalt ein Zuhause wurde“
      1

      Die Entwicklung der öffentlichen Erziehung am Beispiel des Erlenhofs, Euskirchen

      Von Bruni Mahlberg-Gräper

      „Welcher Mensch bedürfte wohl mehr in seiner Not Hilfe durch die Gesellschaft als das Kind. Und wie groß ist heute die Zahl der Kinder, die aus ihrem natürlichen Nährboden, der eigenen Familie, nicht jene körperlichen und sittlichen Kräfte schöpfen können, derer sie zur Entwicklung zum tüchtigen Menschen bedürfen.“ Das schrieb Landesrat Dr. Karl Vossen 1925 im Bericht der Rheinischen Provinzialregierung über den „Mahnruf Jugendnot“.
      Zu diesem Zeitpunkt widmete sich die Provinzialverwaltung bereits seit fast 50 Jahren der Jugendpflege. Sie ergänzte damit das Angebot kirchlicher Träger und schaltete sich insbesondere dort ein, wo staatlicher Zwang notwendig war, um in das Erziehungsrecht der Eltern einzugreifen. Auch heute fördert der Landschaftsverband Rheinland die öffentliche Erziehung. Die Entwicklung der Jugendwohlfahrtspflege im 20. Jahrhundert spiegelt sich in der Geschichte des Erlenhofs und der Rheinischen Wohngruppen in Euskirchen wider. Es ist die Geschichte wie aus der Anstalt ein Zuhause wurde.

      Basis für die öffentliche Erziehung war im 19. Jahrhundert das preußische Gesetz zur Unterbringung verwahrloster Kinder vom 13. März 1878. Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren konnten demnach in einer Familie untergebracht werden oder in einer „Besserungsanstalt“. 1884 wurde die Spanne bis zum 18. Lebensjahr ausgedehnt. 1885 verzeichnet die Statistik 45 Prozent Anstalts- und 55 Prozent Familienzöglinge.
      Am 1. April 1901 trat dann das preußische Fürsorgeerziehungsgesetz in Kraft und mit der Durchführung der gerichtlich angeordneten Maßnahmen wurde der Provinzialverband beauftragt. Das Fürsorgeerziehungsgesetz deckte die Grauzone zwischen privatem und öffentlichem Einflussbereich umfassender ab als die alten Zwangserziehungsmaßnahmen. Diese griffen nur, wenn ein Kind straffällig geworden war. Die neue Regelung aber konnte auch angewendet werden, wenn Eltern ihre Kinder vernachlässigten oder missbrauchten oder wenn wirtschaftliche Not zur Verwahrlosung führte - unabhängig von einer Schuldzuweisung.

      Pläne, in Euskirchen eine Provinzial-Fürsorgeerziehungsanstalt einzurichten, reichen bis 1912 zurück. In diesem Jahr erwarb die Rheinische Provinzialverwaltung 80 Hektar sumpfiges Ödland an der Erft. 1914 war Baubeginn, 1916 stand der Rohbau. Schon 1917 zogen ein Erzieher und 25 junge Männer ein: Sie mussten in harter Knochenarbeit ein altes Grabensystem zur Entwässerung wieder nutzbar machen. 1920 wurde die Anstalt eröffnet und damit standen weitere Arbeitskräfte zur Verfügung. Bis zum Herbst 1921 waren sieben Kilometer Graben gezogen. Anschließend kultivierte man den Boden und 1924 war von Ödland nichts mehr zu sehen. Neben Ackerflächen entstand eine vier Hektar große Gärtnerei mit Glashäusern.

      Weil der Erlenhof damals 3,5 Kilometer von der Stadt entfernt lag, wurden auf dem Areal eine größere Anzahl von Wohnungen für Angestellte und eine Kirche gebaut. Es gab Gutshof und Werkstätten, Wirtschaftsgebäude und Wäscherei, Speise- und Versammlungsräume, Schule und Schlafsäle. Die Sonderabteilung für Psychopathen umfasste Einzelzimmer, die teilweise nur nachts bewohnt wurden, zum Teil aber auch tagsüber als Zellen dienten. Hier wurden Schulentlassene, katholische, männliche „schwere Psychopathen“ untergebracht. 1924 entstand im „Lazarettgebäude“ eine Abteilung für geschlechtskranke Zöglinge.
      Stolz notiert der Verwaltungsbericht 1925: „Nach Zahl und Größe dieser eigenen Fürsorgeerziehungsanstalten steht die Rheinprovinz an der Spitze aller preußischen Provinzen und deutschen Länder.“ Und das war nicht einmal ein schlechtes Geschäft für den Staat: Allein die kleineren Anstalten Fichtenhain, Rheindahlen und Solingen erzielten von 1907 bis 1916 einen Reingewinn von fast einer Million Mark! Auch im Erlenhof florierten Schreinerei, Schusterei, Schlosserei, Schneiderei und Korbflechterei. Seit den 50er Jahren bildeten Meister auch Bau- und Kunstschlosser, Schmiede, Dreher, Schweißer, Elektriker, Installateure, Heizer, Bau- und Möbelschreiner, Maschinenschreiner, Maler und Anstreicher, Bäcker, Metzger, Landwirte, Gärtner oder Melker aus. Zusammen mit der Landwirtschaft bildete der Erlenhof ein autarkes Dorf, in dem anfangs 500 Zöglinge lebten. Eine derart hohe Belegung wurde in den Jahren 1941 bis 1943 noch einmal erreicht.

      [ Seite 3 ]

      Mit der Herrschaft der Nazis brach auch über den Erlenhof eine dunkle Zeit herein. Autoritär verfolgte Heimleiter Dr. med. Max Lückerath die Prägung zum „deutschen Menschen“. Es war die Epoche, in der über „bedenkliche Neigungen der Eltern“ notiert wurde: „Mutter raucht und trinkt Kaffee.“ Die Prügelstrafe durch Stockschläge war an der Tagesordnung. Junge Männer verurteilte man zur Sterilisation, auch „Aussonderung unwerten Lebens“ kam vor. Wenn junge Menschen in die Gaskammer geschickt wurden, versuchte man, ihre Spur durch häufige Verlegung in ganz Deutschland zu verwischen.

      1943 rückte man zusammen, als alte Leute einzogen, die aus Köln evakuiert worden waren. Am 13. Oktober 1944 wurden bei einem Angriff ein Erzieher und fünf Jungen getötet. Fünf Bomben zerstörten das Maschinenhaus, so dass weder Strom noch Heizung oder Wasser zur Verfügung standen. Die Zöglinge, die nicht in der Landwirtschaft gebraucht wurden, zog man zum Volkssturm ein. Freie Plätze wurden von deutschen Truppen belegt, die sich von der Westfront zurückzogen. Nach dem Beginn der Ardennenoffensive im Dezember 1944 wurde das
      Erziehungsheim zum überfüllten Feldlazarett mit drei Operationssälen. Im Februar 1945 setzte ein abstürzendes Flugzeug das Werkstattgebäude in Brand. Am 5. März 1945 besetzten amerikanische Truppen das Heim und brachten bis zu 1.000 Verwundete dort unter. Eine schottische Garde-Brigade baute das Maschinenhaus auf und gab das Heim im April 1946 wieder frei. Im November lebten dort bereits wieder 190 junge Männer.

      Nach dem Krieg erlebte die Selbstversorgung eine Renaissance. DieErlenhöferwaren zudem beim Wiederaufbau als billige Arbeitskräfte beliebt. Ihre Unterbringung hinter Stacheldraht und teilweise in geschlossenen Abteilungen trug den Charakter von Strafe oder Buße – auch wenn die vermeintlichen Übeltäter in Wirklichkeit Opfer ihrer Umwelt geworden waren. Bis lange nach dem Krieg hielt sich der militärische Begriff „Antreteplatz“ für eine Freifläche im Erlenhof.

      1966 lebten imRheinischen Landesjugendheim Erlenhof250 Jugendliche von 13 Jahren bis zur Volljährigkeit in 14 Gruppen. [ ... ]
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      1 leicht veränderter Nachdruck eines Artikels aus „Neues Rheinland“, Heft 4, April 1998, S. 18-20

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      Betroffene sind die besten Experten( Grünen-Politiker-Anwärter, Jg. 1968, Andreas Lessenich [ GRÜNE, Titz, NRW - 15.07.2010 ] )
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Die späte Rache des M.M.

      Mein Gott, was ist das nur für ein Mensch??? Ich persönlich habe schon im März-April auf M.M.eingehackt,weil sein fürchterliches Geschreibe,mit den ganzen "abgekupferten " Sachen, für viele von uns, nichts neues war.Nun kommt diese "verdammte" Schnüffelei,in alten Foren.Was soll denn das alles? Wenn einer mich die Frage stellen würde,was ich genau wann geschrieben habe,ich würde wie "ein Ochs'" vor dem Berge stehen,und nicht weiter wissen.Verdammt,Martini,laß' es sein! Kümmere Dich um Deine "Dinge".Bringe endlich mal etwas eigenes auf die Beine.Ich muß leider davon ausgehen,dass Dein Gehirn nicht so richtig funktioniert,sonst würdest Du Dir mehr Gedanken darüber machen.Bringe doch endlich mal etwas vernünftiges rüber,und ich bin gewillt,Dir,in gewisser Weise,behilflich zu sein,Deine "späte Rache" in anderer Art "am Mann" zu bringen.Schiesse Dich mehr auf eklatantere Sachen ein,die für uns alle Wichtig sind.Rachegefühle uns "ehemaligen"gegenüber sind bestimmt nicht angebracht.Merkst Du denn nicht,wie Du Dein "Pulver"in die falsche Richtung verschiesst?Denke mal darüber nach.Ich werde mein Schreiben nicht nachlesen-wie sonst.Nein,auch auf die Gefahr hin,dass mir,entweder Punkte abgezogen werden,oder ich ausgeschlossen werde,ich sende es ab. Mit freundlichem Gruß Heiner
      Martin, was soll der Scheiß?

      Bisher war ich dir bzw. deinen Postings gegenüber neutral bis aufgeschlossen.

      Was du hier jetzt machst finde ich dermaßen mies, daß meine Bereitschaft, mich auf dich und deine Postings einzulassen, völlig verschwunden ist. Pfui Deibel!

      Heimkarriere: 9 Jahre im Kinderheim in Urft (Herman-Josef-Haus) und 7 Jahre in Euskirchen (Erlenhof)

      .
      ( Der Themenstarter dieses Threads ist »
      martini« )

      Meine, des Australiers, Antwort zu
      Beitrag 7 ( oben ) von »KlausF«, dem ewigen Querulanten mir, dem Australier, gegenüber, ist folgende:

      Beitrag von »
      KlausF« - Beitrag 26, Sonntag, 8. Juni 2008, 19:56 Uhr, im Thread »Stammen wir nicht alle aus dem einem Stall ???« @ http://heimkinder-forum.de/v2/heim-talk/offener-talk-heime/p8191-stammen-wir-nicht-alle-aus-einem-stall/?highlight=#post8191

      [ ... ] Redewendung wohlbekannt.

      Wenn es den einen oder anderen stört, muß er damit leben.

      Wie heißt es : "Allen recht getan ist eine Kunst die keiner kann !"

      Gruß Klaus

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      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Martini schrieb:

      Eine schottische Garde-Brigade baute das Maschinenhaus auf und gab das Heim im April 1946 wieder frei. Im November lebten dort bereits wieder 190 junge Männer.
      Nach dem Krieg erlebte die Selbstversorgung eine Renaissance. Die „Erlenhöfer“ waren zudem beim Wiederaufbau als billige Arbeitskräfte beliebt. Ihre Unterbringung hinter Stacheldraht und teilweise in geschlossenen Abteilungen trug den Charakter von Strafe oder Buße – auch wenn die vermeintlichen Übeltäter in Wirklichkeit Opfer ihrer Umwelt geworden waren. Bis lange nach dem Krieg hielt sich der militärische Begriff „Antreteplatz“ für eine Freifläche im Erlenhof.

      1966 lebten im „Rheinischen Landesjugendheim Erlenhof“ 250 Jugendliche von 13 Jahren bis zur Volljährigkeit in 14 Gruppen.


      Auch im November 1946 lag Deutschland noch in Schutt und Asche, so dass jede Hand, die nur irgendwie etwas tun konnte, gebraucht wurde. Menschen krepierten an Hunger, hatten kein Zuhause und vegetierten in Trümmern. Väter waren zu hunderttausende in Gefangenschaft und andere Kriegsheimkehrer waren verwundet, Krüppel oder sterbenskrank.
      Gerade die Jahre 1946/47 war eine Katastrophe bar jeder Beschreibung.(Es war der kälteste Winter seit Jahrzehnte) Hunderttausende Menschen starben in Deutschland an den Folgen von Kälte und Hunger. Tausende hatten nicht einmal mehr Schuhe und sie wickelten sich Lappen um die Füße, damit sie wenigstens etwas gehen konnten. Wer keine Kraft hatte und das waren Tausende, der war verloren. Wer Glück hatte und Lebensmittelkarten bekam, durfte sich 700 kcl abholen – wenn dadd Zuteilungen vorhanden waren.
      Weder gab es in den meisten Orten Strom oder Gas und Wasser musste teilweise Kilometer weit hergeholt werden.
      Und das war die Zeit, als junge Menschen (Von Kinder steht nichts in diesem Zusammenhang) im Erlenhof zur Arbeit heran gezogen wurden.
      Welch ein Verbrechen..........

      Im anderen Zusammenhang steht dann aber:
      1966 lebten im „Rheinischen Landesjugendheim Erlenhof“ 250 Jugendliche von 13 Jahren bis zur Volljährigkeit in 14 Gruppen. 87 Lehrstellen standen innerhalb des Heims bereit. In der Freizeit nutzen die Jungen eifrig ihre Sportanlagen. Fußballmannschaften des SV Erlenhof erzielten mehrfach Kreismeistertitel. 1966 siegte der Verein beim Landes-Sportabzeichen-Wettbewerb. 1967 notiert der „Heimspiegel“, die Zeitung des Erlenhofs, Skiferien in Winterberg.

      So kann man ohne Probleme einen Bericht verändern, in dem man einfach den Hintergrund verschweigt, nicht wahrnimmt oder aus dem Zusammenhang zitiert.

      Heimkarriere: 9 Jahre im Kinderheim in Urft (Herman-Josef-Haus) und 7 Jahre in Euskirchen (Erlenhof)

      .
      ( Der Themenstarter dieses Threads ist »
      martini« )

      [ WICHTIGER HINWEIS: In Antwort auf Beitrag 14 ( oben ), möchte ich noch einmal klar machen und deutlich hervorheben: Der Themestarter dieses Threads ist nicht verantwortlich für den Inhalt des Archivs des Landschaftsverbandes Rheinland ( LVR ) in Nordrhein-Westfalen ! ]

      LWR @
      http://www.afz.lvr.de/archiv+des+lvr/benutzung/erlenhof.pdf

      ...nur soviel wird offiziell zugegeben und nicht mehr... ...man beachte auch die Wortwahl in diesem Dokument...

      Rheinisches Landesjugendheim Erlenhof, Euskirchen

      Sachakten von 1945 bis 1990 im Archiv des Landschaftsverbandes Rheinland ( LVR )

      [ 29-seitiges Dokument --- digital werden jedoch 35 Seiten angezeigt ]

      [ Seite 2 ]

      Vorwort


      „Wie aus der Anstalt ein Zuhause wurde“
      1

      Die Entwicklung der öffentlichen Erziehung am Beispiel des Erlenhofs, Euskirchen

      Von Bruni Mahlberg-Gräper

      [ .......... ]

      [ Seite 3 ]

      Mit der Herrschaft der Nazis brach auch über den Erlenhof eine dunkle Zeit herein.

      [ .......... ]

      1943 rückte man zusammen, als alte Leute einzogen, die aus Köln evakuiert worden waren.

      [ .......... ]

      [] das Heim im April 1946 wieder frei. Im November lebten dort bereits wieder 190 junge Männer.

      [ anzunehmen: von zwischen Ende 1946 bis Ende 1965 ist dann HIER die Rede ! ]

      Nach dem Krieg erlebte die Selbstversorgung eine Renaissance. DieErlenhöferwaren zudem beim Wiederaufbau als billige Arbeitskräfte beliebt. Ihre Unterbringung hinter Stacheldraht und teilweise in geschlossenen Abteilungen trug den Charakter von Strafe oder Buße – auch wenn die vermeintlichen Übeltäter in Wirklichkeit Opfer ihrer Umwelt geworden waren. Bis lange nach dem Krieg hielt sich der militärische Begriff „Antreteplatz“ für eine Freifläche im Erlenhof.

      [ anzunehmen: von Anfang 1966 ist dann HIER die Rede ! ]

      1966 lebten imRheinischen Landesjugendheim Erlenhof250 Jugendliche von 13 Jahren bis zur Volljährigkeit in 14 Gruppen. [ ... ]
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      1 leicht veränderter Nachdruck eines Artikels aus „Neues Rheinland“, Heft 4, April 1998, S. 18-20

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      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Martini schrieb:

      [ anzunehmen: von zwischen Ende 1946 bis Ende 1965 ist dann HIER die Rede ! ]

      Wiederaufbau war kurz nach dem Krieg. Anzunehmen das sie die 40iger Jahre (und vielleicht ein Teil der 50iger) meinen, (wenn überhaupt). Denn 1961 gab es weder Stacheldraht noch Appelle noch Wiederaufbau. Und das weiß ich genau.

      Und wie bösartig die Erzieher und engelsgleich die Jugendlichen waren, lässt sich hieraus ableiten:
      Auch wenn den Jugendlichen allmählich in begrenztem Maß Gestaltungsfreiräume zugestanden wurden, konnte
      die Kasernierung in Gruppen von Gleichaltrigen ihre Schattenseiten kaum verbergen. Gelegentlich rückten In-
      sassen aus oder randalierten beim Ausgang. Geradezu legendär wurde der Einbruch bei der benachbarten Firma
      RKG. Dort vergnügten sich Jugendliche nachts beim Auto-Rodeo mit Mercedes-Limousinen; sie hinterließen nur
      noch Schrott. Mehrfach kam es aber auch vor, dass Erlenhof-Gangs beim Einbruch Schwarzgeld von Geschäfts-
      leuten erwischten und sich dann wunderten, wieso die bei der Polizei gemeldete Schadenssumme viel niedriger
      ausfiel als ihre Beute. Für die Anhäufung so schwieriger Kinder sei relativ dennoch wenig passiert, meinen die
      Betreuer rückblickend. Es gab aber auch Highlights. Die Beatband „Early Birds“ vertrat den Kreis Euskirchen z.
      B. bei einem Musikwettstreit in Köln. Als Sieger beim Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung
      durfte eine Gruppe eine Woche nach Paris reisen. In dunklen Anzügen ließen sich die jungen Herren dort wie
      Models ablichten. Das Image der „Erlenhöfer“ besserten auch soziale Taten wie beispielsweise der Bau eines
      Spielplatzes für geistig behinderte Kinder auf.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „ninguno“ ()

      Heimkarriere: 9 Jahre im Kinderheim in Urft (Herman-Josef-Haus) und 7 Jahre in Euskirchen (Erlenhof)

      .
      Ich nehme an, dass du, »
      ninguno«, persönlich deinen 7 Jahre langen Aufenthalt im »Erlenhof in Euskirchen« ( anzunehmen im Zeitraum / Zeitramen 1960-1967 [ ? ] ) als „angenehm“, „lehrreich“ und „hilfreich“ empfunden hast und dass du, »ninguno«, persönlich der Meinung bist, dass dies dein persönliches Erlebnis dort im »Erlenhof in Euskirchen« dich gut für dein weiteres Leben vorbereitet hat.

      Ich nehme ebenso an, dass du, »
      ninguno«, persönlich der Meinung bist, dass alle anderen damals dort untergebrachten „Fürsorgezöglinge“ sowohl wie auch die, die dort waren und der „Freiwilligen Fürsorgeerziehung“ unterstanden ( eine Unterbringung, die wohl deiner Meinung nach sie alle sowieso selbst zu verantworten hatten ) ihren eigenen Aufenthalt im »Erlenhof in Euskirchen« eigentlich ebenso hätten so empfinden können und sollen wie du ihn empfunden hast.

      Ich nehme weiterhin an, dass du, »
      ninguno«, persönlich der Meinung bist: Die Zeit war eben so wie sie damals war und einige waren „mehr angepasst“ und „bereit sich anzupassen“ als andere.

      Ich nehme weiterhin an, dass du, »
      ninguno«, persönlich deinen diesbetreffenden Standpunkt mit von dir angegebenen Texpassagen aus Quellen ( die du in deinen Beiträgen leider nicht angibst ), zu belegen suchst und weiterhin versuchen wirst zu belegen.

      Du, »
      ninguno«, hast natürlich jederzeit das absolute Recht diese allübergreifende Meinung zu vertreten und zu versuchen uns alle davon zu überzeugen.

      Last but not least, schließe ich aus all dem was du sagst und uns mitteilst, dass du, »
      ninguno«, persönlich dann auch keine oder irgend welche „Ansprüche“ hast oder versuchen wirst geltend zu machen, was deine eigene „Erziehungsheimzeit“ im »Erlenhof in Euskirchen« betrifft.

      Über deine „Kinderheimzeit“ im »Herman-Josef-Haus in Urft
      « ( anzunehmen im Zeitraum / Zeitramen 1951-1960 [ ? ] ) brauchen wir ja schon garnicht erst zu reden, denn da ging es dir ja noch viel besser als im »Erlenhof in Euskirchen«.

      Please correct me if I am incorrect. – Please correct me wherever I am incorrect.


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      Betroffene sind die besten Experten“ ( Grünen-Politiker-Anwärter, Jg. 1968, Andreas Lessenich [ GRÜNE, Titz, NRW - 15.07.2010 ] )

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      Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf ‚Landesverrat‘ genannt wird.“ ( Erich Kästner )
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Martini schrieb:

      Du, »ninguno«, hast natürlich jederzeit das absolute Recht diese allübergreifende Meinung zu vertreten und zu versuchen uns alle davon zu überzeugen.

      Was Du annimmst, ist ganz alleine Deine Sache. Aber die populistische Schreibe "Wir" oder "Uns" gefällt mir sehr wenig. Denn Du schreibst ganz alleine für Dich oder hast Du einen Auftrag, für andere zu agieren?
      Auch was Du aus meinen Bemerkungen zu interpretieren vermagst, ist Deine Sache. Dem einen ist es gegeben, anderen halt nicht. That´s life.
      Aber versuche nicht auf Deine schändliche Art Stimmung zu machen. Egal ob ich Dein Opfer werden soll oder andere User. Wenn Dein Hass dich dermaßen zerfressen hat und Du nur noch durch diesen Leben kannst, ist es Deine Sache. Aber lass mich damit in Ruhe, denn ich habe meine eigene Vorstellung, wie ich mit meiner Vergangenheit abschließen kann und abschließe. Dazu brauche ich Dich und Deine Hasstiraden mit Sicherheit nicht.
      Fange endlich einmal an, Deine eigene Vergangenheit zu verarbeiten, denn darin sehe ich bei Dir gro0en Handlungsbedarf.

      Heimkarriere: 9 Jahre im Kinderheim in Urft (Herman-Josef-Haus) und 7 Jahre in Euskirchen (Erlenhof)

      .
      LESERKOMMENTAR
      zu »WDR.de PanoramaInterview mit dem ehemaligen heimkind Siegfried Michelt - Das Trauma der Heimkinder« @ http://www.wdr.de/themen/panorama/26/heimkinder_entschaedigung_2/100415_interview.jhtml?showAllComments=1

      [ ( Zur Zeit der „Heimkinder-Demoin Berlin ) --- Die persönliche Meinung von:
      ]

      Heinz-Joseph Epp
      schrieb am 17.04.2010, 11.53 Uhr:
      Man kann nicht mehr bestreiten, dass es geschehen ist, doch in den meisten Fällen wird drastisch übertrieben. Ich selber war in Urft und Dormagen in den 50ger jahren, doch derartige, beschriebene Fälle sind mir nicht bekannt. Anders war es jedoch im Erlenhof in Euskirchen, dort wurde getreten und geschlagen, gepeinigt und gefoltert, im warsten Sinne des Wortes. Was der RUNDE TISCH [ HEIMERZIEHUNG ] in Berlin da erreichen wird, ist für uns interessant, und, ob es was nützt.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Ich weiß nicht, woran es liegt: entweder kannst Du es nicht sehen oder willst es nicht sehen:
      nur weil es in einem Heim einigen Insassen gut ging, heißt es nicht automatisch, das es allen gut ging. Umgedreht genau so: nur weil es einigen recht miserabel ging, heißt es nicht automatisch, das es allen Jugendlichen in diesem Heim so ging. Es ist immer eine Frage der persönlichen Befindlichkeit und wie man etwas empfindet. Nicht umsonst gibt es hier Ex-Heimkinder, die im gleichen Haus, teilweise auf der gleichen Gruppe mit den selben Erziehern unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben.
      Wogegen ich mich seit Jahren vehement wehre ist eine Verallgemeinerung auf beiden Seiten. Und dagegen wehre ich mich, so lange wie ich kann. Und Deine Berichterstattung ist nun einmal tendenziös auch wenn Du manchmal einen Ausrutscher hast und versteckt zu gibst, das es auch andere Empfindungen, Erlebnisse gab, als wie Du sie in Deinen Schreiben und Kopien bevorzugst.
      Polarisieren hat noch nie dauerhafte Erfolge verzeichnet.